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Indigene Gesellschaften zwischen Selbstbestimmung und Anpassung

Die Praxeologin Veronika Avila über die Lebensweise der Hanunoo-Mangyan auf Minodoro und ihr Verhältnis zur sog. Leitkultur

Synopsis

Ort: Eine-Welt-Zentrum / ÖIE, Nikolaig. 27/1,Villach
Zeit: 2008-02-14 19:00:00
Inhalt:

Ist Entwicklung ein Stigma oder eine Überlebensnotwendigkeit der Menschheit? Wo wäre die Menschheit heute ohne Entwicklung? Entwicklung von außen hat eine andere Auswirkung als Entwicklung von innen. Aber ist das immer so klar voneinander trennbar? Wann ist Entwicklung eine positive Folge von Veränderungsnotwendigkeiten und nicht wie oft auch eine Folge von unbewusst erzwungenen Einwirkung von außen? Würde die Menschheit ohne Entwicklung heute noch existieren? Entwicklung im ursprünglichem Sinn ist die menschliche Anpassung an sich verändernde Umweltverhältnisse und auch eine Folge der jeweiligen Gesellschaftsstruktur. Indigene Gesellschaften haben weltweit im Laufe ihrer Geschichte eine andere Entwicklung eingeschlagen als die Mehrheitskulturen. Wieso haben indigene Gesellschaften über Jahrtausende nicht jeden Entwicklungsschritt der Mehrheitsgesellschaften mitgemacht? Hat es etwas mit Werte und Weltbild zu tun? Welche Werte verändern sich in einer Gesellschaft, wenn Unterstützung von außen „notwendig” wird?

Veronika Avila-Miranda stellt am Beispiel der Hanunoo-Mangyan auf der phillipinischen Insel Mindoro die Tücken von „Entwicklung" dar.

Das Volk der Hanunoo lebt im südwestlichen Teil der Insel im Bergland und dessen Ausläufern. Die Einflüsse der westlich geprägten Tieflandkultur sind sichtbar. Gleichzeitig spürt man noch immer die Vorbehalte gegen die christlichen Tiefländer (Christianos), die die Mangyan im Laufe der Geschichte immer weiter in die Berge, ins Hochland, zurückgedrängt und diskriminiert haben. Viele ältere Mangyan beklagen den spürbaren Verlust von althergebrachten Traditionen. Die Jungen kennen kaum noch die für die Mangyan typischen Sprechgesänge - die Ambahans, die früher sämtliche Lebensabläufe (von der Geburt bis zum Tod) regelten und ein wichtiges Bildungsmedium waren. Die Dorfschulen haben die Ältesten als Bildungsträger abgelöst. Vor 20 Jahren gab es da noch viel Skepsis seitens der Ältesten gegenüber dieser Form von Bildung. Heute wissen alle, dass an der Schulbildung kein Weg mehr vorbei führt, um die eigene Existenz zu sichern. Die meisten Mangyanschulen wurden von christlichen Missionen errichtet, dementsprechend stark ist auch der Einfluss der christlichen Religion. Man mag mit großer Skepsis diesen Einflüssen begegnen. Die christlichen Einflüsse sind sichtbar (Namensgebung, patriarchalische Strukturen, die Umwelt verliert ihre „Spirits”,…), sie verändern die ursprünglich umweltbezogene und egalitäre Lebensweise der Hanunoo-Mangyan. Dennoch, die Mission ist zu einer überlebensnotwendigen Stütze im Leben der Mangyan geworden. Der unausweichliche Druck seitens der Mehrheitskultur wird früher oder später auch die Lebensweise der Mangyan und deren Werte möglicherweise auf Kosten ihrer ursprünglich sehr egalitären Lebensweise verändern.

Agenda:

Vor mittlerweile 20 Jahren hatte Veronika Avila-Miranda als Ethnologiestudentin an einem Forschungsprojekt der Universität Zürich über die Ureinwohner Mindoros, den Mangyan, mitgearbeitet und insgesamt rund zwei Jahre mit den Mangyan gelebt. Nach zwei Jahrzehnten ist sie nun zurückgekehrt.

Die Erfahrungen von Veronika Avila sind Ausgangspunkt einer Diskussion darüber, welche Bilder von „Entwicklung" wir haben, was es bedeutet, wenn wir „helfen" wollen, ...

Ein Diskussionsabend im Rahmen des Nach-Denkprozesses „Welche Zukunft machen wir? - Nachhaltige Alternativen im / zum System?"; dieser Prozess wird gefördert durch den Entwicklungspolitischen Beirat des Landes Kärnten.

Texte:

Veronika Avila
Indigene Völker zwischen Selbstbestimmung und Anpassung
Am Beispiel der Mangyan auf Mindoro / Philippinen lässt sich viel über Entwicklung, vor allem aber auch über unsere sogenannten Leitkultur aufzeigen.

Bildbeispiele

Die Praxeologin Veronika Avila bei den Hanunoo-Mangyan auf Minodoro

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