kärnöl-Logo Independent Carinthian Art & Cult
Thu Feb 21 2019 04:39:36 CET
ÜBERBLICK
Aktuell
Glossen
+Alle Beiträge
Autoren
Veranstaltungen
Links
Kontakt
LESERFORUM
Leserbriefe
Reaktionen

Globale Bildung im Bündnis für Eine Welt

r Globale Bildung
im Bündnis für Eine Welt

Krise - Themenschwerpunkt 2009

r Unser aktueller Themenschwerpunkt

www.karawankengrenze.at

r Unser Projekt gemeinsam mit dem Verein Erinnern

Nationalsozialismus in Villach

r Hans Haider:
"Nationalsozialismus
in Villach"
(pdf downloaden)

Jüdinnen und Juden in Kärnten

r Hans Haider:
"Jüdinnen und Juden
in Kärnten"
(pdf downloaden)

Pizzakarton Sgt kärnöl´s Lonely Hearts Club Band

r Nähere Informationen zum schönsten Pizzakarton der Welt

WASSER? - Jetzt gehts um die LEITUNGSKOMPETENZ!

r WASSER?
Jetzt gehts um die LEITUNGSKOMPETENZ!

Bildung - Themenschwerpunkt 2007

r Unser Themenschwerpunkt 2007

(c) Arbeit

r Alle Informationen zum Themenschwerpunkt Arbeit

(c) Eigentum

r Unser Themenschwerpunkt Eigentum
r Überblick über alle Themenschwerpunkte

Walther Schütz

Reaktionen auf den Beitrag

Print Version

2010-03-31

Houston, wir haben ein Problem!!!

Zwischen globalisierter Konkurrenz und Modellen der Zusammenarbeit

.


 Texte zur r Krise

Ein beliebtes Mittel, strukturelle, tiefgreifende Probleme kleinzureden ist die Methode, immer auf den Einzelfall zu starren, das Besondere herauszukitzeln. Da werden auf einmal unbequeme Fragen, die womöglich an den Grundfesten der Gesellschaft rütteln, überflüssig. Ein konkretes Beispiel gefällig?

Die derzeitige Diskussion über die Lage Kärntens in Hinblick auf die Landesverschuldung und das Debakel Hypo-Alpe-Adria. Nicht, dass hier nicht wirklich Vieles im Argen liegt. Aber: Man sollte vor lauter Bäumen nicht den Wald aus den Augen verlieren! An allen Ecken und Enden wackeln Regionen und sogar ganze Staaten: Island und Griechenland sind da nur die bekanntesten Beispiele für Länder, die an der Schwelle zum Bankrott stehen und deren Menschen nun sog. „Sanierungsprogramme“ blühen, von denen die Menschen aus vielen Ländern des Südens bereits ein trauriges Lied singen können.

Aber selbst wenn man den Blick nicht auf die schwächsten Glieder in der Kette lenkt, sondern die „potenten Player“ ansieht, wird die Krisenhaftigkeit bewusst: So haben die USA zur Rettung der Banken – und damit wohl des kapitalistischen Gesamtsystems, in dem wir alle drinhängen, ob es uns passt oder nicht! – im Jahr 2008 4,6 Billionen Dollar ausgegeben (Stand November 2008). Da kann sich nun wirklich niemand was drunter vorstellen, deswegen ein Vergleich: Addiert man auf Basis inflationsbereinigter Werte die größten „Projekte“ in der Geschichte der USA – den Marshall Plan, den Flug zum Mond, den Koreakrieg, den Irak Krieg, den Vietnam Krieg, das gesamte Budget der NASA, den Kauf Louisianas von den Franzosen 1803, den New Deal der 30er Jahre, die Sparkassenkrise der 1980er und 1990er Jahre, so kommt man „nur“ auf eine Summe von 3,9 Billionen Dollar. Nochmals: Inflationsbereinigt, das heißt umgerechnet auf heutige Preise![1]

Alleine diese wenigen Zahlen weisen darauf hin, dass die laufenden optimistischen Äußerungen mehr einem „Pfeifen im Finstern“ gleichen als einer realistischen Einschätzung. Denn die Staaten schleppen einen Schuldenberg vor sich her, den sie ja nicht zum Spaß angehäuft haben: Sie schlüpften in die Rolle der vielgescholtenen Finanzmärkte und US-Konsument/innen, die durch ihre Verschuldung über viele Jahre die Nachfrage auf Pump aufrecht erhalten hatten. Nun wurde versucht, den Aufschwung auf Kreditgrundlage (Defizitkonjunktur) anzuheizen, was aber auch nur mit mäßigem Erfolg gelungen ist, aber immerhin den Totalabsturz des Kapitalismus verhindert hat. Eines der Grundprobleme des Systems ist so nicht zu lösen: Die Kombination aus systemischer Überproduktionskrise[2] und Überakkumulationskrise (Unmengen an angehäuftem Kapital müssen profitabel angelegt werden), an der die kapitalistische Weltwirtschaft seit Jahrzehnten leidet.

So sehr dieser Schuldenberg ein Problem ist: Sein Abbau würde das Problem, desentwegen er ja angehäuft wurde, noch stärker in den Vordergrund treten lassen: Das angedrohte „Sparen“, „Gürtel-enger-schnallen“ lässt den Konsum einbrechen – und das ist viel mehr als nur ein verzwicktes volkswirtschaftliches Problem:

Bereits heute bricht das Fundament des Kapitalismus, die Erwerbsarbeit, immer mehr weg: In Form von Arbeitslosigkeit wie auch als Phänomen „Working Poor“. Und das, was den Kapitalismus erst für breite Teile der Bevölkerung erträglich gemacht hat – eine für alle zugängliche öffentliche Daseinsvorsorge (Gesundheit, Altersversorgung, Schulen, Post, Bahn. Wasserversorgung ...) – erodiert immer mehr. Diese Erosion solidarischer Elemente innerhalb des Systems hat verschiedene Namen: Einsparungen, Effizienzsteigerung, Ausrichtung auf den globalisierten Konkurrenzkampf, Liberalisierung, Privatisierung ...

