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Erich Ribolits

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2005-05-03

Welche Bildung braucht der Mensch? (Teil II)

Vortrag von Ernst Ribolits anläßlich
der gleichnamigen Veranstaltung
am 19. April 2005 im Gasthaus Kasino in Villach

Biisher erschienen:
Welche Bildung braucht der Mensch? (Teil I)

Vom Gedanken, dass unter Bildung mehr verstanden werden kann, als das Zurichten von Heranwachsenden im Sinne ökonomischer Verwertungsvorgaben, scheinen auch die Mitglieder der Zukunftskommission des Bildungsministeriums nicht angekränkelt zu sein. In ihrem Text findet sich jedenfalls kein Hinweis auf eine über die Qualifizierungsfunktion hinausgehende emanzipatorische Aufgabe der Schule; eine, die z.B. darauf abzielt, Heranwachsende zu befähigen, die allumfassende Verwertungsprämisse, die unter dem Stichwort »Wissensgesellschaft« auch das Bildungswesen immer fester in den Griff nimmt, zu hinterfragen. Gebildet zu sein bedeutet für die Verfasser/innen bloß, innerhalb von Zwängen perfekt zu funktionieren und nicht die Fähigkeit, Zwänge hinterfragen und den Mut für Gegenvisionen entwickeln zu können.

Der Bildungsbegriff war ursprünglich das Synonym für die Idee, dass der Mensch sich nicht bloß in quantitativer Form, sondern qualitativ von anderen Lebewesen unterscheidet. Er ist jenes Wesen, das die Natur nur in geringem Maß in die engen Bahnen streng vorgegebener Entwicklung und Verhaltensweisen zwingt; der Mensch ist grundsätzlich frei, er ist in der Lage, über seine Existenzweise autonom und mündig zu entscheiden. Über seine Triebe und Instinkte ist er zwar der Notdurft des Daseins unterworfen, er ist aber zugleich in der Lage, sich kraft Vernunft über diese Bindungen zu erheben. Dazu braucht er einerseits Wissen über die ihn umgebende Welt und andererseits Vorstellungen darüber, wie Wissen verantwortungsvoll einzusetzen ist.

Der Mensch ist in der Lage, sich und sein Verhalten zum Inhalt seines Denkens zu machen und sein Verhalten an Kriterien zu messen, deren Wert er durch vernünftige Reflexion erkannt hat. Sein Gehirn ist also nicht bloß ein gewaltiger Informationsspeicher – quasi ein biochemischer Supercomputer –, wo Informationen im Sinne irgendwelcher, ihm quasi "von außerhalb" auferlegten Regeln verknüpft werden; der Mensch entscheidet selbst, ob und in welcher Form er sein Wissen verwenden will. Der Mensch ist also nicht bloß zu einem instrumentellen Gebrauch seiner Vernunft fähig, er kann sein Wissen selbstreflexiv anwenden; das heißt, er kann – und muss in letzter Konsequenz auch – für sein Tun und Lassen Verantwortung übernehmen.

Aber auch die Kriterien des verantwortungsvollen Lebens sind dem Menschen nicht durch irgend eine höhere Instanz vorgegeben, sie können nur im gesellschaftlichen Diskurs entwickelt werden. Nur gebildete Menschen, die bereit sind, Wissen selbstreflexiv und nicht bloß zum eigenen materiellen Vorteil einzusetzen, können zu einem derartigen Diskurs etwas beitragen. Bildung ist das Heraustreten des Menschen aus der Sphäre des bloßen Nutzens. Über Bildung gewinnt sich der Mensch selbst als freies Wesen und er erkennt – wie es der deutsche Erziehungswissenschafter Heinz-Joachim Heydorn einmal formuliert hat -, dass die Ketten, die ihm ins Fleisch schneiden, vom Menschen angelegt sind, und dass es somit auch möglich ist, sie zu sprengen.

Je mehr Bildung jedoch zum Kriterium der Positionsverteilung im Konkurrenzsystem wird, desto mehr wird sie auf den Charakter von Zurichtung pervertiert. Die Vision vom mündigen Individuum, also die Vorstellung, dass Bildung dazu dient, Menschen in die Lage zu versetzen, die Welt besser verstehen und gestalten zu können, rückt weitgehend in den Hintergrund. Der Mensch, der sich in der Neuzeit von der Vorstellung emanzipiert hatte, dass sein Leben durch höhere Mächte bestimmt sei, wird auch in Bezug auf seine Fähigkeiten der vernünftigen Reflexion zu einem Anhängsel des heutzutage faktisch allgemein anerkannten Gottes Markt degradiert. Wie wir wissen, gewährt der Markt seine Gunst nicht jenen, die ihr menschliches Potenzial zu möglichst hoher Vollendung gebracht haben, sondern jenen, die sich möglichst gut den von den Einkäufern diktierten Bedingungen unterwerfen. Was im Zusammenhang mit Lernen deshalb nur noch zählt, ist der Tauschwert – die Frage also, wieweit Menschen durch Lernprozesse marktgängiger werden.

