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2013-04-27

Geplante EU Saatgutverordnung: Gefahr für bäuerliche Saatgutrechte und Biolandbau

Presseerklärung der Kampagne für Saatgut-Souveränität und der ÖBV-Via Campesina Austria

Die Kampagne für Saatgut-Souveränität und die ÖBV- Via Campesina Austria lehnen den Vorschlag für eine neue EU-Verordnung für Saatgut und anderes Vermehrungsmaterial strikt ab und fordern die EU-Kommissionmitglieder auf, diesen Vorschlag zurückzuweisen. Am 6. Mai soll dieser Vorschlag der EU-Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucherpolitik (DG SANCO) in der Kommission zur Abstimmung stehen, wie die Vertretung der EU-Kommission für Deutschland am 24.4.[1] bestätigt hat.

Florian Walter von der ÖBV/Via Campesina Austria kritisiert: „Diese Verordnung ist ein Frontalangriff auf den Biolandbau! Nur vielfältige und an die regionalen Verhältnisse angepasste Sorten können ohne Pestizide und synthetische Düngemittel gedeihen. Dieser Verordnungs-Vorschlag sieht jedoch vor, unsere bäuerlichen Sorten vom Markt auszuschießen, da sie den uniformen und einheitlichen Anforderungen für „Industriesorten“ nicht entsprechen. Diese Verordnung ist daher ein Diktat der chemischen Agrarindustrie und sie widerspricht dem, im internationalen Saatgutvertrag festgeschriebenen, 'bäuerlichen Recht', Saatgut aus eigener Ernte anzubauen, weiterzugeben und zu verkaufen. Außerdem würden bäuerliche Saatguterzeuger, Gartenbaubetriebe und die ErhalterInnen und VermehrerInnen von alten und seltenen Vielfalts-Sorten ins wirtschaftliche Aus gedrängt werden.“

Vielfaltssorten werden durch den Verordnungsentwurf in die enge Nische „alter Sorten“ gedrängt, eine Anpassung an veränderte klimatische und sonstige Bedingungen ist nicht vorgesehen. Iga Niznik von der österreichischen Arche Noah kontert die verharmlosenden Aussagen der EU-Kommission: „Die von der DG SANCO zugestandenen Ausnahmen sind völlig unzureichend. Sie gelten nur für Sorten, die bis zum Tag des Inkrafttretens der Verordnung auf dem Markt waren. Das bedeutet: Alle alten Sorten, von denen man das nicht nachweisen kann oder die nicht beschrieben sind, werden davon ausgeschlossen– genauso wie neue Sorten (Kreuzungen von alten Sorten) und Neuentdeckungen. Sie müssen laut dem Entwurf alle das Verfahren für Industriesorten bestehen, genauso wie Sorten für den Öko-Landbau, für die ganz andere Anforderungen als für die Agrochemie-Landwirtschaft gelten!“

Andreas Riekeberg von der Kampagne für Saatgut-Souveränität fasst die Kritik zusammen: „Saatgut vermittelt Leben – doch unter dem Deckmantel der Pflanzengesundheit versucht die DG SANCO mit der geplanten EU-Verordnung über pflanzliches Vermehrungsmaterial die lebendige Vielfalt von Pflanzensorten einzuschränken. Sie tut dies im Interesse der Saatgut-Industrie. Diese hat durch starke Lobby-Aktivitäten entscheidenden Einfluss auf die Gesetzgebung genommen. Die geplante Verordnung bedroht die Saatgut-Vielfalt und damit das gemeinsame agri-kulturelle Erbe der Menschheit, sie greift nachhaltige Ernährungssysteme und die ökologische Landwirtschaft an und steht im Dienst der agro-chemischen Industrie. Daher wenden wir uns gegen diese Verordnung, gegen ein de-facto-Verbot von bäuerlichem Saatgut und Vielfalts-Saatgut!.“

[1]http://ec.europa.eu/deutschland/ zurück zum Text

Unterstützungsmöglichkeit: online Petition für gerechtes und nachhaltiges Saatgutrecht
http://helfen.global2000.at/de/

Weitere Informationen / Hintergründe / Kampagne

r www.saatgutkampagne.org/Hintergrundinformation zur Reform des EU-Saatgutrechts

r Saatgut: Vielfalt in Gefahr!
Heike Schiebeck über das drohende Aus für Pflanzentauschmärkte in Österreich durch die Umsetzung der EU-Erhaltungssortenrichtlinie

r Wer das Saatgut kontrolliert, beherrscht die Welt!
Grundlageninformationen von Heike Schiebeck

r Patentierung von Pflanzen?
Grundlageninformationen von Astrid Konrad

r Der Umgang mit unserem Saatgut geht uns alle an!
Impressionen vom Saatguterhalter/innentreffen 2011 von Reinhilde Schütz

r Zukunft säen – Vielfalt ernten Anliegen der Saatgutkampagne für krisensicheres und samenfestes Saatgut!

Rückfragehinweis:

Andreas Riekeberg
info@saatgutkampagne.org info@saatgutkampagne.org
derzeit: ++43-4238-8705

Florian Walter
ÖBV-Via Campesina Austria
++43-3579-8037
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