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Werner Koroschitz

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2006-01-09

Schnauze, Kukovec!

kärnöl - EINE ANTISEMITISCHE KUSCHELECKE?

Beim Studium der kärnöl Webseite stößt man mitunter auf seltsame Artikel, die man diesem engagierten Medium gar nicht zugetraut hätte. Bedenkenlos und unwidersprochen wurden vor allem auch im „Geh’ Danken Jahr 2005“ antisemitische Ausfälle auf www.kaernoel.at veröffentlicht. Verantwortlich für diesen wilden Antisemitismus ist ein gewisser Herr Thomas Kukovec, der sich selbst als österreichischen Nahostreisenden und Linksaktivisten begreift. Tatsächlich handelt es sich bei ihm um einen Antisemiten, der Antizionismus und Antiamerikanismus zum Grundinhalt seiner Verschwörungstheorien macht, um so eine fundierte Gesellschaftsanalyse zu umgehen.

Demzufolge analysiert Herr Kukovec in einem seiner Beiträge auch messerscharf das „Israel quasi Amerika ist“. Herr Kukovec liebäugelt offensichtlich mit der gesellschaftlichen Akzeptanz seiner linken Verschwörungsthesen, wenn er z. B. in weltgewandter Manier die amerikanischen und israelischen Geheimdienste hinter der Ermordung eines libanesischen Ministerpräsidenten vermutet. Seine internationalen „Analysen“ kulminieren in der Verdammung des Davidsternes, der seiner Meinung nach ein Sinnbild für Diskriminierung und Rassismus gegenüber den Muslimen und Christen sei (Kukuvec, Die amerikanische Verschwörung). Welche Funktion das uralte religiöse, aber keineswegs politische Symbol des Davidsterns unter den Nationalsozialisten innehatte, kümmert Herrn Kukovec dabei wenig. Er fühlt sich offensichtlich der linken Tradition verpflichtet, wonach Israel ohnehin nur ein Vorposten des US-Imperialismus sei.

Die Anti-Israel Tiraden eines Herrn Kukovec sind konsequenterweise mit einem aggressiven Antisemitismus unterlegt. Daher lässt der selbsternannte Nahostexperte, der „waghalsige“ Reisen auf sich nahm und im September 2004 eine israelische Grenzstelle passierte, in den Köpfen der kärnöl-Leser auch das stereotype Bild eines harten, rücksichtslosen und skrupellosen Juden entstehen: „Beim Ausstieg aus dem Bus war das Erste was ich sah ein Soldat, mit einer schussbereiten Waffe, mit dem Lauf in Richtung Bus gerichtet. Arrogant mit einer Sonnenbrille im stocksteifen und ausdruckslosen Gesicht, mit einer einschüchternden Uniform hatten sie alte und stolze palästinensische Herren in traditioneller Tracht wie Vieh in einen Abfertigungshanger getrieben.“ (Kukovec: Rausschmiß aus Gaza)

Schließlich zieht Herr Kukovec ungeniert Parallelen zwischen den Grenzkontrollen an der israelischen Grenze und dem Abtransport der Juden in die NS-Konzentrationslager. „Ich hatte dabei ein Deja Vue, erinnert an die Berichte aus dem Geschichte - Unterricht, wo uns Bilder und Filme von den SA-Soldaten gezeigt wurden, die Juden in ihre Ghettos einwiesen - respektlos und schwer bewacht“ (Kukovec: Rausschmiß aus Gaza). Beim Lesen dieser geschmacklosen Zeilen glaubt sich der Leser auf einer frivolen Burschenschaftswebseite zu befinden.

Die berechtigten Ängste der Israeli vor faschistischen Terroranschlägen will Herr Kukovec nicht gelten lassen. Im Gegenteil, der Judenhass eines Herrn Kukovec bestätigt erneut, dass der neue, auf Israelfeindschaft gründende Antisemitismus bei den europäischen Linken hoch im Kurs steht. Weiters unterstreicht der Antisemit Kukovec in einem ebenfalls auf kärnöl veröffentlichten "aktionistischen Werdegang" seine Aktivitäten gegen Globalisierung und Neoliberalismus.