Damit verkehrt sich das, was Bildung ursprünglich meinte, allerdings in sein völliges Gegenteil. Was hinter der weiterhin benützen Begriffsfassade zur Geltung kommt, ist die Reduzierung des Menschen auf den Status eines "intelligenten Tieres". Zunehmend geht es bloß noch um Qualifizierung – das Brauchbarmachen des Menschen für die Erfordernisse seiner profitablen Verwertung. Der heute permanent vorgebrachte Hinweis auf die Wichtigkeit des "Bildungsfaktors" für das wirtschaftliche Geschehen einschließlich dem schönen Slogan vom lebenslangen Lernen legt nur offen, worum es tatsächlich geht: nicht um die "Bildung von Menschen", sondern einzig um die "Bildung von Kapital" durch die Zurichtung der Individuen hin auf den Bedarf der Käufer der Ware Arbeitskraft.

Bildung und Qualifizierung stehen zueinander gewissermaßen im selben Verhältnis wie Liebe und Sexualität. Sex, Zärtlichkeit und Freundlichkeit sind nicht gleichzusetzen mit Liebe, sie stellen gewissermaßen bloß deren quantifizierbaren Anteil dar. Auch Qualifizierung kann in diesem Sinn als der quantifizierbare Anteil von Bildung charakterisiert werden. Und genauso wie sich Liebe nicht zur Ware machen lässt, Sex und Schmeichelei hingegen durchaus zum Verkaufsangebot im Rahmen der Profitökonomie werden können, lässt sich auch aus Bildung kein Geschäft machen; Qualifizierung hingegen lässt sich durchaus den Profitmechanismus der Warengesellschaft unterordnen.

Der Kapitalismus war von allem Anfang an im Dilemma gefangen, die Brauchbarkeit der Menschen für den wirtschaftlichen Verwertungsprozess vorantreiben und zugleich dafür Sorge tragen zu müssen, dass dieser Prozess nicht in befreiende Erkenntnis umschlägt. "Bildung" soll unter kapitalistischen Bedingungen die Revolution der Produktivkräfte forcieren, die Revolution im Bewusstsein der Menschen aber verhindern. Mit dem "Ende der Nationalstaaten" – womit ja nicht deren tatsächliches Verschwinden, sondern ihre irreversible Funktionsreduzierung zu bloßen Garanten juristisch-stabiler Räume für Verwertungsbedingungen gemeint ist – bekommt diese Paradoxie allerdings eine neue Dynamik.

Heute sind die Nationalstaaten nämlich zunehmend gar nicht mehr in der Lage, durch das demokratische Überformen der Begleitumstände des Bildungserwerbs das bürgerliche Gerechtigkeitsempfinden zu bedienen und beim Windhundrennen um attraktive gesellschaftliche Positionen das zu schaffen, was wir als Chancengleichheit zu bezeichnen gelernt haben. Da sie finanziell immer mehr ausgehungert werden, sind sie gezwungen, ihre demokratische Alibifunktion in anwachsendem Maß aufzugeben. In der offiziellen Lesart wird das dann als ein Rückzug des Staates auf seine Kernkompetenzen bezeichnet.

Gleichzeitig hat das Kapital in seiner permanenten Suche nach Verwertungsmöglichkeiten nun auch den Bildungsbereich als Profitquelle entdeckt. Es ist damit nur noch eine Frage der Zeit, dass der Bildungssektor aufhört, bloß ein gesellschaftlicher Bereich zu sein, wo es um die Zurichtung von Humankapital und die Indienstnahme der Köpfe im Interesse der profitablen Verwertung geht. Der Bildungssektor wird zunehmend selbst zum profitablen Wirtschaftszweig. Hatte er bisher bloß Zulieferfunktion für die Verwertung wird er nun selbst zum Verwertungssektor. Und es ist damit zu rechnen, dass dieser Veränderung auch recht problemlos über die Bühne gehen wird; denn – wie schon gesagt – Bildung wird in den Köpfen der Menschen sowieso schon längst nur mehr als Ware und nicht als Instrument ihrer Befreiung wahrgenommen.

