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2006-12-30

Pflichtübung

Graz 99ers - VSV 3:6

Natürlich mussten wir gestern nur beim Tabellenschlusslicht antreten. Und selbstverständlich war ein Pflichtsieg erwartet worden. Der ist es am Ende ja auch geworden. Trotzdem haben wir beim Obiditsch in der Gerbergasse, wo Silvester praktisch schon gestern ein wenig auf Vorrat gefeiert wurde, geschwitzt. Blut haben wir geschwitzt. Und zwar blau-weißes Blut. Weil, vor der Partie geisterten zwei Gespenster durch die hohlen Gänge meines feiertagsmäßig malträtierten Gehirns.

Erstens, war da noch die Penaltyniederlage vom 1.12. in den letzten Fetzen vorhandener Erinnerung, die noch immer außerordentlich weh tat. Weil ausgerechnet bei den Neunundneunzigern, den Preiselbeerklaubern der Liga, musst du nicht wirklich einen Punkt liegen lassen. Und Zweitens haben bei den Adlern zuletzt, wenn sie in der Fremde spielen mussten, eher die Nerven, als unsere mächtigen Schwingen geflattert. Da hat sich so was, wie eine kleine Auswärtsschwäche breit gemacht. Im Adlerhorst. Vier mal en suite fuhren wir nämlich wieder nach Hause, ohne den vollen punktemäßigen Lohn für unsere Arbeit in Rechnung zu stellen. Und genau das sollte uns gestern in Graz nicht schon wieder passieren. Hoffentlich halt.

Und gerade wenn du eh schon mit dem Schicksal haderst, kommt dann, wie selbstverständlich, auch noch das Pech dazu. Als wir gestern Nachmittag nämlich Richtung Graz aufgebrochen sind, da hätte man auf unseren Mannschaftsbus auch gut und gerne ein rotes Kreuz draufpicken können. Weil eigentlich waren wir ein Krankentransport. Grippevirus und Verletzungsteufel hatten uns an den Händen genommen und uns ins gelobte, grüne Steirerland geführt. Aber es nützt ja nix. Eine Eishockeysaison ist ja kein Cluburlaub im türkischen Antalya. Und der Gang zum Tabellenletzten muss ja nicht unbedingt zur Galavorstellung werden. Ein einfacher Sieg genügt. Ohne Schnörkel. Hauptsache mit zwei Punkten nach Hause kommen. Den Kindern daheim noch einmal eine Freude machen. Im letzten Spiel des Jahres.

Doch dann das große Deja-vu. Sie wissen schon. Wenn du glaubst, genau dass gleiche hatten wir doch schon einmal. Da war ich ja schon einmal dabei. Der erste Dezember fällt mir ein. Und eine 2:0 Führung in St. Liebenau dämmert aus der schlechten Erinnerung des frühen Advents herauf. Einen Fernet, bitte, sage ich zum Obiditsch Hermann, dem Wirt. Und genau in der 41. Minute als ich den Kräuterschnaps meinem Körper zuführe, tritt dann der Schweiß kollektiv auf die alkoholbedingt leicht rot gefärbten Häupter der Eishockeyrunde in der Gaststube der niedrigst gelegenen Schutzhütte der Alpen. Da klopft der Herzog, der ja eh bei uns den Feinschliff für die höchste Spielklasse erhalten hat, den Prohe nämlich ein echtes Ei in die Bude. Das hat sogar im Radio nicht gut ausgeschaut.

Selbst dem Guiseppe, eigentlich ein cooler Hund, treibt es die Tränen in die Augen. Magennervlich bedingt, natürlich. Und bevor die Jammerei von wegen, dass das alles schon da war und ja nicht wieder im Penaltyschießen münden darf, los gehen kann, steht es auch schon 2:2. Der Crawford darf sich nach 18 Spielen zum ersten Mal in die Schützenliste eintragen. Ausgerchnet gegen uns. Das sind zwei feste Watschen. Keine Frage. Das müssen wir erst einmal verdauen. Einen Fernet bitte, Hermann. Einen großen.

Und den können wir gut brauchen. Weil ab jetzt kriegen wir vom Cervenak, der zwar als Schiedsrichter verkleidet, aber im Hauptfach eigentlich Komiker ist, richtig eingeschenkt. In Worten: Strafen, Strafen, Strafen. Nur gut dass das den Edgerton praktisch nicht beeindruckt. Weil während der Gauthier sich auf der Strafbank ein bisschen frisch macht, kontert er für uns mit der neuerlichen Führung. Short-handed. Und da brauchen wir jetzt auch nicht über die Schönheit des Tores diskutieren. Wir nehmen mit was wir kriegen können. Und ich sag es Ihnen wie es ist: Für die Ästheten unter den Zuschauern macht heute Schmalhans den Küchenmeister.

Aber selbst der Short-hander gibt uns das Momentum nicht zurück in die Hand. Die Kellerkinder aus Graz beißen und kratzen und sind in jeder Beziehung ziemlich lästig. Richtige Wadlbeißer, wenn du mich fragst. Das gipfelt eineinhalb Minuten später im 3:3. Fernet, ist der erste Gedanken. Penaltyschießen, der zweite. Das wir in Graz kein vernünftiges Eishockeyspiel zusammenbringen. Zum Speiben.

Oder anders gesagt ein Fall für Danny Bousquet. Weil, wenn in einer schwierigen Situation ein Tor her muss, notfalls ein genudeltes, dann ist der Publikumsliebling zur Stelle. Und er nudelt, und fudelt, und er trifft zum 3:4. Na, Gott sei es gedankt. Jetzt wird ja wohl nix mehr passieren. Jetzt müssen wir die Bonuspunkte heim an die Drau bringen. Und so sieht das der Lanze auch. Der hat ein Einsehen, mit den nervlich gebeutelten Daheimgebliebenen. Er sorgt mit dem einzig wirklich schönen Tor des VSV an diesem Abend für die Kür. 5:3 für Villach. Den Drüberstreuer macht dann der Darrel Scoville. Verdientermassen. Weil nicht nur das er gestern schon wieder zwei Türln gemacht hat. Der spielt schon von Anfang an eine blitzsaubere Saison. Was hier einmal erwähnt und herausgestrichen werden muss. Schlusssirene. 3:6. Guat is gangen, nix ist gschehgn.

Aber geschenkt hat es die Punkte für uns sicher nicht gegeben. Und wir hoffen natürlich, dass die 99ers über Nacht zur Macht werden und die nächsten 8 Spiele gewinnen. Weil damit würden sie uns sehr helfen, die Konkurrenz auf Distanz zu halten. Und am 26.1., wenn sie wieder zu uns an die Drau kommen, da dürfen sie dann die Punkte wieder bei uns lassen. Wir bewahren sie dann sicher auf unserem Konto auf. Das nix passiert. Mit den Punkten. Auf den Weg zur Titelverteidigung.

In diesem Sinne allen blau-weißen Fans ein gutes, hoffentlich glückliches, und mit dem Meistertitel gesegnetes, neues Jahr.

vsvfan

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