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2008-12-09: Thema EU

Sämtliche Beiträge

2006-04-27

Forum Alpenkonvention Kärnten

Das Forum Alpenkonvention Kärnten wurde mit dem Inkrafttreten der Alpenkonvention 2002 gegründet. Die Unterzeichner der Kärntner Erklärung zur Alpenkonvention haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Gedanken dieses internationalen Vertragswerkes in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und sich für die Einhaltung der Konvention durch Politik und Beamtenschaft einzusetzen.
Dem Forum Alpenkonvention Kärnten gehören an: Alpenverein, Arge Erneuerbare Energie, Bio-Ernte Kärnten, bündnis für EINE welt, Evangelisches Umweltreferat, Klimabündniskoordination Kärnten, Planet Alpen, Umweltreferat der Diözese Gurk, ...

Kontakt / Sprecher:
DI Robert Unglaub,
Proboj 2, 9133 Miklauzhof
Tel. 0 42 37 / 23 00 7
E-Mail: unglaub@archi-noah.at

Grundinformationen rDie Alpenkonvention


NEU:

Große Anfrage bei der Kärntner Landesregierung

Das Forum Alpenkonvention beabsichtigt - gut drei Jahre nach Inkrafttreten der Alpenkonvention - an die Kärntner Landesregierung eine "Große Anfrage" betreffend die Umsetzung der Alpenkonvention zu stellen. Die bis zu 5 Fragen pro Protokoll sollen noch vor der Sommerpause übergeben werden.
Zur Erarbeitung der "Großen Anfrage" haben sich Arbeitsgruppen gebildet, die einen ersten Entwurf des Fragenkataloges bis zum 3. Mai 2006 erarbeiten sollen.

Die Arbeitsgruppen: 1) Raumplanung / Tourismus; 2) Naturschutz u. Landschpflg. / Bodenschutz; 3) Berglandwirtschaft / Bergwald; 4) Energie / Verkehr.

Arbeitsgruppe Raumplanung / Tourismus
Robert Unglaub und Walther Schütz sind für diese Arbeitsgruppe verantwortlich. Neben den Texten der Protokolle rRaumplanung und nachhaltige Entwicklung sowie rTourismus greifen wir u.a. auf folgende Überlegungen zurück:

Erste Überlegungen / eine Diskussionsgrundlage

Anmerkung: Die Nummerierung vor den einzelnen Fragen bezieht sich auf die gesamte "Große Anfrage" und ist nur vorläufig!

Frage 2.1:
Raumordnungsprotokoll Art. 1 "Ziele":
Die Ziele der Raumplanung und nachhaltgen Entwicklung sind:
g)Förderung der Chancengleichheit der ansässigen Bevölkerung im Bereich der gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung unter Beachtung der Kompetenzen der Gebietskörperschaften"

  • a. Welche Konzepte hat die Landesregierung die zunehmende Ausblutung der ländlichen Regionen (Verschlechterung der Nahversorgung, Schließung von Kleinst-Schulen, Verlust von Arbeitsplätzen usw.) zu stoppen?
  • In den letzten Jahren hat das Land Kärnten im Schulbereich die öffentliche Infrastruktur extrem ausgedünnt. Kritiker dieser Maßnahmen haben wiederholt auf die hohe Bedeutung von Kleinschulen hingewiesen.
    b. Wieviele Schulen wurden trotzdem in den letzten Jahren zu Exposituren umgewandelt bzw. geschlossen? Welche derartigen Maßnahmen stehen noch an?
  • c. Wann endlich wird das Land Kärnten diese Maßnahmen stoppen? Wann wird das Land Kärnten diese Schulen wiedereröffnen bzw. die Umwandlungen in Exposituren rückgängig machen?

Frage 2.2:
Raumordnungsprotokoll Art. 2 "Grundverpflichtungen":
... kommen die Vertragsparteien überein, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, die es ermöglichen,
a) die Handlungsfähigkeit der Gebietskörperschaften entsprechend dem Subsidiaritätsprinzip zu stärken ..."

  • a. Wie ist nach Ansicht der Kärntner Landesregierung die Schulgesetznovelle 2001, wonach nicht mehr die Gemeinden die Hoheit über die Aufrechterhaltung der Schulen haben, mit der Grundverpflichtung, das Subsidiaritätsprinzip zu stärken, vereinbar?