Dies alles sind freilich nur die Erscheinungsformen eines grundlegenderen Problems: Auf der einen Seite haben wir einen ungeheuren stofflichen Reichtum, das Potenzial für ein „gutes Leben für Alle“ ist gegeben. Auf der anderen Seite wird die Form, in der dieses Potenzial bereitgestellt wird, immer mehr selbst zur unüberwindlichen Schranke: Kapitalistisches Wirtschaften bedeutet, dass es Profit abwerfen muss (!), dass es im Gegeneinander der Konkurrenz erfolgt, dass Bedürfnisse nur dann befriedigt werden, wenn der / die Bedürftige Geld hat, dass immer neue Bedürfnisse geschaffen werden müssen, damit die Wachstumsspirale aufrecht erhalten bleibt ... Höchste Zeit also, über solidarischere Formen des Wirtschaftens nachzudenken![3]

.

Reihe Solidarisches Wirtschaften
Potenziale in der Krise
Mo, 12. – Fr., 23. April
ÖGB/AK-Bildungsforum, Saal 1, Klagenfurt, Bahnhofstraße 44


r „Halbinseln gegen den Strom“. Friederike Habermann über Anders leben und wirtschaften im Alltag. 15. April, 19:00

r „Mythos Markt“. Walter Ötsch zu marktradikaler Propaganda und ökonomischer Theorie. 22. April, 19:00

r „Verkehrte Welt – Globales Rennen mit lauter Verlierer/innen?“. Workshops für Schüler/innen der Sekundarstufe II von Mo, 12.4. – Fr., 23.4.2010

.

.


.

Zum Nach- und Weiterlesen

[1] FLEISSNER, Peter: Es ist ein Skandal! daher: Vorschlag für ein Moratorium der Rückzahlung der Staatsschulden in Österreich. Wien, 2.10.2009. http://peter.fleissner.org/Transform/Krise_kurz.pdf Den Hinweis auf diesen Beitrag verdanke ich Andreas Exner ... zurück zum Text

[2] KONICZ, Tomasz: Griechenland ist überall. auf: www.krisis.org, 31.1.2010. ... zurück zum Text

[3] EXNER, Andreas: Neuland statt Krise. In: Streifzüge 47/2009.

Reaktionen Auf den Beitrag reagieren

| GUSTAV GANS |, 2010-04-01, Nr. 4770

Wahre Worte Walther, wahre Worte!

... und natürlich wieder einmal "keine Reaktion" auf diesen, meiner Meinung nach überaus wichtigen Artikel. Das hat was von "Der Mann von La Mancha". Es ist zuerst einmal "sehr traurig". Ich sage es seit Jahren und sage es immer noch: Der Leidensdruck ist noch immer zu niedrig. Walther, die Menschen interessiert das alles nicht. Nicht solange es sie scheinbar nichts angeht. Nicht solange sie überhaupt nicht verstehen, warum sie Dein Artikel überhaupt betrifft. Es ist ja scheinbar nichts passiert! Hurra, wir leben noch.

Crisis? What Crisis?

Politik ist eben vor allem auch die Kunst, die Bevölkerung so schnell über den Tisch zu ziehen, dass die Menschen denken, die dabei entstehende Reibungshitze sei Nestwärme.

Aber wie wir zwei ja sehr genau wissen, kommt der "echte Hammer" ja erst. Ein Hammer, von dem sich die Menschheit nur schwer erholen wird. Du weißt es, Ich weiß es. Nur "WIR" wissen es noch nicht. Alle (und ich meine "ALLE") Zeichen deuten auf Sturm. Und die Passagiere? Die interessiert das nicht. Und nicht nur, daß wir Windstärken bekommen werden, die es noch niemals zuvor gegeben hat. Es sind auch noch genug "feindliche Boote" im Wasser. Die "USS - Carlyle Group", die "USS - COUNCIL OF FOREIGN RELATIONS", die "USS - BILDERBERG, die "USS - NATIONAL SECURITY AGENCY", die "USS - FED u.s.w.

Und jetzt kommt das wirkliche Problem ja erst. Wir stehen nicht auf der Brücke, Walther! Wir sind nicht einmal in der Nähe! Wir "eitern" da als Gäste irgendwo im Schiffscasino (und das ist wörtlich zu nehmen!) herum und haben von einem gehört, daß mit dem Sturm auch eine Riesenwelle auf uns zurollt, die ungeheure Ausmaße angenommen hat. Wir haben uns danach überall informiert und es ist durchgesickert, daß wir sicherlich kentern werden, wenn nicht sofort gewendet wird. Wenn wir aber wenden, treffen wir auf die feindlichen Schiffsverbände, denn die sind hinter uns her. Und die anderen Gäste diskutieren mit dem diensthabenden Unteroffizier Josef Pröll über die Härte der Frühstücksbrötchen und die Kochzeit von weichen Eiern hier an Bord. Irrelevant, Walther.Irrellevant. Und dann ist wieder Fernsehzeit. Im Kasten läuft "Explosiv" und um 20:15 gibt es eine neue Folge von "Buffy - Im Banne der Dämonen". Und genau da platzen wir wie die ungeliebten Verwandten um 20:12 in den Fernsehraum auf Unterdeck C und wollen uns mit den Leuten über etwas unterhalten, was sie ja überhaupt nicht wissen und hören wollen. Ich als Atheist kann mich da in die Zeugen Jehovas recht gut hineinversetzen. Nur statt dem "Wachturm" steht auf Deinem Heftchen "Zwischen globalisierter Konkurrenz und Modellen der Zusammenarbeit".

