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Andreas Exner

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2012-10-30

Klima, Energie, Ressourcen schonen im Verkehr – Beitrag zur VCÖ Schriftenreihe. Teil 1

Die Ressourcensituation spitzt sich zu

Klima, Energie, Ressourcen schonen im Verkehr – Beitrag zur VCÖ Schriftenreihe Von Andreas Exner und Werner Zittel. Der Beitrag entstand unter Mitarbeit von Lukas Kranzl, Christian Lauk und Peter Fleissner für die Publikation “Klimaschutz, Rohstoffkrise und Verkehr” r http://www.vcoe.at/ des Verkehrsclub Österreich, VCÖ r www.vcoe.at/ in der Schriftenreihe “Mobilität mit Zukunft“

Die Ressourcensituation spitzt sich zu

Die Wachstumswirtschaft und ihr Verkehr verbraucht immer mehr Ressourcen. Der Höhepunkt der Erdölförderung bringt sie in Bedrängnis.

Erdöl wird weniger und teurer

Die Förderung eines Erdölfeldes steigt eine Zeit lang bis zu einem Gipfelpunkt (Peak) an und geht danach zurück. Dann steigt der Förderaufwand. Das gilt ebenso für die globale Erdölförderung, die trotz deutlich gestiegener Ölpreise seit 2005 stagniert. Vermutlich wird schon sehr bald jedes Jahr etwas weniger Erdöl gefördert werden[1][2].

Nach dem Peak Oil steigen die Kosten von Erdöl und damit von Treibstoff. Dies hat schwerwiegende wirtschaftliche Folgen: Höhere Erdölpreise reduzieren die Profitraten und damit tendenziell das Kapitalwachstum, es kommt zu einer Krise. Auch wenn die Nachfrage zurückgeht, steigt langfristig der Preis aufgrund der wachsenden Förderkosten.

Niemand kann den Ölpreis prognostizieren. In einer Krise geht nämlich die Ölnachfrage zurück und der Preisanstieg wird schwächer. Es kann sein, dass sich der Kreis der Erdölverbraucher dauerhaft verkleinert [3]. Sollten gesellschaftliche Infrastrukturen, die wesentlich auf Erdöl beruhen, kollabieren, so würde der Preis irrelevant [4][5][6]. Relativ sicher ist, dass Europa 2030, wenn überhaupt, so nur mehr geringe Mengen Erdöls zur Verfügung hat, sofern man eine militärische Aneignung ausschließt[7]. Dennoch wird die Förderung von Erdöl und Erdgas intensiviert. Dabei steigt die Umweltverschmutzung noch, etwa wenn Teersande oder Schiefergas ausgebeutet oder Offshore-Anlagen leck werden[8],[9].

Abbildung: Globale Ölförderung in Mb/Tag und Entwicklung des realen Ölpreises 1950-2010

Abbildung: Globale Rohölpreisentwicklung 1950-2012 nach verschiedenen Preiskategorien

Abbildung: Tankstellenpreise für Diesel und Superbenzin in Deutschland 1950-2012

Abbildung: Tankstellenpreise für Diesel, Eurosuper, Normalbenzin und Super Plus in Österreich 2002-2012

Sackgasse Wachstum

Trotz fortschreitend knapper Ressourcen soll nach Meinung der maßgeblichen politischen Akteure das Kapitalwachstum, das sich im Wirtschaftswachstum niederschlägt, fortgeschrieben werden. [10], [11][12].

Die Klima-, Energie- und Energieforschungsstrategie Österreichs, der Österreichische Klima- und Energiefonds, in der Tat jedes beliebige Dokument nationaler oder internationaler Politik hält fest: Klimaschutz und Ressourcenschonung sollen die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und das Wirtschaftswachstum fördern.

Diese Annahme wird zumeist mit der Hoffnung auf eine Entkoppelung von Ressourcenverbrauch und Wirtschaftswachstum argumentiert. Die Erfahrung freilich zeigt: Verbräuche und Wachstum der Kapitalwirtschaft entkoppeln sich nur relativ, nicht absolut[13][14]. Eine absolute Entkoppelung wäre jedoch für ein ökologisch verträgliches Leben notwendig. Die Hoffnung auf Entkoppelung beruht auf einer gesteigerten Effizienz des Energieverbrauchs[15]. Doch in der Wachstumswirtschaft senken Effizienzsteigerungen nicht den absoluten Verbrauch. Denn Unternehmen und Haushalte, die Ressourcen sparen, reduzieren Kosten und fragen um diesen Betrag erneut Ressourcen nach.

Das scheint sich in der EU-Rohstoffpolitik niederzuschlagen. Zeitgleich mit einer Steigerung der Effizienz im Metallverbrauch sollen laut EU-Rohstoffinitiative erstens die Aneignung von Metallen aus dem globalen Süden „mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln“ [16] vorangetrieben und zweitens der umweltschädliche Bergbau in Europa intensiviert werden. Auch in und nahe Naturschutzgebieten[17].

