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2003-11-10

Andrej Kokot, Stella Rotenberg, Theodor Kramer

3 Biographien

Andrej Kokot, slowenischsprachiger Schriftsteller, Lyriker und Übersetzer, der heute in Klagenfurt lebt,ist1936 in Oberdorf/Zgornja vas, Gemeinde Köstenberg/Kostanje geboren. In der slowenischen Literatur vor allem als Lyriker bekannt, hören wir heute von ihm jedoch einen Prosatext aus dem Buch „Das Kind das ich war“. Ein Buch von dem Peter Handke meinte , dass es zur Pflichtlektüre eines jeden Kärntners gehöre. Kokot erinnert sich in diesem Buch daran, wie im April 1942 hunderte slowenische Familien von ihren Höfen vertrieben wurden und in die Zwangsarbeitslager nach Deutschland deportiert wurden. Unter ihnen befand sich damals, mit seinen Eltern und Geschwistern, auch der sechsjährige Andrej. Als kleines Kind hat er mit aufgeweckter Neugier – ohne die Tragik der Geschehnisse wirklich zu erfassen – die einzelnen Stationen der Vertreibung in Erinnerung behalten. Aus seiner kindlichen Erinnerung heraus schildert er uns mit viel Einfühlungsvermögen das Schicksal seiner Volksgruppe und auch das Schicksal seines älteren Bruders Jozek der im KZ-Mauthausen ermordet wurde.

Stella Rotenberg ist 1916 in Wien geboren. Nach der Matura begann sie Medizin zu studieren, musste aber 1938 das Studium wegen ihrer jüdischen Herkunft abbrechen. 1939 gelang ihr mit einem hölländischen Visum die Ausreise nach England, wo sie dann als Pflegerin, Arzthelferin und Büroangestellte in verschiedenen kleineren Städten arbeitete. Nach Kriegsende erfuhr sie, dass ihre Eltern und nahezu alle Verwandten in den NS-Vernichtungslagern ermordet wurden. Seit 1948 lebt Stella Rotenberg in Leeds in England. Wie für zahlreiche andere Schriftsteller, so wurde auch für Rotenberg der Februar 1934 zu einem Schlüsselerlebnis. Er wird in ihren Texten wiederholt in Erinnerung gerufen als Abwehrschlacht gegen den Faschismus. Damals, so S. R, wurde jene Saat gesät, die vier Jahre später ,1938, in verhängnisvoller Weise aufgehen sollte. Vertreibung, Verlust, Ausgrenzung, Heimatlosigkeit und Vereinsamung sind die Koordinaten und Eckpunkte ihrer Dichtung, wie die nachfolgende Lesung zeigen wird.

Theodor Kramer ist 1897, als Sohn des jüdischen Landarztes Max Kramer, in Hollabrunn in Niederösterreich geboren. 1915 wird er zum Kriegsdienst einberufen und schwer verwundet. Er beginnt nach der Matura mit dem Studium an der philosophischen Fakultät der Universität Wien, bricht jedoch sein Studium nach zwei Jahren wegen Geldmangel ab. Mit dem Gedichtband die Gaunerzinke schafft er 1929 den Durchbruch. Nach dem Einmarsch Hitlers in Österreich hat er keine Publikationsmöglichkeit mehr und so entschließt er sich zur Flucht. Im Februar 1939 gelingt ihm mit Hilfe von Thomas Mann, Franz Werfel, Arnold Zweig und des englischen PEN-Zentrums die Ausreise nach England. Im April 1957 kehrt T. K. nach Österreich zurück, wo er ein Jahr später am 3. April 1958 an einer Lungenembolie stirbt. Seine Mutter wurde 1943 in Theresienstadt ermordet. T. K. war, als die Menschenjagd der Nazis begann, einer der bekanntesten Lyriker im deutschen Sprachraum. Nach 1945 wurde er jedoch vergessen. Seine Gedichte erzählen unerbittlich - und gleichzeitig poetisch - von Verfolgung durch Polizei und Gestapo, von geheimer Flucht über die Grenze, vom Abschied, von ausreisenden Freunden, von mißlungenen Fluchtversuchen, die mit Gefängnis oder Tod endeten. Die Texte T. K. sind zugänglich, es gibt keine schwer zu deutenden Metaphern, wie zB bei Paul Celan, man kann nichts anderes hineininterpretieren als das was da steht. Theodor Kramer steht nicht in unseren Schulbüchern. Leider.

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