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Walther Schütz

Glokale Werkstatt

... wird vom Bündnis für Eine Welt/ÖIE betreut. Es geht hier weniger um perfekt ausformulierte Artikel, sondern es sollen neue Entwicklungen, Ideen, ... angeregt, hinterfragt und angedacht werden können. Beiträge zur globalen Sackgasse und emanzipatorischen Auswegen daraus bitte an: buendnis.oeie@aon.at

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2007-01-30: Crash
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2007-01-16: Bedürfnisse und die Welt der Waren
2006-12-26: Die WTO als Verkörperung von Liberalisierung
2006-12-16: Was ist überhaupt Globalisierung - Teil 1

Sämtliche Beiträge

2004-09-14

Was ist überhaupt Globalisierung - Teil 1

Wenn die Gesetze des Wertes allgemein gültig werden

NEU : Eine ausführlichere Version dieses Beitrages findet sich r ... hier!

Alle reden von Globalisierung. Globalisierung als Chance, als unvermeidlicher Entwicklungsschritt, Globalisierung als etwas, was man nur "anders" gestalten müsse ... Und: Globalisierung als "Mythos". Was ist dran an den verschiedenen Sichtweisen auf ein Phänomen, das in aller Munde ist?

Rein statistisch spielt sich "Weltwirtschaft" vor allem zwischen den großen Blöcken ab, aber STRUKTURELL ist zunehmend jeder Standort mit jedem in Konkurrenz (Globalisierung!) ZUR ERKLÄRUNG DER „TORTENÄHNLICHEN“ SCHEIBEN: Die farblosen unteren Teile symbolisieren den „nicht gemessenen Teil“ des Wohlstands, der nicht in die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung eingeht. Ca. zwei Drittel davon ist die unbezahlte Arbeit von Frauen, ein Drittel macht schätzungsweise die Arbeit von Männern aus. Färbig ist das, was von der klassischen Volkswirtschaftslehre gemessen wird (das BIP ...). In Rottönen gehalten der öffentliche Bereich, grau bzw. schwarz die klassische Privatwirtschaft. Etwa ein Zehntel dieses gemessenen Teils ist echt weltwirtschaftlich verbunden, geht also über die Grenzen beispielsweise der EU hinaus.
Globalisierung - SCHEINbar nur ein Mythos

Die Abbildung zeigt auf einer statistischen Ebene - also rein quantitativ - dass sich die kapitalistische Weltwirtschaft um drei große Blöcke (die "Triade") gruppiert.

Wenn man die EU als Ganzes nimmt, so beträgt die Außenhandelsquote nicht mehr als 10% ... Die selbe Verteilung gilt für den Ost-/Südostasiatischen Raum bzw. die NAFTA (USA, Kanada, Mexiko) – nicht mehr als ein Zehntel der gesamten offiziell berechneten Wirtschaftsleistung geht in den Export bzw. wird importiert. Und diese jeweils 10% zum allergrößten Teil zwischen den 3 Blöcken gehandelt. Man kann also auf dem Gebiet des Außenhandels von einer Konzentration des Wirtschaftsgeschehens zwischen EU, NAFTA und Süd-Ost-Asien, also einer sogenannten „Triadisierung"; sprechen. Der Teil des weltweiten Handels mit der Welt außerhalb dieser 3 Blöcke verliert tendenziell eher an Bedeutung.

Struktur der Investitionen

Ähnliches gilt für die Investitionen. Ein Beispiel ist die BRD als ein Land, das ja zumindest innerhalb Europas eine wirtschaftliche Großmacht darstellt. Nur 8% aller Investitionen wurden noch in der ersten Hälfte der 90er Jahre außerhalb der Landesgrenzen getätigt. Allerdings macht Rober Kurz (S. 167) darauf aufmekrsam, dass der Ausgangswert, auf den sich diese 8 % beziehen, sehr weit gefasst ist: Der Begriff der Anlageinvestitionen umfasse auch öffentliche Investitionen, privaten Hausbau etc. Daher seien die echten privaten Anlageinvestitionen wesentlich geringer, umgekehrt sei daher der Prozentsatz der Auslandsinvestitonen wesentlich höher zu veranschlagen! Von diesen echten Investitionen wiederum gingen 45% in andere Länder der EU. Von den Gesamtinvestitionen (Achtung: Siehe vorhergehende Anmerkungen zumBegriff der Investitionen!) gingen z.B. lediglich 2,4% in den SO-asiatischen Raum.