Abbildung: Komponenten des globalen Ressourcenverbrauchs in Tonnen (Daten: Krausmann et al., Version 2011)

Abbildung: Entwicklung von Weltbevölkerung, globalem BIP in US-Dollar, dem Ressourcenverbrauch in Tonnen (DMC; Domestic Material Consumption) sowie des Verhältnisses DMC zu Bevölkerung und des DMC pro US-Dollar BIP (Daten: Krausmann et al., Version 2011)

Abbildung: Wachstum des BIP in Mrd. Euro und des Inlandsmaterialverbrauchs in Mio. Tonnen in Österreich (Daten: BMLFUW/BMWFJ 2011)

Abbildung: Auf das Jahr 1995 indexiertes Wachstum von BIP in Mrd. Euro, Inlandsmaterialverbrauch (DMC) in Tonnen und Materialeffizienz (Euro pro Tonne DMC) in Österreich (Daten: BMLFUW/BMWFJ 2011)

Gleichheit statt Wachstum

Die gegenwärtige Wirtschaftsweise verhindert den Übergang in eine Postwachstumsgesellschaft, das heißt eine Schrumpfung des materiellen und in Geld gemessenen Output, der danach auf niedrigem Niveau konstant bleibt. Die Marktkonkurrenz zwingt nämlich zu einer Erhöhung der Produktivität der Arbeit und zu einer Steigerung des Output. Zudem macht Geld, das zentrale Produkt in einer Geldwirtschaft, nicht „satt“. Seine Produktion wird daher nicht durch die Grenzen konkreter Bedürfnisse begrenzt. Damit wird eine fortlaufende Ausweitung der Geldproduktion, des Kapitalwachstums zum strukturellen Zwang. Die soziale Spaltung zwischen Lohnabhängigen und Unternehmenseignern bildet schließlich das individuelle Motiv dafür. Die Eigentümer können ihre Statusposition nur halten, wenn ihre Firmen wachsen und die Stücklohnkosten niedrig sind. Dagegen bleibt, je mehr die Lohnabhängigen konsumieren, umso weniger für Investition und Kapitalwachstum. Verzicht ist deshalb der falsche Ansatzpunkt für ein Postwachstum.

Dabei zeigt eine Reihe von Studien, dass Wohlbefinden und Gesundheit nicht von Wachstum abhängen, es nach menschlichem Maß also keinen Sinn hat. Der Schlüsselfaktor für Lebensqualität ist vielmehr die soziale Gleichheit. Je gleicher die Einkommen, desto besser. Das absolute Niveau des wirtschaftlichen Output hat dagegen keinen Einfluss auf die Lebensqualität – jedenfalls in den relativ reichen Ländern[18].

Abbildung: Zusammenhang zwischen Einkommensungleichheit (Verhältnis der reichsten zu den ärmsten 20% aller Haushalte) und einem Index für das Ausmaß von Gesundheits- und Sozialproblemen in reichen Ländern. Je weiter links auf der Skala desto gleicher ist ein Land. Der Index beinhaltet Maßzahlen für das Niveau an Vertrauen, psychischen Krankheiten, Lebenserwartung, Kindersterblichkeit, Fettleibigkeit, Bildungsleistung der Kinder, Teenage-Geburten, Morden, Inhaftierungen und sozialer Mobilität. Daten: Wilkinson et Pickett (2009), r www.equalitytrust.org.uk/

Gleichheit ist grün

Gleichheit wirkt sich auch im Verkehrssystem aus. Bis heute dominiert die Zwei-Klassen-Gesellschaft unsere Züge und Reiche fahren ungern öffentlich. Sie nutzen dagegen eher möglichst bullige Autos, die Aggressivität und Privilegien signalisieren. Es ist kein Zufall, dass mit weltweit zunehmender sozialer Ungleichheit seit den 1970er Jahren das Autostoppen – eine bequeme Art des ökoeffizienten Car Sharing – zurückgeht und heute praktisch verschwunden ist. Im Gegenzug nahm die Zahl der SUVs stark zu[19][20].

Industrieländer mit einer höheren Einkommensungleichheit haben mehr Kfz [21]pro Kopf, fahren weniger weit (und seltener) mit dem Fahrrad, haben größere Wohnungen und rezyklieren weniger Abfall. Manager in gleicheren Industrieländern befürworten in höherem Maße die Einhaltung von Klimaschutzzielen[22]. Länder mit einer geringeren Lohnquote haben einen höheren Materialverbrauch als solche mit einem größeren Lohnanteil am Volkseinkommen. Die Größe des BIP pro Kopf spielt dagegen keine Rolle. Vielmehr ist die profitgetriebene Nachfrage nach Produktionsmitteln eine zentrale Verbrauchsursache. All diese Befunde erklären sich letztlich aus der sozialen Ungleichheit, die Statuskonkurrenz verstärkt. Sie ist ein wesentlicher Antrieb für Warenkonsum und Privateigentum anstelle kollektiven Konsums und von Teilen.

