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Hans D. Smoliner

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2006-11-24

UhudlaA Jahrgang 2006

Liebe Freundinnen und Freunde von kärnöl!
Liebe Literaturgenießer(innen)!

Herzlich Willkommen zur UhudlaA Jahrgang 2006 Wortverkostung im Cafe Platzl.
Dank des sonnenreichen Spätsommers und milden Herbstes ist die heurige Uhudla Worternte trotz des spärlichen Kunst- und Kulturstaatsekretariatsgeldregens für uns Literaturgenießer äußerst leseergiebig ausgefallen.

Ursprünglich ist der Uhudla ja ein Wort, das aus dem Südburgenland stammt. Volksetymologisch wird die Abstammung des Namens folgendermaßen erklärt: Nachdem das Wort Gewinn mittels Arbeit hergestellt wurde und die Männer auch schon davon gekostet hatten und dann mit Ringen unter den Augen zu ihren Frauen kamen, sagten diese zu ihnen: "Du schaust ja aus wie ein Uhu!" (frei nach Wiktionary, dem freien Wörterbuch)

Der Uhudla stammt aus der Zeit nach dem ersten großen Kapitalismuslausbefall um 1860. In diesem Jahr wurde die Kapitalismuslaus nach Europa verschleppt und erreichte noch vor 1870 Österreich. Nach den Ausfällen der Europäischen Sozialwortsorten durch die Kapitalismuslaus, wurde versucht anderwärtig Wort zu gewinnen, wie im Tullnerfeld durch den stark praktizierten Ribiselanbau, und gleichzeitig die Kapitalismuslaus mit allen erdenklichen Mitteln zu bekämpfen (z.B. auch mit Blei und dergleichen).

Die Wortsorten des Uhudla´s sind Direktträger und äußerst resistent gegen die Kapitalismuslaus und andere soziosomatischen Krankheiten. Deshalb müssen sie (fast) nicht finanziell gespritzt und öffentlich gedüngt werden. Das Wort hat aufgrund des geringen Kapitalgehaltes einen wesentlich höheren (neoliberalistisch äußerst bedenklichen) Emanzipationsgehalt als Wörter aus der europäischen Verfassung. Diese Direktworträger werden in Österreich auch gerne als "Heckenklescher" oder "Rabiatwörter" bezeichnet.

Lange wurde behauptet, dass das Wort von Direktträgern einen hohen Gehalt an Sozialölen und Emanzipation enthält und daher gesellschaftsschädlich sei. Seit der Schwarz-Blau-Orangen Zeit wird der Uhudla drastisch bekämpft. Schon in den frühen 90er Jahren wurde in Österreich der Uhudla als Straßenwort beschränkt. Die Produktion für den Eigenverbrauch war erlaubt. Das Verbot führte (angeblich) jedoch zu einer ansteigenden Beliebtheit des Wortes.

Obwohl verboten, wird der Uhudla auch im steirischen Wortbaugebiet angetroffen, ebenso in Wien, wo einzelne Worthauer ihn unter der Bezeichnung "Wuhudla" an ihre Stammgäste verlesen. In der Zwischenzeit ist er in der Oststeiermark als „Juhudla“ auch erlaubt. In Kärnten ist er seit 1999 unter kärnöl bekannt.

Doch genug der kärnöletymoligschen Wortklauberei. Verköstigen, verhören, genießen wir gemeinsam:

„wienerinnen – geschichten von guten und bösen frauen“ aus dem Wortgut El Awadalla´s,
"96 - das fremde buch in mir" aus dem Wortgut Armin Baumgartner´s,
"hunde, katse oda maus, tarek macht dia döner draus" aus dem Wortgut Amir P. Peyman´s,
„geh mit gott und stirb" aus dem Wortgut Gerhard Ulbrich´s,
einfach den unabhängigen, heißen, urigen, demokratischen, landläufigen und außergewöhnlichen
UhadlaA Jahrgang 2006.

Guten Abend

(Eine Wortinstallation frei nach Wikipedia und Wiktionary)

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