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2009-10-14

Ein interessanter eMail-Verkehr

eMail vom 10. 10. 2009
von Peter Gstettner an Adolf Winkler

Geschätzter Herr Winkler,

ihr Kommentar und der Bericht von Frau Bergmann über die Eröffnung der Haider-Show im Bergbaumuseum zeichnet eine wohltuende nüchterne Sachlichkeit aus, zu der ihnen und der KLEINEN zu gratulieren ist. Allerdings werden sie vermutlich als Reaktion darauf, nicht solche Mengen an Fanpost bekommen, wie sie Kollege Patterer anlässlich seiner "Laudatio" für die sog. Konsensgruppe erhalten hat. Auch aus diesem Grund schreibe ich diese Mail an Sie. Eine Übereinstimmung mit meiner Einschätzung der Haider-Ausstellung (geschrieben einige Tage vor der Eröffnung!) können sie dem beiliegenden Text entnehmen, der heute ins Netz gestellt wurde. (www.kaernoel.at) Herr Patterer hat in seiner "Laudatio" weit übers Ziel hinaus geschossen und den Boden der politischen Realität verlassen. Er ist Meilen weit von jeder Analyse entfernt und ins reine Wunschdenken abgeglitten. Eine kritische Analyse der Machenschaften der "Konsensgruppe" hätte ich von der Kleinen Zeitung ohnehin nicht erwartet. Aber so eine Lobhudelei, wie sie Herr Patterer abgegeben hat, ist für mich nicht mehr nachzuvollziehen.

Wohlwollen und Zeitgeist hin oder her, muss man deshalb als KLEINE-Redakteur blind dem Glauben schenken, was diese selbst ernannte "Versöhnungsgruppe" der Öffentlichkeit vorgaukelt? Ich habe ein gewisses Verständnis für die publizistische Rücksichtnahme auf den Ex-Chefredakteur der KLEINEN, Herrn Stritzl, und seine Mitgliedschaft in der "Konsensgruppe". Seine Verdienste und Leistungen stehen im Einklang mit denen der "Konsensgruppe", die nach 5 Jahren weder die politische Realität noch eine einzige zusätzliche zweisprachige Ortstafel erreicht hat - wohlwollend vorausgesetzt, die "Konsensgruppe" wollte dies überhaupt. Dass nun alle Parteien in diesem undifferenzierten Konsenssumpf genüsslich herum rudern und politisches Kleingeld daraus schlagen, war bei dieser medialen "Schützenhilfe" zu erwarten. Dass die SPÖ (Villach) da keine Ausnahme machen wollte, kam ebenfalls nicht überraschend. Dass die KLEINE ZEITUNG auf diesem Weg Leser gewinnen und begeistern wollte, ist ihr nicht vorzuhalten.

Herrn Patterer hätte ich jedoch mehr Kritikfähigkeit, oder zumindest eine gewisse "Unabhängigkeit" von dieser blinden "Konsensgefolgschaft" zugetraut. (Aber dann hätte er ja auch die Rolle als "Laudator" für die Preisverleihung nicht übernehmen dürfen!) - In seinem Loblied für die "Konsensgruppe" vereinnahmt Patterer nicht nur namhafte kritische Intellektuelle und Künstler sondern auch die Loibl-Gedenkinitiative - wogegen ich mich ausdrücklich verwahre! Als dezitierter Haider-/BZÖ- und FPÖ-Gegner darf ich das wohl tun, ohne in den Verdacht zu kommen, die unsägliche Politik von Dörfler u.Co. verteidigen zu wollen!