Abbildung: Zusammenhang zwischen Einkommensungleichheit (Verhältnis der reichsten zu den ärmsten 20% aller Haushalte) und einem Ranking nach Anteil recyclierten Abfalls in reichen Ländern von Planet Ark Foundation Trust. Ungleiche Länder, die zugleich wenig recyclieren sind in der Grafik rechts oben zu sehen. Daten: Wilkinson et Pickett (2009), r www.equalitytrust.org.uk/

Abbildung: Vergleich von Zahl der Kfz (ohne Motorräder und Mopeds) mit der Einkommensungleichheit. Israel ist als Ausreißer mit einer sehr geringen Zahl an Kfz exkludiert. Daten: Einkommensgleichheit: Wilkinson et Pickett (2009), http://www.equalitytrust.org.uk/. Zahl der Kfz aus Weltbank-Datenbank r http://www.worldbank.org/

Abbildung: Vergleich von durchschnittlicher Länge der Radfahrten pro Person und Jahr in Kilometer mit der Einkommensungleichheit. Ungleiche Länder mit relativ geringen Radfahrten nach Kilometer sind rechts unten zu sehen. Daten: Einkommensgleichheit: Wilkinson et Pickett (2009), r www.equalitytrust.org.uk/ Radweg-Daten aus ECMT (2004)

Abbildung: Vergleich von Anteil der Radfahrten an allen Fahrten einer Person mit der Einkommensungleichheit. Ungleiche Länder mit relativ wenigen Radfahrten an allen Fahrten sind rechts unten zu sehen. Daten: Einkommensgleichheit: Wilkinson et Pickett (2009), r www.equalitytrust.org.uk/ Radweg-Daten aus ECMT (2004)

Abbildung: Inlandsmaterialverbrauch (Domestic Material Consumption, DMC) in Tonnen pro Kopf und Jahr (2000) im Vergleich mit der Lohnquote (bereinigt) (2001-2007). Australien und Kanada sind als Ausreißer mit sehr hohem DMC exkludiert. Daten: DMC aus Steinberger et al. (2010), Lohnquote (bereinigt) für 2001-2007 aus ILO (2008)

Der Verkehr frisst unsere Rohstoffe

Das Auto verschlingt Land. Und es durchlöchert den Planeten. Denn die Nachfrage nach Metallen und biogenen Kraftstoffen treibt Bergbau und Land Grabbing voran.

Ein metallenes Gehäuse auf Teer und Beton

Das heutige autozentrierte Verkehrssystem benötigt eine große Menge an Ressourcen, von Erdöl im Tank, als Kunststoff in Bauteilen und als Asphalt auf den Straßen bis hin zum Flächenverbrauch durch Versiegelung und zum Metallbedarf. Allein der Verbrauch an Bitumen für den Straßenbau ist erheblich. In Österreich werden pro Jahr rund 600.000 Tonnen Bitumen verwendet, etwa die Hälfte der pro Jahr in Österreich verbrauchten Menge an Kunststoffen von 1,2 Millionen Tonnen, die ebenfalls aus Erdöl hergestellt werden. [23] Weltweit wird allerdings nur rund ein Drittel der Transportenergie für Frachten genutzt, wie lückenhafte Daten nahelegen[24][25].

Abbildung: Entwicklung der Verkehrsfläche pro Einwohner/in in Österreich von 1999 bis 2011 (Daten sind nicht für alle Jahre vorhanden). Daten: Umweltbundesamt.

Abbildung: Entwicklung des Metall- und Kunststoffverbrauchs des Kfz-Bestandes in Österreich 1960-2011 in Millionen Tonnen. Fe = Eisen, Al = Aluminium, NE = Nicht-Eisenmetalle, Daten für Kfz-Bestand: Statistik Austria. Umrechnung in Ressourcenmengen: Werner Zittel.

Neue Technologien, neue Grenzen

Der Ausbau Erneuerbarer Energietechnologien erfordert zuerst einmal weitere nicht-erneuerbare Ressourcen. Erstens fossile Energieträger zur Produktion Erneuerbarer Energietechnologien. Im Rahmen einer Wachstumswirtschaft sind fossile Energieträger auch notwendig um weiteres Kapitalwachstum zu ermöglichen, wovon tendenziell die für die Energiewende notwendigen Investitionen abhängen.

Zweitens brauchen Erneuerbare Energietechnologien Metalle. Allerdings sind Kadmium, Chrom, Kupfer, Gold, Blei, Nickel, Silber, Zinn und Zink möglicherweise nahe dem Peak ihrer Förderung oder schon jenseits davon. Das würde bedeuten, dass die Produktion dieser Metalle in der nahen Zukunft durchschnittlich zurückgehen und teurer wird. Metalle wie Wismuth, Bor, Germanium, Mangan, Molybdän, Niobium, Wolfram und Zirkonium erreichen ihren Peak wahrscheinlich innerhalb der nächsten 20-30 Jahre[26].

