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2004-05-18

Warum es eine Opposition für ein solidarisches Europa braucht

Aufruf des Komitees der unabhängigen UnterstützerInnen der Linken Opposition für ein solidarisches Europa

siehe auch:www.linke.cc, die Homepage der Linken Opposition für ein solidarisches Europa

Angesichts der katastrophalen Folgen, die der neoliberale Abbau der sozialer Sicherungssysteme (Schutz gegen Arbeitslosigkeit, Krankheit, Alter und Verelendung) weltweit, in Europa und in Österreich mit sich bringt,

  • in Anbetracht von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und staatlicher Ausgrenzungspolitik,
  • weil geschlechtshierarchische Ausbeutung und Diskriminierung unter dem Vorzeichen der neoliberal-kapitalistischen Wirtschaftsordnung weiterhin anwachsen,und weil imperialistische Kriege einen Großteil der Menschheit in einen Strudel von Gewalt und Gegengewalt zu stürzen drohen,

halten wir es für erforderlich, gemeinsam mit gleich gesinnten politischen Kräften in ganz Europa einen neuartigen politischen Diskurs zu eröffnen, der die sozialen, politischen, ökonomischen, ökologischen und kulturellen Probleme der Menschen von ihrer Wurzel her thematisiert.

Als einen ersten Schritt wollen wir die bevorstehenden Europaparlamentswahlen nützen, um in Anbetracht der fortschreitenden Orientierungslosigkeit und Krise der bestehenden politischen Kräfte eine Alternative sichtbar zu machen, die eine grundlegende Veränderung der politischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen in ganz Europa anstrebt. Vor allem wollen wir auf die Forderungen aufmerksam machen, über die in den europa-weiten (nicht nur EU!) Netzwerken der sozialen Bewegungen, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen ein weitgehender Konsens besteht.

Unsere Forderungen gehen weit über die Bestimmungen des so genannten Verfassungsvertrags der Europäischen Union hinaus und stehen in offenem Gegensatz zu den undemokratischen und asozialen Bestimmungen, die von den auf den Binnenmarkt fixierten, neoliberalen Regierungen der Europäischen Union beschlossen werden sollen. So verbietet der Abschnitt über Wettbewerbsregeln etwa, dass Staaten im allgemeinen Interesse öffentliche Unternehmen fördern können, während ausländische ArbeitnehmerInnen ausdrücklich von der Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union ausgenommen sind (II.25). Andererseits ergeht ein Aufruf zur permanenten Aufrüstung an alle Mitgliedstaaten (Art.1.40).

Wir lehnen diesen Verfassungsentwurf ab und fordern eine Volksabstimmung noch bevor dieser in Kraft gesetzt wird.

