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Ernst Sandriesser

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2008-04-01

Schöpfungsverantwortung – ein Perspektivenwechsel

Zur Übersicht über den Prozess
Welche Zukunft machen wir?

Der Beitrag der Religionen zur zukunftsfähigen Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft[1]

Der Beitrag ist auf dem Hintergrund eines christlichen Welt- und Menschenbildes verfasst. Der/die Leser/in ist eingeladen, die zur Diskussion stehenden Thesen im Hinblick auf sein / ihr eigenes religiöse Vorverständnis und seine / ihre Überzeugung zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

Die Grundtexte aller großen Weltreligionen sprechen von einem Ursprungsverhältnis, in dem der Menschen zur Schöpfung steht und das ihn herausfordert auf alle Ereignisse und Entwicklungen um ihn herum, eine ethisch begründete Antwort zu geben und eine verantwortungsvolle Handlung zusetzen. Schöpfungsverantwortung meint in diesem Kontext nicht nur den gegenwärtigen und kommenden Generationen gegenüber zu verantwortenden Umgang mit der nichtmenschlichen Schöpfung, sondern auch die Frage nach dem nächsten und übernächsten Menschen und seinem Schicksal.[2]

Ökologische und soziale Gerechtigkeit sind aus der Sicht der Religion kein Widerspruch, sondern stehen in einem gegenseitigen Bedingungsverhältnis. Schöpfungsverantwortung schließt den Ausgleich der Güter zugunsten sozial benachteiligter Menschen ein, um zu verhindern, dass Menschen über eine bedrückende soziale Lage die elementare Schöpfungserfahrung verlieren.[3]

Menschenrechte werden in der jüdisch-christlichen Tradition vom Schöpfungsglauben her begründet.[4] Die Anerkennung des je eigenen, weit über ihren unmittelbaren Nutzen hinausgehenden Eigenwertes der Mitgeschöpfe ist eine notwendige Konsequenz des biblischen Schöpfungsglaubens. Das ist im Wesentlichen ein gemeinsames jüdisch-christliches und teilweise auch islamisches Erbe, das sich in der Grundausrichtung auch in den anderen Weltreligionen findet.

Individuelle Lösungsansätze

Das Umweltproblem ist in erster Linie ein Konsumproblem. Um das ständig steigende Niveau zu erfüllen, muss immer mehr produziert werden, ohne dass eine Sättigung eintritt. Zugleich verspricht die Industrie unsere zumeist immateriellen Bedürfnisse zu befriedigen und verhindert so die Möglichkeit eines dauerhaften Glücks. Der Wegfall der Geborgenheit löste bei vielen einen Bemächtigungsdrang aus. Ist das Leben die einzige Möglichkeit, dass muss ich alles aus ihm herausholen, alles erleben, alles genießen, alles verbrauchen. Hinter dem Streben nach immer mehr glücksverheißenden Genüssen steht eine Sehnsucht nach Ganzheit und Vollendung, theologisch gesprochen: eine Sehnsucht nach dem Paradies. Niklas Luhmann ist überzeugt, dass die Religionen die einzige Gegeninstanz gegen die Ideologie des grenzenlosen Wachstums ist. Im Christentum hat es seinen Grund im Schöpfungsbewusstsein, welches Freiheit gewährt gegenüber einer sich grenzenlos steigernden Alltagswelt.

Gesellschaftspolitische Ansätze

Seit einigen Jahren bilden sich zwischen Religionen, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft neue bemerkenswerte Bündnisse für Nachhaltigkeit. Sie sind noch schwach und oft nur punktuell wirksam, aber sie bergen ein entscheidendes Potential für eine zukunftsfähige Entwicklung, das auf fünf herausragende Qualitäten beruht:

  1. Fähigkeit zur Sinnstiftung (Gestaltung von Weltanschauung und emotional wirksame Vermittlung ihres Orientierungsgehaltes durch Symbole, Riten und Mythen);
  2. moralische Autorität (diese ist in den säkularisierten westlichen Gesellschaften zwar wesentlich relativiert, zählt aber auch dort und weltweit immer noch zu den einflussreichsten Faktoren);
  3. eine große Anhängerschaft (Die katholische Kirche ist mit über einer Milliarde Mitglieder die weltweit größte Religionsgemeinschaft; die Zahl der Christen umfasst derzeit 2 Milliarden, das sind 33 % d. Weltbevölkerung);
  4. bedeutende materielle Mittel (Die „Alliance of Religion and Conservation“ [ARCC] schätzt, dass bis zu 7 % der bewohnbaren Erdoberfläche im Besitz von Religionsgemeinschaften sind);
  5. die Fähigkeit zur Bildung von Gemeinschaft (Gemeinschaftsbildung ist in allen Weltreligionen ein wesentlicher Faktor und hat für die christlichen Kirchen eine besonders zentrale Bedeutung; die katholische Kirche ist die älteste globale Institution, die hierarchisch gut organisiert und in fast allen Ländern der Welt auch lokal verwurzelt ist).

Das renommierte Worldwatch-Institut geht davon aus, dass der „Kurswechsel“ der Weltgesellschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung nur dann gelingen kann, wenn die Religionen intensiv Mitverantwortung übernehmen. Die religiösen Potentiale werden bisher nur eingeschränkt für eine ökologisch tragfähige, global gerechte und friedliche Entwicklung aktiviert. Hier können der Nachhaltigkeitsdiskurs oder Initiativen wie das Klimabündnis oder der GMP helfen, die Potentiale der Religionen ethisch, ökumenisch und gesellschaftlich herauszufordern und zu erschließen. Der christliche Glaube birgt entscheidende Anstöße, um das Leitbild nachhaltiger Entwicklung in seiner kulturellen und ethischen Dimension zu vertiefen und so den notwendigen Kurswechsel zu einer nachhaltigen Entwicklung auf der Ebene des individuellen und gesellschaftlichen Wertewandels zu unterstützen.

In einem weltweiten Lernprozess geht es darum unter Mitwirkung der Religionen, die fundamentale Vernetzung der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Globalisierung deutlich zu machen. Es geht nicht um Einzelprobleme, sondern um die ethischen Grundlagen, Regeln und Ziele gesellschaftlicher Entwicklung. Nachhaltige Entwicklung fordert eine neue Verständigung darüber, was die tragenden Grundwerte des Lebens sind, wie wir weltweite Gerechtigkeit und Überlebensfähigkeit sichern können, aus welchen Quellen die Reformfähigkeit von Politik und Gesellschaft gestärkt werden kann.