Und die Global Players? Auch wenn man nur die wenigen wirklich weltweit agierenden Konzerne anschaut, so bleibt von Global gar nicht mehr so viel übrig: Daimler Benz war zu 80% innerhalb der EU tätig, die Siemens zu über 70 %.

Zwischenresümee: Man kann auf einer quantitativen Ebene der Betrachtung also – zum jetzigen Zeitpunkt – sehr wohl von einem Heraustreten der Wirtschaft aus dem jeweiligen nationalen Raum sprechen. Aber was vor sich geht, ist auf einer statistischen Ebene eher eine Neuformierung in Großräumen wie der EU, der NAFTA, dem Ost- und Südostasiatischen Wirtschaftsraum, ist eine TRIADISIERUNG.

Global wirkende Konkurrenzverhältnisse als Kern von Globalisierung

Heißt das nun, dass die Globalisierung nur Gerede sei? Statistische Methoden stoßen hier an Grenzen. An diesem Punkt muss man mit qualitativen Methoden die herrschenden Mechanismen betrachten: Immer offenere Märkte führen zu globalen Standards, alles muss es sich gefallen lassen, verglichen zu werden! Z.B. weltweit die Produktionsstätten hinsichtlich ihrer Kosteneffizienz, Standorte hinsichtlich der zur Verfügung gestellten Infrastruktur ... Für Mahnkopf und Altvater ist es diese neue Qualität der weltweiten Konkurrenz, die die Globalisierung ausmacht. Sie widersprechen der Aussagekraft der Statistik, wonach Globalisierung nur eine Schimäre sei. Zwar führe der weltweite Konkurrenzmechanismus zur Zeit zur Erscheinung der Triadisierung, aber potentiell könnte auch eine Ware, z.B. aus Zaire, sofern sie dort günstiger erzeugt wird, den Markt in Europa beherrschen.

Resümee: Die Welt ist sehr wohl ein struktureller [!] Welt-Markt. Diese Herrschaft des Weltmarktes hat tiefgreifende Auswirkungen auf den gesamten gesellschaftlichen Zusammenhang, der Markt wird von einem Subsystem zur alles dominierenden Kraft.

In Anlehnung an Polanyi bezeichnen Altvater und Mahnkopf diesen Prozess als disembedding, als „Entbettung": Märkte gibt es ja in vielen Gesellschaften und hat es z.B. auch im Mittelalter bei uns gegeben. Aber sie hatten keine Eigendynamik, denn sie waren der übrigen Gesellschaft untergeordnet – waren „eingebettet". Allein das Recht, überhaupt einen Markt abhalten zu dürfen, wurde vom Grundherrn zugestanden. Innerhalb der Märkte herrschten strenge Regeln, etwa ob eine technische Neuerung eingeführt werden durfte, musste von den Zünften bewilligt werden ...

Dieses Disembedding wird auch von anderen beschrieben, z.B. von Ulrich Duchrow, einem protestantischen Theologen der Universität Heidelberg : Im Rückblick auf die Geschichte erkennt er heute eine Wiederdurchsetzung des Begriffs des „Absoluten Eigentums" nach römischem Recht! Eine „Sozialpflichtigkeit von Eigentum", die es in gewissem Maß in den Nachkriegsjahrzehnten gegeben hat, entfällt damit.

Man kann es auch noch anders ausdrücken: Mit der Globalisierung kommt der Kapitalismus zu seinem eigentlichen Wesen - die abstrakten Wertgesetze treiben die Menschen ungebremst vor sich her!

NEU : Ausführlichere Behandlung des Begiffs Globalisierung r ... hier!

Weitere Aspekte des Themas Globalisierung

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tio pepe, Kaiser-Josef-Platz 3, 9500 Villach

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tio pepe, Kaiser-Josef-Platz 3, 9500 Villach

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