Ach Walther!

Die Offiziere wie Obama, Sarkosy, Merkel u.a. sind böse Schinder und den Kapitän siehst Du nur höchst selten. Und erst recht nicht die Rederei. Und niemals den Eigner des Schiffes. Du sollst nicht weiter sehen als zum UO. Pröll. Der Kapitän erscheint zwar zum Eröffnungsball, aber dann? Man hat ja doch relativ wenig mit ihm zu tun auf so einem Schiff. Was aber wenn dem Kapitän vom Eigner angeboten werden würde das Schiff zu versenken und dafür mit der Mannschaft gerettet werden oder aber mit den Gästen unterzugehen? Wie würde der Kapitän entscheiden? Genau Walther! Die haben sich bereits vor langer Zeit entschieden.

Vielleicht sagen Dir die "Georgia guidestones" etwas? Dort steht in Stein gemeißelt:

"Halte die Menschheit unter 500 Millionen". (Da sind dann jetzt doch einige zuviel, oder?)
"Lenke die Fortpflanzung weise um Fitness und Vielfalt zu vervollkommnen" (Geburten mittels Genkontrolle und Manipulation)
"Gleiche persönliche Rechte mit gesellschaftlichen Pflichten ab" (Was soviel heißt wie: Du hast keine Rechte mehr, wobei man sagen muß, daß da nicht so viel Unterschied zu heute besteht)

(ist natürlich nur auszugsweise!)

Und ich sage Dir eines! Störe die Gäste nicht beim Fernsehen! Was interessiert die schon die Riesenwelle namens Hyper - Inflation gefolgt von einer Deflation. Ich wette mit Dir was Du gerne willst, daß in einer sechsten Realschulklasse maximal 5% überhaupt wissen, was eine Inflation überhaupt ist. Auch die Warnung des totalen Kollaps reißt denen nicht heraus. Wenn der Assinger mit seinen schönen Augen wieder Zintrillionen Euro verschenkt, kann im wahrsten Sinn des Wortes das Schiff untergehen. Erkläre das den Leuten, die schon an die Vogelgrippe - Hysterie, die BSE - Hysterie, die Schweinegrippe - Hysterie, die Klimakatastrophe - Hysterie und all die anderen kleinen und großen "Hysterien" geglaubt haben. Es interessiert keinen. Die Füße sind noch trocken. Kein Wasser in Sicht.

Und keiner kümmert sich um nichts. Wie könnte es denn sonst sein, daß Sätze wie: "House Speaker Nancy Pelosi and Senate Majority Leader Harry Reid announced Thursday that they have accepted an offer from the Carlyle Group to buy Congress for $100 billion" ohne irgendeine Reaktion verhallen? Oder sowas:"Präsident Obamas neuer Nationaler Sicherheitsberater, der ehemalige General der Marines James Jones, hat eine Erklärung über die gegenwärtige Stärke von al-Qaida in Afghanistan abgegeben, die von den US-Medien sogleich unter den Teppich gekehrt worden ist. Vor dem Kongress erklärte Jones: »Die Präsenz der al-Qaida ist deutlich zurückgegangen. Es wird geschätzt, dass allenfalls noch 100 Kämpfer im Land operieren; sie verfügen weder über Basen, noch sind sie in der Lage, uns oder unsere Alliierten anzugreifen.«"

Das hat doch kein Passagier mitbekommen. Da war doch gerade "Kärnten - Heute".

_____________

Ich glaube, daß wir wieder einen "neuen Helden" brauchen.

Wie wäre es eigentlich mit "Chalid Scheich Mohammed" ;-) ?????

Der kann was der Junge!

Wenn man einmal über die Kunststücke nachdenkt, die Chalid Scheich Mohammed zugeschrieben werden, ist es einfach nur unglaublich.

Scheich Mohammed trickste alle 16 US-Geheimdienstbehörden und die Geheimdiensten der US-Alliierten oder -Marionetten aus, wozu auch der israelische Mossad zählt.

Kein Geheimdienst der Welt oder alle Geheimdienste gemeinsam, stellten für Scheich Mohammed eine Gegnerschaft dar.

Scheich Mohammed überlistete den Nationalen Sicherheitsausschuss der USA, Dick Cheney, das Pentagon, das Außenministerium, NORAD, NORTHCOM, die US-Luftstreitkräfte und die Luftraumüberwachung.

Er trug Sorge dafür, dass an jenem Morgen die Flugsicherheit viermal versagte.

Er brachte die High-Tech Luftverteidigung des Pentagons zu Fall, wodurch es einem entführten Flugzeug ermöglicht wurde in das Pentagon zu stürzen und die US-Luftstreitkräfte natürlich während des ganzen Vormittags nicht in der Lage waren einen Abfangjäger in die Luft zu bekommen.

Er konnte die gesamte Raketenabwehr des Pentagon ausschalten, die dieses "best gesicherte Bauwerk der Menschheit" mit über vierzig Raketen sichern.

Scheich Mohammed war in der Lage all diese Kunststücke mit dafür unqualifizierten Piloten durchzuführen.

Scheich Mohammed war sogar als Gefangener, während er der Waterboarding-Folter unterzogen wurde, möglich das FBI davon abzuhalten die zahlreichen beschlagnahmten Videos zu veröffentlichen, die laut offizieller Geschichte zeigen würden, dass das Flugzeug ins Pentagon einschlug.

_____________

Was der alles kann. Der wäre doch der richtige, oder?



liebe Grüße

| GUSTAV GANS |
Kühe geben keine Milch... wir nehmen sie ihnen weg!

| GUSTAV GANS |, 2010-04-01, Nr. 4771

Ach, das hätte ich ja fast vergessen:

Paul Craig Roberts sagt Good-Bye! (und warum uns das interessieren sollte!)

