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2006-07-10

TOOOOOOOOOR!

Eine Nachlese

Wohl die meisten kärnöl-Leser/innen werden sich anlässlich der Weltmeisterschaft das eine oder andere Spielchen angeschaut haben. Verglichen mit dem sonstigen Herumgestochere mit dem Ball waren da wirklich einige schöne Spiele zu sehen. Dennoch kein Grund, sich in einer Art neuen "Leichtigkeit des Seins" gegenüber den grundsätzlichen Funktionen von Sport und insbesondere von solchen Sportevents in unsere Gesellschaft die Augen zu verschließen.

Rund um die Weltmeisterschaft sind einige bemerkenswerte Beiträge erschienen, die die Hintergründe des scheinbar so "unschuldigen" Vergnügen wie eine Fußball-Weltmeisterschaft beleuchten. Hier ein paar Tipps:

Texte zu Fußball:
  • Zunächst einmal ein problematisches Beispiel, nämlich der Beitrag von Kurt Wachter Vom Nutzen der Begeisterung (Südwindmagazin 06 / 2006, Seite 12ff), der sehr gut beginnt, indem er den instrumentellen Charakter des Fußball im Sinne von "Erziehung", Männlichkeitskult etc. herausstreicht, in weiterer Folge aber diesen Erscheinungen vollkommen affirmativ gegenüber steht (Zitat: "Wenn auch der hehre [!] Anspruch nicht hält ...")
    .
  • Ein positives Gegenbeispiel ist der Beitrag Die zweite Globalisierung des Fußballs von Gerald Hödl, den wir auch auf kärnöl dokumentiert haben. Die Bedeutung des Fußball in der Mediengesellschaft wächst. Die großen Fußballvereine sind international operierende Unternehmen. Der Historiker Gerald Hödl beleuchtet die Hintergründe
    ... mehr

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  • Auf der Homepage des Paulo-Freire-Zentrums findet sich ein hochinteressanter zweiteiliger Beitrag von Stefan Kraft, Feiglinge, Intriganten, Folterer, Apologeten: Eine WM, die über Leichen ging, eine Hinrichtungsstätte, die als spieltauglich befunden wurde, und Foltergeneräle, die über einen Weltmeistertitel jubeln. ... Der Autor wirft einen etwas anderen Blick auf die Geschichte des World Cups, und zwar am Beispiel Südkorea und an den Beispielen Argentinien und Chile
    .
  • Fair statt neoliberal - auf das scheint sich die "gutmenschliche" Szene einigen zu können. Bei genauerem Hinsehen erweist sich Fairness als Kampfbegriff der jenigen, die (fast) nichts ändern wollen. Walther Schütz geht im Beitrag "Alles nur ein FAIRES Spiel?" auf die (un)heimlichen Botschaft eines Begriffes ein.
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Drei Beiträge beschäftigen sich mit dem WM-Patriotismus:

  • Die Welt als Weltmeisterschaft - Das leider nicht ungewöhnliche Weltbild eines Kleine-Zeitung-Schreibers analysiert Walther Schütz im Beitrag Prost Mahlzeit - Aufbruchstimmung im neuen Deutschland .
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  • Norbert Trenkle bestreitet die These, wonach das, was sich an Euphorie während der WM abgespielt hat, einfach nur die Stimmung einer „geilen Party“ gewesen sei. Nachzulesen ist dies im äußerst spannenden Beitrag "Corporate Identity"
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  • Und dann noch ein Tipp, allerdings nur für diejenigen, die einen starken Magen haben und in der sehr kräfteraubenden Tätigkeit geübt sind, Texte gegen den Strich zu lesen: Henrik Müller, Wirtschaftsfaktor Patriotismus. Vaterlandsliebe in Zeiten der Globalisierung. Und so wird das Buch, das so wirklich gar nichts mit der WM zu tun hat, beschrieben:
    Wer zu den Gewinnern der Globalisierung gehören will, muss Patriot sein. Seit Jahren schwächelt die deutsche Wirtschaft und die Stimmung im Land ist schlecht, die Gesellschaft verängstigt und verzagt. Warum? Weil, so die These von Henrik Müller, es den Deutschen an Patriotismus mangelt. Und weil gerade in der Ära der Globalisierung eine intakte nationale Identität zum entscheidenden ökonomischen Vorteil geworden ist: Es sind Nationen, die sich im weltweiten Wettbewerb als Kollektive behaupten müssen, indem sie Investitionen, Jobs und hochqualifizierte Arbeitskräfte an sich binden. Wir Deutsche tun uns damit schwer. Deshalb verkaufen wir uns schlecht im Standortwettbewerb, fehlt uns die Kraft zum großen Reformpakt, wandern die mobilsten und produktivsten Köpfe ab. Was also tun? Können wir wirklich lernen, patriotischer zu werden? Henrik Müller zeigt, warum in der Ära der Globalisierung Patriotismus zum entscheidenden Wirtschaftsfaktor wird und wie wir ein aufgeklärtes, selbstbewusstes und offenes Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln können."
    Naja, wo die Herrschaften Recht haben, haben sie Recht: Im globalen Weltwirtschaftskrieg hat es schon was für sich, sich zu Rudeln zusammenzurotten: Gemeinsam drischt sich's halt leichter auf andere ein. Und ungeschickt ist es auch nicht, wenn man den Kakao, durch den man gezogen wird ("Reformpakt"), auch noch ausschlürft (sprich: als Opfergang für die höhere Weihe der Wirtschaftsschlacht interpretiert). ...mehr

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