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Sarah Stern

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2010-06-24

ARBEITSMARKTPUFF

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ARBEITSMARKTPUFF

Der Arbeitsmarkt ist ein riesiges Puff
Wohl jenen von uns Menschen
die ehrlich sind
und in einem wirklichen Bordell arbeiten
Denn sie vermieten nur
ihre Genitalien
und machen sich keine Illusionen

Unselig jene von uns
die glauben
sie sind frei
am Arbeitsmarkt
denn sie haben wahrscheinlich
schon ihre Seele vermietet
Und ihren ganzen Körper

Ihre Forpflanzungsfähigkeit leidet vielleicht schon
wegen dem täglichen Druck
Ihr werdet sie erkennen an ihrer Impotenz und Frigidität
Sie werden sich selbst erkennen
an ihren Zyklusstörungen
und ihrer Unfähigkeit
in gesunden Beziehungen zu leben

Unselig jene von uns Lohnarbeitenden
die sich der Illusion hingeben
keine Sklaven zu sein
denn sie haben meist
ein Brett vorm Kopf
und sie sehen dadurch kaum
klar
Weder nach innen
noch nach aussen

Selig jene von uns
die ihre Tätigkeit mit Hingabe verrichten
Ihr Lohn ist meistens Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld
solange es kein Grundeinkommen gibt
Sie versorgen oft ihre Kinder, Eltern und Freunde mit Zuwendung und Essen
Sie pflegen ihre Gärten und zahlen ihre Miete
Sie konsumieren redlich
wie es ihre Vorstellung von Wirtschaft von ihnen fordert

Selig jene von uns
die ihre Tätigkeit und Berufung mit Liebe erfüllenv und ihren Fairtrade-Lohn dafür erhalten
Denn ihnen gehört das Erdenreich Sie werden hoffentlich immer mehr.

Selig Frithjof Bergmann
denn er hat etwas nützliches zu sagen

Selig die Akteurinnen und Akteure der Solidarökonomie
denn sie werden das Land erben
Und hoffentlich darauf Gärten errichten.
Menschengärten, wo alle willkommen sind

Sarah Stern

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Themenschwerpunkt ARBEIT
Kritische Texte zu einer zentralen Säule unserer Gesellschaft

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diana, 2010-06-24, Nr. 4850

Liebe Sabine!

Eines muss aber doch gesagt werden:
Ich weigere mich, als unehrlich zu gelten, nur weil ich Tag täglich meinen Beitrag leiste um dieses System aufrecht zu erhalten. Frei fühlen hin oder her, einer MUSS doch die Steuergelder zahlen, um FÜR Österreich, dieses soziale Auffangnetz zu gewähren. Arbeitslosengeld/Sozialhilfe usw. diese ganzen sozialen Leistungen müssen doch finanziert werden. Mit Steuergeldern der Arbeitnehmer und Arbeitgeber wird dieses System aufrecht erhalten. Also die „Seligen“, welche Arbeitslosengeld und Sozialhilfe beziehen, können nur deshalb selig sein, weil Leute mit Brett vor dem Kopf wie ICH, sich der Aufgabe stellen und in den sauren Apfel beißen, um Sozialleistungen erst möglich zu machen, durch Steuergeld. Wenn jeder seinen Job auf den Nagel hängt und Sozialleistungen bezieht, ah, bitte, wer wird die Leistungen dann finanzieren????
Stell Dir mal vor, gleiche Zeit, anderer Kontinent, anders Land, ohne soziales Auffangnetz wie in Österreich. Willst Du dort leben? Niemand will dort leben, deshalb flüchten ja alle von dort!
Im Kapitalismus ist alles möglich, ja, auch ein Grundeinkommen. Und sogar Sozialhilfe für Afrika....aber halt nur im Kapitalismus...

liebste Grüße Diana

AMSand, 2010-06-24, Nr. 4851

Liebe Diana,

wir danken dir, dass du dich für uns Schmarotzer aufopferst und uns durchfütterst.

Irgendetwas hast du scheinbar nicht kapiert. Ich habe selten so einen Schmarrn gelesen - nein, ich lese ständig so einen Schmarrn, überall wo ich hinlese oder höre beten sie deinen Sermon herunter. Ich nehme an, von daher hast du deine komischen Weisheiten. Aber du könntest ja auch einmal versuchen selbst nachzudenken, bevor du das wiedergekäute Zeugs hier hereinkotzt.

diana, 2010-06-24, Nr. 4852

Hallo AMS,

habe ich das Wort "SCHMAROTZER" benutzt??? Nein, habe ich NICHT.