Einer der besten Journalisten der Vereinigten Staaten hört auf, weil niemand die Wahrheit hören will und die Lüge gewonnen hat.

Er sagt: „Die Wahrheit ist gefallen und hat die Freiheit mit sich genommen!“

Paul Craig Roberts 71, ist Doktor der Ökonomie, war Vizefinanzminister unter Präsident Ronald Reagan und ist ein bekannter Journalist, der für alle wichtigen Zeitungen, wie das Wall Street Journal, Business Week, New York Times und viele andere Blätter geschrieben hat.

Er hat 1992 den Warren Brookes Award für ausserordentlichen Journalismus erhalten.

Er wird als einer der besten sieben Journalisten der USA eingestuft.

In seinem neuesten Artikel, der sein letzter sein soll, hat er folgenden Text geschrieben:

Es gab mal eine Zeit, da war die Feder mächtiger als das Schwert. Es war die Zeit wo die Menschen an die Wahrheit glaubten und die Wahrheit für eine unabhängige Macht hielten und nicht als ein Hilfsmittel für Regierungen, Klassen, Rassen, Ideologien, persönlichen oder finanziellen Interessen.

Heute werden die Amerikaner durch Propaganda regiert. Die Amerikaner schätzen die Wahrheit nicht, haben wenig Zugang dazu und sind nicht in der Lage sie zu erkennen.

Die Wahrheit ist eine unwillkommene Sache. Sie ist beunruhigend. Die welche die Wahrheit verkünden laufen Gefahr als „Antiamerikaner“, „Antisemiten“ oder „Verschwörungstheoretiker“ gebrandmarkt zu werden.

Die Wahrheit ist eine Unannehmlichkeit für die Regierung und für die Interessengruppen, dessen Wahlspenden die Regierung kontrollieren.

Die Wahrheit ist eine Unannehmlichkeit für die Staatsanwälte, die Verurteilungen wollen, nicht die Aufdeckung von Unschuld oder Schuld.

Die Wahrheit ist eine Unannehmlichkeit für die Ideologen.

Heute werden die, welche als Ziel die Aufdeckung der Wahrheit haben, fürstlich dafür bezahlt sie zu unterdrücken. Die Vertreter der „freien Marktwirtschaft“ werden bezahlt, um das Auslagern der Arbeitsplätze ins Ausland den Amerikanern zu verkaufen. Amerikanische Arbeitsplätze die eine hohe Produktivität, eine hohe Wertschöpfung haben, werden als schmutzig, als alte Industriearbeit verunglimpft. Es sind Relikte aus der Vergangenheit, wir sollten sie am besten loswerden. Sie wurden ersetzt durch die „New Economy“, eine erfundene Wirtschaft, welche angeblich aus Hightech Bürojobs besteht, wo Amerikaner die Aktivitäten die im Ausland stattfinden innovieren und finanzieren. Alles was die Amerikaner dazu benötigen, um an dieser „New Economy“ teilzunehmen, ist ein Wirtschaftsabschluss einer Universität der Efeuliga (die acht Eliteuniversitäten im Nordosten der USA ) und dann werden sie an der Wall Street Jobs die Millionen zahlen bekommen.

Ökonomen die einmal respektabel waren, nahmen Geld, um zu diesem Märchen der “New Economy” beizutragen.

Aber nicht nur Ökonomen verkaufen ihre Seele für schnöden Mammon. In letzter Zeit haben wir von Medizinern gehört, die für Geld in von Fachleuten geprüften Journalen zusammengebraute „Studien“ veröffentlicht haben, die diese oder jene neue Medizin hochloben, welche von den Pharmafirmen hergestellt werden, die für diese „Studien“ bezahlt haben.

Der Europäische Rat untersucht die Rolle der Pharmafirmen beim Aufbauschen einer falschen Schweingrippe-Pandemie, um damit Milliarden an Dollar für den Verkauf des Impfstoff zu erzielen.

Die Medien halfen dabei, die kürzliche Marja-Offensive in Afghanistan aufzubauschen, indem sie beschrieben, Marja ist eine Stadt die von 80'000 Taliban kontrolliert wird. Es stellte sich heraus, Marja ist nur eine urbane Ansammlung von dörflichen Bauernhöfen. (Die "Befreiung der Stadt Marja" von den Taliban war eine reine Hollywood-Show, ein kompletter Fake für das amerikanische Publikum, wo nur afghanische Zivilisten ermordet wurden!)

Und dann gibt es den Skandal um die globale Erwärmung, in dem NGOs, die UNO und die Atomindustrie zusammen konspirierten, in dem sie ein Weltuntergangsszenario erfanden, um mit dem Umweltschutz Profite zu machen.

Wo immer man hinschaut, die Wahrheit ist dem Geld verfallen.

Dort wo Geld nicht ausreicht, um die Wahrheit zu beerdigen, erledigt Ignoranz, Propaganda und ein kurzes Gedächtnis die Arbeit.

Ich kann mich erinnern, nach der Aussage von CIA-Direktor William Colby vor dem Church-Komitee Mitte der 70ger Jahre, haben die Präsidenten Gerald Ford und Ronald Reagan exekutive Befehle herausgegeben, um die CIA und Gruppen der US-Geheimoperationen daran zu hindern, ausländische Staatsführer zu ermorden. Im Jahre 2010 wurde der US-Kongress von Dennis Blair (Nationaler Geheimdienstkoordinator) informiert, dass die USA jetzt sogar eigene Staatsbürger umbringt, neben den ausländischen Staatsoberhäuptern.

