kärnöl-Logo Independent Carinthian Art & Cult
Thu Sep 24 2020 23:03:53 CET
ÜBERBLICK
Aktuell
Glossen
+Alle Beiträge
Autoren
Veranstaltungen
Links
Kontakt
LESERFORUM
Leserbriefe
Reaktionen

Globale Bildung im Bündnis für Eine Welt

r Globale Bildung
im Bündnis für Eine Welt

Krise - Themenschwerpunkt 2009

r Unser aktueller Themenschwerpunkt

www.karawankengrenze.at

r Unser Projekt gemeinsam mit dem Verein Erinnern

Nationalsozialismus in Villach

r Hans Haider:
"Nationalsozialismus
in Villach"
(pdf downloaden)

Jüdinnen und Juden in Kärnten

r Hans Haider:
"Jüdinnen und Juden
in Kärnten"
(pdf downloaden)

Pizzakarton Sgt kärnöl´s Lonely Hearts Club Band

r Nähere Informationen zum schönsten Pizzakarton der Welt

WASSER? - Jetzt gehts um die LEITUNGSKOMPETENZ!

r WASSER?
Jetzt gehts um die LEITUNGSKOMPETENZ!

Bildung - Themenschwerpunkt 2007

r Unser Themenschwerpunkt 2007

(c) Arbeit

r Alle Informationen zum Themenschwerpunkt Arbeit

(c) Eigentum

r Unser Themenschwerpunkt Eigentum
r Überblick über alle Themenschwerpunkte

Eins DOKUMENT

Reaktionen auf den Beitrag

Print Version

2010-08-21

Heute beginnt der Öko-Pump für 2010

Die Menschheit in den roten Zahlen: Das Jahresbudget der Natur aufgebraucht. Eine Presseaussendung von Plattform Footprint, WWF, Greenpeace, GLOBAL 2000

.

(WIEN, OAKLAND, USA) Die Menschheit hat heuer in weniger als neun Monaten ihr gesamtes Jahresbudget der globalen Umweltressourcen für 2010 aufgebraucht. Heute, am 21. August, ist der so genannte „Overshoot Day“. Diese alarmierende Warnung ergibt sich aus den neuesten Berechnungen des Global Footprint Network, an dem auch der WWF und die Plattform Footprint aktiv beteiligt sind.

Das Global Footprint Network, eine Umweltforschungsorganisation mit Sitz in Kalifornien, berechnet jährlich das auf der Erde verfügbare „Natur-Einkommen“ (die natürlichen Ressourcen, die sich in einem Jahr wieder erneuern können, auch “Biokapazität” genannt), und vergleicht es mit den „Ausgaben“ (die für unseren Lebensstil, für die Produktion der Güter und für den Ausgleich der CO2-Emissionen erforderlichen Natur-Ressourcen - auch „ökologischer Fußabdruck” genannt) der Menschheit.

Die aktuellen Analysen ergeben, dass heuer bereits am 21. August 2010 die Menschheit alles verbraucht hat, was die Natur für das ganze Jahr an Biokapazität bereitstellen kann. Ab diesem Tag wird die Menschheit bis zum Jahresende über die Verhältnisse leben - sozusagen auf Pump. „Wer in neun Monaten sein gesamtes Jahreseinkommen verbraucht, hätte allen Grund zur Sorge”, sagt Mathis Wackernagel, Präsident des Global Footprint Network-Netzwerks.

„Über 60 Milliarden Tonnen Rohstoffe aus der Natur werden weltweit pro Jahr verbraucht. Das ist mehr als doppelt so viel wie noch vor 30 Jahren. Die Auswirkungen bekommen wir schon jetzt zu spüren: Klimawandel, Ölkatastrophen, zerstörte Ökosysteme, schrumpfende Wasserreserven und Wälder, aussterbende Arten. So dürfen wir nicht mit den Lebensgrundlagen kommender Generationen umgehen und die bittere Rechnung unseren Kindern überlassen“, sagt Simonne Baur, GLOBAL 2000-Sprecherin.

