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20 Jahre später: Krieg(e) in Jugoslawien

Internationale Konferenz, 29.11. – 1. 12.2011

Synopsis

Ort: Universität Klagenfurt, Stiftungssaal im Servicegebäude
Zeit: 2011-11-29 19:00:00
Inhalt:

Als Jugoslawienkriege (oft auch »Balkankonflikt« genannt) wird eine Serie von Kriegen auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien gegen Ende des 20. Jahrhunderts bezeichnet, die mit dem Zerfall des Staates verbunden waren. Im Einzelnen handelte es sich um den 10-Tage Krieg in Slowenien (1991), den Kroatienkrieg (1991–1995), den Bosnienkrieg (1992–1995) und den Kosovokrieg (1999).

Die Kriege in Jugoslawien hatten als Ergebnis eine unvorstellbare Anzahl an Toten, Verletzten und Vertriebenen. Aus ihnen resultierten verheerende Folgen auf ökonomischer Ebene wie im Umweltbereich. Vor allem aber kann bis heute in einigen Nachfolgestaaten von einem friedlichen Zusammenleben der Menschen nicht gesprochen werden. Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzungen hatten über die betroffene Region hinaus auch weitreichende Bedeutung für Europa und seine Mitgliedsstaaten. Sie zerstörten alle Illusionen von einem Europa, das den Krieg bereits historisch überwunden hätte. Diese Kriege geben Europa vielleicht einen Anstoß, aus diesen Erfahrungen Lehren zu ziehen, was zu tun ist, um tatsächlich ein friedlicheres Europa aufzubauen.

Die Konferenz analysiert die Kriege und ihre Auswirkungen und zieht eine kleine Bilanz möglicher Lehren und zukünftiger Friedensperspektiven, sowohl auf einzelstaatlicher und auf europäischer Ebene wie auch auf der Ebene der Zivilgesellschaft.

Selten wurde ein Konflikt so stark kulturalisiert wie der Jugoslawienkonflikt. Er wurde als ethnischer Krieg, als religiöser Konflikt, als historische Feindschaft gedeutet und nach dem Schema von Huntingtons »Kampf der Kulturen« interpretiert. Gerade weil diese Sichtweise so problematisch ist, muss es darum gehen, die vielfältigen Gründe und Ursachen aus heutiger Sicht gemeinsam mit WissenschafterInnen, NGO-VertreterInnen und PolitikerInnen aus dem ehemaligen Jugoslawien wie Expert/innen außerhalb des ehemaligen Jugoslawien zu reflektieren.

Agenda:

Dienstag, 29. November, 19:00

Podiumsgespräch »Lebensgeschichten – politisches Engagement – Engagement für den Frieden«
von / mit DŽEVAD KARAHASAN, WOLFGANG PETRITSCH, ŽARKO PUHOVSI
Ausgehend von der persönlichen Situation werden an diesem Abend drei Personen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven ihre persönlichen Zugänge schildern, Vergangenheit und Gegenwart auf politisch-literarisch-philosophischer Ebene bewerten und gemeinsam über Friedensperspektiven reflektieren.

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Mittwoch, 30. November, 09:00

Einleitung

9.30 — 10.30 Die Kriege in Jugoslawien in den 1990iger Jahren – Analyse aus heutiger Sicht.
von / mit HOLM SUNDHAUSSEN
»Erscheinungsformen und Hintergründe der postjugoslawischen Kriege und der Massengewalt in den 90er Jahren. Eine Problemskizze«
Im Vortrag wird es darum gehen, die Kriege im ehemaligen Jugoslawien, ihre wesentlichen Ursachen einzuschätzen, Einblicke in die heutige Situation und in die großen Konfliktfelder zu geben. Folgende Fragen werden relevant sein: Wer wollte den Krieg? Hätten sich die jugoslawischen Teilstaaten auch auf friedliche Weise trennen können? Was waren die ökonomischen und politischen Faktoren?

10.45 — 13.00 Ausgewählte Aspekte einzelner Länder und Regionen des ehemaligen Jugoslawiens
VEDRAN DŽIHIĆ, KURT GRITSCH, BERT PREISS, ŽARKO PUHOVSKI
Über eine Analyse der spezifischen Situationen in den verschiedenen Regionen des ehemaligen Jugoslawien hinaus wird es im Panel um Fragen des Ethnonationalismus, des ethnischen Verständnisses von Staatlichkeit, von Staatsgrenzen und deren zukünftige Entwicklungen gehen.

14.00 — 17.00 Friedensmöglichkeiten einst, heute und morgen
von / mit JAN BANCROFT, SLAVENKA DRAKULIĆ, MARIJANA GRANDITS, KATHARINA KRUHONJA, NENAD VUKOSAVLJEVIĆ
Im Kontext möglicher Friedensperspektiven in der Vergangenheit und heute stellen sich hier vor allem folgende Fragen: Wie hat sich die Situation im ehemaligen Jugoslawien in den einzelnen Regionen entwickelt; wie unterscheidet sich die Situation zu 1991? Welche Möglichkeiten für eine Verhinderung des Kriegsausbruchs hätte es möglicherweise gegeben? Was war und ist hier die Rolle der Friedensinitiativen vor Ort? Welche Friedensperspektiven bestehen heute für den Raum?

