kärnöl-Logo Independent Carinthian Art & Cult
Mon Feb 20 2017 21:06:23 CET
ÜBERBLICK
Aktuell
Glossen
+Alle Beiträge
Autoren
Veranstaltungen
Links
Kontakt
LESERFORUM
Leserbriefe
Reaktionen

Globale Bildung im Bündnis für Eine Welt

r Globale Bildung
im Bündnis für Eine Welt

Krise - Themenschwerpunkt 2009

r Unser aktueller Themenschwerpunkt

www.karawankengrenze.at

r Unser Projekt gemeinsam mit dem Verein Erinnern

Nationalsozialismus in Villach

r Hans Haider:
"Nationalsozialismus
in Villach"
(pdf downloaden)

Jüdinnen und Juden in Kärnten

r Hans Haider:
"Jüdinnen und Juden
in Kärnten"
(pdf downloaden)

Pizzakarton Sgt kärnöl´s Lonely Hearts Club Band

r Nähere Informationen zum schönsten Pizzakarton der Welt

WASSER? - Jetzt gehts um die LEITUNGSKOMPETENZ!

r WASSER?
Jetzt gehts um die LEITUNGSKOMPETENZ!

Bildung - Themenschwerpunkt 2007

r Unser Themenschwerpunkt 2007

(c) Arbeit

r Alle Informationen zum Themenschwerpunkt Arbeit

(c) Eigentum

r Unser Themenschwerpunkt Eigentum
r Überblick über alle Themenschwerpunkte

Tomasz Konicz

Reaktionen auf den Beitrag

Print Version

2014-08-20

Konjunkturkiller Wirtschaftskrieg

»Schwach, fragil, unstetig« – auf diesen Nenner brachte der Vorsitzende der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, die konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone. Es sei »insbesondere die Lage in der Ukraine und Russland«, die Anlass zur Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung des Euroraumes gebe. »Das große Risiko sind die Energiepreise«, so Draghi, der hiermit das Eskalationspotenzial beim Wirtschaftskrieg zwischen dem Westen und Russland andeutete.

Mehr Kritik an der Geopolitik der EU kann sich ein europäischer Geldpolitiker wohl kaum erlauben. Damit stellt sich die Frage, ob den politischen Eliten der westlichen Welt die Tatsachen, die durch einen kurzen Blick auf die Statistiken erschlossen werden können, nicht gegenwärtig waren, als sie zur Sanktionspeitsche gegenüber der Russischen Föderation griffen. War es schlichte Ignoranz oder eine aus der Überschätzung der eigenen Potenziale resultierende Machtgeilheit, die den Westen auf den derzeitigen ökonomischen Kamikaze-Kurs einschwenken ließen? Haben insbesondere Europas Eliten tatsächlich geglaubt, ihren Sanktionen würden keine Reaktionen Moskaus folgen?

Die Eurozone befindet sich nach der längsten Rezession ihrer Geschichte und dem jahrelangen Spardiktat, das die Bundesregierung dem Währungsraum oktroyierte, genau in der Lage, vor der viele Kritiker dieser desaströsen Politik warnten – am Rande der Deflation. In den meisten Krisenländern hat es eine wirtschaftliche Erholung seit Krisenausbruch nicht gegeben (Italien etwa befindet sich wieder in einer Rezession), und selbst in der BRD ist die Wachstumsdynamik im Frühjahr deutlich erlahmt. Die EU könne sich »einen Fehltritt bei ihrer Wirtschaftsaktivität kaum erlauben«, warnte ein Analyst gegenüber dem US-Sender CBS, es brauche nicht viel, und sie finde sich »erneut im Kontraktionsmodus«.

Der Sanktionskrieg zwischen dem Westen und Moskau dürfte den Tropfen darstellen, der das Fass zum Überlaufen bringt und einen neuen globalen Krisenschub initiiert. Das nun einsetzende Gejammer über die russischen Einfuhrverbote für Lebensmittel ist in den Ländern am größten, die am lautesten harte Strafen gegenüber Russland forderten. Litauens Unternehmer seien »geschockt« von den russischen Sanktionen, meldete die polnische »Gazeta Wyborcza«, und auch Polens Konjunktur werde unter dem russischen Importstopp polnischer Agrarerzeugnisse leiden. Die deutsche Exportindustrie wurde von russischen Sanktionen bislang verschont, doch am vergangenen Donnerstag warnte Russlands Regierungschef Dimitri Medwedew, dass die Importverbote auch auf etliche Industriebranchen ausgedehnt werden könnten.

