kärnöl-Logo Independent Carinthian Art & Cult
Sat Nov 01 2014 06:45:18 CET
ÜBERBLICK
Aktuell
Glossen
+Alle Beiträge
Autoren
Veranstaltungen
Links
Kontakt
LESERFORUM
Leserbriefe
Reaktionen

Globale Bildung im Bündnis für Eine Welt

r Globale Bildung
im Bündnis für Eine Welt

Krise - Themenschwerpunkt 2009

r Unser aktueller Themenschwerpunkt

www.karawankengrenze.at

r Unser Projekt gemeinsam mit dem Verein Erinnern

Nationalsozialismus in Villach

r Hans Haider:
"Nationalsozialismus
in Villach"
(pdf downloaden)

Jüdinnen und Juden in Kärnten

r Hans Haider:
"Jüdinnen und Juden
in Kärnten"
(pdf downloaden)

Pizzakarton Sgt kärnöl´s Lonely Hearts Club Band

r Nähere Informationen zum schönsten Pizzakarton der Welt

WASSER? - Jetzt gehts um die LEITUNGSKOMPETENZ!

r WASSER?
Jetzt gehts um die LEITUNGSKOMPETENZ!

Bildung - Themenschwerpunkt 2007

r Unser Themenschwerpunkt 2007

(c) Arbeit

r Alle Informationen zum Themenschwerpunkt Arbeit

(c) Eigentum

r Unser Themenschwerpunkt Eigentum
r Überblick über alle Themenschwerpunkte

ÖIE Kärnten

Für EINE WELT

Dies ist die Seite für eine Emanzipatorische Entwicklungspolitische Bildung.

Zuletzt erschienen:

2012-01-09: Tätigkeitsbereiche des ÖIE-Kärnten im Überblick
2012-01-08: Sendereihe Die Welt – ein Dorf / Svet je vas
2011-06-13: Seminare für Lehrer/innen an der Pädagogischen Hochschule
2010-08-30: Workshops für die Schule
2008-12-09: Thema EU

Sämtliche Beiträge

2006-04-19

Anonymus: Subversion in der Schule

Lebenshilfe für LehrerInnen und SchülerInnen

Die, welchen dieses Blatt zukommt, haben Folgendes zu beachten:

  • Sie müssen das Blatt sorgfältig außerhalb der Schule vor den Schulbehörden verwahren;
  • sie dürfen es nur an treue Freunde mitteilen;
  • denen, welchen sie nicht trauen wie sich selbst, dürfen sie es nur heimlich hinlegen:
  • würde das Blatt dennoch bei einem gefunden, der es gelesen hat, so muss er gestehen, dass er es eben dem / der SchulinspektorIn habe bringen wollen;
  • wer das Blatt nicht gelesen hat, wenn man es bei ihm findet, der ist natürlich ohne Schuld.
Kurzer Lehrgang

Die Schule - als staatliche Institution eine Form struktureller Gewalt - zwingt LehrerInnen wie Schüler/innen in ihr Joch. Dagegen helfen keine edlen pädagogischen Absichten, die doch von der schnöden Praxis ständig desavouiert werden. Hilfe und Abhilfe ermöglicht bloß die nüchterne Einsicht in die Funktionsweise dieser Strukturen und die kaltblütige Entschlossenheit, sich dieser Kenntnisse zu bedienen. Kurz: Zur Schule muss - im Interesse der Erziehung und der Kinder - eine subversive Einstellung entwickelt werden. Die Subversion ist die kleine Schwester der Revolution, für Zeiten wie diese, wo große Umwälzungen nicht zu erwarten sind. Sie ist anarchisch und individuell, sie ist unsolidarisch und provisorisch. Aber vielleicht kann sie helfen, die großen notwendigen Veränderungen vorzubereiten.

Die drei Befreiungen

1. Befreie dein Gewissen von der Vorstellung, dass du ein loyaler Diener des Staates zu sein hast! Löse dich von der Angst, dass du nur dann ein(e) gute Lehrer/in bist, wenn du in seinem Sinne funktionierst! Sei nur deinem eigenen Gewissen verantwortlich, an das du allerdings strenge Maßstäbe anlegen sollst! Im Zweifelsfall, und der wird oft eintreten, folge deinen eigenen Maßstäben! Wer bewusst und verantwortungsvoll die geschriebenen und die ungeschriebenen Regeln durchbricht, ist wahrscheinlich der/die bessere Lehrer/in!

