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Stephan Jank

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2015-07-16

OXI Germoney

Some lyrics concerning a crisis ...!

Since debtors are guilty in Germany
They're sentenced to death by Germoney.

The Greeks demanding some sovereignty
Were sentenced to death by Germoney.

We see countries already in agony
That will be sentenced to death by Germoney.

The idea of Europe in harmony
Is sentenced to death by Germoney.

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mimenda, 2015-07-19, Nr. 6340

GER-money ist richtig, wenn du auf die Macht abhebst, die unser Finanzminister und D in der EU hat. Aber das Problem ist doch nicht allein D, sondern der Exportüberschuss, der seit der "Finanzkrise" 2008 nicht mehr von den USA geschluckt wird. Du hast bestimmt "Global Minotaur" von Varoufakis gelesen. Was meinst du dazu?

Stephan Jank, 2015-07-23, Nr. 6341

Lieber Mimenda,

wie schön ist es, von Dir zu hören bzw. zu lesen! Und wie recht Du doch hast, wenn Du auf die Komplexität der (sogenannten) Krise bzw. ihrer Ursachen hinweist. Und natürlich haben auch wir Varoufakis‘ epochalen Narrativ mit derselben Gier verschlungen, wie der Minotaurus einst die Jünglinge und Jungfrauen Athens, oder – um im Bild zu bleiben – wie die Wallstreet in der Post-Bretton-Woods-Ära den globalen Surplus. Gerade wir Kärntner – also die Griechen Österreichs – erleben ja täglich, dass sich monetäre Verwicklungen nicht mit eindimensionalen Metriken vermessen lässt. Wir müssen also Vorsicht walten lassen bei der Einschätzung dessen, was ist.

Und genau dabei stelltt sich zunächst einmal die Frage: WAS ist das, was ist? Allein die Antwort auf diese Frage vermute ich außerhalb jeglicher Reichweite, selbst wenn Heidegger das so wohl nicht durchgehen lassen würde. Ein Versuch sei aber wenigstens unternommen: Was immer das, was ist, auch sein mag, es scheint sich „schon wieder einmal auf unabsehbare Zeit in der Krise“ zu befinden. Allzu viele Kandidaten bieten sich für eine solche Charakterisierung nun ja wirklich nicht an: Kapitalismus? Wer weiß? Denn wer kann schon neben der angeführten Charakterisierung etwas auch nur annähernd ebenso Belastbares über ihn aussagen? Selbst wenn wir also das, was ist, mit dem Wort Kapitalismus benennen wollten, wir hätten damit nichts gewonnen.

Als einzig Belastbares bleibt damit also nur die Feststellung: Das was ist, ist schon wieder einmal auf unabsehbare Zeit in der Krise. Wir wissen also sehr genau WO das, was ist, zu suchen ist: nämlich in der Krise. Das hilft uns aber gar nix bei der Beantwortung unserer ursprünglichen Frage: WAS ist das, was ist? Aber wenigstens ist es damit zumindest einmal in Frage gestellt und somit an einem Ort, an dem die Schäubles (und ich befürchte auch die Varoufakis‘) dieser Welt es niemals suchen werden. Denn hier handelt es sich, wie ich meine, um eine Verwerfung in der Tiefentektonik der aufgeklärten Moderne, nämlich um den wechselseitigen Ausschluß von KRISE und FRAGE als Problemstandorte. Das, was sich in unserer Welt in der Krise befindet, ist in dieser Welt nie und nimmer in Frage gestellt. Genauso wie sich das, was in Frage gestellt ist, nie und nimmer in einer Krise befindet (jedenfalls noch nicht).

Vor diesem Hintergrund ist es schnurzegal, ob ein Grexit den Euro zum Einsturz oder eine Abkehr vom perfiden (deutschen?) Austeritätsdiktat die griechische Wirtschaft wieder in die Wachstumszone bringt. Vor diesem Hintergrund wird nämlich nur eines klar: Wir befinden uns im falschen Film, wie damals schon James Dean unter Nicholas Ray-in „Denn sie wissen nicht, was sie tun“, oder noch besser im Original: „Rebel Without a Cause“. Solange wir das, was ist, nicht in Frage stellen (können!), weil es in der Krise verortet ist, bleibt die Krise zwingend inhaltsleer und wird als reinste aller Formen zur Weltform und als solche zum gigantischen und totalitären Imperativ zu ihrer eigenen Bewältigung auf Teufel komm‘ raus und koste es auch was immer es wolle. Oder wie vielleicht Adorno und .Horkkheimer formuliert hätten: „Die vollends globalisierte Welt erstrahlt im Zeichen der triumphalen Krise“.

Soviel zum eigentlichen Thema. Nun zu diesem Gedichtlein, welches eigentlich als Liedtext konzipiert war (probier’s mal im ¾ Takt zu lesen): Nach dem bisher Gesagten wird hoffentlich klar, dass es sich dabei schlechtestenfalls um schnödes Deutschland-Bashing und bestenfalls um ein wenig reflektiertes, aber vielleicht ganz lustiges Statement zum aktuellen Stand der Entwicklungen handelt. Am ehesten, glaube ich, versteht man es als Spottgesang auf all jene (und darunter befinden sich weiß Gott nicht nur Deutsche), die ihr sauer verdientes und sauber versteuertes Geld noch immer für die einzige Energiequelle in unserem Universum halten.

So long, and greetings to Germany from the Austrian Greece.

lord byron, 2015-08-31, Nr. 6343

ganz ehrlich, europa steht vor anderen herausforderungen.

oder was ist euch lieber?
leben in der EU
oder
leben im IS

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