Dein Beitrag transportiert außer WUT rein GAR NIX

Erspar uns Dein "dich ausgeschlossen fühlen" und sei froh, dass Du in Österreich lebst.

diana, 2010-06-24, Nr. 4853

Zusätzlich noch:
Zum süffisanten Satz von AMSand möchte ich noch folgendes anmerken:
Es ist wohl ein Indiz der eigenen Gefühlswelt, welche den Verfasser dieses Satzes dazu gebracht haben, mich stellvertretend für alle zu beschimpfen, welche den Verfasser dazu gebracht haben, sich als Schmarotzer zu fühlen.

Es war wohl schon schwierig genug auf ein emotionales Gedicht/Text mit Fakten zu antworten, vielleicht will man einfach emotional bleiben...

Hier geht es nicht um sich dankbar zu fühlen, weil man vielleicht Arbeitslosengeld bezieht. Um Arbeitslosengeld beziehen zu können, müssen gesetzlich geregelte Voraussetzungen des Empfängers gegeben sein. Niemand kann einfach so zum AMS gehen und bekommt einfach so ein Geld überwiesen. Fakt ist:
Eine solche Unterstützung muss niemand als Almosen empfinden. Es gibt also Leute die sich als Almosenempfänger empfinden, weil es Leute gibt, die Ihnen dieses Gefühl vermitteln. Was wiederrum ja an Lächerlichkeit grenzt (siehe bereits oben angemerkt/gesetzlich verankert usw). Ich fühle mich nicht von denen ausgenützt, welche keine Steuern zahlen. Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit meinen Beitrag zu leisten,in guten Tagen und in weniger guten Tagen.... Ich tue es in erster Linie aber nicht nur aus Mitgefühl, sondern auch aus Eigeninteresse. Auch ich bin vor Arbeitslosigkeit nicht gefeilt.

Mir geht es im Gedicht von Sabine einfach darum, dass wir auch jene respektieren, welche vielleicht noch nicht die Zusammenhänge (sofern diese jemals verstanden werden...) verstehen können. Das wäre ein Zeichen von Größe, jemanden die Hand zu reichen, der nicht meine Sprache spricht. Ich glaube auch, dass gerade Menschen, welche immer „fleißig“ waren und „gespart“ haben (verzeiht mir meine einfach Wortwahl!), also Menschen, welche sich einen kleinen Wohlstand schwer erarbeitet haben, sicher sehr an diesen selbsterwirtschafteten Dingen hängen. Und auch an den Tugenden! An den Idealen >Fleiß< usw. Solche Menschen haben schwer „geschuftet“, viel an Ihrer eigenen Identität aufgegeben und an die große Hoffnung „Wohlstand“ und „Absicherung“ geglaubt. Sie einfach als Menschen mit Brett vor dem Kopf zu bezeichnen ist meiner Meinung nach aber nicht der richtige Weg.
Diana

mimenda, 2010-06-26, Nr. 4854

So sehr ich Menschen schätze, die das Leben durch alternative Lebensformen zu prägen versuchen, so sehr ist es töricht zu glauben, diese Lebensformen versetzten in einen Zustand wahren Lebens, das gegenüber dem falschen sich besser dünken dürfte.

Denn beide sind falsch: solange es den Alternativen nicht gelingt, die vermeintlich Alternativlosen aus ihrem angeblichen Schlaf zu reißen und zu ermuntern, solange bleibt ihr Handeln privat, mithin unerheblich.

Der Text zeigt, dass man sich auf dieser privaten Parzelle heimlich eingerichtet hat und die Freude über die Abgrenzung zu den nützlichen Idioten des Kapitalismus groß ist. Dass die Abgrenzung ebenso idiotisch ist, wird geflissentlich verdrängt.

Meine Erfahrungen ergeben zudem ein anderes Bild. Es gibt viele, sehr viele Menschen, die an dem leiden, was ist. Und sie artikulieren dies auch, wenngleich sie oft ohnmächtig diese Energie gegen sich selbst wenden oder sie durch dümmliche Vergnügungen zu vergessen suchen.

Es gibt aber auch solche, die dem System listig begegnen und versuchen, es beim Wort zu nehmen. Diese Menschen arbeiten mit großem Idealismus. Sie sind keineswegs bloß Knechte (das sind sie gewiss auch), sondern sie gestalten. Und sie wissen ziemlich genau, was sie tun und warum. Ob ihre Zahl so groß wird, dass sie einen Umbruch erreichen können, ist natürlich fraglich. Aber sie können den Marsch durch die Instanzen antreten. Und so, wie dieser Typ Mensch nun einmal gestrickt ist, kommt er nicht vollkommen zugerichtet am Ziel an.

Das System ist nur von Innen zu ändern. Die Alternativcharismatiker sind hingegen bloß von einem Geist befallen, den sie für heilig halten und der ihnen gebietet, noch den größten Müll, den sie von sich geben, für verständliches Gotteswort zu halten.

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