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Walther Schütz

Glokale Werkstatt

... wird vom Bündnis für Eine Welt/ÖIE betreut. Es geht hier weniger um perfekt ausformulierte Artikel, sondern es sollen neue Entwicklungen, Ideen, ... angeregt, hinterfragt und angedacht werden können. Beiträge zur globalen Sackgasse und emanzipatorischen Auswegen daraus bitte an: buendnis.oeie@aon.at

Zuletzt erschienen:

2007-01-30: Crash
2007-01-23: Der Staat - das unbekannte Wesen
2007-01-16: Bedürfnisse und die Welt der Waren
2006-12-26: Die WTO als Verkörperung von Liberalisierung
2006-12-16: Was ist überhaupt Globalisierung - Teil 1

Sämtliche Beiträge

2004-09-20

Globalisierung und ihre materiellen Voraussetzungen – Teil 3

Die Bereitstellung der technischen Infrastruktur durch den Staat

Zum Vergrößern bitte anklicken!

In den beiden ersten Teilen ging es darum, zunächst einmal zu fragen, was unter dem so viel verwendeten Begriff Globalisierung verstanden wird: Es ist die radikale „In-Konkurrenz-Setzung“ in weltweitem Maßstab.
Im zweiten Teil wurde die Rolle des Staates im Prozess der Globalisierung beleuchtet. In seinem Zwang, als „ideeller Gesamtkapitalist“ für optimale Verwertungsbedingungen des Kapitals zu sorgen, wurde der juristische Akt der „Liberalisierung“ beschrieben. Im dritten Teil wird nun ein weiteres Maßnahmenbündel staatlicher Politik behandelt.

Die Diskussion um Globalisierung bzw. um Neoliberalismus (quasi die ideologische Begründung für einen „entbetteten Kapitalismus“) blendet vielfach einen Aspekt aus, der aber ganz offensichtlich jedem / jeder vor uns geradezu vor der Nase herumtanzt: Nämlich die Tatsache, dass die Schaffung von weltweiten Märkten bzw. davor schon die Zerlegung der Produktion in sich über dem gesamten Globus erstreckenden Produktionsketten ja nicht von selbst geht, sondern einer handfesten Infrastruktur bedarf.

Da ist einerseits die Kommunikationsstruktur, die notwendig ist, um Zweigwerke zu koordinieren, Befehle weiterzugeben ...

Und dann gilt es, die Waren von einem Ort zum anderen zu bewegen. Und zwar nicht irgendwie, sondern möglichst rasch und billig. Der Transport ist so billig, dass es maximal zwei Cent kostet ein Viertel Butter aus Irland nach Österreich zu bringen. Solche Preise sind nur möglich, weil die entsprechenden Straßen / Autobahnen mit einem irren Aufwand gebaut wurden und weil Fahrer unter dem Kollektivvertrag entlohnt werden. Illegale Beschäftigung, schlecht gewartete Trucks, 24-Stunden-Fahrten sind in der Branche normal. Die Frachtpreise wären um die Hälfte höher, wenn nur die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten und die Straßenvorschriften eingehalten würden!

Die Straße ist regelrecht zu einem Teil der Produktion geworden. Die Firmen haben kaum noch eigene Lager. Sie produzieren „just in time“, dann wird das Produkt auf die Straße gestellt. Öffentlicher Raum wird zum Fließband und zur Industrielagerstätte umdefiniert. Wir wohnen praktisch an einem Fließband.

Die Folgen sind für die gesamte Gesellschaft verheerend, was aber die Staaten bzw. suprastaatliche Gebilde wie die EU mit ihren Transeuropäischen Netzen nicht daran hindert, mit dieser Verkehrspolitik fortzufahren.

Zwar sind die Widersprüche – einerseits die Warenkreisläufe immer mehr auszudehnen und so die Kapitalverwertung zu fördern, andererseits aber doch auch für die negativen Folgen (Umweltzerstörung, Entwertung von Landschaften, gesundheitliche Schäden ...) irgendwie verwalten zu müssen – auch der Politik nicht egal. Aber es ist keineswegs so, dass „Jahrzehntelang kurzsichtige nationale Egoismen eine gemeinsame Verkehrspolitik“ verhindert hätten, wie es jüngst in einer Aussendung hieß. Es ist eben kein Betriebsunfall, kein Versagen der Politik, dass die Entscheidung immer für ein mehr an Verkehr und damit für eine reibungslose Kapitalverwertung ausgeht – zumindest solange, bis sich Politik an einer Bürgerinitiative, die sich einen Dreck um „höhere Interessen“ schert und aus ganz egoistischen Gründen das gute Leben hier und jetzt fordert, die Zähne ausbeißt.

