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Angelika Hödl

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2009-01-18

Kärntner Herbergsuche 2: Wir machen weiter

.

Seit mehr als drei Wochen begleiten wir die Asylwerber von der Saualm (siehe Maria und Joseph in Kärnten). Diese warten darauf, dass ihre Kritik an der Art und Weise der Unterbringung und den Mängeln in der medizinischen Versorgung, vom zuständigen Flüchtlingsreferenten angehört werden. Es gibt jedoch noch immer keine Gesprächsbereitschaft der zuständigen Herren. Der Flüchtlingsreferent, Herr Gernot Steiner, weilt derzeit im Ausland und in den Augen des Landeshauptmanns gibt es kein Problem. Für ihn ist klar, dass die Asylwerber weiterhin auf der Saualm untergebracht werden sollen.

Nur: Die Saualm wurde in Betrieb genommen, ohne notwendige gewerberechtliche Bewilligungen abzuwarten und Auflagen – die alle anderen Gewerbetreibenden einhalten müssen – zu erfüllen. Wie sich inzwischen herausstellt, sind auch nach drei Monaten Betrieb noch immer zuwenig Fluchtwege im Gebäude vorhanden. Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme waren Fragen der Wassernutzung, der Müllentsorgung, der Schneeräumung, der Straßenbenutzung bei Tauwetter, der Abwasserentsorgung noch ungeklärt und viele sind es noch. Die zuständige Gemeinde machte darauf aufmerksam, wurde aber prompt überhört.

Derweilen sind die Flüchtlinge noch immer in Privatquartieren untergebracht – an dieser Stelle ein riesengroßes DANKE an die QuartiergeberInnen. Wir sind der Meinung, dass es Menschen aus anderen Ländern genauso wie österreichischen StaatsbürgerInnen möglich sein muss, ihre berechtigten und keineswegs überhöhten Anliegen, vorzubringen. Deshalb unterstützen wir sie dabei, Gehör zu finden. Die Asylwerber haben ihren Protest eigenständig organisiert und formuliert und sie sind selbstverständlich in der Lage dazu. Je besser wir miteinander bekannt werden, umso mehr erfahren wir auch über ihre Qualifikationen. Der Bogen spannt sich vom Holzfällen bis hin zu sehr guten EDV – Kenntnissen und die Wünsche reichen vom Studium bis dahin, als Maurer Arbeit zu finden. (Ab und zu hören wir die Behauptung, dass Leute aus dem Aktionskomitee die Asylwerber zum Protest motiviert hätten. Dem ist nicht so. Jeder und jede von uns hätte über die Feiertage gerne etwas weniger zu tun gehabt).

Flüchtlingen respektvoll zu begegnen scheint für die politisch Verantwortlichen eine Bedrohung darzustellen. Das Aktionskomitee wurde wohl deshalb vom Flüchtlingsreferenten bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Angeblich mischen wir uns in die Kompetenzen der Abteilung ein. Tja, wir sind beeindruckt wieviel Gewicht uns eingeräumt wird und harren der Dinge.

Ein Asylwerber erzählte uns, dass er seit mehr als fünf Jahren in Österreich ist und jetzt zum ersten Mal eine österreichische Wohnung von innen sieht. Ein anderer bedankt sich für sein Zimmer und strahlt, denn er kann seit einigen Nächten ruhig schlafen. Wir haben mit Hilfe von Eva Wobik vom Verein VOBIS einen Deutschkurs organisiert, der auf rege Zustimmung stößt. Und noch etwas wichtiges ist passiert: ein Asylwerber, dem eine Anzeige anhängig war und den Herr Steiner ganz im Geiste des LH ohne die Gerichtsverhandlung abzuwarten auf die Saualm verfrachtete, wurde FREIGESPROCHEN. Entschuldigen werden sich Herr Steiner oder der LH wohl nicht bei ihm.

Liebe SpenderInnen & HelferInnen, liebe GFin vom Cipolla Verde, liebe SchreiberInnen ermutigender Emails und LeserInnenbriefe, mit eurer Unterstützung, mit eurem Interesse bleibt das Netzwerk weiterhin tragfähig. An dieser Stelle auch die Bitte an die QuartiergeberInnen, unser Danke seitens des Aktionskomitees an jene NachbarInnen, und UnterstützerInnen in der Gemeinde/im Ort weiterzugeben, die wir persönlich nicht kennen.

Das „Lager“ auf der Saualm muss geschlossen werden!!
Wir machen weiter!!

Kontonummer des Aktionskomitees für mehr Menschlichkeit und Toleranz in Kärnten:
BLZ 39.100 Zveza Bank, Kto 759.852

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Gerlinde Polesnik, 2009-01-22, Nr. 4363

Wollen Sie Herr Landeshauptmann einmal einen
Tag die Saualm ausprobieren, damit Sie nachempfinden können?
Sind Parteienplakatwände kostbarer als Menschen?
Wo bleibt eine menschlich verträgliche Lösung,
es wird doch Steuergeld verwendet auch für Ihr Gehalt oder?

Kann es in Kärnten irgendwann in allernächster
Zeit auch Tolleranz geben? Sind Sie Christ?

Haben Sie noch ein Schamgefühl?

Sie können sehr gerne öffentlich in der Kleinen Zeitung meine
Fragen beantworten.

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