Doch auch ohne zusätzliche Sanktionen werden Deutschlands Exporte in den postsowjetischen Raum abnehmen – denn Russlands Wirtschaft taumelt ebenfalls am Rande einer Rezession. Die Einfuhreinbußen aus Europa will Russland durch verstärkte Importe aus Brasilien zumindest teilweise kompensieren. Die Frachtkosten dürften dabei keine große Rolle spielen, da der entsprechende Baltic Dry Index, der auch als ein konjunktureller Frühindikator gilt, auf einen langjährigen Tiefstand abgestürzt ist. Auch die Weltwirtschaft befindet sich in einer Phase konjunktureller Erlahmung.

Der Weltmarkt bildet das bröcklige gemeinsame Fundament, auf dem die Großmächte ihre geopolitischen Machtspiele treiben. Mit jeder Sanktionswelle, die den geopolitischen Gegner in eine Wirtschaftskrise treiben soll, wird somit auch das kriselnde spätkapitalistische Weltsystem destabilisiert. Die krisenbedingt eskalierenden geopolitischen Auseinandersetzungen wirken als Krisenbeschleuniger: Die Weltwirtschaft konnte nach dem großen Krisenschub von 2007/08 nur durch massenhafte Gelddruckerei und eine sprunghafte Erhöhung der Staatsverschuldung stabilisiert werden; sie wird von den entsprechenden Liquiditätsblasen am Leben erhalten, die diese Politik generierte. Die geopolitischen Auseinandersetzungen dürften das Platzen dieser Finanzmarktblasen beschleunigen.

aus: Neues Deutschland, 16.08.2014

Übernommen von: www.streifzuege.org/
Reaktionen Auf den Beitrag reagieren

Mitleser, 2014-08-20, Nr. 6304

Sehr geehrter Tomasz Konicz - wo fängt denn mal Ehrlichkeit an?
Geb. WO???
In Allenstein/Ostpreußen.
NICHT "Polen"!
Da würde Ehrlichkleit mal anfangen, wenn man sie (sic, die Ehrlichkleit) denn wollte und könnte.
Und den Rest Ihres Ergusses kann sich jedermann, der des Lesens NOCH fähig ist längst (er)sparen - 1919!!! in Worten, Tomasz, Neunzehnhundertneunzehn veröffentlichte Gottfried Feder sein Werk „Das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft“!
Seitdem und dem weitgehend nach diesem Werk praktiziertem NS-Wirtschaftsmodell (dessen Erfolge einzigartig und unwiederholt wie Felsen in der Brandung stehen-TROTZ Überdeckung mit Lügenjauche!) braucht ES keine PseudoArtikel mehr von "Wirtschaftsverstehern" wie Ihnen und anderen mehr-sondern NUR genug Leute, die endlich ER-ken-nen!, das der richtige Weg längst gegangen war und seine Richtigkeit mittels der ungeheuren Erfolge bewiesen war.
DAS ist auch der WAHRE Grund, WARUM das Deutsche Reich (ganz egal, ob der Reichskanzler Hitler oder Müller gehießen hätte) in den II.WK genötigt wurde!
LG

e-magic hood, 2014-09-26, Nr. 6318

Seit wann geistern extrem rechte Rabauken auf kärnöl herum? War schon lang nicht mehr da.

Reaktionen auf andere Beiträge

.

ZUM NACHLESEN

Donnerstag, 24. November 2016
r Peter Laminger - Ausgewählte Werke
Ausstellungseröffnung
Galerie Frewein-Kazakbaev, Schulgasse 70, 1180 Wien

Dienstag, 25. Oktober 2016
r Das blaue Dingsda: Miniaturen
Lesung und Buchpräsentation von Engelbert Obernosterer
Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walter Straße 29, Villach

Dienstag, 21. Juni 2016
r Unerwünschte Nebenwirkungen
Lesung und Buchpräsentation von Ludwig Roman Fleischer
Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walther Straße 29, Villach

Donnerstag, 11. Feber 2016
r "Die Sammlung Götz"
Ausstellungseröffnung von NINA MARON
Lücke, Villach

Donnerstag, 4. Feber 2016
r Deutschnationale Burschenschafter in Österreich
Politischer Vortrag
Lücke, Villach

Donnerstag, 28. Jänner 2016
r Lesung mit musikalischer Begleitung
Davor Stojanovski und Andreas Hudelist lesen ausgewählte Erzählungen aus ihrem literarischen Werk. Musikalisch begleitet sie dazu Sebastian Rauter-Nestler an der Gitarre.
Lücke, Villach

Dienstag, 26. Jänner 2016
r VOLXKÜCHE
Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walther Straße 29, Villach

Donnerstag, 31. Dezember 2015
r theoretisch nix
Einladung zur 8. kärnöl biennale
Wo und wann wird bekanntgegeben

Dienstag, 22. September 2015
r Der Kampf mit dem Engel
Lesung und Buchpräsentation von Engelbert Obernosterer
Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walther Straße 29, Villach

Dienstag, 1. September 2015
r Die Welt des Eske Bockelmann
Kurzfilm (25 min) mit anschließender Diskussion
Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walther Straße 29, Villach

r Weitere Dokumentationen