2. Befreie dich von der Vorstellung, dass deine Vorgesetzten quasi deine Ersatzeltern sind, an die du dich wenden kannst, wenn du Probleme mit Kolleg/innen oder mit Schüler/innen hast. Du stehst allein und sollst es wissen! Es geht nicht darum, von allen geliebt zu werden; manchmal ist es besser, bei den "Richtigen" unbeliebt zu sein.

3. Befreie dich von der Vorstellung, dass über dir ein Gott waltet, den die Irdischen "Stoff" nennen, und den du den ehrfürchtigen oder ungläubigen SchülerInnen einpauken sollst. Unterrichte das, wovon du überzeugt bist, dass es deinen Schüler/innen nützt, und berücksichtige dabei ihre Meinung dazu. Nur wenn du ihnen Selbstbestimmung ermöglichst, kannst du glaubhaft für die Selbstbestimmung der Lehrer/innen eintreten.

Die drei Vermeidungen

1. Vermeide es, deine Vorgesetzten mit Dingen zu belasten, die du selber regeln kannst (Schüler/innen beurlauben, Notengebung, kleine Veränderungen im Stundenplan, private Treffen mit Schüler/innen, "schulfremde" Personen in der Schule,....)

2. Vermeide jede Vereinheitlichung der Beurteilung oder des Umgangs mit SchülerInnen, die doch nur zu einem neuen Kontrollinstrument gerät, z.B. Absprachen über Prüfungsbereiche, Kernstoff, pädagogische Richtlinien für die Notengebung usw. Die Gefahr besteht, dass diese Vereinheitlichungen zur Einschränkung deines Freiraums führen und dass sich konservative Vorstellungen damit legitimieren lassen.

3. Vermeide es, in die Falle des Lobs zu gehen! Lass dich nicht privilegieren, um dich ruhigzustellen! Verlange alles, aber verlange es nicht nur für dich, sondern für alle!

Die drei Gebote

1. Sei unsolidarisch: aus Prinzip - nicht im konkreten Fall. Die anderen Lehrer/innen sind nicht deine Kriegskamerad/innen und die Schüler/innen sind nicht deine Feinde. Beurteile die Menschen nach ihrer Einstellung, nicht nach ihrem Stand. "Fraternisieren" mit Schüler/innen ist erwünscht und erlaubt.

2. Sei unüberhörbar: Mache möglichst alles öffentlich, was dir an heimlichen Schweinereien passiert. Schweige nicht aus falscher Scham! Drücke auch deine Empörung über Ungerechtigkeiten, die anderen zugemutet werden, deutlich aus. Mache aus dem Konkurrenzzimmer ein Konferenzzimmer!

3. Sei klug: Suche Gesetzestexte und Verordnungen, die dein Verhalten abstützen, aber glaube nicht an sie; zitiere Lehrplanbestimmungen, die deine pädagogische Arbeit legitimieren, aber verwechsle sie nicht mit dem Katechismus!

Auf dieser Basis kannst du dich mit Gleichgesinnten und allen, die ein Stück des Weges mit dir gehen, zusammenschließen und für eine veränderte Schulkultur eintreten. Das können Schüler/innen, Lehrer/innen, Eltern und natürlich auch einige Menschen aus der Schulverwaltung sein, diejenigen, die sich für grundlegende Umformungen der Strukturen einsetzen. Aber behalte dein Misstrauen - bleibe Sand, nicht Öl im Getriebe der Schule!

... Ist erst der gute Ruf ruiniert, lebt man frei und ungeniert ...

rÜbersicht: ÖIE-Kärnten rEmanz. Entwicklungspol. Bildung rDiskussion Bildung & Globales Lernen
Reaktionen Auf den Beitrag reagieren

Keine Reaktionen vorhanden

Reaktionen auf andere Beiträge

Sämtliche Beiträge:

