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Werner Koroschitz

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2010-08-29

Was damals Recht war

Soldaten und Zivilsten vor Gerichten der Wehrmacht

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Wehrmachtsdeserteure waren in Deutschland und Österreich jahrzehntelang kein Thema. Ihre Weigerung, in Hitlers Vernichtungsfeldzug mitzumarschieren, blieb in der österreichischen Nachkriegsgesellschaft unbedankt und stand außerhalb der erinnerungspolitischen Wahrnehmung. Deserteure waren vielmehr mit Vorwürfen konfrontiert, sie hätten Kameraden und Vaterland verraten. Die dominante Geschichtserzählung, die einerseits Österreich als das »erste Opfer der Hitler’schen Aggression« darstellte, andererseits jene Soldaten als Helden feierte, die das »Dritte Reich« bis zur Kapitulation verteidigt hatten, ließ für anders lautende Interpretationen der Vergangenheit keinen Platz.

Durch die Marginalisierung und Verdrängung der Opfer geriet der Unrechtscharakter der NS-Militärjustiz erst spät ins Blickfeld einer historisch interessierten Öffentlichkeit. Über Jahrzehnte hinweg galten die Wehrmachtgerichte als »Nische der Rechtsstaatlichkeit«. Dabei wurde übersehen, dass die Wehrmachtsjustiz ein willfähriges Instrument im Vernichtungskrieg war, durch deren Urteile zehntausende Menschen – Soldaten und Zivilist/innen – aus ganz Europa ihr Leben verloren. Die Militärrichter vollstreckten über 15.000 Todesurteile allein an Deserteuren.

Die Ausstellung, ursprünglich konzipiert von der Berliner Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, wurde vom Wiener Verein »Personenkomitee Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz« für Österreich adaptiert und 2009 erstmals in Wien gezeigt. Ziel dieser Wanderausstellung ist es, die Rehabilitierung der Opfer der NS-Militärjustiz in der Öffentlichkeit voranzutreiben und zu einem würdigen Gedenken an diese Frauen und Männer beizutragen. Die Präsentation der Ausstellung in Wien lieferte dabei auch den entscheidenden Impuls zur vollständigen politischen Rehabilitierung. Mit dem »Anerkennungs- und Rehabilitationsgesetz«, das am 1. Dezember 2009 in Kraft getreten ist, hob die Republik Österreich die Urteile der NS-Militärjustiz pauschal auf und erkannte Desertion ausdrücklich als Akt des Widerstandes an.

Dem Verein Industriekultur und Alltagsgeschichte ist es gelungen die Wanderausstellung »Was damals Recht war...« erstmals nach Inkrafttreten des »Anerkennungs- und Rehabilitationsgesetzes« nach Klagenfurt zu bringen. Dazu wurde die Ausstellung um einige Kärntenaspekte erweitert.

Die Ausstellung richtet sich besonders an Schulklassen und deren Lehrpersonen sowie an Präsenzdienstleistende. Um die notwendige Sensibilisierung für das Thema zu erzielen, bietet die Ausstellung zielgruppengerechte Führungen sowie ein ergänzendes Begleitprogramm an. Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

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r Zur Ausstellung (Eintrittszeiten, Kosten für Führungen und Anmeldung ...)
Hintergründe: r www.pk-deserteure.at/

Begleitende Veranstaltungen
Mi, 15. September 2010, 19.30 Uhr, Künstlerhaus Filmvorführung »Wilde Minze« Ein Dokumentarfilm mit Helga Emperger A 2009, Regie: Jenny Gand, Produktion: Lisa Rettl, 85 Min.
Mi, 22. September 2010, 19.30 Uhr, Künstlerhaus »Gegen das Dritte Reich. TransnationalerWiderstand in Slowenien und Österreich 1938–1940« Buchpräsentation, Dr. Peter Pirker, gemeinsam mit Dr. Gorazd Bajc (Universität Koper)
Mi, 29. September 2010, 19.30 Uhr, Künstlerhaus Filmvorführung »Vrnitev/Die Rückkehr« SLO 1976, Regie: Anton Tomasic, Buch: Janko Messner, 59 Min.
Mi, 6. Oktober 2010, 19:30 Uhr, Künstlerhaus »Flucht vor den Fahnen. Krieg und Desertion in der österreichischen Literatur« Vortrag, Univ.-Prof. Dr. Klaus Amann (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt)

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