Frage 2.3:
Raumordnungsprotokoll Art. 8 "Pläne und/oder Programme für die Raumplanung und nachhaltige Entwicklung " und Art. 9 "Inhalte der Pläne ...":

  • Raumplanung und nachhaltige Entwicklung bedürfen eines abgestuften Planungssystems, das nicht nur auf der örtlichen Gemeindebene (örtliche Entwicklungskonzepte / Flächenwidmungspläne), sondern insbesondere auf regionaler, gemeindeübergreifender Ebene einen abgestimmten und verbindlichen Rahmen für die nachhaltige raumbezogene Entwicklung vorgibt. Seit mehr als 15 Jahren wurden in Kärnten keine regionalen Entwicklungsprogramme nach § 3 Kärntner Raumordnungsgesetz verordnet.
    a. Wie gedenkt die Landesregierung ihrer Pflicht zur verbindlichen Regionalplanung im Sinne des § 3 Kärntner Raumordnungsgesetz und Art 8 + 9 Protokoll Raumplanung und nachhaltige Entwicklung nachzukommen? Wann sollen die ersten Entwicklungsprogramme vorliegen und in welchen Regionen?
  • b. Welche Chancen und Vorteile sieht die Landesregierung in der Aufstellung derartiger Programme für die Regionen sowohl im ländlichen Raum als auch im Zentralraum Kärntens?

Frage 2.4:
Raumordnungsprotokoll Art. 12 "Finanz und wirtschaftspolitische Maßnahmen":
" ... müssen in Betracht gezogen werden
(2) a): Ausgleichsmaßnahmen auf geeigneter Ebene zwischen den Gebietskörperschaften;
(3): Die Vertragspartner prüfen die Auswirkungen bestehender und zukünftiger Finanz- und wirtschaftspolitischer Maßnahmen …"

Die Vorgaben des EURO-Stabilitätspakts und der gleichzeitig sich ständig verschärfende Wettkampf der Standorte mittels Absenkung der Steuereinnahmen aus Gewinnen (Beispiel Steuerreform – Absenkung der Körperschaftssteuer) führen im Rahmen des Finanzausgleichs auch zu einer Ausdünnung der Finanzen von Bundesländern und Gemeinden. Die Finanzierung der für eine nachhaltige Entwicklung notwendigen Maßnahmen wird immer schwieriger:

  • a. Welche Maßnahmen setzt das Land Kärnten gegenüber der Österreichischen Regierung und auf EU-Ebene, um diese Entwicklung hintanzuhalten?
  • b. Welche gemeinsamen Maßnahmen wurden mit Städte- und Gemeindebund gesetzt auf österreichischer und EU-Ebene?
  • c. Wie agiert das Land Kärnten gemeinsam mit anderen Regionen der Vertragspartnerstaaten der Alpenkonvention, um dem Steuerwettlauf nach unten Einhalt zu gebieten?
  • d. Wie prüft die Kärntner Landesregierung die Möglichkeiten, die nachhaltige Entwicklung durch wirtschafts- und finanzpolitische Maßnahmen zu unterstützen? Gibt es bestehende Förderprogramme, die nicht nachhaltige Entwicklungen unterstützen, wenn ja, wann werden sie nachgebessert?

Frage 2.5:
Raumordnungsprotokoll Art. 4 "Internationale Zusammenarbeit":
(3) Wenn die Gebietskörperschaften Maßnahmen nicht durchführen können, weil sie in gesamtstaatlicher oder internationaler Zuständigkeit liegen, sind ihnen Möglichkeiten einzuräumen, die Interessen der Bevölkerung wirksam zu vertreten." sowie
Raumordnungsprotokoll Art. 12 "Finanz und wirtschaftspolitische Maßnahmen":
"
(3): Die Vertragspartner prüfen die Auswirkungen bestehender und zukünftiger ... wirtschaftspolitischer Maßnahmen …"

  • a. Die Liberalisierung der Post durch die EU bzw. die Vorbereitung der Österreichischen Post auf den bevorstehenden Wettbewerbsdruck hat zur Schließung zahlreicher Postämter geführt. Damit wurde die öffentliche Infrastruktur massiv ausgedünnt. Welche Maßnahmen setzt das Land Kärnten gegenüber der Österreichischen Regierung und auf EU-Ebene, um diese Entwicklung hintanzuhalten?
  • b. Welche gemeinsamen Maßnahmen [des Landes] wurden mit Städte- und Gemeindebund gesetzt auf österreichischer und EU-Ebene?
  • c. Wie agiert das Land Kärnten als Teil der Alpenkonvention in Kooperation mit anderen Vertragspartnern, um der Postliberalisierung Einhalt zu gebieten?