Wenn heute noch fallweise davon gesprochen wird, dass Bildung Macht sei, dann wird in der Regel gemeint, dass jene, denen es durch ein erfolgreiches Durchlaufen des Bildungssystems gelungen ist, viel von der Ware Qualifikation zu verinnerlichen, damit die Macht gewinnen, sich mehr als andere im Warenhaus der Marktgesellschaft bedienen zu können. Mächtig sind jene, die hohe Bildungsabschlüsse nachweisen können, nur innerhalb der "Ideologie des Habens", weil sie mehr von jener "Ware Qualifikation" besitzen, die sie – allerdings nur solange eine entsprechende Nachfrage am Markt besteht – in Geld und soziales Ansehen eintauschen können. Auch für sie geht es nicht um Bildung, deren Gebrauchswert sich in der Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse nach Wachstum und Entwicklung äußert, sondern darum, dass sie – selbst zur Ware reduziert – zum Wachstum der Kapitalrendite beitragen.

Was derzeit passiert, ist nicht die Umdeutung von Bildung zur Ware – die ist weitgehend vollzogen –, heute findet die Vermarktwirtschaftlichung des Bildungswesens statt. Parallel zum Gesundheitswesen und Altersversorgungssystem beginnt die Mehrwertproduktionsmaschine sich nun auch den Bildungsbereich einzuverleiben. War bisher nur der Weiterbildungs- und Erwachsenenbildungsbereich marktförmig organisiert, soll nun die Organisation alles Lernens dem Markt anheim gestellt werden. Immerhin schätzt die UNESCO das Volumen des Bildungsmarktes auf rund zwei Billionen Dollar ein – Tendenz steigend –, und private Anbieter halten davon derzeit gerade einmal einen Anteil von etwa 20 Prozent. Dass das Profitmonster angesichts solcher Geldvolumen Begehrlichkeiten entwickelt, liegt auf der Hand.

Dazu kommt, dass die technologische Entwicklung es zunehmend ermöglicht, auch im Bildungssektor die regionalen Grenzen der Vermarktung zu sprengen. Nachdem unter Bildung sowieso nur mehr das Verinnerlichen von markttauglichen Wissen und Fertigkeiten verstanden wird, lässt sich auch die Bedeutung der personalen Begegnung im Bildungsprozess kaum mehr legitimieren. Konsequenterweise wird ja heute auch von allen Seiten das Lernen mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien als riesiger Fortschritt gepriesen. Technologisch vermittelte Lernangebote sind zugleich aber auch bestens für die internationale Vermarktung geeignet. Und die notwendigen Investitionsmittel, um Lernangebote zu entwickeln, die die Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologien wirklich perfekt ausnützen, bringt ein großer internationaler Konzern allemal noch leichter auf, als irgendeine nationale Bildungsagentur.

Die derzeitigen Entwicklungen in Richtung Vermarktwirtschaftlichung im Bildungsbereich entsprechen der Logik der Markgesellschaft. Wer auf den Markt als Regulativ des menschlichen Zusammenlebens setzt, darf sich nicht wundern, wenn zwischen den Menschen irgendwann auch nur mehr Kauf- und Verkaufsbeziehungen existieren. Der Markt funktioniert nach Kriterien des Nutzens, dementsprechend hat das Humane, die Fähigkeit des Menschen sich über die Dimension des Nutzens zu erheben und seinem Leben Sinn zu verleihen, am Markt keinen Platz. Was sich nicht in eine Profit bringende Ware verwandeln lässt, kennt der Markt nicht; dort gibt es nur das, was sich in barer Münze darstellen lässt.

Die Forderung, dass Bildung nicht ökonomisiert werden darf, macht also nur Sinn im Zusammenhang mit einer Kritik des Marktsystems als Ganzem. Wer allerdings A zum Marktsystem sagt, der muss wohl auch B zu einer weiteren Vermarktwirtschaftlichung des Bildungswesens sagen! Das Bildungswesen und das politisch-ökonomische System sind kommunizierende Gefäße und ein tatsächlich ernst nehmen von PISA würde dementsprechend bedeuten, Schritte der Gesellschaftskritik und Gesellschaftsreform zu unternehmen!

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Michael G. Joham, 2005-05-04, Nr. 1919

Ihr Vortrag geht sehr an das Eingemachte. Er setzt außerhalb eines kapitalistisch geprägten Bildungssystems und Bildungsverständnis an.
Die Frage der Bildung entscheidet sich bei der Frage nach dem Menschen, dem eine Würde aneignet, die letztlich jeder Verzweckbarkeit vorausliegt.

Meine Frage ist, wie das sinnvoller Weise in unserem Bildungssystem zum Tragen kommen kann. Was ermöglicht es dem Menschen, sich als Mensch in diesem System zu entfalten und zur Geltung zu kommen.
Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass es hier um eine Umkehr in uns selber geht, die letztlich nicht nach außen hin verordenbar ist. Es geht wohl um einen Ausstieg aus dem Diktat des "Das System ist schuld" hin zu einem Sich-in-die-Eigen-Verantwortlichkeit-rufen-lassens.

