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Hans D. Smoliner

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2006-05-06

ARBEIT – eine soziopathische Gestaltungshemmung?

Über die Entstehung von „Arbeit kann tödlich sein.“

In den frühen siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde ich vor die Entscheidung gestellt zwischen Musik und Kunstgeschichte zu wählen. Da ich kein ausgeprägtes musikalisches Gehör und Taktgefühl besitze, – was mir meine damaligen Bandmitglieder immer wieder bestätigten – entschied ich mich für den Kunstgeschichte- und Zeichenunterricht. Auch mein zeichnerisches und malerisches Talent hielt sich in Grenzen, trotzdem lies mein Kunstgeschichtelehrer Professor Arthur Hanzer meiner dilettantischen Ausdrucksfähigkeit freien Lauf. Zwischendurch blieb er vor meiner Staffelei stehen, betrachtete meine entproportionalisierten Gesichter und abgehackten Hände, nahm einen Pinsel und zeigte mir kurz eine Technik, sagte nur: „Probier´s amol so!“ und ging weiter.
Er war es auch der mich im Rahmen des Unterrichts mit dem Zeitgeist des Jungendstils, der Wiener Werkstätten und der aufkeimenden Modernen infiltrierte. Palaverkultur und gemeinsames Tun zur Überwindung des Ausdrucksdilettantismus, das wär´ was?

Seit cirka drei Jahren diskutieren, reflektieren wir bei kärnöl schon den Begriff „Arbeit“. Ein langer, teilweise lautstarker, noch lösungsloser aber immer wieder perspektivenwechselnder Gesprächsprozess.
Irgendwann, im Herbst des letzten Jahres, an einen der wöchentlichen Palaverdienstagen: Ein großes, ein kleines Bier, ein kleiner Schwarzer, drei Feuerzeuge, ein Packerl Falk, ein Packerl Nil, ein Packerl Smart, drei verschiedene Warnungen, ein gemeinsames Wort. Eine Idee war geboren – das Wort gefunden!
Idee um Idee, Entwurf um Entwurf folgten, wurden in Palaverrunden gutgeheißen oder mit einem Wort in der Luft zerrissen. Die Dienstage neigten sich zum Jahreswechsel bis endlich das erste Konzept für eine Ausstellung fertig war und wir uns für eine Packung Zigaretten und sieben Sprüche geeinigt hatten. Doch den Entwürfen fehlte ein gewisses Etwas. Karl M. Dabringer übernahm ohne zu Zögern die gestalterische Ausführung.
Mittlerweile hatte Robert V Kravanja kreative Lust geschmeckt. Seine Ideen sprühten und seine Sujets und sein Objekt standen kurz vor der Fertigstellung. Meine gestalterischen Ausführungen wurden zwar wohlwollend begutachtet, doch die nonverbalen Botschaften sprachen Bände. Ich litt unter einer derzeit weit verbreiteten soziopathischen Gestaltungshemmung. Kreatives Tun, das mir sonst kindlich verspielte Muße, Vergnügen bereitete, artete in Arbeit aus, wurde zur Mühe und Plage, zum Frondienst für die „MARKE ICH“. Schlaflose Nächte, Schweißausbrüche, Herzflimmern, Kopfschmerzen, das Konkurrenzfieber hatte mich voll erwischt.
Resigniert und völlig erschöpft rief ich Robert V Kravanja an und teilte ihm mit, dass ich derzeit aufgrund meines soziopathischen Knies und einer Standortgrippe nicht in der Lage sei mein gestalterisches Tun zur Zufriedenheit der juridisch nicht gefassten kärnöl – Gemeinschaft fertig zu stellen.
Robert V. Kravanja meinte nur:„Woarst schon beim Koarl?“
Ich und meine soziopathische Gestaltungshemmung antworteten mit einem trotzigen „Nein.“
„Donn redets eich zomm!“, sagte er und legte den nicht vorhandenen Handytelfonhörer auf.

Voll bepackt mit einem USB – Stick fuhr ich zu Karl, der sich in designerischer Ruhe meine soziopathischen Gestaltungssymptome ansah. Es dauerte einige Zeit und gewisse geheimnisvolle Vorbereitungsarbeiten an seiner Designmaschine bis er mich fragte: „Was wuellst denn?“ Verunsichert über die Frage, die ich sonst tagtäglich meinen Klienten stelle, die Erwartung an eine spontanen Heilung meiner soziosomatischen Gestaltungshemmung verwerfend, erklärte ich ihm akademisch umständlich mein Konzept. Geduldig korrigierte er unter Berücksichtigung meines Selbstgesprächs meinen Entwurf.
Auf die Frage, was er den grundsätzlich von dem Konzept halte, wich er mit der Routine eines erfahrenen Designer´s aus. Als hätte er Psychologie und Kunstzentrierte Gesprächsführung studiert antwortete Karl nur: „I moch nur des, was du wuelst.“
Glücklich sah er dabei nicht aus. Erst als ich ihn, kurz vor meinem kreativen Suizid stehend, bat, die Bilder, an die ich mich seit Beginn des Gestaltungsprozesses fast symbiotisch klammerte, wegzulassen begannen seine Augen zu leuchten. Ein Lächeln sog sein Gesicht ein und in neun Minuten wurde ein Gedanke zur digitalisierten Realität. Ich saß wie gewöhnlich nur daneben und schaute der Zustandsveränderung eines sozialemanzipatorischen Gestaltungsprozesses mit erstaunten Augen zu.
Das hoffentlich nicht letzte Ergebnis dieses palaverorientierten Gestaltungsprozesses mit dem sozialemanzipatorischen Designer Karl M. Dabringer möchte ich Ihnen, im Namen von kärnöl heute Abend vorstellen.

Übrigens meine soziopathische Gestaltungshemmung, meine Sehnsucht nach den Wiener Werkstätten sind verschwunden, trotzdem bin ich vom BMUK und dem vormaligen Schauspieler, Sänger und derzeit zuständige Staatssekretär, unter Berücksichtigung der menschenrechtlich und staatsbürgerlichen verbrieften Meinungsfreiheit in meiner Existenz sichernden Funktion verpflichtet worden folgende Warnung Kund zu tun:

K&K (Karl M. Dabringer und kärnöl) macht sehr schnell abhängig:
Fangen Sie erst gar nichts mit K&K (Karl M. Dabringer und kärnöl) an!
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