Der Ausbau von Photovoltaik, die unter anderem den Strom für Elektroautos herstellen soll, könnte deshalb – je nach den gewählten Technologien – an Grenzen stoßen. Auch bei den Elektroautos selbst ist das nicht auszuschließen[27][28][29][30][31][32][33].

Recycling von Metallen ist da nur eine Notmaßnahme. Erstens ist damit immer Energieaufwand verbunden und Verluste sind unvermeidlich. Zweitens erschwert eine gesteigerte Ressourceneffizienz das Recycling. Drittens resultiert Recycling in einer zunehmenden Verunreinigung von Metallen, was etwa bei Stahl zu technischen Problemen führt. Eine hohe Ressourceneffizienz erhöht zudem die Anfälligkeit gegenüber Versorgungskrisen, nachdem sie den Spielraum zur weiteren Einsparung einengt.

Abbildung: Entwicklung der Kupferförderung von 1930 bis 2100 in Milliarden Tonnen. Quelle: Werner Zittel, 2010, Klima- und Energiefonds-Projekt “Feasible Futures“.

Flächenbedarf biogener Kraftstoffe

Mit dem Ziel bis 2020 einen Anteil von 10 % erneuerbarer Transportenergie zu erreichen, hat die EU faktisch eine Beimischungsvorgabe für biogene Kraftstoffe gemacht. Die Veröffentlichung der EU-Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energie 2009[34] war daher eine von mehreren Ursachen für die gesteigerte Nachfrage nach Land. Der Flächenzugriff durch die biogene Kraftstoffproduktion ist erheblich. Dabei rückt auch der globale Süden ins Visier.

Bis 2010 hatten EU-Unternehmen schätzungsweise bereits mindestens 5 Mio. ha für die biogene Kraftstoffproduktion im Ausland akquiriert – mehr als die Fläche von Dänemark[35]. Studien gehen davon aus, dass die EU bei Erfüllung ihres Beimischungsziels ein bis zwei Drittel der notwendigen Biomasse importieren müsste. Dies würde in etwa einer Fläche von 6,5 bis 17,5 Mio. ha entsprechen, die vor allem im globalen Süden beansprucht wird[36][37][38].

Biogene Kraftstoffe: Zertifizierung der Nachhaltigkeit als ein möglicher Ausweg?

Die Kraftstoffpolitik der EU hat also bedeutende Auswirkungen in anderen Ländern. Ein umfangreicher Teil der europäischen Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energie (2009/28/EC) widmet sich daher Nachhaltigkeitskriterien. Die wesentlichsten sind (1) Mindestwerte für Emissionsreduktionen an Treibhausgasen; (2) Kriterien zur Landnutzung. Um derartige Kriterien auch tatsächlich nachvollziehbar überprüfen zu können, wurden von der Europäischen Kommission mehrere Zertifizierungssysteme zugelassen.

Doch die Nachhaltigkeitszertifizierung von Biomasse stößt an Grenzen. Erstens werden derzeit eine Reihe wesentlicher Kriterien nur unzulänglich berücksichtigt. Das betrifft vor allem soziale Standards [39].

Zweitens können indirekte Effekte grundsätzlich nicht durch Zertifizierungsansätze erfasst werden Beispielsweise wird Getreide in Europa für die Ethanolporduktion auf agrarischen Flächen kultiviert, die den Nachhaltigkeitskriterien genügen. Diese Flächen könnten zu einem erhöhten Futtermittelimport aus Südamerika führen. Dies geht dort mit einer Ausdehnung der Anbauflächen auf Kosten von Weidegebieten einher, die wiederum in Regenwaldgebiete ausweichen. Damit kann die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen in Europa zu indirekter Landnutzungsänderung mit signifikanten Treibhausgaseffekten führen.

Es zeigt sich, dass der Ersatz eines – derzeit noch marginalen – Anteils fossiler Rohstoffe durch biogene im Verkehrssektor bereits erhebliche Auswirkungen zeigt und die Grenzen der wesentlichen Ressource, nämlich Land, sichtbar macht. Nicht zuletzt wird es in Zukunft daher auch darum gehen, begrenzte Land- und Biomasse-Ressourcen in einer Weise einzusetzen, die hohe energetische Effizienzen und Treibhausgaseinsparungen mit sich bringt. Mehrfach wurde bereits gezeigt, dass biogene Kraftstoffe im Vergleich zu anderen Biomasse-Nutzungsketten (Verstromung, thermische Nutzung) deutlich ungünstiger abschneiden[40].