Der große zeitliche Sprung beim „Earth Overshoot Day“ (im letzten Jahr war es der 25. September 2009) ergibt sich aus methodischen Verbesserungen bei den Berechnungen, die eine präzisere Festlegung des Overshoot ermöglicht haben. Mit diesen genaueren Daten wäre der Overshoot Day 2009 auf den 25. August gefallen. Das um vier Tage längere Defizit ist eine „normale” Entwicklung, da wir jedes Jahr mehr auf „Öko-Pump“ leben. Übrigens, würde die ganze Menschheit so verschwenderisch wie die Österreicher/innen leben, wäre die Erde heuer bereits seit 13. Mai im ökologischen Defizit.

„Wenn der weltweite Konjunkturmotor wieder auf Hochtouren läuft, dann wird sich der Zerstörungsprozess weiter beschleunigen. Wir brauchen ein neues Konsumbewusstsein, sonst ist unser globales Naturkapital bald erschöpft", warnt WWF-Naturschutzdirektor Andreas Wurzer.

„Der Overshoot Day zeigt einmal mehr, dass konjunkturpolitische Appelle zum Einkaufen und Konsumieren in die ökologische Sackgasse führen. Stattdessen müssen Anreize für ein umweltschonendes Konsumverhalten geboten werden. So sollten beispielsweise regionale Obst- und Gemüseprodukte aus biologischer Landwirtschaft stärker gefördert werden als tierische Lebensmittel mit riesigem Fußabdruck“, fordert Claudia Sprinz, Konsumentensprecherin bei Greenpeace.

Die globale Übernutzung ist dabei nicht nur ein ökologisches Problem: Sie verschärft auch viele der bestehenden Ungerechtigkeiten. Ressourcenkonflikte, Kriege, Hunger oder Überschwemmungen wie die aktuelle Katastrophe in Pakistan treffen gerade jene am härtesten, die am wenigsten zur Übernutzung beigetragen haben, und die sich nicht „freikaufen“ können.

Wolfgang Pekny, Geschäftsführer der Plattform Footprint, bleibt trotzdem optimistisch: „Zum einen sind die Technologien, mit denen wir den Overshoot reduzieren könnten, bereits verfügbar und zum anderen werden viele der wirkungsvollen Veränderungen unsere Lebensqualität sogar erhöhen. So wird eine allgemeine Entschleunigung – weniger produzieren und weniger konsumieren – mehr wertvolle Zeit zum „Guten Leben“ für alle bringen.” Was noch fehlt, sind die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zur Verwirklichung der Vision. Diese One-Planet Gesellschaft zu schaffen ist das zentrale Ziel aller Mitglieder der Plattform Footprint.

.

Um Ihren persönlichen Ökologischen Fußabdruck zu berechnen und Verbesserungsmöglichkeiten zu analysieren, nutzen Sie bitte r www.mein-fussabdruck.at. Mehr Hintergrundinformation auf r www.footprint.at/overshoot2010.html.

Für Rückfragen:
r Wolfgang Pekny, Plattform Footprint, Tel. 0664-1210761, wolfgang.pekny@footprint.at,
r Franko Petri, WWF, Tel. 0676-83488231, franko.petri@wwf.at
r Simonne Baur, GLOBAL 2000, Tel.: 0699-14200023, simonne.baur@global2000.at
r Claudia Sprinz, Greenpeace, Tel.: 0664-6126731, claudia.sprinz@greenpeace.at

.

