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Stephan Jank

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2003-10-19

Zum Tod von Hans Martin Schleyer

Der Kapitalismus. Ein Ausnahmezustand.

Heute ist es 26 Jahre her, dass in Deutschland Hans Martin Schleyer erschossen wurde. Die Kommandogruppe 'Siegfried Hausner' der Roten Armee Fraktion reagierte damit auf den Tod von Andreas Baader, Jan Karl Raspe und Gudrun Ensslin am Vortag in Stuttgart Stammheim. Der damalige deutsche Arbeitgeberpräsident war nicht nur wegen seiner Funktion, sondern vor allem wegen seiner NAZI-Vergangeneit ins Visier der RAF geraten. Er hatte wie viele der damaligen Bosse in Industrie, Politik und Medien eine knickfreie Karriere nach 1945 hingelegt. Begonnen hatte Dr. Schleyer in der nationalsozialistischen Studentenbewegung, innerhalb der er es rasch zu Führungsfunktionen gebracht hat. Aber wie auch immer. Heute sieht man ihn ausschließlich als Opfer.

Der Kampf der RAF gegen den deutschen Staat hatte damit seinen Höhepunkt erreicht. Es sollte nur einige Monate dauern, bis alle Mitglieder des Kommandos verhaftet waren. Deutschland hatte sich im Zuge der RAF-Aktionen Sicherheitsgesetze verpasst, die zur damaligen Zeit in westlichen Demokratien ihresgleichen suchten. Und wie so vieles auf dieser Welt, überlebten die meisten dieser Gesetze das Ende ihrer Grundlage.

Es ist heute noch erschütternd, Straßeninterviews aus dieser Zeit zu sehen, in denen Passanten zur Schleyer-Entführung befragt werden. "Alle in einer Reihe aufstellen und umlegen." oder "Beim Hitler wären die vergast worden.", brüllen da ganz normale Bürger in die laufende Kamera. Und es ist verblüffend zu sehen, wie in den Daimler-Benz Werken die Arbeiter vor laufender Kamera eine Schweigeminute einlegen für ihr ehemaliges Vorstandsmitglied, das nie etwas anderes im Sinn hatte, als Unternehmerinteressen gegen die ihren durchzusetzen.

Aber die politische Dimension der damaligen Geschehnisse haben die Bürger nie begriffen. Wie sollten sie auch? Die Medien haben alles unternommen, um genau diesen Aspekt des RAF-Terrors auszublenden. Hans Martin Schleyer war plötzlich einer der ihren. War plötzlich ganz normaler Bürger, bedroht von einer irre gewordenen Stadt-Guerilla, deren Ziele im Verborgenen blieben.

Schnee von gestern? Wohl kaum. Denn die Rechtfertigung beliebiger Massnahmen durch den Verweis auf terroristische Akte feiert in der heutigen Zeit fröhliche Urständ. Stuttgart Stammheim heißt halt heute Guantanamo Bay. Mogadischu heißt Mosul, Basra oder Bagdad. Nur die Dimensionen sind halt andere. Waren es früher einzelne Nationen, so wird halt jetzt der ganze Planet in den Ausnahmezustand versetzt. Und wie damals bestätigt sich auch heute wieder:

Der Kapitalismus. Ein Ausnahmezustand.

Reaktionen Auf den Beitrag reagieren

Thomas Leitner, 2003-11-08, Nr. 663

Typisches Beispiel für unser Leben, in dem die Medien alles manipulieren, unser Leben in dieser verfluchten Mediokratie zu Mediokreaturen verdammt!

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