Die große Enteignung

Donald Mitchell, ein führender Ökonom der Weltbank hatte 2008 geschätzt, dass die biogene Kraftstoffproduktion zu 75 % zur Preissteigerung bei Lebensmitteln beitrug. Diese Analyse bestätigte eine Übersichtsstudie der Purdue Universität 2008. Ähnlich war das Ergebnis von Analysen der OECD, der FAO, des Internationale Währungsfonds und des Forschungsinstituts IFPRI. Der Preisanstieg lieferte damals geschätzte 30 Millionen Menschen zusätzlich dem Hunger aus[41].

Seit 2008 ist eine Welle von Käufen oder Pachten sehr großer Landflächen vor allem im globalen Süden zu beobachten, angetrieben von Unternehmen aus der OECD-Welt und den Schwellenländern, den Golfstaaten sowie von Anlagefonds. Möglicherweise noch bedeutsamer sind inländische Investoren[42][43]. Private Investoren wollen von steigenden Preisen für Nahrungsmittel und dem staatlich verordneten biogenen Kraftstoffverbrauch profitieren. Investoren aus Ländern mit einer starken Abhängigkeit von Nahrungsmittelimporten sollen deren Versorgungssicherheit erhöhen. Zudem suchen Anleger seit der Finanzkrise 2008 nach sicheren Investitionsgelegenheiten.

Abbildung: Globaler Anstieg von profitorientierten Landaneignungen 2000-2010, basierend auf der Land Matrix-Datenbank in Millionen Hektar. Die Datenbank erfasst Aneignungen über Kauf, Pacht oder Konzession, sofern sie kleinbäuerlich genutztes Land oder solches mit wichtigen Umweltfunktionen in großflächige kommerzielle Nutzung konvertieren, größer als 200 Hektar sind und noch nicht vor dem Jahr 2000 abgeschlossen waren. Abgesichert (cross-referenced) sind solche Aneignungen, die anhand mehrerer Quellen belegt werden können. Daten: Anseeuw et al. (2012)

Die Investoren haben vor allem Afrika im Visier. Laut Medienberichten[44], die nur einen kleinen Ausschnitt sichtbar machen, wurden weltweit allein zwischen 2008 und 2009 rund 56 Mio. ha Ackerland oder ackerfähiges Land akquiriert oder nachgefragt[45]. In der Provinz Katanga im Ost-Kongo sollen 14 Mio. ha verpachtet werden[46]. Die bislang umfassendste Studie gibt rund 200 Mio. ha seit 2005 weltweit von großen Investoren akquirierte Ackerflächen an[47]. Dies entspricht der Fläche Westeuropas. Die NGO GRAIN nennt fast 35 Mio. ha zwischen 2006 und 2012 nachweislich angeeigneter Fläche für Projekte zur Nahrungsmittelproduktion durch ausländische Investoren, der Großteil in Afrika[48].

Abbildung: Nutzungstyp profitorientierter Landaneignungen 2000-2010, basierend auf der Land Matrix-Datenbank in Millionen Hektar. Laut WB (2010) haben viele Aneignungen ein spekulatives Motiv. Daten: Anseeuw et al. (2012)

Unfaire Illusionen

Die Weltbank und UN-Organisationen rechtfertigen die Landnahme mit der Hoffnung auf Win-Win-Situationen, würden Menschenrechte eingehalten und faire Pachtverträge mit lokalen Bäuerinnen und Bauern vereinbart. Das Problem liegt jedoch erstens darin, dass Menschenrechte in den Augen der Wachstumswirtschaft im Zweifelsfall keine große Rolle spielen. Zweitens ist das Machtgefälle zwischen international tätigen Firmen und der lokalen Bauernschaft etwa in Afrika derart groß, dass es keine Grundlage für faire Verträge gibt – sofern Verträge überhaupt abgeschlossen werden, was offenbar praktisch nicht der Fall ist.

Selbst eine „faire“ Vertragslandwirtschaft würde, wie Beispiele zeigen, das Risiko für die Kleinbetriebe erhöhen und zugleich mit den Einnahmen die notwendigen Ausgaben steigern. Arme bleiben von Vertragslandwirtschaft in der Regel ausgeschlossen. Die Weltbank und UN-Organisationen argumentieren weiters, dass es etwa in Afrika genug ungenutztes Land gäbe. Doch dies ist zum großen Teil überlebenswichtig für die lokale Bevölkerung[49].

Wird etwa argumentiert, der Anbau von Biomasse für Treibstoff auf geeigneten Flächen könnte den Kohlenstoffgehalt erhöhen und so das Klima schützen, so wird vergessen: Diese Flächen sind zumeist wenig produktiv und für Investoren uninteressant. Wenn Wald gerodet wird oder Weideflächen in Ackerland umgewandelt werden, kommt es dagegen zu einer Netto-Freisetzung von Kohlenstoff[50][51].[52] Die Landnahme verdrängt zudem bisherige Nutzer in noch wenig genutzte Gebiete.

