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2012-01-10

Entwicklung erneu(er)t denken: Entwickelnde Arbeit, entwickelnder Staat, entwickelter Mensch

Das ist der Name unseres inhaltlichen Schwerpunktes der Jahre 2012 bis 2014. Auf den ersten Blick vielleicht ein sonderbar verdrehter Titel, aber wenn man die Hintergründe kennt, ist dieser leicht nachvollziehbar.

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Übersiedelung

Wir sind übersiedelt: Seit 1.1.2012 sind wir nicht mehr in der Nikolaigasse zu finden, sondern wir haben – gemeinsam ÖIE, Bündnis für Eine Welt und amnesty international – unser Büro in der Brauhausgasse 10 (im Pfarrzentrum St. Nikolai, also nur 200 m vom alten Standort entfernt).
Wie Sie zu uns finden: Vom Bahnhof kommend Richtung Zentrum. Bei der Nikolaikirche (noch vor der Draubrücke) nach links in die Nikolaigasse. Beim Kongresshaus vorbei Richtung Krankenhaus, dann gleich vor dem Würstelstand die erste Straße nach links Nach der Abfahrt zur Kongresshaus-Tiefgarage kommt das Pfarrzentrum St. Nikolai, dort sind wir seit 1.1.2012 im Hochparterre.

Eva Aichholzer, Walther Schütz

Ausgangspunkt des Schwerpunkts ist nämlich die Reflexion unserer Arbeit der letzten Jahrzehnte, insbesondere aber der Tendenzen in den letzten Jahren:. Das Ergebnis ist beunruhigend: Mal ganz abgesehen von den de-facto-Verschlechterungen in den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Teilsystemen unserer Gesellschaft, sind auch die Tendenzen in dem Feld, in dem wir uns primär bewegen, der sogenannten „Zivilgesellschaft“, alles andere als ermutigend: In weiten Teilen macht sich Lähmung breit, ist sogar sowas wie Regression zu bemerken – dies in einer Situation, die eigentlich einer regen Perspektivendiskussion bedürfte. (Nachzulesen ist diese Reflexion unter r „Über Populismus, Vernunft und andere Ideologien“ – Thesen zur Frage „Was denken wir warum?“)

Entwicklung erneu(er)t denken

Diese beklemmende Situation legt den Verdacht nahe, dass nicht einfach der Mangel an „Entwicklung“ oder die eine oder andere Fehlentwicklung im Detail schuld an der Misere sei, sondern dass womöglich das Ideal „Entwicklung“ selbst das Problem ist. Ein Ideal, das unter verschiedenen Namen firmiert (Kapitalismus, Moderne, Modell Neuzeit, freedom and democracy...) und das, so scheint’s, in einem gewissen Sinne „abhängig“ macht.

Jedenfalls wollen wir uns „Entwicklung“ genauer anschauen, der Frage nachgehen, was sie überhaupt bedeutet, welche Grundstrukturen sich durchziehen, ... Dabei wollen wir uns dieser Kernfrage von verschiedenen Seiten annähern:

Über die (entwickelnde) Arbeit:
Diese wird ja nach wie vor, ja sogar stärker denn je als DAS Medium sozialer Integration sowohl innerhalb des „Nordens“ wie auch zwischen den Großregionen dieser Welt gesehen. Wobei klar ist, dass (Erwerbs-)Arbeit unmittelbar zu der Frage, wie wir wirtschaften, führt. Ein Hinweis: r Was heißt Solidarität heute?

Über den (entwickelnden) Staat,
also über die Politik im engeren Sinne: Ihr Versagen, so der Verdacht, ist primär einmal nicht eines der in diesen Strukturen Agierenden, sondern basiert auf „strukturellen Vorgaben“. Sonst wäre wohl nicht erklärbar, dass alle regierungswilligen Parteien auf Wirtschaftswachstum (wenn auch mit – leicht – unterschiedlichen Methoden und inhaltlichen Gewichtungen) setzen. Eine erste Annäherung: r Ein Widerspruch – öffentliche Verantwortung und Entschleunigung

Über den (entwickelten) Menschen,
also den, der bei Entwicklung als Idealbild herauskommt. Das sind „wir“. Welche Bilder trägt der „entwickelte“ Mensch mit sich? Wie individuell ist er / sie? Wie selbstverantwortlich ist er / sie? ... Gibt es Gemeinsamkeiten? Und spätestens da ist dann der Frage nachzugehen, was denn nun zu dem „Nichtstellen“ der Entwicklungsfrage führt und wie diese Blockaden aufgebrochen werden können. Wie das buchstäbliche Kaninchen starrt die Zivilgesellschaft auf Lösungen, die ein Weiterwursteln ermöglicht, ohne die grundsätzliche Frage nach Alternativen zu einem unnachhaltigen Entwicklungspfad zu stellen. Und es stellt sich die Frage, an welchen Punkten „Globales Lernen“ weiterzuentwickeln sei.

Bei unserer regionalen Bildungsarbeit geht es darum, ausgehend von der Situation vor Ort (z.B. Integrationsdebatte, soziale Initiativen wie Solidarisch Gsund, Kärntner Armutsnetzwerk...) Menschen im Engagement zu begleiten, zu Auseinandersetzung mit globalen Fragestellungen hinzubewegen sowie aktive und motivierte Menschen zu einer vertiefenden Beschäftigung mit Entwicklungsfragen anzuregen und dafür entsprechende Bildungsangebote bereitzustellen. Dies alles in einer Situation, in der wir und unsere Partner/innen selbst unter steigenden Druck geraten.

Konkrete (mögliche) Schritte im Jahr 2012, an denen wir in verschiedenem Ausmaß beteiligt sind:

  • Winterschool Solidarische Ökonomie (17. – 19.2.), r mehr
  • Beteiligung an der Tagung Kein Patent auf Tiere! (3. März, Europahaus Klagenfurt, r mehr),
  • in Kooperation mit kärnöl Beteiligung an „Gemma Kunst schaun“ (22.5. – 16.6.2012)
  • im Juni (15.6.?) Beteiligung an einer Tagung zur Alpenkonvention,
  • Begleitung des Prozesses „Integrationsleitbild Villach“ im Rahmen der Plattform Migration,
  • eine kleinere Tagung zur Zukunft des Gesundheitswesens sowie mehrere dezentrale Veranstaltungen zum selben Thema in Kooperation von Armutsnetzwerk und Solidarisch Gsund
  • im Sommersemester 2012 r 4 Lehrer/innenseminare
  • Filmangebote für Schulen,
  • ein intensives Lehrer/innen-Seminar „Globales Lernen“ im Herbst,
  • im Herbst wieder „Lassen wir’s uns gut gehen“,
  • schließlich im 4. Quartal 2012 eine Tagung zu den Schranken Globalen Lernens.
  • Dazu kommt eventuell die Beteiligung an einer Enquete des Entwicklungspolitischen Beirats im Kärntner Landtag.
  • Für 2013 oder 2014 ist dann unter Federführung des Bündnisses für Eine Welt (unsere Dachorganisation) wieder eine größere 3. Debatte: „Welche Zukunft machen wir?“ (wohl zum Thema „Arbeit“) ins Auge gefasst.
  • Laufend gibt es dazu r Radiosendungen bei AGORA, Vernetzungsaktivitäten, Beratungen, Medienverleih, Veranstaltungen in / mit Schulen... (insbesondere die geführte Ausstellung „Lernen und Arbeiten zwischen globalem Konkurrenzkampf und solidarischem Wirtschaften“), Kolumnen und Hintergrundartikel (insbesondere hier auf www.kaernoel.at).
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