19.00 Auf dem Weg zu einer ›Europäischen Friedenskultur‹
von / mit EKKEHARD KRIPPENDORFF. Vortrag und gemeinsames Gespräch mit Werner Wintersteiner
Auf dem Weg zu einer ›Europäischen Friedenskultur‹, Wissenschaft, Literatur und (Widerstand gegen den) Krieg

SLAVENKA DRAKULIĆ Lesung aus ihren Büchern (kroatisch /Anmerkung Walther Schütz: soll wohl hießen serbokroatisch): ›Kao da me nema‹ (›Als gäbe es mich nicht‹) und ›Tijelo njenog tijela‹ (›Keiner war dabei‹)

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Donnerstag, 1. Dezember

9.00 — 10.00 Die Rolle der Zivilgesellschaft
von / mit CHRISTOPHER SOLIOZ
»Kritische Gedanken zur Zivilgesellschaft in Kriegs- und Nachkriegsgesellschaften«

10.15 — 13.00 »Die Rolle der EU und europäischer Institutionen im Friedensprozess«
von / mit FLORIAN BIEBER, AXEL JAENICKE, GORAN SVILANOVIĆ, MARIJANA GRANDITS
Hier wird die Frage nach der Rolle der EU und europäischer Institutionen in den friedenspolitischen Entwicklungen gestellt. Welche neuen militärischen und nicht militärischen Supportsysteme [hä?] gibt es heute? Welche Frühwarnsysteme wurden entwickelt? Welches diplomatisches Wissen gibt es heute? Welche internationalen Interpendenzen bestehen aktuell? Was ist die Rolle der EU und europäischer Institutionen für aktuelle und zukünftige Friedensperspektiven?

14.00 — 14.30 Buchpräsentation
von / mit BETTINA GRUBER, DANIELA RIPPITSCH
(HG.) ›Modell Friedensregion Alpen-Adria? Lernerfahrungen in einer europäischen Grenzregion‹ (Wochenschauverlag Schwalbach/Ts, 2011)

14.30 — 16.30 Entwicklung einer ›Europäischen Friedenskultur‹
von / mit WOLFGANG PETRITSCH, VEDRAN DŽIHIĆ, WILFRIED GRAF, WERNER WINTERSTEINER
Abschlussdiskussion: Der Abschluss der Konferenz soll der Reflexion der Entwicklung einer europäischen Friedenskultur dienen. Hier stellen sich Fragen im Zusammenhang von Versöhnung und Zusammenarbeit, der Entwicklung gemeinsamer Zukunftsvisionen für den Raum und konkreter Friedensmaßnahmen und Projekte; Fragen wie eine »Skandinavisierung« für den Raum bzw. die gesamte Einbindung in die EU als Möglichkeiten sollen diskutiert werden; es soll gemeinsam reflektiert werden wie Strukturen und Stereotypisierungen aufgebrochen bzw. wie Formen der Peace mediation und Konflikttransformation eingebunden werden können und welche Bedeutung Friedensbildung und -erziehung in diesem Zusammenhang besitzen.

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Design, Konzept und Durchführung: Bettina Gruber

Teilnahmegebühren (inkludiert sind Mittagessen, Abendessen, Pausen und Materialien): Euro: 30, Studierende/students: Euro 15
KONTO: Universität Klagenfurt Raiffeisenlandesbank Kärnten Kontonummer: 2.515.039 BLZ:39.000 Verwendungszweck: A76899200000 !!!!! IBAN: AT42 3900 0000 0251 5039 BIC: RZKTAT2K

Die Abendverantaltungen (29. und 30. November) können getrennt von der Tagung besucht werden. Eintritt frei!

ZIMMERRESERVIERUNG
Folgende Hotels liegen in der Nähe des Tagungsortes, bitte reservieren Sie rasch:
Lindner Seeparkhotel info.klagenfurt@lindnerhotels.at
Hotel Plattenwirt hotel@plattenwirt.at
Pension Wachau office@pension-wachau.at

ANMELDUNG UND INFORMATION
Bettina Gruber, Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik Alpen-Adria Universität Klagenfurt
Universitätsstraße 65–67, A-9020 Klagenfurt
r Bettina.gruber@uni-klu.ac.at
Telefon +43 463 2700-8650; Mobil +43 676 3305449

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Veranstalter/innen

Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

in Kooperation mit
dem Institut für Geschichte der Universität Klagenfurt,
mit Mitgliedern des neu gegründeten Friedensclusters (Institut für Konfliktforschung Wien, IKF, Österreichisches Studienzentrum für Friedens- und Konfliktforschung Schlaining, ÖSFK, Demokratiezentrum Wien),
mit dem Institute for Integrative Conflict Transformation and Peacebuilding, IICP in Wien,
mit dem Universitäts.club Wissenschaftsverein Kärnten
und dem Bündnis für Eine Welt.

Texte:

Eins DOKUMENT
Robert Kurz: Die Implosion des Nationalismus
Vor 20 Jahren begann in einer Reihe von Kriegen der endgültige Zerfall Jugoslawiens. Unter diesem Eindruck wurde der vorliegende Beitrag 1993 verfasst. Zu fürchten ist, dass hier mehr als nur eine Rückschau auf Vergangenes vorliegt ...

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