Apropos Globalisierungsgegner: Bei den Antiglobalisierungskirchtagen in Durban, Davos und Porto Allegre kam es zu abscheulichen antisemitischen Auftritten. In Davos trug einer der Demonstranten eine Rumsfeld-Maske auf seinem linken Köpfchen und einen gelben, sechszackigen Stern mit der Aufschrift „Sherif“ auf der Brust, während sein Kollege, mit einer Ariel Sharon Maske ausgestattet, einen Knüppel schwang. Die Botschaft war eindeutig: jüdische Amerikaner, oder amerikanische Juden beten Geld und Gold an und schützen es auch noch mit aller Gewalt.

Nach 9/11 initiierte Herr Kukovec die „No-war Aktionsgruppe“ für Frieden, die sich vorrangig für faschistische, sexistische und rassistische Gruppen in Afghanistan stark machte. Wahrscheinlich hängt Herr Kukovec in diesem Zusammenhang einer weiteren in Umlauf gebrachten Verschwörungstheorie nach, die behauptet, dass der israelische Geheimdienst Mossad hinter dem islamfaschistischen Anschlag auf das World Trade Center stand.

Doch weiter in Herrn Kukovec’ Lebenslauf. Aufgrund seiner linksradikalen Ansichten hatte er sich 2003 von Greenpeace Österreich abgespalten und bei der Gründung „resistance for peace“ mitgewirkt (vom gesellschaftlichen Durchblick dieser Gruppe kann man sich auf deren Webseite www.resistanceforpeace.org einen Eindruck verschaffen). In Greenpeace Manier hatte „resistance for peace“ anlässlich der Diskussionen um das Arnold Schwarzenegger Stadion ein Transparent angebracht, sodass darauf „Arnold Menschentöter Stadion“ zu lesen war. Und wieder tritt Herr Kukovec mit dem unverblümten Kommentar auf kärnöl in Erscheinung: „Die AktivistInnen meinten, dass ein solcher Mann (Arnold Schwarzenegger, Anm.) es nicht Wert sei, den Ehrenring der Menschenrechts – Stadt Graz zu bekommen. Weiters sollte auch kein öffentliches Gebäude nach Mördern benannt werden. Recht haben sie! Wo soll denn das enden, frage ich mich? Bei Ariel-Sharon–Synagoge Graz, oder bei Adolf-Hitler-Platz?“ (Kukovec: Arnold Schwarzenegger Stadion Arnold Menschentöter Stadion). Die Gleichsetzung des Juden Ariel Sharon mit Adolf Hitler ist eine Ungeheuerlichkeit, zumal in der „Stadt der Volkserhebung“ anlässlich des Judenpogroms im November 1938 sämtliche Synagogen abgefackelt wurden. Nur allzu gerne werden zur Charakterisierung der israelischen Politik die Begriffe „Holocaust“ und Genozid“ herangezogen. sie wurden bereits bei der Invasion Israels im Libanon 1982 verwendet und sind mittlerweile in den Alltagsgebrauch europäischer Mainstream Medien vorgedrungen.

Herr Kukovec ist ein letztendlich typischer Repräsentant der „neuen Unbefangeheit“, die besagt, das die „Schonzeit“ für die Juden nach dem Holocaust vorüber ist. Aufgrund der allgemeinen Akzeptanz und Legitimität, wie dies auch die unkommentierten kärnöl Beiträge beweisen, sind linke „Israelkritik“ und linker Antisemitismus in besorgniserregender Weise salonfähig geworden. Deshalb die wider allen demokratischen Spielregeln nachdrückliche Aufforderung: „Schnauze, Kukovec!“

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Georg R. Treipl, 2006-01-10, Nr. 2227

Herr Kukowec hat leider weitreichend recht. das mögen die die auf ihn spucken nicht gerne hören. Wenn Opfer zu Tätern werden gilt derselbe Grundsatz wie für die Wiederbetätigung: Wehret den Anfängen. Dank sei Kukowec!