2012-01-09: Tätigkeitsbereiche des ÖIE-Kärnten im Überblick
2012-01-08: Sendereihe Die Welt – ein Dorf / Svet je vas
2011-06-13: Seminare für Lehrer/innen an der Pädagogischen Hochschule
2010-08-30: Workshops für die Schule
2008-12-09: Thema EU
2008-01-30: Globalisierung ent-wickeln
2007-09-06: Angebote für die Schule
2007-06-19: Einmischen in aktuelle politische Auseinandersetzungen
2007-06-13: Nachdenken über Bildung und unser Tun
2007-05-25: Schokolade, schon mal selbst gemacht?
2006-12-18: Individuelle bzw. konkrete Handlungsmöglichkeiten
2006-11-11: Manchmal könnte man schon resignieren …
2006-11-10: Filmvorstellungen für Schüler/innen: EINE UNBEQUEME WAHREIT
2006-10-01: Grundbegriffe – Hintergründiges
2006-07-08: TOOOOOOOOOR!
2006-05-28: Zentrale Forderungen von WiDdL
2006-05-21: Anders leben 1: Renitente Konsumenten
2006-05-19: Lesungen für Schulen
2006-04-27: Forum Alpenkonvention Kärnten
2006-04-22: Evaluiert die Evaluierer
2006-04-21: Strebermann, geh du voran
2006-04-19: Anonymus: Subversion in der Schule
2006-04-12: Ein Manifest für die Zukunft der Einen Welt
2006-04-10: Emanzipatorische Entwicklungspolitische Bildung
2006-04-08: Der lange Weg meiner Jeans
2006-04-08: Fußbälle
2006-04-07: Weltsicht entwickeln
2006-04-07: Bittere Orangen
2006-04-07: Essen fressen Erde auf!
2006-04-07: Eine Bohne erobert die Welt
2006-04-07: Erdäpfel und andere Überlebensmittel
2006-04-07: Verein bündnis für EINE welt
2006-04-07: Humanressourcen für den Weltmarkt
2006-04-07: (K)Ein krummes Ding

.

ZUM VORMERKEN

Donnerstag, 6. November 2014 19:00

r Mein Weg vom Kongo nach Europa. Zwischen Widerstand, Flucht und Exil: Buchpräsentation und Diskussion mit Emmanuel Mbolela und Dieter A. Behr

Alpen-Adria-Universtät Klagenfurt, Vorstufengebäude, Raum: V.1.07

Sonntag, 16. November 2014 11:00

r Global Shopping Village-Endstation Kaufrausch. Im Anschluss an den Film Gespräch mit Lorenz Glatz(Redakteur) u. Ulli Gladik(Regie)

FILMSTUDIO VILLACH im Saal 3 des Stadtkino Villach, Rathausplatz

ZUM NACHLESEN

Freitag, 31. Oktober 2014
r Fahren Sie niemals Untergrundbahn
Felix Strasser referiert frei nach Daniil Charms u.a., warum man nicht mit der Untergrundbahn fahren sollte.
Kremlhoftheater, Villach Ludwig Walter Str. 29

Dienstag, 28. Oktober 2014
r VOLXKÜCHE
Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walther Straße 29, Villach

Dienstag, 21. Oktober 2014
r Israel/Palaestina - Historische Konjunkturen von Konflikt und Krieg; Vortag mit Helmut Krieger; davor ab 18:00 Volxküche
Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walther Straße 29, 9500 Villach

Dienstag, 9. September 2014
r Gender und Klimawandel: was haben Geschlechterverhältnisse mit dem menschengemachten Klimawandel zu tun? ab 18:30 Volxküche
Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walther Straße 29, Villach

Dienstag, 26. August 2014
r Von der Integration zur Inklusion – ist das die Lösung? Referat u. Diskussion mit Margret Baltl, ab 18:30 Volxküche
Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walther Straße 29, Villach

Montag, 11. August 2014
r Montagsmahnwache - Für Frieden in der Ukraine !
Hauptplatz Villach

Dienstag, 29. Juli 2014
r Die Ukraine-ein Bündel von Widersprüchen. Vortrag mit Hermann Dworzcak. Davor ab 18:30 Volxküche
Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walther Straße 29, Villach

Dienstag, 24. Juni 2014
r Rattenfänger von Wien
Lesung und Buchpräsentation von Ludwig Roman Fleischer
Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walther Straße 29, Villach

Dienstag, 17. Juni 2014
r Lesung: „Mein Weg vom Kongo nach Europa. Zwischen Widerstand, Flucht und Exil" mit Emmanuel Mbolele und Dieter A. Behr
Gasthof Kasino, Kaiser Josef Platz 4, 9500 Villach

Dienstag, 10. Juni 2014
r Solidarität wär eine prima Alternative! Unsere "imperiale Lebensweise" zwischen Zwang und Möglichkeit zur Veränderung. Vortrag mit Friederike Habermann. Ab 18:30 Volxküche
Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walther Straße 29, Villach

r Weitere Dokumentationen