Soweit ein erster Entwurf der Fragen zum "Raumordnungsprotokoll", um Rückmeldungen / Verbesserungsvorschläge und Ergänzungen wird gebeten! - Kontakt: runglaub@archi-noah.at und buendnis.oeie@aon.at

rÜbersicht: ÖIE-Kärnten rUnser Ansatz: Emanz. Entwicklungspol. Bildung rGrundbegriffe, Hintergründe
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R.U., 2006-04-28, Nr. 2531

Ich finde es genügt detaillierter das Thema Schulen abzufragen. Bei der Post haben wir dann viele Wiederholungen. Das sollte man raus nehmen,

R.

Walther Schütz, 2006-04-28, Nr. 2532

Ich halte diesen Punkt "Post" für extrem wichtig und wäre gegen eine Weglassung. Eine bessere redaktionelle Aufbereitung wäre natürlich anzudenken und ich werde mich dazusetzen - damit es nicht so gleich klingt wie bei den Schulen. ABER: Entscheidend für mich ist, dass es sich bei Schulen und Post um 2 sehr unterschiedliche Arten von Prozessen handelt, die den peripheren Raum treffen: einmal sind es Einsparungen / "Finanzzwänge"/ fehlende Besteuerung, das andere mal sind es WIRTSCHAFTSPOLITISCHE neoliberale Prioritätensetzungen / Regulierungsmechanismen!!!!!!!

Walther

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.

ZUM VORMERKEN

Samstag, 1. Juni 2013 16:00

r Longo maï Hoffest und Tag der offenen Tür am Stopar

Einlagung zum Hoffest mit Musik und Tanz auf der Tenne
Lobnig 16, 9135 Eisenkappel

Mittwoch, 5. Juni 2013 18:30

r CROSSROADS-Festival für Dokumentarfilm und Diskurs, 05.06-16.06.2013

FORUM STADTPARK, Graz

ZUM NACHLESEN

Donnerstag, 16. Mai 2013
r »Das Unsichtbare sichtbar machen«
Vortrag mit Silvia Federici
Universität Klagenfurt, Vorstufengebäude, Raum V.1.07. Universitätsstr.

Mittwoch, 15. Mai 2013
r Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
Gedenkfeier für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft mit Gernot Haupt (Institut für Sozialarbeit), Julia Ismajlova und Felix Strasser vom »Freien Theater Vada«.
9500 Villach, Widmanngasse beim Stadtmuseum

Dienstag, 14. Mai 2013
r VOLXKÜCHE
Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walther Straße 29, Villach

Mittwoch, 8. Mai 2013
r Konzert mit BABSI WINKLER und GERNOT SCHWANTER
Konzert mit BABSI WINKLER und GERNOT SCHWANTER
Lücke, Villach

Dienstag, 7. Mai 2013
r Zwischen Tradition und Marktgesellschaft – landwirtschaftlicher und gesellschaftlicher Wandel im Ecuadorianischen Amazonasgebiet.
Vortrag von Maike Wendland

Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walther Straße 29, Villach

Donnerstag, 2. Mai 2013
r Zentral- und Osteuropäisches Sozialforum. Revolten in der Peripherie. Wien: 2.-5. Mai
ASF (Österreichisches Sozialforum) goes international
Campus der Universität Wien, Alserstraße, 1090 Wien

Freitag, 26. April 2013
r Geschlossene Gesellschaft. Europäische Sicherheitspolitik auf Kosten von Menschenleben
Podiumsdiskussion mit: Eva Weissenberger, Kleinen Zeitung (Moderation); Elias Bierdel, Friedenszentrum Schlaining; Bettina Gruber, Uni Klagenfurt; Heinz Patzelt, Generalsekretär, Amnesty International Österreich
Parkhotel Villach, Bambergsaal

Freitag, 19. April 2013
r Begegnung mit Gästen aus Tansania.
Grenzenlose Mobilität - der Wettlauf um die fruchtbarsten Böden!

Sonnenalm. Milchstraße 1, 9373 Klein St. Paul

Dienstag, 16. April 2013
r BBBBB
Phone Tische Dich Tunk (Lautpoesie)

Texte von Daniil Charms, Velimir Chlebnikov,u.a. Auswahl und Vortrag: Yulia Izmaylova und Felix Strasser
Davor ab 18:30 Volxküche.
Kremlhoftheater Villach, Ludwig-Waltherstraße 29, 9500

Donnerstag, 11. April 2013
r Gurbet – In der Fremde, Filmabend in Anwesenheit des Regisseurs Kenan Kiliç
FILMSTUDIO VILLACH im Saal 3 des Stadtkino Villach, Rathausplatz

r Weitere Dokumentationen