Stephan Jank, 2006-01-10, Nr. 2229

SgH Treipl,

welchen Anfängen sollen wir wehren? Den Anfängen einer zionistischen Herrenrassenideologie und dem Aufbau von industriell betriebenen jüdischen Arabervernichtungslagern im Stile von Auschwitz, Treblinka und Majdanek? Oder geht es Ihnen nur um die Anfänge eines neuen Weltjudentums, das schon wieder einmal unter massivem Einsatz seines raffenden Kapitals das unschuldige (Arbeitsplatz)schaffende deutsche Industriekapital wie die Heuschrecken überfällt? All das nämlich und noch viel mehr legen Sie und der Vergleich von Ariel Sharon mit Adolf Hitler im Schwarzenegger-Artikel des von Ihnen verteidigten Thomas Kukovec nahe. Nicht von ungefähr gehört das von Ihnen verwendete Cicero-Zitat ins Standardrepertoire zeitgenössischen Gutmenschentums, tut es doch überall genau das, was es tun soll. Es suggeriert, dass politische Entwicklungen zwar einen Anfang aber keine Ursache haben. Und damit wird alles mit allem vergleichbar.

Wenn Sie also die aktuelle israelische Politik kritisiern wollen, dann tun Sie das auch! Aber tun Sie's explizit. Sagen Sie, was Ihnen an der aktuellen Politik Israels nicht passt. Aber unterlassen Sie Ihr antisemitisches Gesülze unter Ihrem humanitären Deckmäntelchen.

sylvia petschnig, 2006-01-13, Nr. 2239

hätt ich mir auch nicht gedacht, dass ich mich hier mal zur verteidigerin eines "jungen autoren" aufzuschwingen werde, wo ich doch mit meinem bisher einzigen beitrag zu einem oeuvre von frau zebedin eine horde von rettern und rächern heraufbeschworen habe, was ich damals ziemlich unnötig fand.

doch ich äußere mich nun sozusagen als frau von der straße ohne besondere kenntnisse zum nahostkonflikt (satellitengebildet mit schwerpunkt öffentlich rechtliche):

herr koroschitz ist anscheinend der richter. das muss man wissen.
sonst hätte er nicht befehlen können "Schnauze Herr Kukovec"
Jetzt ist es an uns das zu akzeptieren oder ein bisserl revolution für arme zu spielen und diesen richterspruch ausser kraft zu setzen.
(Dann ersparen wir uns den vorwurf hier den "obersten gerichtshof" zu geben und ausserdem ist revolution auch viel cooler ...

ok
weg mit koros richterspruch, ich schlage (postrevolutionär ganz demokratisch hehe) vor, wir rollen das ganze nochmal auf und starten erneut mit der beweisaufname.

da würd mich jetzt schon auch das motiv des angeklagten (um im bild zu bleiben) interessieren.
und da schleichen sich die ersten mildernden ins büüd:
Wie mir mein Mandant (nicht in echt ...) versichert hat, wollte er nur mit allen mitteln und dem elan seiner zwanzigirgendwas jahre auf das elend der palästinensischen bevölkerung aufmerksam machen, was im ja gründlich misslungen ist. deswegen steht er ja heute hier.

btw muss ich sagen, die sharon hitler schwartenegger geschichte ist schwer zu schlucken. aber ich bin heute verteidiger.

welche konsequenzen zieht der angeklagte aus dem leid das er sieht?
er wird aktiv und versucht zu helfen.
eine ganz wichtige frage, werte geschworene des postrevolutionären demokratischen gerichtshofs:
mit welchen mitteln?
Reisen (gut er spielt sich gern als Indianer Jones auf), Vorträge ohne Aufrufe zu Gewalt, wenn ich mich nicht täusche!? Sie wissen, wieviel zeit man als ungerufener Verteidiger hat, sich in einen fall einzuarbeiten)

natürlich hat mein mandant fehler gemacht (wird er nie zugeben)
aber holen wir die gschicht wieder runter auf die ebene des gesprächs

is besser als schnauze ..
oder koroschitz?

Noch ein Wort zu meiner Motivation:

Herr Kukovec (also die beiden Namen in Kombination sind eine Zumutung)
sitzt nicht am Klavier und weint :-)

danke für ihre aufmerksamkeit
und noch frohes richten!

sylvia

Franz Parteder, 2006-02-08, Nr. 2292

Ich kenne Herrn Kukovec erst seit einigen Monaten. Bei der gemeinsamen Arbeit in der steirischen Friedensplattform habe ich ihn schätzen gelernt. Er mag "linksradikal" sein. Die kritisierte Aktion vor dem Liebenauer-Stadion hat aber (zeitverzögert) mit dazu beigetragen, dass es nicht mehr nach Schwarzenegger benannt ist.

Und was das Wichtigste ist: Seine Informationen über das Schicksal von Flüchtlingen im Libanon stimmen.

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