Symptomatisch dafür ist die Auseinandersetzung um die neue Hochleistungsbahn, die da von Wien nach Italien und Slowenien führen soll. Die Fragestellung lautet immer nur, welche Variante der Bahnstrecke zusätzlich zu den Autobahnen gebaut werden soll und wie maximal ein Teil des zukünftigen Verkehrsaufkommens auf die etwas verträglichere Schiene gebracht werden soll. Nie geht es darum, den Straßenverkehr wirklich auf die Schiene zu bringen oder insgesamt gar den Verkehr zu reduzieren. Als ich bei einer Versammlung der Grünen über verschiedene Varianten der Hochleistungsbahn zwischen Klagenfurt und Villach den Vorschlag machte, man solle doch eine der beiden Autobahnspuren als Bahntrasse verwenden, denn dies würde doch tatsächlich der (grünen) Forderung nach Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene gerecht werden, wurde das nicht einmal als Scherz ignoriert.

Und recht haben sie, die Grünen: Wer regierungsfähig sein will, muss letztlich die „politische Ökonomie des Verkehrs“ akzeptieren: Wachstum des Kapitals als quasi-Naturgesetz verlangt auch einen höheren materiellen Durchfluss.

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Ingenlitelce and sim- 2017-01-06, Nr. 6520

Ingenlitelce and simplicity - easy to understand how you think.

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2007-01-30: Crash
2007-01-23: Der Staat - das unbekannte Wesen
2007-01-16: Bedürfnisse und die Welt der Waren
2006-12-26: Die WTO als Verkörperung von Liberalisierung
2006-12-16: Was ist überhaupt Globalisierung - Teil 1
2006-12-13: Zur Arbeit
2006-12-01: Zum Vorwurf des Determinismus
2006-11-13: Kriterien für eine zukunftsfähige Entwicklung
2006-11-09: Das erkenntnisleitende Interesse
2006-11-03: Ein erster Blick auf die Welt
2006-10-31: Lehrveranstaltung Entwicklungspolitik in Zeiten der Globalisierung
2006-09-29: Neue Fairness braucht das Land????
2006-08-17: Für eine Zuspitzung des Arbeitsbegriffes
2006-03-30: Wiener Erklärung für ein gentechnikfreies Europa
2006-03-01: Ethno-Konflikte
2005-11-07: Der Global Marshall Plan
2005-10-31: Die Millennium Development Goals
2005-10-21: Aktion gegen EU-Dienstleistungsrichtlinie
2005-10-20: Hilfe für Pakistan
2005-10-04: Achtung, Bolkesteinhammer!
2005-09-24: Klimaschutz: Kyoto für Kojoten
2005-09-19: Europäischer Widerstand formiert sich
2005-09-17: Konzentration in der Saatgut-Industrie 2005
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2005-02-24: Gentechnik für Klimaschutz???
2005-02-24: Der Griff nach dem Leben
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2004-11-11: Soll an Europas Wesen die Welt genesen?
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2004-10-14: Was tun? - Den Kampfhund bändigen
2004-10-11: Sieger sehen anders aus – Konsequenzen der Globalisierung Teil 4
2004-09-17: Wie wird Globalisierung durchgesetzt? - Teil 2
2004-09-14: Was ist überhaupt Globalisierung - Teil 1
2004-09-13: Global Days of Action gegen die WTO und für Ernährungssouveränität
2004-06-21: Gentech 4: Wirtschaft im Dienst des Lebens???
2004-06-14: Gentech 3: Über die Verbreitung gentechnisch veränderter Organismen in der Landwirtschaft
2004-06-08: Gentech 2: Zu Risiken und Nebenwirkungen ...
2004-06-01: Gentechnik durchgeboxt - 1. Teil von 4
2004-05-19: EU-Verfassung: Alles paletti ????
2004-05-10: Bildung als Ware?
2004-05-03: EU-Osterweiterung: Entwicklungschance, neokoloniales Projekt oder was?
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mit Ali Götz (Lieder, die keiner mehr kennt), Magrimm (art), Peter Laminger (art), Boris Randzio (1m2 Balett), Hans D.Smoliner (Buchpräsentation), Rudi Streifenstein (Thekendekoration), VADA (Buchpräsentation)


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Dienstag, 18. Juni 2019
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tio pepe, Kaiser-Josef-Platz 3, 9500 Villach

Dienstag, 9. April 2019
r Elsie Slonim – Meine ersten 100 Jahre

Mit der Kamera auf Spurensuche zwischen Kaiser Franz Josef, dem Holocaust und der Sperrzone auf Zypern.
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Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walter Straße 29, Villach

Freitag, 7. Dezember 2018
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Thekenlesung von und mit Ludwig Roman Fleischer
tio pepe, Kaiser-Josef-Platz 3, 9500 Villach

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Dienstag, 13. März 2018
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