Als Blair dem Geheimdienstkomitee erzählte, dass US-Staatsbürger nicht länger verhaftet, angeklagt, verhandelt und wegen eines kapitalen Verbrechens verurteilt werden müssen, sondern nur aufgrund von einem Verdacht, sie stellen eine „Gefahr“ dar, ermordet werden können, wurde er nicht des Amtes enthoben. Keine Untersuchung folgte. Nichts passierte. Es gab kein Church-Komittee. Mitte der 70ger Jahre bekam die CIA Ärger, weil sie Verschwörungen ausheckte um Castro zu ermorden. Heute sind es amerikanische Staatsbürger die auf der Todesliste stehen. Egal welche Einwände es gibt, sie haben kein Gewicht. Niemand in der Regierung bekommt irgendeinen Ärger über die Ermordung von US-Staatsbürgern durch die US-Regierung.

Als Ökonom bin ich überrascht, dass der Berufsstand der amerikanische Ökonomen keinerlei Wahrnehmung darüber hat, die US-Wirtschaft ist durch die Auslagerung des BIP ins Ausland zerstört worden. In ihrer Jagt nach dem absoluten Vorteil, niedrigsten Löhnen und einem Maximum an „Leistungsboni“ für die Chefetage, haben sie die Produktion von Waren und Dienstleistungen für den amerikanischen Markt nach China ausgelagert. Wenn ich von Ökonomen lese, die Auslagerung ins Ausland ist freier Handel, der auf vergleichbare Vorteile basiert, dann erkenne ich, es gibt keinerlei Intelligenz oder Integrität im Berufsstand der amerikanischen Ökonomen.

Die Intelligenz und Integrität wurde durch Geld gekauft. Die transnationalen oder globalen US-Konzerne, zahlen Multimillionen Dollar Abfindungspakete an die obersten Manager, welche diese „Leistungsauszeichnungen“ erzielen, in dem sie US-Arbeiter durch ausländische ersetzen. Während Washington sich über die „muslimische Gefahr“ Sorgen macht, zerstören Wall Street, US-Konzerne und die Anpreiser der „freien Marktwirtschaft“ die US-Wirtschaft und die Zukunft für Abermillionen von Amerikanern.

Amerikaner, oder die meisten davon, haben bewiesen sie sind Pudding in den Händen des Polizeistaates.

Die Amerikaner haben die Behauptung der Regierung abgekauft, dass die Sicherheit es notwendig macht, die Freiheitsrechte und eine rechenschaftspflichtige Regierung aufzugeben. Es ist erschreckend, die Amerikaner, oder die meisten davon glauben, dass die Freiheitsrechte, wie Habeas Corpus und eine rechtsstaatliche Gerichtsbarkeit, die „Terroristen“ schützt und nicht sie selber. Viele glauben auch, die Verfassung ist ein ausgelaugtes altes Dokument, welches die Regierung daran hindert, Polizeistaatsvollmachten auszuüben, welche notwendig sind, um die Amerikaner sicher und frei zu halten.

Die meisten Amerikaner werden wahrscheinlich von niemanden was anderes hören.

Ich war angeschlossener Redakteur und Leitartikelschreiber für das Wall Street Journal. Ich war der erste aussenstehende Kolumnist für Business Week und hielt dieses Position für 15 Jahre. Ich war Kolumnist für ein Jahrzehnt für Scripps Howard News Service, welche in 300 Zeitungen erschien. Ich war Kolumnist für die Washington Times und für Zeitungen in Frankreich und Italien und für ein Magazin in Deutschland. Ich war Beitragender zur New York Times und ein regelmässiger Bestandteil der Los Angeles Times. Heute kann ich nichts in den amerikanischen „Mainstreammedien“ veröffentlichen oder darin erscheinen.

In den letzten sechs Jahren wurde ich von den „Mainstreammedien“ verbannt. Meine letzte Kolumne in der New York Times erschien im Januar 2004, zusammen verfasst mit dem US-Senator Charles Chumer der Demokraten, der New York vertritt. Wir sprachen die Auslagerung der US-Arbeitsplätze an. Unser Artikel löste eine Konferenz am Brooking Institute in Washington DC aus, mit Liveübertragung durch C-Span (öffentlichrechtlicher TV-Sender). Eine Debatte darüber begann. Nichts dergleichen würde heute passieren.

Über Jahre war ich die Hauptstütze bei der Washington Times, verschaffte der Moony Zeitung Glaubwürdigkeit als Business Week Kolumnist, ehemaliger Wall Street Journal Redakteur und ehemaliger Vizefinanzminister. Aber als ich anfing die Angriffskriege von Bush zu kritisieren, kam der Befehl von oben auf Mary Lou Forbes, meine Kolumne zu kündigen.

Die amerikanischen Medienunternehmen dienen nicht der Wahrheit. Sie dienen der Regierung und den Interessengruppen, welche die Regierung ermächtigen.

Das Schicksal Amerikas war erledigt, als die Öffentlichkeit und die Antikriegsbewegung die 9/11 Verschwörungstheorie der Regierung abkaufte. Die Darstellung der Regierung über 9/11 wird durch viele Beweise widersprochen. Dennoch, dieses definierende Ereignis unserer Zeit, welches grenzenlose Angriffskriege und einen heimischen Polizeistaat ausgelöst hat, ist ein Tabu für eine Untersuchung durch die Medien. Es ist sinnlos sich über die Kriege und dem Polizeistaat aufzuregen, wenn die Prämisse auf dem diese aufbauen akzeptiert wird.