  1. Motivation für Globale Solidarität: Nachhaltige Entwicklung steht und fällt mit der Befähigung zu globaler Solidarität. Die Kraft und Entschlossenheit zu einer solchen Solidarität bringen Politik und Wirtschaft nicht von sich her auf. Hier braucht es intensive Unterstützung durch die Religionen, Hilfsorganisationen, Verbände und eine kritische Weltöffentlichkeit.
    Diese Forderung globaler Solidarität wird in den Kirchen als Weltgemeinschaft und ältester globaler Institution nicht nur in der Sozialverkündigung, sondern auch in der Praxis beispielsweise durch Missionsorden und Hilfswerke konkretisiert. Da Solidarität nicht primär ein Erkenntnisproblem ist, sondern vor allem eine Frage der Motivation, können christliche Verkündigung, kirchliche Hilfswerke und durch den Glauben motivierte Hilfsbereitschaft hier Vieles beitragen, was philosophische Begründungen und politische Appelle zu globaler Solidarität nicht vermögen. Die christlichen Kirchen schaffen tiefe Gemeinschaft, aktivieren lokale und weltweite Solidarität und engagieren sich intensiv für eine auf persönliche Entfaltung ausgerichtete Bildung. Damit fördern sie das wertvollste soziale Kapital, dessen Intensivierung für eine nachhaltige Entwicklung unverzichtbar ist. Auch Umweltschutz ist nicht allein ein Problem rationaler Begründung, sondern oft eine Frage der Willensbildung auf einer tieferen, emotionalen Ebene, und ist auf eine Motivation durch die Religionen angewiesen.
  2. Beitrag zur Überwindung des massenhaften Konsums. Nachhaltigkeit braucht eine Überwindung des massenhaften Konsums, der sich vor allem zu Lasten der Natur in den Entwicklungsländern auswirkt. Dies ist vor allem eine Frage der Werte und der Vermittlung eines Selbstbewusstseins, das sich unabhängig von äußerem Besitz und kurzfristigen Erlebniswerten anerkannt weiß.
    Wichtig für das alltägliche Verhalten ist nicht primär eine Vermehrung des ökologischen Wissens, sondern eine ethische und kulturelle Wende. Das Bemühen um nachhaltige Lebensstile ist eine Chance der Ökumene; denn die Mahnung, nicht ausschließlich nach Reichtum und materiellen Gütern zu streben, ist die „wohl mächtigste, latente Lehre vieler Religionen“.
  3. Langfristiges Denken und strukturelle Dauerhaftigkeit: Nachhaltigkeit ist ein Zeitproblem. Die ethische Basis der Nachhaltigkeit, nämlich Verantwortung für künftige Generationen, ist vor allem eine Frage der Fähigkeit zu langfristigem Denken und einer strukturellen Verankerung dieser langfristigen Perspektiven. Insbesondere die Feier des Sabbat bzw. des Sonntags sowie die Vielzahl von jahreszeitbezogenen Festen können Wesentliches beitragen zu einer „Ökologie der Zeit“, die Biorhythmen und Jahreszeiten beachtet. Angesichts der Dominanz kurzfristiger und fragmentierter Interessen, die die Tagespolitik und die Finanzmärkte bestimmen und das notwendige gemeinsame Handeln im Umweltbereich oft blockieren, können die Weltreligionen als eine nicht unmittelbar von nationalen Interessen oder kurzfristiger Wählergunst abhängige Gemeinschaften einen wichtigen Vermittlungsdienst leisten.
  4. Zukunftshoffnung jenseits von Fortschrittsglaube: In gewisser Hinsicht ist Nachhaltigkeit das kritische Gegenmodell zur neuzeitlichen Fortschrittsutopie. Nachhaltigkeit meint jedoch nicht einfach die Negation von Fortschritt, sondern eine durchaus offensive und kreative Zukunftsgestaltung. Sie basiert nicht auf der Vorstellung, dass alles immer besser wird und der Mensch aus eigenen Kräften eine vollkommene Gesellschaft schaffen könne, sondern im Gegenteil auf einer Grenzerfahrung des Menschen, in der sich ihm eine Beziehung über sich selbst hinaus eröffnet. In ihrer grundlegenden Disposition ist sie geeignet, die Erfahrung ökologischer Grenzen auf nicht resignative Weise zu verarbeiten und in die Chance zu wandeln, sich von Fortschrittsvorstellungen zu befreien, die auf einer falschen Entgegensetzung von Natur und Freiheit beruhen und am Ende auch den Menschen knechten.
  5. Einfluss durch die große Zahl von Mitgliedern und beträchtliches Eigentum: Aufgrund ihrer großen Zahl von Mitgliedern und Mitarbeitern, ihres weltweiten Eigentums von Grundstücken und Gebäuden können christliche Kirchen unmittelbar Einfluss auf die Zukunftsgestaltung nehmen. Deshalb haben die christlichen Kirchen in vielen Ländern in den letzten Jahren sich verstärkt um eine nachhaltige Verwaltung im eigenen Bereich bemüht. Der wichtigste „Mehrwert“ einer nachhaltigen Verwaltung in den Kirchen ist jedoch, dass dadurch die Mitglieder motiviert werden können, in ihrem privaten und beruflichen Handlungsfeldern Entsprechendes zu tun. Zugleich ist eine glaubwürdige und motivierende Basis geschaffen für zivilgesellschaftliche Initiativen, die gerade im Umweltbereich häufig von einzelnen Christinnen und Christen unterstützt werden.