Dass Herr Patterer so unbedarft in den Reigen der Lobpreisungen der "Konsensgruppe" einstimmt, führe ich darauf zurück, dass er keine KHD-Aussendungen liest. Ich empfehle Herrn Patterer das Studium des KHD-Blattes (auch auf der KHD-Homepage zu lesen) "Der Kärntner" mit dem Untertitel "Das patriotische Signal aus Kärnten". Dort wird z.B. in der Nr. 86, Juli 2009,) nicht nur zum wiederholten Mal der FPÖ-Rechtsaußen Andreas Mölzer als "KHD-Anwalt in Brüssel und Straßburg" gefeiert und belobigt und seine (Anti-)"Partisanen-Videos" beworben, sondern dort wird auch in alter Manier - wie es der KHD-Obmann seit mehr als 35 Jahren praktiziert - der Kärntner-slowenische Schriftsteller Janko Messner als "tito-kommunistischer Schriftsteller" diffamiert. Dies ist - um in der Diktion von Patterer zu bleiben - mehr als nur eine "üble Diskreditierung, Niedertracht und herablassende Ignoranz". Das ist "Ehrabschneiderei" im uralten KHD-Stil. Offenbar sind dem Herrn Feldner die vielen Preisverleihungen schon so in den Kopf gesteigen, dass er jetzt womöglich schon selbst glaubt, was diverse Laudatoren über die "Wandlung des KHD", über die "Blickweitung und Befreiung aus alten Denkmustern" fantasieren. Oder hat der routinierte Ehrabschneider Feldner mit seinen Partnern Marjan Sturm und Bernhard Sadovnik auch schon den "Konsens" dahingehend hergestellt, dass unbequeme Kärntner nach wie vor als Tito-Kommunisten abzuqualifizieren und zu diffamieren sind? Dass ich persönlich in dieser Nummer 86 (Juli 2009) als "eine Stimme gegen die Versöhnung" zitiert werde, das halte ich dagegen geradezu für eine Auszeichnung meiner Position. Versöhnung? Mit wem? Mit den Repräsentaten der Ideologie eines Andreas Mölzer oder eines Josef Feldner? Nein danke! Dort möchte ich nicht einmal anstreifen.

Mein Fazit: Fünf Jahre erfolglose Politik der "Konsensgruppe" sind genug bejubelt. Die rasche Auflösung dieser Gruppe wäre ein Dienst an der Demokratie und an der Aufklärung in diesem Land, denn das KHD-patriotische "Signal aus Kärnten" ist leider nach wie vor ein Signal von vorgestern. Statt mit Aufklärung und Weltoffenheit wird gegen "Gesinnungsfeinde" mit der tito-kommunistischen Keule argumentiert. Dass Feldners neuer Du-Freund Marjan Sturm jetzt davon ausgenommen ist, das freut mich für den Marjan Sturm. Aber kann das schon als "Fortschritt" gefeiert werden?

Mit freundlichen Grüßen!
Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroska


eMail vom 12. 10. 2009
von Hubert Patterer an Peter Gstettner

Lieber Herr Gstettner,

danke für die kritische Rückmeldung, auch wenn sie intellektuell ein bissl linkisch über die Bande daherkommt, aber das ist schon okay so. Mir ist schon klar, dass man mit Verstörung reagiert, wenn sich Lebensgegner _ im Gegensatz zu einem selbst _ von der Stelle rühren (und dann auch noch öffentliche Wertschätzung erfahren). Praktischer für den eigenen moralischen Überlegenheitsgestus ist es natürlich, wenn man so etwas nicht zur Kenntnis nehmen muss.

Ich kann mir nicht helfen, aber ich halte den Bewusstseinswandel dieser vier Herrschaften (auch wenn sie noch keine zusätzlichen Ortstafeln erkämpft haben _ Sie schon??) für letztlich beeindruckender und aufklärerischer als die gallige Bitternis, die Sie vom Hochsitz der Selbstgerechtigkeit herab verströmen.

Herzlich:
Hubert Patterer

P.S.: Über Ihr Lob für die kritische Haltung des Kollegen Winkler zum Haider-Museum freue ich mich. Sie ist Blattlinie.