FORDERUNGEN FÜR EIN SOLIDARISCHES EUROPA

  1. Arbeit und Einkommen
    • Anerkennung einklagbarer sozialer Grundrechte wie des Rechts auf Arbeit und Pension sowie des Rechts auf medizinische Versorgung, (Aus)bildung und Kultur.
    • Festsetzung eines Grundeinkommens (bedarfsorientierte Mindestsicherung) von monatlich 1 000.- € (= 50% des Volkseinkommens per capita);
    • Europaweite Durchsetzung der 30-Stundenwoche (ohne Lohn- und Gehaltseinbußen) sowie allgemeiner sozialer und ökologischer Mindeststandards als Mittel gegen die Arbeitslosigkeit, Flexibilisierung und Prekarisierung von Arbeit; kostenloser Zugang zur Kinderbetreuung; Neudefinition und Neubewertung von Arbeit im Sinne der Umverteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit (etwa: Versorgungsarbeit, kulturelle, solidarische Arbeit); gleichberechtigter Zugang zum Arbeitsmarkt für alle: Frauen, MigrantInnen, Flüchtlinge und AsylwerberInnen;
  2. Frauenpolitik
    • Anerkennung der Gleichheit zwischen Frauen und Männern sowie jener Rechte, die sich aus der Unterschiedlichkeit sexueller Orientierung ergeben; Schutz des Rechts der Frauen, frei über ihren Körper zu verfügen, besonders in Hinsicht auf Verhütung und Abtreibung; Schutz gegen jede Form von Gewalt;
    • ganzheitliche, geschlechtersensible Gesundheitspolitik - freier und kostenloser Zugang zu selbstgewählter Gesundheitsvorsorge und –versorgung;
  3. MigrantInnen
    • Anerkennung gleicher Rechte und Pflichten für alle Menschen, die sich in Europa ständig niedergelassen haben -- unbeschadet ihrer Nationalität;
    • Energisches Auftreten gegenüber fremdenfeindlichen und antiislamischen Kräften sowie Kampf gegen die europaweit anwachsende Judenfeindlichkeit; kritische Auseinandersetzung mit religiösen und säkularen Fundamentalismen;
  4. Bildung, Kultur und Kommunikation
    • Freier und kostenloser Zugang zu Bildung; soziale und wirtschaftliche Absicherung der Produktion von Kunst, Kultur und von Kommunikationsnetzwerken, die sich den neoliberalen Zwängen zur Vermarktung entziehen;
  5. Umwelt
    • Verteidigung der Lebensgrundlagen gegen ihre irreversible Zerstörung; Ernährungssicherung und Ernäherungssouveränität; Einstellung der Förderung von Atomlobbies aus EU-Mitteln; Förderung erneuerbarer Energien zwecks Umsetzung einer effektiven Klimapolitik und zur Schaffung von Arbeitsplätzen;
  6. Wirtschafts- und Finanzpolitik
    • Sofortige Einstellung der Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen, natürlichen Ressourcen und Dienstleistungen, die dem Gemeinwohl und/oder dem Schutz der Umwelt dienen;
    • Reduktion der Mehrwertsteuer unter gleichzeitiger Besteuerung von arbeitsdiskriminierendem Kapital (Wertschöpfungsabgabe) und von Devisentransfers (Tobin-Tax) zur nachhaltigen Finanzierung des Sozialstaates;
  7. Minderheiten- und Friedenspolitik
    • Anerkennung des Rechts der Ethnien und kulturellen Minderheiten auf Selbstbestimmung bis hin zur regionalen Autonomie innerhalb der existierenden Nationalstaaten;
    • Verzicht auf militärische Mittel zur Durchsetzung von politischen Zielen in und außerhalb der EU sowie die weltweite Aufhebung aller ausländischen Militärbasen und Einrichtungen zur Produktion von Massenvernichtungswaffen;
    • Anerkennung des Rechts auf Vermittlung im Fall von inneren und äußeren Konflikten; Verwendung der Militärbudgets für friedenserhaltende Missionen und internationale Entwicklungszusammenarbeit; Verteidigung der Grundrechte gegen den Überwachungsstaat
    • Aktive Friedenspolitik im Sinne einer Erneuerung der österreichischen Neutralität.

Wir betrachten alle Mittel einer partizipativen Demokratie (öffentliche Kundgebungen, Sozialforen, Volksbegehren, Massenmobilisierungen, Streiks etc.) zur Durchsetzung dieser Forderungen als legitim. Das beinhaltet eine eindeutige Absage an paternalistische Modelle der Vergangenheit wie den so genannten "Realsozialismus" und ein Mitbestimmungrecht zivilgesellschaftlicher Assoziationen und Gewerkschaften an den politischen, ökonomischen und kulturellen Entscheidungsprozessen.

Im Hinblick auf diese, in ganz Europa verbreitete Perspektive einer möglichen anderen Welt unterstützen wir die Kandidatur einer „Opposition für ein solidarisches Europa“ (Kurzbezeichnung LINKE) bei den kommenden Wahlen zum Europäischen Parlament am 13. Juni 2004.