Konsequenzen für die Arbeit in Kärnten:

  1. Zivilgesellschaftliche und kirchliche Initiativen müssen mehr und effektiver zusammenarbeiten:
    • Im Umweltbereich besteht bereits eine jahrelange Zusammenarbeit. Vor allem auf Gemeindeebene muss es verstärkt darum gehen, dass Menschen nicht trennen zwischen Gemeindefunktion, Vereinszugehörigkeit und Kirchenmitgliedschaft, sondern dass sie mit demselben Anliegen in verschiedenen Gremien tätig sind. [5]
    • Im Entwicklungszusammenarbeits-Bereich kommt es vor allem aufgrund der Fördersituation zu Konkurrenzsituationen, die kontraproduktiv sind. Hier besteht der größte Aufholbedarf.
    • Im wirtschaftspolitischen Bereich gibt es durch die Initiative „Wirtschaft im Dienst des Lebens“ von evangelischer Seite, durch das Engagement von Bischof Alois Schwarz vor allem im Bereich ethisches Investment, durch das Projekt „Allianz für den freien Sonntag“ (mit Gewerkschaft, u.a.) und über das Thema „Grundeinkommen“ eine gute inhaltliche und organisatorische Zusammenarbeit. Bessere Abstimmung und gemeinsames Auftreten würden den inhaltlich hervorragenden Veranstaltungen und Initiativen eine größere Aufmerksamkeit in Kärnten verleihen.
  2. Andere Religionsgemeinschaften behutsam mit einbeziehen:
    Neben katholischer und evangelischer Kirche ist der Islam die drittgrößte Religionsgemeinschaft in Kärnten. Es besteht eine Zusammenarbeit in der Flüchtlings- und Asyldebatte und bei Friedensveranstaltungen (interreligiöses Friedensgebet,…). Im Umwelt- und Wirtschaftsbereich besteht diese noch nicht.

    Auch mit der buddhistischen Religionsgemeinschaft in Kärnten gibt es keine offizielle Zusammenarbeit. Gerade in diesem Kreis, sind ein höheres Umweltbewusstsein und eine Sensibilität für Menscherechte zu erwarten.