Die Kriege die in die Billionen gehen, haben Finanzierungsprobleme für Washingtons Defizite verursacht und bedrohen die Rolle des US-Dollars als Weltreservewährung. Die Kriege und der Druck welche das Budgetdefizit auf den Wert des Dollars legt, haben die Renten- und Krankenversicherung auf den Hackblock gelegt. Der ehemalige Vorsitzender von Goldman Sachs und US-Finanzminister Hank Paulson ist hinter diesem Schutz der Pensionisten her. Fed-Chef Bernanke ist auch hinter ihnen her. Die Republikaner auch. Dieser Schutz wird als „Anwartschaften“ beschrieben, wie wenn sie so eine Art Wohlfahrt wäre, welche die Menschen nicht über die Lohnsteuer ihr ganzes Arbeitsleben eingezahlt hätten.

Mit einer Arbeitslosenquote von 21 Prozent, wenn nach der Methode von 1980 gemessen, mit amerikanischen Arbeitsplätzen, BIP und Technologie nach China und Indien ausgelagert, mit Krieg als Washingtons grösste Verpflichtung, mit dem Dollar der durch Schulden überlastet ist, mit Freiheitsrechten die für den „Krieg gegen den Terror“ geopfert werden, wurde die Freiheit und der Wohlstand der amerikanischen Bevölkerung in den Mülleimer der Geschichte geschmissen.

Der Militarismus der USA und Israels und die Gier der Wall Street und der Konzerne, werden jetzt ihren Lauf nehmen. Da die Feder zensiert wird und dessen Macht erloschen ist, melde ich mich ab.

Das Original auf Englisch kann man bei Counterpunch lesen.

Ich kann Roberts Einstellung völlig verstehen. Niemand will die Wahrheit hören, niemand will sie wissen, nur den Medienhuren wird geglaubt, nur was ein Lackaffe mit Schlips im TV sagt ist richtig. Ich erlebe es jeden Tag, wie man auch meine Aussagen mit den Lügenmedien vergleicht und nur wenn es dort auch steht, dann wird es als wahr angenommen, sonst nicht. Die meisten Menschen kapieren nichts, wollen nichts verstehen, wollen nicht hören, die Mächtigen der Welt, die Regierungen, Konzerne und Medien lügen sie an, verarschen und versklaven sie, denn sonst müssten sie ja Konsequenzen ziehen, müssten sie ihre ganze Lebensauffassung ändern und ihr Leben auch. Dafür sind sie zu träge, zu faul, zu bequem und zu feige. Lieber den Kopf in den Sand stecken und nichts wissen wollen.

Und am schlimmsten für mich sind die, welche alles wissen was in der Welt schiefläuft, sich täglich informieren aber nichts dagegen tun. Den Schafschafen kann man nichts vorwerfen, sie wissen es ja nicht besser und sind Gläubige des politisch korrekten Mainstreams. Aber den sogenannten Aufgeklärten werfe ich vor, sie tun nichts oder einfach zu wenig. Ich bekomme Mails von Lesern die mich fragen, was sie tun sollen und wenn ich dann höre sie arbeiten bei einem Pharmakonzern, einer Grossbank oder einem Chemieriesen oder sonstigen kriminellen Organisation und ich dann ihnen sage, ja du arbeitest für die Verbrecher, du bist ein Teil des kriminellen Systems, du musst dort weg und einen ehrlichen Job machen, dann sagen sie "nein" das können sie nicht, die zahlen zu gut und sie müssten dann ihren Lebensstandard einschränken.

Diese Leute wollen nichts ändern, sie haben sich verkauft, sie bekommen kein Gehalt, sondern Schweigegeld für die Verbrechen an denen sie teilnehmen. Ohne den Millionen an Helfershelfern unter uns, könnten die wenigen Verbrecher ganz oben nicht ihre Macht über uns ausüben, keine Kriege führen, das Finanzsystem zerstören, die Renten und Ersparnisse klauen und uns nicht ausbeuten. Wir sind das Problem, denn wir wählen immer die selben Kriminellen ins Amt. Genau so wie man nur die Politiker bekommt die man verdient und die Medien bekommt die man verdient, leben wir in einem politischen System das wird verdienen, weil wir es im grundgenommen so wollen.

Die Politiker welche die Wahrheit erzählen werden nicht gewählt, denen will man nicht zuhören. Nur die welche uns anlügen und betrügen finden wir toll, denen vertraut man und sie bleiben an der Macht.

Und wenn kein Soldat in den Krieg ziehen würde, den Politikern und Militärs die diese anordnen den Stinkefinger zeigen würden und sagen würden "Fuck Off!", dann gebe es keine Kriege.

Aber alle die sich dagegenstellen und was verbessern wollen werden bestraft, werden als Spinner, Schwarzmaler und Vollidioten hingestellt, oder noch schlimmer wie Roberts oben beschrieben hat. Und die besten von denen, die nur Frieden, Gerechtigkeit und Menschenwürde wollen, bekommen ein Kugel in den Kopf. Wenn sie von den Feinden der Menschheit mit Dreck beworfen und verleumdet werden, steht niemand auf um sie zu verteidigen. Alle schauen weg, flüchten und wollen mit ihnen nichts zu tun haben. Diese Feigheit sich für die Wahrheit, Freiheit und Selbstbestimmung einzusetzen, ist der Hauptgrund warum wir in der Scheisse sitzen, warum die Welt so ist wie sie ist, voller Kriege, Gewalt, Ungerechtigkeit, Schmerz und Leid.

Wie ich schon mal geschrieben habe: Warum seid ihr so? Weil es euch noch zu gut geht? Weil dieses perverse System euch korrumpiert und mit einer Karotte vor der Nase antreibt? Weil ihr kein Rückgrad habt? Weil ihr völlige Ignoranten seid und noch mächtig stolz darauf? Ist es, weil ihr euch laufend selbst belügt und die Konsequenzen der Wahrheit nicht in euer Lebensbild passt?