GEGEN DIE HERRSCHAFT DER KONZERNE UND FINANZMÄRKTE, GEGEN RASSISMUS, SEXISMUS UND KRIEG – EIN SOLIDARISCHES EUROPA IST MÖGLICH!

UnterzeichnerInnen

Kurt Palm, Regisseur und Autor, Wien
Gerhard Drekonja, Univ.Prof. Geschichte, Wien
Edith Darnhofer, Schriftstellerin, Klagenfurt
Lisbeth Nadia Trallori, Feministische Wissenschafterin, Wien
Erich Dittrich, EDV-Betreiber, Wien
Mag. Werner Retzl, AHS-Lehrer & Antifa-Aktivist, Wels
Christian Apl, Kommunikator, Wien
Tarafa Baghajati, Bauingenieur, Wien
Ing. Stefan Bartusch, Brandschutztechniker, Wien
Leonhard Bauer, Univ.-Professor für Nationalökonomie, Wien
Josef Baum, Altstadtrat und Wirtschaftswissenschafter, Purkersdorf
Josef Behr, Physiker, Wien
Eva Brenner, Theaterdirektorin, Wien
Monika Czamler, Psychotherapeutin, Linz
Nicolas Dabelstein, Theatermacher, Wien - Hamburg
Hermann Dworczak, Sozialwissenschaftler, Wien
Leo Gabriel, Journalist und Anthropologe, Wien
Wilfried Hanser-Mantl, Sozialmanager, Innsbruck
Daniela Härtl, Studentin,Wien
Dr. Thomas Herrmann - Meng, Facharzt für Neurologie, Wien
Werner Hörtner, Journalist, Wien
Helmut Hostnig, Schulrat, Wien
Wolfgang Howorka, AHS-Lehrer, Wien
Heino Fischer, Theatermacher, Wernberg
Hubert (Hubsi) Kramar, Autor, Wien
Veronika Knapp, Feministische Wissenschafterin, Innsbruck
Peter Kreisky, Regionalökonom, Wien
Wolfgang Krobath, emer. evang. Pfarrer, Villach
Richard Löwe, Arzt, Wien - Mexiko
Gösta Maier, Schriftsteller, Kärnten
Stefan Mackovik, EDV-Softwareentwickler, Wien
Matthias Reichl, Friedensarbeiter i.U-r., Bad-Ischl
Erwin Riess, Schriftsteller, Wien
Andreas Rennert, Programmierer, Salzburg
Walther Schütz, Erwachsenenbildner, Villach
Richard Schadauer, Pensionist, Wien
SOAL (Sozialistische Alternative)
Rudi Seidl, Weinhauer, Pfaffstetten (NÖ)
Helmut Stockhammer, Univ. Prof. Philosophie, Klagenfurt
Marlene Streeruwitz, Schriftstellerin, Wien
Johannes Winkler, Lehrer, Wien
Judith Wlaschitz, Notariatsangestellte, Wien
Michaela Wolf, Übersetzungswissenschaftlerin, Graz
Ing. Ernst Zehetbauer, EDV-Handel, Strasshof (NÖ)

Reaktionen Auf den Beitrag reagieren

Erika, 2004-05-29, Nr. 1182

Kärnöl / Cafe Platzl , 27 Mai 2004

Deinem Vortrag habe ich mit Andacht gelauscht und war sehr zufrieden damit. Ich kann jeden einzelnen Punkt gefühlsmäßig unterschreiben, einige mit dem Verständnis nicht erfassen.
Mir gefällt die Offenheit und Weite Deiner Aussagen.

Frage 1: Gibt es irgendwo ein ähnliches erprobtes Modell?

Frage 2: Ist es nur als Utopie gedacht um die Hoffnung nicht zu verlieren?

Frage 3: Wie heißt der Satz Deiner Mission?

LG

Erika

Erika, 2004-05-31, Nr. 1184

NT / LB 1182

adressiert an: Leo Gabriel

Erika

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