eMail vom 13. 10. 2009
von Peter Gstettner an Hubert Patterer

Lieber Herr Patterer,

wer sitzt denn da am "Hochsitz der Selbstgerechtigkeit"? Wohl eher ein Herr Feldner, der Kärntner-Slowenische Schriftsteller von oben herab nach wie vor als "Titokommunisten" beschimpft. Und wo sitzt der von Feldner viel gerühmte Andreas Mölzer, der von der revanchistischen Warte aus Anti-Partisanen-Videos drehen läßt - was Sie offenbar gar nicht "verstört", oder haben Sie diese Machwerke noch nicht gesehen? Mölzer ist nicht nur der Ideengeber des KHD, er war ja auch lange Jahre der persönliche Berater von Haider, dessen Aussagen zum Partisanenwiderstand bekannt sind; natürlich, für viele in Kärntner kein Grund zur "Verstörung". Im Gegenteil, das adelt Mölzer gerade zu, der für die FPÖ und die Ortstafellösung posthum ja auch Haider reklamiert. Der Historiker Karner kann da auch eine Geschichte erzählen, dass der selige Haider im Grund auch den "Konsens" und die "Versöhnung" wollte. No na net! Haider war ja schliesslich auch KHD-Mitglied, Abwehrkämpferbund-Mitglied, schlagender Burschenschaftler, wie Mölzer, und vieles anderes mehr - auch "Konsenspolitiker" war er, je nach Bedarf und Wetterlage. Ja, dieses Land ist voll von Mysterien. Als Nicht-Kärntner werde ich das wahrscheinlich nie verstehen - was Ihnen als "moralischer Überlegenheitsgestus" erscheinen mag. Mit einer kritischen Analyse der Kärntner Verhältnisse hätte Sie mich ja aufklären können, aber so kommt Ihre Lobhudelei zu Gunsten der sog. Konsensgruppe doch "ein bissl linkisch über die Bande daher". Zur ihrer Information: Ich habe in der "Konsensgruppe" keine "Lebensgegner", sehr wohl aber politische Kontrahenten. Wenn Sie in dieser Gruppe außer einer Männerfreundschaft, gegen die ich nichts habe, und einer neuen Rechtskoalition, die ich aus politischen Gründen ablehne, auch einen "Bewusstseinswandel" erkennen können, dann ist Ihnen zu gratulieren. "Als das Wünschen noch geholfen hat" - vielleicht kommt die Zeit der Illusionen wieder, wenn man sie nur fest herbei schreibt. Das wird für die LeserInnen der KLEINEN schon o.k. sein. Es hilft wahrscheinlich, die Kärntner Wirklichkeit zu ertragen, wenn man sie in eine "Gegen-Wirklichkeit" umdeutet. Ich bin zwar desillusioniert, aber noch nicht so weit, dass ich mir wegen des blauen Dunstes von der "Versöhnungsgruppe" die rosarote Brille aufsetzen lassen muss.

Mit den besten Grüßen!
Peter Gstettner

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helge stromberger, 2009-10-20, Nr. 4668

In der Online-Ausgabe von Hubert Patterers und Adolf Winklers mitunter wirklich Kleiner Zeitung wurde zuletzt am "19.10.2009 um 19:07 Uhr" folgendes aktualisiert: "Bande prügelte auf Männer ein. - In der Villacher Innenstadt spielten sich in der Nacht auf Sonntag wilde Szenen ab. Mehr als 20 Männer griffen vier Feldkirchner an. Zwei Männer - vermutlich ausländischer Herkunft - forderten gegen 2.20 Uhr in der Früh einen Feldkirchner auf, sein Handy herzugeben. Weil er der Aufforderung nicht nachkam, wurde er von den beiden angegriffen und geschlagen. Zwei weitere Männer prügelten mit einer Art Baseball-Schläger auf ihn ein. Seine drei Begleiter im Alter von 21 und 22 Jahren versuchten ihm zu helfen. Plötzlich kamen rund 20 weitere Männer dazu, von denen zwölf die vier Feldkirchner mit professionellen Techniken aus dem Kampfsport angriffen. Beim Eintreffen der Polizei flüchteten die Täter. Der Feldkirchner wurde schwer verletzt. "
Also. Entweder verbreitet die Kleine Zeitung wieder einmal Blödsinn. Oder Peter Gstettner hat in Wirklichkeit auch keinen Grund so entschieden gegen ihre redaktionelle Leitung zu argumentieren. Oder ich bin wieder einmal Opfer eines flashbacks vom 8. Juli 2006. An diesem Tag hat mich eine Gruppe halb besoffener Sinto aus dem Kosovo zunächst eine ganze Weile voller Verachtung als "schwulen Hund" angeschrien und dann mein Küchenfenster eingeschlagen. Ich musste zum ersten mal in meinem Leben ein Polizeistreife anfordern, weil sich einer der Idioten auch anschickte in meine Wohnung einzusteigen. Die Polizei war dankenswerter weise sehr rasch da, hat meine Anzeige aber so kurios aufgenommen, dass mir von rechtskundiger Seite abgeraten wurde die widerlichen Kerle wegen Gefährlicher Drohung etc. vor Gericht zu zitieren. Seit dieser Zeit hab ich Pfefferspray, ein reversibel und halbwegs mild wirkendes Giftgas zur Abwehr von Durchgeknallten

schönen Gruß von der Euthanasieforschung Klagenfurt,
beim letzten mal waren es in Kärnten allein bei den amtlich beglaubigten Verrückten zumindest 1500 die umgebracht wurden

Helge Stromberger

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