Die Opfer der neuen Landnahme werden sich daher kaum mit Lohnarbeit über Wasser halten können[53] , sondern vielfach direkt in Unterernährung und Hunger getrieben. Nachdem es keine verlässlichen Zahlen zur Landnahme gibt, ist auch eine Angabe des durch sie verursachten Hungers nicht möglich. Selbst die FAO hat keine exakten Zahlen zu den Hungernden weltweit[54] . Fallstudien, darunter von der Weltbank[55] , belegen freilich, dass Menschen in großer Zahl vertrieben werden und den Zugang zu (gut nutzbarem) Land, ihrem einzigen Mittel zum Lebensunterhalt, verlieren [56] [57][58][59]. Das Ende des billigen Erdöls beendet zudem die Hoffnung auf die großangelegte Entwicklung einer kapitalistischen Industrie.

Anmerkungen:

[1] Zittel W. (2010): Ressourcen. Assessment der Verfügbarkeit fossiler Energieträger (Erdöl, Erdgas, Kohle) sowie von Phosphor und Kalium. Teilbericht 1, Arbeitspaket 2 – Globale und regionale Rahmenbedingungen. Studie „Save our Surface“, im Auftrag des Österreichischen Klima- und Energiefonds. München, Mai. r www.umweltbuero-klagenfurt.at/ zurück zum Text

[2] vgl. Krumdieck S., Page S., Dantas A. (2010): Urban form and long-term fuel supply decline: A method to investigate the peak oil risks to essential activities. Transportation Research Part A 44: 306–322. zurück zum Text

[3] Exner A., Lauk C., Kulterer K. (2008): Die Grenzen des Kapitalismus. Wie wir am Wachstum scheitern. Ueberreuter-Verlag, Wien. zurück zum Text

[4] Exner A., Lauk C., Kulterer K. (2008): Die Grenzen des Kapitalismus. Wie wir am Wachstum scheitern. Ueberreuter-Verlag, Wien. zurück zum Text

[5] Korowicz D. (2010): Tipping Point. Near-Term Systemic Implications of a Peak in Global Oil Production An Outline Review. Feasta & The Risk/Resilience Network. r www.feasta.org/
(30.3.2012) zurück zum Text

[6] Zentrum für Transformation der Bundeswehr, Dezernat Zukunftsanalyse (ZfTdB, 2011): Streitkräfte, Fähigkeiten und Technologien im 21. Jahrhundert. Umweltdimensionen von Sicherheit. Teilstudie 1: Peak Oil. Sicherheitspolitische Implikationen knapper Ressourcen. r http://www.bundeswehr.de/ (30.3.2012) zurück zum Text

[7] Zittel W. (2010): Ressourcen. Assessment der Verfügbarkeit fossiler Energieträger (Erdöl, Erdgas, Kohle) sowie von Phosphor und Kalium. Teilbericht 1, Arbeitspaket 2 – Globale und regionale Rahmenbedingungen. Studie „Save our Surface“, im Auftrag des Österreichischen Klima- und Energiefonds. München, Mai. r www.umweltbuero-klagenfurt.at/ zurück zum Text

[8] Exner A., Lauk C., Kulterer K. (2008): Die Grenzen des Kapitalismus. Wie wir am Wachstum scheitern. Ueberreuter-Verlag, Wien. zurück zum Text

[9] Exner A., Fleissner P., Kranzl L., Zittel W. (2011). Kämpfe um Land. Gutes Leben im post-fossilen Zeitalter. Mandelbaum-Verlag, Wien. zurück zum Text

[10] Vgl. zur Kritik dieser Position: Exner A., Lauk C., Kulterer K. (2008): Die Grenzen des Kapitalismus. Wie wir am Wachstum scheitern. Ueberreuter-Verlag, Wien. zurück zum Text

[11] Vgl. zur Kritik dieser Position: Hinterberger F., Hutterer H., Omann I., Freytag E. (2009): Welches Wachstum ist nachhaltig? Ein Argumentarium. Mandelbaum-Verlag. Wien zurück zum Text

[12] Vgl. zur Kritik dieser Position: Exner A., Fleissner P., Kranzl L., Zittel W. (2011). Kämpfe um Land. Gutes Leben im post-fossilen Zeitalter. Mandelbaum-Verlag, Wien. zurück zum Text

[13] UNEP (2011): Decoupling natural resource use and environmental impacts from economic growth, A Report of the Working Group on Decoupling to the International Resource Panel. Fischer-Kowalski M., Swilling M., von Weizsäcker E.U., Ren Y., Moriguchi Y., Crane W., Krausmann F., Eisenmenger N., Giljum S., Hennicke P., Romero Lankao P., Siriban Manalang A., Sewerin S. zurück zum Text

[14] Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend – BMLFUW/BMWFJ (Hrsg., 2011): Ressourcennutzung in Österreich – Bericht 2011, Wien. zurück zum Text

