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2005-08-16

Über den Rausch (Teil 1)

Ein paar Gedanken, die nicht nur auf den Alkohol fixiert sind.

Der grosse Rausch




Rausch ist ein Zustand besonders intensiver oder besonders abgeschwächter Erlebnisse bis hin zur Ekstase, der Apathie oder dem Koma.



Teil 1 - Der antike Rausch

Beginnen wir mit der griechischen Mythologie. Ihr zufolge verdanken wir den Wein und das Recht auf einen Rausch vor allem dem Gott Dionysos und seinen Jüngern. Sie folgten ihm in permanenter Ekstase durch die Bergwälder.
Was die Griechen bereits kannten, haben selbstverständlich die Römer, dank Bacchus übernommen. Doch auch schon in vorgriechischer Zeit war das „Göttergetränk“ bekannt.

Der antike griechische Historiker Herodot berichtete von einer Bestattungszeremonie bei den Skythen. Diese errichteten Zelte, in denen über heißen Steinen der Samen des Hanfs zum Dampfen gebracht wurde. In diese Zelte krochen die Skythen, freuten sich über die Dämpfe und schrieen laut.

Nicht vergessen darf man in diesem Zusammenhang die „Medien“. Die Antike kannte sehr erstaunliche Medien, etwa das Orakel von Delphi. Auch Vogelflug und Eingeweide wurden gelesen, übermittelten Botschaften und waren gleichsam Medien.

Im Folgenden aber soll es jedoch vorerst nur um Schrift, die auch ein Teil des Rausches sein kann, gehen.
Das Drama „Hippolytos“ des Euripides aus dem Jahre 428 v. Chr. enthält sicherlich die Schlüsselszene:

Auf dem Leichnam von Phaidra findet sich ihr Abschiedsbrief, dessen Anklage Hippolytos ins Verderben reißt. Zur Information aller nicht mit der griechischen Mythologie sehr bewanderten Leser: Phaidra war in ihren Stiefsohn Hippolytos, wie sagt man so schön, unsterblich, jedoch ohne Gegenliebe, verliebt. Aus diesem Grund markiert er nach ihrem Selbstmord das Skandalon von Schrift als solcher, ohne Rückkoppelung ans Sprechen. Ein Bote aus anderen Orten oder Zeiten ließe sich befragen. Der Tod aber ist die äußerste Figur der Abwesenheit. Eben hierdurch wird er zum Ort der Präsenz der Schrift, der Zirkulation der Zeichen und der Eröffnung des Diskurses.

Zugegeben, ein Bild wie eine Max-Ernst-Collage: Schrift auf dem Leichnam einer Frau und mithin magischer Anziehungspunkt für unser mediales Zeitalter, das besessen ist vom Rausch der Abwesenheit.
Motto: „Wenn Du dabei sein willst, geh nach Hause!" Wer kennt sie nicht, die medialen Bedingungen. Wer schimpft am Stammtisch oder wo auch immer dagegen und glänzt danach (am vor erwähnten Stammtisch, oder wo sonst immer) auf Grunde von medialen Bedingungen durch Abwesenheit? Unter unseren medialen Bedingungen kann man nur durch Abwesenheit „anwesend“ sein.

Diese Anwesenheit kommt in der Vorsilbe „tele“ zum Ausdruck:
Tele-Vision, Tele-Phon, Tele-Graph usw.
Telepathie? Auf Grund obiger Ausführungen sei die Klärung jedem selbst überlassen.

Zusammenfassung:
Wo der Mensch im Rausch nicht allein die Dröhnung sucht, trachtet er im Rausch eine andere Form des Bewusstseins zu erreichen. Viele kennen beispielsweise den Rotwein als ein Getränk, das die Gesprächsrunde zur Erörterung philosophischer, religiöser oder politischer Fragen trägt bzw. tragen sollte.
Die Idee des Rausches ist beim spirituellen Beweggrund die zeitliche Lösung der Seele vom irdischen Körper. Damit gehört der Rausch in die Verwandtschaft des Schlafes und des Todes, der die Seele endgültig vom Körper trennt.

Etliche Pflanzen dienen als Grundsubstanz der Rauschmittelgewinnung. Weinrebe, Hopfen, Getreide, Kartoffeln, Zuckerrohr usw. für alkoholische Getränke, Hanf, viele Kräuter, Opium, Koka, zudem verschiedene Pilze. Der Mensch war in dieser Hinsicht immer schon sehr findig.

Wohl bekomm's!

"Heute back ich, morgen brau ich, und übermorgen...?
Ja, was mach ich eigentlich übermorgen?"

Fortsetzung folgt.

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