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Film: Der große Ausverkauf

vom 9. bis 22. November 2007

Synopsis

Ort: Filmstudio Villach, Stadtkino, Saal 3
Zeit: 2007-11-09 18:30:00
Inhalt:

„Mit dem Film "DER GROSSE AUSVERKAUF" möchte ich zeigen, was hinter dem abstrakt klingenden Phänomen der Privatisierung öffentlicher Dienste steckt ... ", Regisseur Florian Opitz

... Was es für die Menschen bedeutet, die davon direkt betroffen sind. Was eine Gesellschaft verliert, die Konzernen die Verantwortung für ihre Grundversorgung überträgt. Die Protagonisten in „DER GROSSE AUSVERKAUF" haben zu spüren bekommen, was es heißt, wenn ihre Wasser- und Stromversorgung, Busse und Bahnen und sogar das Gesundheitswesen komplett privatisiert werden. Sie haben mit etwas zu kämpfen, das uns früher oder später alle betreffen wird.

Aber mir ist wichtig zu zeigen, dass die Protagonisten in „DER GROSSE AUSVERKAUF" keine passiven Opfer, sondern würdevolle und aktive Individuen, die in der Lage sind, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und die privatisierte Realität, in der sie leben, zu verändern. Und wenn es nötig ist – Widerstand zu leisten. Der Film möchte die Öffentlichkeit aufrütteln und auf eine schleichende und gefährliche Entwicklung aufmerksam machen, die unser aller Leben betrifft.“, Regisseur Florian Opitz

Der Film handelt von den Folgen der Privatisierung, deren „Brutalität und Irrwitz" (Süddt.Zeitung). Der Dokumentarfilm zeigt die katastrophalen Folgen der Bahnprivatisierung in England, den – letztlich erfolgreichen - Kampf der Einwohner von Cochabamba (Bolivien) gegen die Wasserprivatisierung, den Kampf der Einwohner von Soweto gegen das Abzwicken von Stromleitungen, wenn die Prepaid-Karte abgelaufen ist, und den verzweifelten Kampf einer Phillipinin um das Leben ihres Sohnes, der von einem Dialysegerät abhängt, das sie sich nicht leisten kann.

Seit 2002 recherchierte der Historiker für seinen ersten 90-minütigen Film „Der große Ausverkauf", den die Süddeutsche Zeitung auf eine Ebene stellt mit Al Gores „Eine unbequeme Wahrheit" und Erwin Wagenhofers „We Feed the World!" Und immer wunderte er sich, wie positiv und harmlos diese Privatisierungszukunft in Deutschland dargestellt werde. „Privatisierung ist auch das Aufgeben von vormals öffentlichen Diensten, der leise Rückzug der Gesellschaft aus ihrer kollektiven Verantwortung, Privatisierung ist ein Stück Entsolidarisierung", so Opitz.

Siehe auch: www.kaernoel.at/wasserleitung

Agenda:

Bongani ist mit seinem Team von „Guerilla-Elektrikern“ auf den Straßen des südafrikanischen Townships Soweto unterwegs, um die Häuser derer wieder ans Stromnetz anzuschließen, die zu arm sind, ihre Stromrechnungen zu bezahlen. Seit der Privatisierung der ehemals staatlichen Stromversorgung sind diese um ein Vielfaches gestiegen.

Minda lebt in einem philippinischen Slum. Zweimal in der Woche muss sie Geld für die Dialyse ihres Sohnes auftreiben, da das Gesundheitssystem auf den Philippinen zu einem großen Teil privatisiert wurde und armen Menschen auch bei schweren Erkrankungen keine medizinische Versorgung gewährt wird, wenn sie nicht dafür bezahlen können.

Der britische Lokführer Simon erzählt vom Zustand der Eisenbahn in Großbritannien, seitdem die staatliche BRITISH RAIL unter Premierministerin Thatcher privatisiert wurde. Zahllose neue private Eisenbahnfirmen, die „in einer Regelmäßigkeit kommen und gehen, die aus dem Fahrplan längst verschwunden ist“ und ein marodes Schienennetz, das bereits zu tödlichen Unfällen geführt hat, sind die Folgen.

Die Bürger Cochabambas, der drittgrößten Stadt Boliviens, kämpfen wütend gegen einen US-Konzern, der die Wasserversorgung der Stadt unter seine Kontrolle gebracht hat und die Trinkwasserpreise auf ein Viertel des durchschnittlichen monatlichen Gehalts der Einwohner hochgetrieben hat.

Doch auch „die andere Seite“ kommt zu Wort. Diejenigen, die Privatisierungen befürworten und für die Lösung aller wirtschaftlichen Probleme halten – und dabei vor allem westlichen Konzernen den Zugang zu profitablen, ehemals staatlichen Monopolen in anderen Ländern sichern. Vertreter der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds, ebenso wie Manager von privatisierten Konzernen, die in einer anderen Welt zu leben scheinen als die Protagonisten des Films.

Joseph E. StiglitzProfessor, ehemaliger Chefökonom der Weltbank und Nobelpreisträger für Wirtschaftwissenschaften kennt beide Welten. Er hat die Schaltstellen der Weltwirtschaft inzwischen verlassen und kämpft seither als Kronzeuge gegen die vorherrschenden neoliberalen Glaubenssätze. Er macht auf einprägsame Art deutlich, woher das Dogma der Privatisierung kommt und wer davon profitiert.

Deutschland 2006
Regie/Buch: Florian Opitz
Kamera: Andy Lehmann/Musik: Marcus Schmickler
Mit: Bongani Lubisi, Rosa de Turpo, Minda Lorando, Oscar Olivera, Delfin Seriano, Joseph Stiglitz, Simon Weller
Farbe, 93 Minuten, Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Dokumentarfilm

Spielzeiten

  • 9./10./11. November — 18:30
  • 12./13. November — 20:15
  • 14./15. November — 18:15
  • 16./17./18. November — 18:30
  • 19./20./21./22. November — 20:15

Einheitspreis 7,50. Mitgliedspreis 6,50. Kulturcard-Inhaber und Ö1 Clubmitglieder 6,50. Mitgliedskarte 15,--. 10er Block 65,--.

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