[15] Z.B. European Commission – EC (2011): Communication from the Commission to the European Parliament, the Council, the European Economic and Social Committee and the Committee of the Regions. Roadmap to a Resource Efficient Europe. Brussels, 20.9.2011. COM(2011) 571 final. zurück zum Text

[16] Europäische Kommission – EK (2008): Mitteilungen der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat. Die Rohstoffinitiative — Sicherung der Versorgung Europas mit den für Wachstum und Beschäftigung notwendigen Gütern. Brüssel, den 4.11.2008, KOM(2008) 699, S.14. zurück zum Text

[17] Europäische Kommission – EK (2008): Mitteilungen der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat. Die Rohstoffinitiative — Sicherung der Versorgung Europas mit den für Wachstum und Beschäftigung notwendigen Gütern. Brüssel, den 4.11.2008, KOM(2008) 699zurück zum Text

[18] Wilkinson R., Pickett K. (2009): The Spirit Level. Why Equality is Better for Everyone. Penguin Books. zurück zum Text

[19] Wilkinson R., Pickett K. (2009): The Spirit Level. Why Equality is Better for Everyone. Penguin Books, S.57f. zurück zum Text

[20] vgl. Davis S.C, Truett L.F. (2000): An Analysis of the Impact of Sport Utility Vehicles in the United States. Prepared for the Office of Transportation Technologies U.S. Department of Energy r http://cta.ornl.gov/cta/(10.4.2012) zurück zum Text

[21] exkl. Motorräder und Mopeds zurück zum Text

[22] Wilkinson R., Pickett K. (2009): The Spirit Level. Why Equality is Better for Everyone. Penguin Books, S.232f. zurück zum Text

[23] Kranzl L., Kalt G., Lauk C., Exner A. (2011): Biomasse: ein Kernbestandteil der Energiezukunft. In: Exner A., Fleissner P., Kranzl L., Zittel W. (Hg.): Kämpfe um Land. Gutes Leben im post-fossilen Zeitalter. Mandelbaum-Verlag, Wien, S.45-82. zurück zum Text

[24] IEA – International Energy Agency (2008): Worldwide Trends in Energy Use and Efficiency. Key Insights from IEA Indicator Analysis. In support of the G8 plan of action. Paris. zurück zum Text

[25] vgl. Schipper L., Scholln L., Price L. (1997): Energy use and carbon emissions from freight in 10 industrialized countries: an analysis of trends from 1973 to 1992. Transportation Research, Part D: Transport and Environment, Bd. 2, Nr. 1, S. 57-76. zurück zum Text

[26] Zittel W. (2012): Feasible Futures – Progress Report 1: Assessment of Fossil Fuels Availability (Task 2a) and of Key Metals Availability (Task 2 b). Ludwig-Bölkow-Systemtechnik, Munich. r www.umweltbuero-klagenfurt.at/ (30.4.2012)zurück zum Text

[27] Andersson B.A., Azar C., Holmberg J., Karlsson S. (1997): Material constraints for thin film solar cells. Energy (23)5: 407-411.zurück zum Text

[28]Andersson B.A., Råde I. (2001): Metal resource constraints for electric vehicle batteries. Transportation Research Part D 6 (2001): 297-324. zurück zum Text

[29] Råde I., Andersson B.A. (2001): Platinum Group Metal Resource Constraints for Fuel-Cell Electric Vehicles. PRT Report 2001: 01. Department of Physical Resource Theory. Chalmers University of Technology and Göteborg University, Göteborg. zurück zum Text

[30] < Graedel T.E. (2011): On the Future Availability of the Energy Metals. Annu. Rev. Mater. Res. 2011. 41:7.1–7.13. 10.1146/annurev-matsci-062910-095759a href="#Z30">zurück zum Text

[31]] Schüler D., Buchert M., Liu R., Dittrich S., Merz C. (2011): Study on Rare Earths and Their Recycling. Final Report for The Greens/EFA Group in the European Parliament. Darmstadt. zurück zum Text

[32] Moss R.L., Tzimas E., Kara H., Willis P., Kooroshy J. (2011): Critical Metals in Strategic Energy Technologies. Assessing Rare Metals as Supply-Chain Bottlenecks in Low-Carbon Energy Technologies. JRC Scientific and Technical Reports. zurück zum Text

[33] vgl. laufende Forschung im KLI.EN-Projekt Feasible Futures, r www.umweltbuero-klagenfurt.at/ (10.4.2012) zurück zum Text

[34] Directive 2009/28/EC on the promotion of the use of energy from renewable sources and amending and subsequently repealing Directives 2001/77/EC and 2003/30/EC, 2009.zurück zum Text

[35] ActionAid (2010): Meals per gallon. The impact of industrial biofuels on people and global hunger. r http://www.actionaid.org.uk/ (30.3.2012) zurück zum Text

[36] ActionAid (2010): Meals per gallon. The impact of industrial biofuels on people and global hunger, S.7 r http://www.actionaid.org.uk/(30.3.2012) zurück zum Text

