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Stephan Jank

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2020-12-20

Manifest der FSFS

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Manifest der FSFS

In einem noch nie dagewesenen Ausmaß werden zur Zeit vormals öffentliche Bereiche unserer Gesellschaft jeglicher Verhandelbarkeit durch ihre Mitglieder entzogen, indem sie der demokratisch völlig unbeeinflußbaren privaten Kapitalverwertung unterworfen werden. Die Kommodifizierung sämtlicher Lebensgrundlagen, also die Transformation sowohl der Natur als auch aller menschlichen Produkte und Tätigkeiten in die kapitalistische Warenform wird zur Ursache und zum finalen Zweck gesellschaftlicher Existenz halluziniert.

Vormals an solidarischen Grundsätzen orientierte, öffentliche) Pensionssysteme werden zu Gunsten privater (Risiko)Anlagemodelle demontiert. Bislang öffentliche Bildungs- und Gesundheitssysteme werden mit gigantischem Medienaufwand von sogenannten "Experten" selbst in den reichsten Ländern der Welt als "unfinanzierbar" denunziert, um ihre zunehmende Privatisierung zum prioritären politischen Ziel erklären zu können. Vormals öffentliche Einrichtungen der kommunalen Daseinsvorsorge werden mit windigen Cross-Border-Leasings oder PPP-Modellen durch die Hintertür dem demokratischen Einfluss der Bürger entzogen. Softwarepatente, wie sie gerade jetzt auf EU-Ebene gefordert werden, sollen die Richtung der Softwareentwicklung den kurzsichtigen und kleinkarierten Marktstrategien proprietärer Anbieter überantworten. Patente auf Arzneimittel sorgen in erschreckendem Ausmaß bereits heute dafür, dass sich genau jene Menschen dieselben nicht leisten können, die sie am dringendsten benötigen würden. Und die Liste dieser Angriffe auf die Lebensgrundlagen unserer Gesellschaften ist damit noch lange nicht zu Ende.

Dass es sich bei diesen, zum Teil bereits erfüllten Forderungen tatsächlich um nichts anderes als um eine Kriegserklärung an jede menschliche Gesellschaft handelt, verdeutlicht ein Blick auf die Grundlagen privater Kapitalverwertungslogik und das von ihr abgebetete Dogma, wonach menschliches Geben und Nehmen ausschließlich in Form eines abstrakten Äquivalententausches erfolgen könne. Genau dieses kleinkarierte Prinzip nämlich, wonach bei Strafe des ökonomischen Untergangs nur produziert werden darf, was auch von kaufkräftigen Individuen nachgefragt wird, erweist sich in unseren komplexen Gesellschaften als geradezu gemeingefährlich. Denn die vollständige Kopplung von (vormals öffentlicher) Güterproduktion und Dienstleistungsangeboten an das Vorhandensein kaufkräfiger individueller Nachfrage verunmöglicht die Bereit- und Sicherstellung von ausschließlich kollektiv und wenig kaufkräftig nachgefragter, dafür aber überlebensnotwendiger Infrastruktur.1

Im Bereich der IT hat die, von Richard Stallman 1985 gegründete Free Software Foundation (FSF) diesen Prozess zwar nicht in dieser Radikalität in Frage gestellt, sehr wohl aber hat sie die verheerenden Auswirkungen proprietärer Software auf die Lebensgrundlagen von Informationsgesellschaften erkannt und Grundlagen für eine gegenläufige Bewegung geschaffen. Ihre vier Forderungen, ...

... Software frei verwenden,
ihren Quellcode analysieren,
sie kopieren und weitergeben sowie
sie verändern zu können,

bilden die Grundbedingungen, um die Produktion und den Einsatz von Software aus dem privaten Kapitalverwertungsprozess herauszuhalten. Mit Ausnahme des (meist rigide eingeschränkten) Rechtes auf Verwendung gewähren die Hersteller proprietärer Software ihren Kunden genau diese Rechte nämlich nicht. Trotz (oder wahrscheinlich gerade wegen) dieser Verweigerung haben die Hersteller proprietärer Software Millionen von Menschen und Tausende von Organisationen geradezu suchtartig an die Verwendung proprietärer Software gewöhnt.

Die offensichtlichen Vorteile, die sich aus einem Umstieg von proprietärer auf Freie Software weltweit ergeben würden, sind in ihrer Dimension etwa am Beispiel der gesamten staatlichen Verwaltung Brasiliens oder der Stadtverwaltung von München bereits hinreichend skizziert. Weit darüber hinaus aber würde die Freiheit von Software im Sinne der FSF eine vielfältige und bedürfnisorientierte Weiterentwicklung jenseits shareholder-orientierter Marketingstrategien und kleinkarierten Quartalsankündigungen ermöglichen.
Vor diesem Hintergrund hat die Firma Datenkonzept gemeinsam mit der Kulturinitiative kärnöl die juridisch nicht gefasste FSFS-Initiative gegründet, ...

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