Ist es zu viel verlangt, die Leute die sich mit ihrer grenzlosen Raffgier, an euch auf unverschämter Weise bereichert haben, euch abgezockt und verarscht haben, die euch mit dem parasitären Zins und Zinseszinssystem versklaven, endlich in die Wüste zu schicken? Aus irgendeinem mir nicht verständlichen Grund sind ihr immer noch der Meinung, es ist besser für euch weiter für diese Vampire als Blutquelle zu dienen und euch aussaugen zu lassen. Aber ihr müsst es ja wissen, es ist euer Leben!

"As the pen is censored and its might extinguished, I AM SIGNING OFF".

(alles-schallundrauch.blogspot.c"o"m")
(counterpunch.o"r"g")

reinhilde schütz, 2010-04-03, Nr. 4772

@ gustav gans

Wahre Worte schreibst auch du, lieber Gustav!

Danke für deine beiden klugen, mit viel Sprachwitz und Empathie formulierten Beiträge und dass du uns kärnöl-leser/innen im Beitrag 4771 den (hoffentlich nicht letzten) Artikel des bekannten US-Journalisten und ehemaligen Vizefinanzministers, Paul Craig Roberts, zugänglich gemacht hast!

Du sprichst mir mit deiner Reaktion übrigens auch in einem ganz persönlichen Sinn aus der Seele. Denn als mir Walther diesen, seinen Artikel zu lesen gab, war MEINE erste Reaktion auch: "Ein wichtiger Artikel, aber wieder einer, auf den niemand reagieren wird, weil DAS niemand wissen und hören will!"

Doch zum Glück lag ich mit meinem - inzwischen schon fast notorischen - Pessimismus diesmal falsch!

glg reini

| GUSTAV GANS |, 2010-04-04, Nr. 4773

@reini

Guten Morgen, Reinhilde!

Dein "historischer Pessimismus" ist leider berechtigt!

Walther und ich sind beide "Rufer". Aber nicht "Rufer in der Wüste" sondern "Rufer aus dem Bauch des Schiffes". Jeder auf seine Art und beide gleich uneffektiv - leider!

Wir bringen nicht viel weiter, obwohl wir uns da beide ganz schön reinhängen. Keiner hört zu. Und wenn einmal jemand zuhört, dann glaubt er/sie es nicht. Und wenn er/sie es glaubt, dann tut er/sie nichts. Und wenn er/sie nichts tut ... ... ...!

Ich habe mir schon so dermaßen den Arsch blutig geschrieben, habe beschworen und verärgert, habe gestritten und erklärt, habe diskutiert und habe gelernt!

Ganz einfache Sachen.

Ich habe mir zum Beispiel folgende simple Frage gestellt:

Ist es richtig, daß man in Amerika Waffen tragen darf?

Ich bin Pazifist, obwohl mein Schreibstil nicht unbedingt daran erinnert.

Egal was sie uns sagen und worum es auch geht: Wo es Waffen gibt, gibt es Militär und wo es Militär gibt, da gibt es Krieg. Das ist nun leider einmal Fakt. Wenn ein einsamer Jäger mitten in Canada sich ein Wild schießt, dann mag das ja angehen. Alles andere sollte verboten werden.

Ist das richtig?

Wie gesagt: Ich habe gelernt.

Nein! In diesem Fall ist es zum Beispiel nicht richtig!

Eine Regierung die eine Weltherrschaft mit Unterdrückung und Vernichtung der Menschen durch Waffengewalt will, muß gestoppt werden. So oder so.

Ein entwaffnetes Volk ist leider fast immer ein totes Volk.

Ich bin ein großer Verfechter der "Amerikanischen Constitution". Und zwar in der Urfassung. Sollte sich jeder einmal durchlesen. Das ist ein ganz geiles Ding diese Verfassung. Die Jungs im Pentagon haben sie nur "teilweise" außer Kraft gesetzt um das machen zu können, was sie gerade tun. Aber die der Verfassung zu Grunde liegende Idee ist Spitzenklasse.

Aber interessiert das "Erna Oschuschnig" (61) Hausfrau in Tipfelsberg an der Rumpel, Langang 15? Nein. Denn Erna ist doch ein Fan von Lady Di, die ihrer Meinung das war, was sie immer gerne geworden wäre.

"TOT? Erna! Sie ist tot!"

Erna hätte dann noch einen dringenden Termin mit dem "Verein für betreutes Denken" gehabt, aber den läßt sie sausen, weil ja heute "Bauer sucht Frau" (O-Ton RTL: Mit Hilfe von Inka Bause suchen allein stehende Landwirte bei RTL die große Liebe) läuft. Und Inka Bause mag sie doch so gerne.

Und da kommen wir und befragen sie zu ihren Gedanken zur Sozialökonomie von Puerto Rico?

Oder interessiert das "Marie - Chantal Ebenburger" (16) Friseurlehrling in Schlupfigen / Kreis Würmersburg Troddelstraße 2?

Nein! Denn sie muß sich zur Zeit nur überlegen welches Paar Sandalen von Smutschi und Garlutschi sie sich um nur 129,90 Euro zulegen sollte. Denn die sind ja jetzt verbilligt. Die haben ja einmal über 200,-- Euro gekostet! Ein Schnäpchen sozusagen. Und eine getragene Jeans von Hewis, die 704 um nur noch 80 Neuroten, die muß sie einfach haben.

Nur eines stört regelmäßig die Einkaufstour. Die Handyrechnung! Aber irgendwie wird sie ihrer Mutter schon das Geld abluchsen.

Bei Bettlern geht sie achtlos vorbei, denn mit "solchen arbeitsscheuen Subjekten, die nur den Staat (also sie persönlich) belasten, sollte man Schluß machen, sowie überhaupt mit dem ganzen Ausländergeschmeiß".

Diese Weisheiten des Lebens hat sie von ihrem Freund Rene.