[37] Eickhout B., van den Born G.J., Notenboom J., van Oorschot M., Ros J.P.M., van Vuuren D.P., Westhoek H.J. (2008): Local and global consequences of the EU renewable directive for biofuels. Testing the sustainability criteria. Milieu en Natuur, Planbureau. MNP Report 500143001/2008, Netherlands Environmental Assessment Agency, S.31 r www.pbl.nl/en (30.3.2012) zurück zum Text

[38] vgl. Renewable Fuels Agency (RFA; 2008): The Gallagher Review of the indirect effects of biofuels production, S.30 r http://webarchive.nationalarchives.gov.uk/(30.3.2012) zurück zum Text

[39] van Dam J., Junginger M., Faaij A.P.C. (2010): From the global efforts on certification of bioenergy towards an integrated approach based on sustainable land use planning. Renewable and Sustainable Energy Reviews. zurück zum Text

[40] Kalt G., Kranzl L. (2011): Assessing the economic efficiency of bioenergy technologies in climate mitigation and fossil fuel replacement in Austria using a techno-economic approach. Applied Energy. zurück zum Text

[41] ActionAid (2010): Meals per gallon. The impact of industrial biofuels on people and global hunger. r http://www.actionaid.org.uk/ (30.3.2012) zurück zum Text

[42] Cotula L., Vermeulen S., Leonard R., Keeley J. (2009): Land grab or developmental opportunity? Agricultural investment and international land deals in Africa. FAO, IIED, IFAD, London & Rom. zurück zum Text

[43] World Bank (2010): Rising Global Interest in Farmland. Can it Yield Sustainable and Equitable Benefits? r http://siteresources.worldbank.org/ (31.3.2012) zurück zum Text

[44]r http://farmlandgrab.org/(31.3.2012) zurück zum Text

[45] World Bank (2010): Rising Global Interest in Farmland. Can it Yield Sustainable and Equitable Benefits? r http://siteresources.worldbank.org/ (31.3.2012). In der ersten Online-Ausgabe des betreffenden Weltbankberichts (der nicht mehr im Netz verfügbar ist) wurden 46,6 Mio. ha genannt. Die neuere, höhere Gesamtfläche ging nicht mit einer Anpassung der Daten zu Nutzungstypen und regionaler Verteilung einher – ein weiteres Indiz für die Unsicherheit der Datenlage. zurück zum Text

[46] Hogg J. (2011): Congo governor offers farmland in mining province. Reuters. Friday, April 22, 2011 zurück zum Text

[47] Anseeuw W., Alden Wily L., Cotula L., Taylor M. (2012): Land Rights and the Rush for Land: Findings of the Global Commercial Pressures on Land Research Project. ILC, Rome. zurück zum Text

[48] GRAIN (2012): GRAIN releases data set with over 400 global land grabs. 23 February 2012. r www.grain.org/(30.4.2012) zurück zum Text

[49] Exner A. (2011): Die neue Landnahme an den Grenzen des fossilen Energieregimes. Tendenzen, Akteure und Konflikte am Beispiel Tansanias. Peripherie 124: 470-496. zurück zum Text

[50] Searchinger T., Heimlich R., Houghton R.A., Dong F., Elobeid A., Fabiosa J., Tokgoz S., Hayes D., Yu T.-H. (2008): Use of U.S. Croplands for Biofuels Increases Greenhouse Gases Through Emissions from Land-Use Change. Science 319: 1238-1240. zurück zum Text

[51]] Fargione J., Hill J., Tilman D., Polasky S., Hawthorne P. (2008): Land Clearing and the Biofuel Carbon Debt. Science 319: 1235-1238. zurück zum Text

[52] Romijn, H. (in press): The impact of land clearing on GHG emissions from Jatropha biofuel on Miombo Woodlands, Energy Policy, special issue on sustainability of biofuels.zurück zum Text

[53] Li T.M. (2011): Centering labor in the land grab debate. Journal of Peasant Studies, Bd. 38, Nr. 2: 281-298. zurück zum Text

[54] r www.guardian.co.uk/ (6.4.2012) zurück zum Text

[55] World Bank (2010): Rising Global Interest in Farmland. Can it Yield Sustainable and Equitable Benefits? r http://www.worldbank.org/ (31.3.2012). zurück zum Text

[56] Z.B. FIAN (2010): Land Grabbing in Kenya and Mozambique. A report on two research missions – and a human rights analysis of land grabbing. r www.fian.org/ (24.6.2010) zurück zum Text

[57]r www.oaklandinstitute.org/ (6.4.2012) zurück zum Text

[58] Anseeuw W., Alden Wily L., Cotula L., Taylor M. (2012): Land Rights and the Rush for Land: Findings of the Global Commercial Pressures on Land Research Project. ILC, Rome. zurück zum Text

[59] allg. sieher http://farmlandgrab.org/zurück zum Text

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