Anmerkung und Ergänzung der kärnöl-Redaktion:

So ehrenwert die Bemühungen der Footprint-Plattform sind, so sind sie doch massiv mit den Muttermalen der Zusammenhänge, die das Problem erst geschaffen haben, behaftet:

♦ Indem die Begriffe aus der kapitalistischen Wirtschaftswelt (Budget, Einkommen, Ausgaben, Pump ...) auf das Mensch-Natur-Verhältnis übertragen werden, werden sie zu allgemeinen, überhistorischen Kategorien hochgepusht und damit quasi verewigt. Dabei ist es gerade die zentrale Herausforderung, diese Form von gesellschaftlichen Verhältnissen mit ihrer immanenten Wachstumsdynamik zu überwinden.

♦ Entsprechend problematisch ist auch die starke Betonung der „Verantwortung der Konsumenten“, die nur explizit von Wolfgang Pekny durchbrochen wird, wenn er die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anspricht.

♦ Zum Weiterlesen:
r Die „Konsumismusglocke“. Über Sucht und andere Implikationen des Verbrauchens von Gütern und Dienstleistungen in unserer Gesellschaft
sowie r Crash - Gedanken im und zum Treibhaus“

.

Reaktionen Auf den Beitrag reagieren

Keine Reaktionen vorhanden

Reaktionen auf andere Beiträge

.

ZUM NACHLESEN

Freitag, 10. Juli 2020
r Weana Gschicht und Weana Geschichtln
Lesung und Buchpräsentation von und mit Ludwig Roman Fleischer
tio pepe, Kaiser-Josef-Platz 3, 9500 Villach

Freitag, 22. November 2019
r Auch Krawattenträger sind Naturereignisse
Thekenlesung und Buchpräsentation von und mit Engelbert Obernosterer
tio pepe, Kaiser-Josef-Platz 3, 9500 Villach

Freitag, 11. Oktober 2019
r SCHEISS TERMIN

mit Ali Götz (Lieder, die keiner mehr kennt), Magrimm (art), Peter Laminger (art), Boris Randzio (1m2 Balett), Hans D.Smoliner (Buchpräsentation), Rudi Streifenstein (Thekendekoration), VADA (Buchpräsentation)


tio pepe, Kaiser-Josef-Platz 3, 9500 Villach

Dienstag, 18. Juni 2019
r Die letzten hundert Jahre
Thekenlesung und Buchpräsentation von und mit Ludwig Roman Fleischer
tio pepe, Kaiser-Josef-Platz 3, 9500 Villach

Dienstag, 9. April 2019
r Elsie Slonim – Meine ersten 100 Jahre

Mit der Kamera auf Spurensuche zwischen Kaiser Franz Josef, dem Holocaust und der Sperrzone auf Zypern.
Ab 18:30 Volxküche


Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walter Straße 29, Villach

Freitag, 7. Dezember 2018
r Bad Weihnachten
Thekenlesung von und mit Ludwig Roman Fleischer
tio pepe, Kaiser-Josef-Platz 3, 9500 Villach

Freitag, 23. November 2018
r SWANGAR
Ausstellungseröffnung, Lesung und Buchpräsentation von Doris Libiseller, Klaus Hollauf und Hans D. Smoliner
Cafe Sternweiss, St. Paul im Lavanttal

Freitag, 13. April 2018
r (Neo)Kolonialismus und Widerstand in Afrika am Beispiel Burkina Fasos, Buchpräsentation mit Günther Lanier
Katholische Hochschulgemeinde Klagenfurt, Nautilusweg 11, 9020 Klagenfurt

Dienstag, 13. März 2018
r Grundeinkommen für alle?! Das bedingungslose garantierte Grundeinkommen und die Zukunft der Erwerbsarbeit. mit Karl Reitter
Begegnungszentrum im Kreml, Ludwig Walther Straße 29, 9500 Villach

Donnerstag, 1. März 2018
r Tagung:#GLEICHBERECHTIGUNG; 01.März bie 03.März, Europahaus Klagenfurt
Europahaus Klagenfurt, 1. Stock, Reitschulgasse 4, 9010 Klagenfurt

r Weitere Dokumentationen