Rene Plümpl (18) Mechaniker bei Schorsche in Rottenhausen. Rene wurde der Führerschein entzogen weil er bereits betrunken Auto gefahren ist. Er fährt einen VW Polo mit 120 Zoll Felgen und 465er Breitreifen von "Burn und Sohn". Das

Auspuffrohr wurde erweitert und vercromt. Die Kotflügel verbreitert, die Haare gegeelt, so steht er vor ihr. Drei Bier und einen Jägermeister hat er zwar schon intus, aber was soll's. "Marie - Chantal" liebt ihren "Rennne" Er ist ja sooooo

cooool. Der Rene mit seiner 200.000 Watt Anlage und seinem Lieblingssong: "The final Countdown"

Auch "Marie - Chantal" und "Rene" hätten einen Termin beim "Verein für betreutes Denken",haben aber leider keine Zeit denn Rene muß mit seinem besten Freund "Vicke" noch "DER SEE RUFT" an die Heckscheibe pappen und Marie -

Chantal" holt für die Jungs ein zweites Sechsertragerl Bier beim Ponny - Markt.

Das liebe Reinhilde ist die grausame und nackte Wahrheit.

Und: "Zwischen globalisierter Konkurrenz und Modellen der Zusammenarbeit"? "Marie - Chantal" und "Rene" haben nicht einmal eine Ahnung, was das überhaupt heißen soll. Und dann noch verstehen? Und dann sollen sie vielleicht noch was

tun? Sich für was einsetzen?

Ja! Bei "Ausländer raus" und "Daham statt Islam" haben sie eh schon unterschrieben. Das finden sie gut. Denn: Schuld an der Misere sind ja nicht sie, sondern diese verdammten Ausländer. Das Kärnten ein "Fremdenverkehrsland" ist und wir total vom Fremdenverkehr abhängig sind, ist ihnen nicht so wichtig. Die Scheiß - Pifke, die vertrottelten Holländer mit ihren Wohnwagen, die räuberischen Rumänen, die klauenden Polen, die falschen Ungarn, die mafiösen Russen, die gschissenen "Jugos" ... ... ... etc.

Urlaub bei "Freunden" eben! Willkommen in Kärnten!

Bitte packen sie ihr Urlaubsgeld in einen A4 Umschlag und senden sie ihn an die Fremdenverkehrsabteilung des von ihnen gewählten Urlaubsortes. Und .. .. .. : "Bitte bleiben sie zuhause - sie unnötiges Subjekt"!

(Das nennt man dann wohl "vom Thema abschweifen";-)

Es ist uns ja nicht einmal möglich unsere nächsten Bekannten so vom Lauf der Welt, wie wir sie sehen zu überzeugen, daß sie fragen würden: "Was können wir tun?".

Also liebe Reinhilde!

Vielleicht sollten wir uns so langsam zum Bug des Schiffes aufmachen. Du breites Deine Hände aus und ich umfange Deine Mitte. (t'schuldigung Walther!) Die Kamera zoomt weg, die Melodie erklingt und von Ferne sieht man schon den grauen Streifen einer Riesenwelle am Horizont.

Und ich sage leise zu Dir: "Besser stehend sterben als kniend leben."

Sei Stolz auf Deinen Walther! Er hat es verdient. Du weißt vielleicht gar nicht wie schwer es ist, Cassandra zu sein.

lG

| GUSTAV GANS |

Wohin Du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen

Reaktionen auf andere Beiträge

.

ZUM NACHLESEN

Freitag, 7. Dezember 2018
r Bad Weihnachten
Thekenlesung von und mit Ludwig Roman Fleischer
tio pepe, Kaiser-Josef-Platz 3, 9500 Villach

Freitag, 23. November 2018
r SWANGAR
Ausstellungseröffnung, Lesung und Buchpräsentation von Doris Libiseller, Klaus Hollauf und Hans D. Smoliner
Cafe Sternweiss, St. Paul im Lavanttal

Freitag, 13. April 2018
r (Neo)Kolonialismus und Widerstand in Afrika am Beispiel Burkina Fasos, Buchpräsentation mit Günther Lanier
Katholische Hochschulgemeinde Klagenfurt, Nautilusweg 11, 9020 Klagenfurt

Dienstag, 13. März 2018
r Grundeinkommen für alle?! Das bedingungslose garantierte Grundeinkommen und die Zukunft der Erwerbsarbeit. mit Karl Reitter
Begegnungszentrum im Kreml, Ludwig Walther Straße 29, 9500 Villach

Donnerstag, 1. März 2018
r Tagung:#GLEICHBERECHTIGUNG; 01.März bie 03.März, Europahaus Klagenfurt
Europahaus Klagenfurt, 1. Stock, Reitschulgasse 4, 9010 Klagenfurt

Freitag, 20. Oktober 2017
r kärnöl Auslese 2003 - 2012 Teil III
Offene Diskussion über Beiträge von Walther Schütz et al. aus dem Jahre 2003 bis 2004
tio pepe

Freitag, 6. Oktober 2017
r kärnöl Auslese 2003 - 2012 Teil II
Offene Diskussion über Beiträge von Walther Schütz et al. aus dem Jahre 2003 bis 2004
tio pepe, Kaiser Josef Platz, Villach

Samstag, 23. September 2017
r kärnöl Auslese 2003 - 2012
Offene Diskussion über Beiträge von Walther Schütz et al.
tio pepe, Kaiser Josef Platz, Villach

Donnerstag, 24. November 2016
r Peter Laminger - Ausgewählte Werke
Ausstellungseröffnung
Galerie Frewein-Kazakbaev, Schulgasse 70, 1180 Wien

Dienstag, 25. Oktober 2016
r Das blaue Dingsda: Miniaturen
Lesung und Buchpräsentation von Engelbert Obernosterer
Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walter Straße 29, Villach

r Weitere Dokumentationen