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Hans D. Smoliner

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2008-02-28

Kunst - Fernes Land

„Kunst ist für uns eine abenteuerliche Reise in eine unbekannte Welt, die nur von denjenigen erforscht werden kann, die bereit sind, die Risiken auf sich zu nehmen.“ (zitiert nach Adolph Gottlieb, Mark Rothko und Barnett Newman)
Gezeichnet und getäuscht von den benthamschen Wächtern der neoliberalen Götzenwelt hat sich Elisabeth Schiller in letzter Zeit wieder vermehrt auf ihre künstlerischen Reisen in ein „Fernes Land“ begeben.
Sind es wirklich Eindrücke eines fernen Landes, die uns die Künstlerin mit ihren spontan expressiven Bildern vermitteln will oder sind es ihre sozialemanzipatorischen Gefühle, die sie in einer Tradition der Informel und des Tachismus frei in erfunden – oft realistisch anmutenden - Zeichen, durch Farb-Rhythmus, durch Strukturen unterschiedlicher Materialien, die sie mit Farbe mischt, ausdrückt und das Geistige automatisch, ohne Auseinandersetzung auf die Leinwand bannt.
Für Elisabeth Schiller bedeutet Malen, so wie es Fred Thieler wohl am treffendsten ausdrückte „ein Erzeugnis zur Entstehung zu bringen, das, aus dem Malprozess entlassen, für den Betrachter wie den Maler selbst sich als Reflexion menschlichen Daseinserlebnisses darstellt.“
Ein zentrales Anliegen ihrer Werke, vor allem im Zyklus der Frauenbildnisse, ist wie bei Mark Rothko - der den Betrachter empfahl seine Werke aus 45 cm Entfernung zu betrachten – die intensive Betrachter-Bild-Beziehung, die durch eine rein auf die Wirkung der Farbe ausgerichtete, nicht vordergründig figurative Malerei erreicht werden soll.
Kunst, welcher Ausdrucksformen sie sich auch bedient ist Dialog oder wie es Mark Rothko schon 1947 formulierte: „Ein Bild lebt durch die Gesellschaft eines sensiblen Betrachters, in dessen Bewusstsein es sich entfaltet und wächst. Es stirbt, wenn diese Gemeinschaft fehlt. Deshalb ist es ein gewagtes und gefühlloses Unterfangen, ein Bild in die Welt zu entsenden.“
Im Gegensatz zum benthamschen Kunstmarkt, der nur an der Vermehrwertung von Kunstobjekten interessiert ist, steht für kärnöl im Cafe Platzl der sozialemanzipatorische Aspekt der Kunst, das heißt die Diskussion, der Dialog, das Palavern über Kunst in der Gesellschaft der KünstlerInnen und BetrachterInnen im Mittelpunkt.
Nicht der abstrakte Art-Leopold-Index eines Bildes steht heute Abend im Vordergrund, sondern ein möglichst intensiver, vielleicht auch kontroverser Betrachter-Bild-Beziehungs-Dialog, mit einer Möglichkeit der Künstlerin Elisabeth Schiller Fragen zu stellen. Fragen zu stellen zur Entstehungsgeschichte ihrer Werke, die Ihnen keinE WächterIn des Villacher benthamschen Kleinkunstmarktes beantworten wird, geschweige den kann.
Ferne Länder, Augenblicke, Empfindungen, Gefühle, „Bilder müssen geheimnisvoll sein“ (zitiert nach Mark Rothko), bleiben geheimnisvoll bis zu dem Punkt wo wir Betrachter die Perspektive wechseln und sei es nur ein Augenblick mit dem Land, der Kunst, der Künstlerin Elisabeth Schiller ins Gespräch zu kommen, ihren Bildern in die Farben zu schauen.


Guten Abend

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