    Die Stiftung Weltethos hat in den letzten Jahrzehnt im interreligiösen Dialog wertvolle Vorarbeit geleistet und es ist zu überlegen, ob die „Erklärung zum Weltethos“[6] nicht als Basistext für die Zusammenarbeit zu übernehmen wäre.
    • Verpflichtung auf eine Kultur der Gewaltlosigkeit und der Ehrfurcht vor allem Leben
      … Die menschliche Person ist unendlich kostbar und unbedingt zu schützen. Aber auch das Leben der Tiere und Pflanzen, die mit uns diesen Planeten bewohnen, verdient Schutz, Schonung und Pflege. Hemmungslose Ausbeutung der natürlichen Lebensgrundlagen, rücksichtslose Zerstörung der Biosphäre, Militarisierung des Kosmos sind ein Frevel. Als Menschen haben wir – gerade auch im Blick auf künftige Generationen – eine besondere Verantwortung für den Planeten Erde und den Kosmos, für Luft, Wasser und Boden. Wir alle sind in diesem Kosmos miteinander verflochten und voneinander abhängig. Jeder von uns hängt ab vom Wohl des Ganzen. Deshalb gilt: Nicht die Herrschaft des Menschen über Natur und Kosmos ist zu propagieren, sondern die Gemeinschaft mit Natur und Kosmos zu kultivieren ...
    • Verpflichtung auf eine Kultur der Solidarität und eine gerechte Wirtschaftsordnung
      … Statt die wirtschaftliche und politische Macht in rücksichtslosem Kampf zur Herrschaft zu missbrauchen, ist sie zum Dienst an den Menschen zu gebrauchen. Wir müssen einen Geist des Mitleids mit den Leidenden entwickeln und besondere Sorge tragen für die Armen, Behinderten, Alten, Flüchtlinge, Einsamen. Statt eines puren Machtdenkens und einer hemmungslosen Machtpolitik soll im unvermeidlichen Wettbewerb der gegenseitige Respekt, der vernünftige Interessenausgleich, der Wille zur Vermittlung und zur Rücksichtnahme herrschen. Statt einer unstillbaren Gier nach Geld, Prestige und Konsum ist wieder neu der Sinn für Maß und Bescheidenheit zu finden! Denn der Mensch der Gier verliert seine »Seele«, seine Freiheit, seine Gelassenheit, seinen inneren Frieden und somit das, was ihn zum Menschen macht.
    • Verpflichtung auf eine Kultur der Toleranz und ein Leben in Wahrhaftigkeit
      Statt Freiheit mit Willkür und Pluralismus mit Beliebigkeit zu verwechseln, der Wahrheit Geltung zu verschaffen; statt in Unehrlichkeit, Verstellung und opportunistischer Anpassung zu leben, den Geist der Wahrhaftigkeit auch in den alltäglichen Beziehungen zwischen Mensch und Mensch zu pflegen; • statt ideologische oder parteiische Halbwahrheiten zu verbreiten, in unbestechlicher Wahrhaftigkeit die Wahrheit immer neu zu suchen; statt einem Opportunismus zu huldigen, in Verlässlichkeit und Stetigkeit der einmal erkannten Wahrheit zu dienen.
  3. Wir leiden heute weniger an einem Informations- als an einem Motivationsmangel. Ein großer Teil der Menschen geht keine Bindungen zu Religionsgemeinschaften ein und meidet institutionelle Verpflichtungen gegenüber NGO´s.
    Wie gelingt es uns in kurzer Zeit und mit großer Breitenwirkung eine tragfähige Verständigung über die Grundwerte des Lebens zu erzielen, um auf diesen aufbauend zu einer ökologisch und sozial verträglichen Umgestaltung von Gesellschaft und Wirtschaft zu gelangen? Wie sprechen wir Menschen ohne verbindlichen weltanschaulichen Hintergrund an?

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Anmerkungen

[1] Die Überlegungen verdanken sich zum einen Teil dem Workshop am 2. November 2008 im Rahmen des Kongress „Welche Zukunft machen wir“ und zum anderen dem Artikel von Markus Vogt „Religiöse Potentiale für Nachhaltigkeit. Thesen aus der Perspektive katholischer Theologie“ in: Beate Littig (Hg.), Religion und Nachhaltigkeit, Multidisziplinäre Zugänge und Sichtweisen. LIT-Verlag, Soziologie Bd. 46, 2004 ... zurück zum Text

[2] „Kain, wo ist dein Bruder Abel?" (Gen 4,9) ... zurück zum Text

[3] Spr 14,31 ... zurück zum Text

[4] Hiob 31, 13- 15 ... zurück zum Text

[5] Seit vielen Jahren gibt es von mir die Überlegung Verbänden wie Abwehrkämpferbund, Heimatdienst und Kameradschaftsbund mit aktuellen Themen und realen (und nicht nur historischen) Bedrohungen zu konfrontieren z.B. hat Fritz Gurgiser in Tirol die Schützen für die Transitthematik gewonnen hat ... zurück zum Text

[6] „Weltethos“ meint in diesem Zusammenhang keine neue Weltideologie, auch keine einheitliche Weltreligion jenseits aller bestehenden Religionen, erst recht nicht die Herrschaft einer Religion über alle andere, sondern einen Grundkonsens bezüglich bestehender verbindender Werte, unverrückbarer Maßstäbe und persönlicher Grundhaltungen. Texte unter: www.weltethos.org ... zurück zum Text

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