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Heike Schiebeck

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2007-08-28

30 Jahre Longo Mai

Liebe Freundinnen und Freunde!

Im Dezember 1972 versammelten sich in Basel Jugendliche aus zehn Ländern und beschlossen die Bildung europäischer Jugendgemeinschaften. Sie forderten die Regierungen Europas auf, ihnen dafür einige Quadratkilometer Land zu überlassen. Nach ihren Vorstellungen sollten diese Orte "experimentelle Zonen des freien menschlichen Lebens auf der Grundlage der Menschenrechte und der Genossenschaft" sein. Land bekamen sie zwar keines, aber die Idee für Longo maï war geboren. In den folgenden Jahren gründeten diese jungen Linken aus den Städten, die kaum etwas von Landwirtschaft verstanden, Kooperativen im europäischen Berggebiet. Sprüche wie "Roden statt Reden" und "ein Millimeter Praxis ist mehr Wert als tausend Kilometer Theorie" kennzeichnen die Anfangsjahre.

Eine Gruppe von Longo maï hat sich 1977 auf dem fast verfallenen Hof Stopar in der Gemeinde Eisenkappel / Železna Kapla niedergelassen. Der Widerstand der Kärntner Slowenen gegen den Faschismus und der eigenständige Weg des blockfreien Nachbarlandes Jugoslawien hatte sie dazu veranlasst, hier einen Hof zu suchen. Selbstverwaltung, Selbstversorgung, Verarbeitung der landwirtschaftlichen Produkte am Hof und in der Region, Ausschaltung des Zwischenhandels durch Direktvermarktung sind Longo-maï-Ideen, die neben dem Wiederaufbau der Ruinen in den folgenden Jahren ganz oder teilweise verwirklicht wurden. Leni Kuchar, eine Keuschlerin, die im Widerstand war, stand uns dabei mit Rat und Tat zur Seite. Die Worte Subsistenzwirtschaft und Ernährungssouveränität waren damals noch nicht üblich, uns waren Eigenversorgung und Unabhängigkeit wichtig. Heute ähnelt die Forderung von Via Campesina "Land und Höfe für junge Leute" verblüffend jener der Longo-maï-Pioniere von 1972.

Neben der Arbeit in der Landwirtschaft haben wir uns während der vergangenen 30 Jahre auch immer wieder eingemischt, wenn uns gesellschaftliche Missstände keine Ruhe ließen: Der Kampf für die zweisprachigen Schulen in Kärnten; die Verteidigung der Flüchtlinge und Gastarbeiter im C.E.D.R.I in den 1980er Jahren; die Gründung des Europäischen BürgerInnenforums nach der Ostöffnung 1989; das Engagement im alternativen Informationsnetz AIM während der Kriege auf dem Balkan; die Durchsetzung nichtkommerzieller Lokal-Radios in Österreich. Den bei diesen Aktionen gewonnenen Bekannten und FreundInnen stand unser Hof immer für Begegnungen zur Verfügung.

Heuer steht also eine 30-Jahr-Feier ins Haus. Wir wollen dieses Jubiläum am 1. September mit einem Fest feiern. Um das Fest gemeinsam vor- und nachzubereiten, laden wir vom 18. August bis 5. September zum Sommertreffen auf Hof Stopar ein. Wir stellen uns vor, mit den BesucherInnen einen Teil des Tages gemeinsam zu arbeiten: Gemüse ernten, einen Flechtzaun für den Garten bauen, Brennholz machen, Wiesen putzen. Wir wollen aber nicht nur Roden, sondern auch Reden. Wenn es sehr heiß ist über Mittag, sonst eher gegen Abend möchten wir uns mit verschiedenen Fragen auseinandersetzen. Das Thema Landwirtschaft nehmen wir uns für die Woche vor dem Fest vor, in der Woche nach dem Fest sollen Medien und Mehrsprachigkeit im Mittelpunkt stehen. Für Auflockerung werden die nahegelegenen Seen und Berggipfel sorgen.

Wir wünschen uns, dass sich bei diesem Treffen alte und junge Freundinnen und Freunde kennenlernen, dass Ideen und Schwung für die nächsten Jahrzehnte entstehen. Wir bitten die Gäste, eigene Beiträge für das Fest und für das offene Diskussions-Programm einzubringen. Wenn Ihr kommen möchtet, gebt uns bitte möglichst bald Bescheid. Details zum Fest siehe r Termine: Hoffest

Wir freuen uns auf ein lebendiges Sommertreffen und ein rauschendes Fest!

Die BewohnerInnen des Stopar:
Heike, Robert, Beate, Kolja, Milena, Helmut, Gabi, Susi, Christof G., Kathi, Christoph L. (Lindi)

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Sarah Stern, 2007-08-29, Nr. 3893

schön, dass es euch gibt !

Ben, 2008-09-11, Nr. 4172

Hallo!
vor 2 Tagen habe ich einen Beitrag in DLF gehört und das hat mich doch sehr neugierig gemacht mal nachzuforschen wie man euch findet. Ich freue mich, dies so vorzufinden.
Es hat mich sehr an die ALmbewirtschaftung in der Schweiz erinnert, allerdings dort nur im Sommer zum Ziegen und Rinder weiden und direkte Milchverarbeitung und Käseherstellung, die politischen Facetten beschränkten sich meist auf Bergromantik und Ärger mit dem Pächter.
alles Gute für eure Arbeit, sie ist dringend nötig, viele träumen davon wenige machen es auch.

Sulmi, 2013-06-06, Nr. 5973

Ich freue mich dass es euch hier im Ort gibt!

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