Woran also hat sich Bildung zu messen, die bei der Würde des Menschen ansetzt?
Welche Kriterien gelten für sie?
Welche Prioritäten ergeben sich von da her für die Strukturierung des Bildungssystem sowie für die einzelnen Bildungsbereiche?
Was heißt das für die Rahmenbedingungen von Bildungvorgängen?

Michael G. Joham, 2005-05-04, Nr. 1920

Ihr Vortrag geht sehr an das Eingemachte. Er setzt außerhalb eines kapitalistisch geprägten Bildungssystems und Bildungsverständnis an.
Die Frage der Bildung entscheidet sich bei der Frage nach dem Menschen, dem eine Würde aneignet, die letztlich jeder Verzweckbarkeit vorausliegt.

Meine Frage ist, wie das sinnvoller Weise in unserem Bildungssystem zum Tragen kommen kann. Was ermöglicht es dem Menschen, sich als Mensch in diesem System zu entfalten und zur Geltung zu kommen.
Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass es hier um eine Umkehr in uns selber geht, die letztlich nicht nach außen hin verordenbar ist. Es geht wohl um einen Ausstieg aus dem Diktat des "Das System ist schuld" hin zu einem Sich-in-die-Eigen-Verantwortlichkeit-rufen-lassens.

Woran also hat sich Bildung zu messen, die bei der Würde des Menschen ansetzt?
Welche Kriterien gelten für sie?
Welche Prioritäten ergeben sich von da her für die Strukturierung des Bildungssystem sowie für die einzelnen Bildungsbereiche?
Was heißt das für die Rahmenbedingungen von Bildungvorgängen?

Helga Hieden-Sommer, 2005-05-18, Nr. 1934

Die Aussagen von Herrn Ribolits sind auf einer so allgemeinen abstrakten Ebene angesiedelt, dass sie richtig und falsch zugleich sind. Kritik und Aussagen dieser Art tun niemandem weh, wer sie äußert, legt es sich mit niemanden an, muss nicht in eine Auseinandersetzung mit konkreten Repräsentanten und Entscheidungsträgern der kritisierten Entwicklungen und Zustände eintreten und die den Kapitalisten dienenden Regelungen benennen.

Zum Beispiel ‚Bildung’: „Der Mensch ist grundsätzlich frei, … der Mensch entscheidet selbst, ob und in welcher Form er sein Wissen verwenden will. … Bildung ist das Heraustreten des Menschen aus der Sphäre des bloßen Nutzens. …der Mensch, der sich in der Neuzeit von der Vorstellung emanzipiert hatte, dass sein Leben durch höhere Mächte bestimmt sei, … Bildung und Qualifizierung stehen zueinander gewissermaßen im selben Verhältnis wie Liebe und Sexualität. „.“

Ich frage: Ist das so? Von welchen freien Menschen ist die Rede? Können zum Beispiel junge Menschen, deren Eltern ihren Lebensunterhalt nicht finanzieren können, nach abgeschlossenem Studium frei entscheiden, wie sie ihr Wissen verwenden wollen? Kann eine Frau, die Kinder versorgen muss, Ort und Art ihres beruflichen Tätigkeitsfeldes frei entscheiden? Gibt es ‚den allgemeinen Menschen’? Über welche Voraussetzungen müssen Menschen in unserer Gesellschaft verfügen, damit das Gesagte zutrifft?
Stehen einander der Nutzen der Ökonomie und Bildung tatsachlich scharf abgetrennt gegenüber? Wie steht es mit den Wechselbeziehungen von ökonomischem, sozialem, kulturellen und symbolischem Kapital (Pierre Bourdieu)? Welcher Mensch, besser welche Menschen hatten sich emanzipiert? Die humanistisch Gebildeten beim Papst-Event? Schließt das Wissen der Gebildeten „über die umgebende Welt“ auch qualifiziertes, ökonomisches Wissen ein? Zum Beispiel über irreführende grundlegende Annahmen der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspraxis? Oder wollen oder sollen sich die Gebildeten nicht in die Niederungen der Sphäre des Nutzens begeben und konkrete Maßnahmen in der Steuergesetzgebung, in der staatlichen Familienförderung usw. in Hinblick auf Freiheit oder bescheidener gesagt verengte oder erweiterte Freiräume öffentlich zur Diskussion stellen? Und aktuell: Was bedeuten diese Aussagen im Hinblick auf „eine angemessene Differenzierung“?

Helga Hieden-Sommer

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