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Helen Consolati

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2003-02-06

Treibjagd

Oder die Ähnlichkeit zweier Vereine

Es ist aussichtslos, den grün - und braunberockten Vertretern gewisser Vereine auszuweichen. Sie kreuzen mit ihren aufdringlichen und gefährlichen Aktivitäten immer wieder den Weg harmloser Bürgerinnen und Bürger.

Ein Herbstnachmittag. Die Sonne scheint. Die Frau zieht ihre Schuhe an, spaziert am Hundeabrichteplatz vorbei, die Schleben hinauf und nach Zettin hinunter. Plötzlich brüllt jemand, sie soll sofort verschwinden. Erschrocken schaut sie in die Richtung des Brüllenden, erkennt einen grünberockten, bewaffneten Mann mit zorngerötetem Gesicht, auf einem Klappstuhl unter einem Baum sitzend, das Gewehr auf die Spaziergängerin gerichtet. Er brüllt noch lauter, sie müsse doch wissen, dass Treibjagd ist und wie leicht es doch möglich sei, für ein Reh gehalten zu werden! Bei dieser Bemerkung gerät die Frau in Panik, wo sie doch weiß, dass diese Gesellen sich untereinander immer wieder mit Hasen, Rehen und Wildschweinen verwechseln und überhaupt auf alles schießen, was sich bewegt. Vor dem nun lauter werdenden Hundegebell und den Schüssen flüchtet sie eiligst zum Reitstall. Sie fühlt sich eng mit dem gehetzten Wild verbunden.

Ein paar Tage später, der Vorfall war noch nicht vergessen aber hintangestellt, schaufelt sie gemeinsam mit Freunden Kies in deren Hauseinfahrt. Plötzlich prasselt vom dahinterliegenden Hang ein Kugelhagel über das Hausdach hinweg, gefolgt von einer weitere Salve. Alle werfen sich zu Boden, ziehen den Kopf ein und hoffen, zu überleben. Nachdem die Luft rein ist, wird die Gendarmerie alarmiert. Drei Stunden später kommt ein Gendarm und meint: "Wird wohl a Jaga gwesn sein, den dawisch ma neama", trinkt ein Bier und geht.

Diese Erlebnisse waren der Anlass, dass sie sich näher mit der grünberockten, Waffengesellschaft befasst. Warum wurde ein Auerhahn abgeknallt, obwohl jahrelang keiner mehr im Jagdrevier gesehen wurde? Einfach, weil er noch auf der "Abschussliste" stand! Nun hängt er ausgestopft und auf ein Brett genagelt über der Haustüre, oder er starrt den Jäger im Klo mit seinen Glasaugen an. Gibt es sonst nichts zu schießen, gehen sie auf Hund und Katz los. Wegen Hege und Pflege. Deshalb hat auch das gefährlichste aller Raubtiere, der Fuchs, nichts zu lachen! Die Ansicht, dass Reiher und Bussarde dezimiert gehören, weil sie Fische und Hasen ausrotten, macht ihr diesen schießwütigen Männerbund, der die Natur ständig mit Waffengewalt regulieren will, noch unsympathischer.

Den letzten Grund, über diese Selbstherrlichkeit zu schreiben, lieferte ihr vor Weihnachten die Mitteilung, dass im Damtschacher Park etwa zwanzig Jäger mit ihren Hunden hinter fünf Hasen herum hetzten. Die Aufforderung der Parkbesitzer, das Treiben zu beenden, wurde ignoriert. Das Wort hetzen erinnerte sie an einen Artikel in der "Kleinen Zeitung" vom Anfang des Jahres, wonach die Kärntner Jägerschaft und der Kärntner Heimatdienst mehr Geld vom Land Kärnten erhalten werden. So mag Hetzen oder Aufhetzen wohl ein sehr förderungswürdiges, kulturelles Brauchtum sein.

Fragt man einen Jäger, warum er auf die Jagd geht, erhält man meist die Antwort: "Ich liebe die Natur".

Fragt man ein KHD-Mitglied, warum es so vehement gegen die slowenischen Mitbürger auftritt, lautet die Antwort meist: "Ich liebe meine Heimat"

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