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Werner Koroschitz

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2011-02-12

Schutzbundkapelle Seebach bei Villach

Aus dem Archiv des Vereins Industriekultur und Alltagsgeschichte: zum 77. Jahrestag des 12. Februar 1934

.



Schutzbundkapelle Seebach, 1931 (1. Reihe stehend, 4. von links: Franz Kapp)

„Der Schutzbund in Seebach hat Kompaniestärke gehabt, der war 150 Mann stark. Seebach hatte eine starke Truppe, viele sind aus der Wohnkaserne gekommen, die Kaserne war ja ein rotes Nest. Da hat es eine Aufbruchsstimmung gegeben. Bei der Arbeiterolympiade in Wien, da haben wir auf der Schmelz konzertiert. Ich hab‘ Flügelhorn gespielt. Beim Schutzbund in Seebach hat es geheißen, schön wäre es, wenn wir eine Musik hätten. Da sind wir betteln gegangen, um Instrumente kaufen zu können. Unter der Parteiorganisation hat es Aufrufe gegeben, manche haben sich selber Instrumente kaufen können, ich nicht. Als ich dann ein Flügelhorn bekommen hab‘, hab‘ ich die Tonleiter geübt. Beim ersten Aufmarsch haben wir drei Märsche spielen gekonnt, die haben wir 10 bis 20 Mal wiederholen müssen, darunter ‚Wir sind jung und das ist schön‘.

Die Schutzbunduniformen haben wir von der Partei gekriegt. Beim 1. Mai-Aufmarsch waren wir die größte Gruppe, alles war mit Blumengirlanden geschmückt. Der 1. Mai war wie ein Blumenkorso, alles war geschmückt, die Fahrzeuge, auch die Frauen sind mitgegangen. Im Kasino hat es Tanzveranstaltungen gegeben, beim Gasthaus Fischer ebenfalls.

Unterm Dollfuß war ja alles verboten, die Partei, der Schutzbund, alles. Wir haben aber weiter musiziert und immer wieder wurden wir kontrolliert. Oft haben wir Informationsschriften mitgehabt, ich habe sie im Flügelhorn versteckt. Das Ehebett von den Eltern war im Schlafzimmer, dort hat ein Kind im Ehebett geschlafen, die anderen sind zu Dritt in einem Bett in der Küche gelegen. Da ist die Polizei mit den Heimwehrlern gekommen und die haben das Bett umgedreht, die haben nach Flugzettel gesucht. Nach dem 34er Jahr hat es mit dem Denunzieren begonnen. Es ist viel denunziert worden. Die Systemzeit war wirklich zum Heulen schiach. Für geschenkte Lebensmittel, für geschenktes Geld haben die einen verraten. Mein Vater war in der Systemzeit eingesperrt.“
(Interview: Franz Kapp, 3. August 1997)

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Weiterführendes

Hans Haider, r Zum 12. Februar 1934

Radiosendung zum Thema 12. Februar 1934: Zum Downloaden im Internet auf r http://cba.fro.at

Ausstellung „Der Zukunft entgegen“: Im ÖGB / AK Bildungsforum Klagenfurt / Eingang Bahnhofstr. 44 ab jetzt bis 29. April 2011. Die Ausstellung „Der Zukunft entgegen – Die Villacher Arbeiterbewegung von der Industrialisierung bis nach dem Zweiten Weltkrieg“ zeigt das Wirken, die Errungenschaften und den Kampf der Villacher Arbeiterschaft um demokratische Freiheitsrechte, politische Mitsprache, gewerkschaftliche Organisationsformen sowie einen umfassenden Arbeiterschutz.

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