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Stephan Jank

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2005-05-07

Alois Maier-Kaibitsch

KLEINE ZEITUNG, 6. Mai 2005, Seite 20

Gedenken an die Opfer

In Mauthausen, in Eisenkappel und Klagenfurt.

KLAGENFURT. "Wir aber vergessen nicht" - diese Worte stehen über einer Gedenkveranstaltung anlässlich 60 jahre Befreiung am Sonntag im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen. An der "Klagemauer" im ehemaligen KZ wird eine Gedenktafel für die Opfer der Kärntner Slowenen enthüllt. Beginn um 10.15 Uhr . Eine Ansprache hält auch die Zweite Präsidentin des Nationalrates, Barbara Prammer.

Zwei weitere Gedenkveranstaltungen gibt es morgen in Kärnten. Für die Abwehrkämpfer und die Verscheppten der Gemeinde Bad Eisenkappel wurde am örtlichen Friedhof eine Gedenkstätte errichtet, die am Samstag gesegnet wird (11 Uhr). Der Kärntner Abwehrkämpferbund hält am Samstag am Domplatz in Klagenfurt eine Gedenkfeier für die Kärntner Opfer der Parisanen ab.

Die Skurrilität der Kärntner Erinnerungskultur auf den Artikel gebracht hat gestern wieder einmal die KLEINE ZEITUNG (siehe Kasten). Unter der Überschrift "Gedenken an die Opfer" werden hier in einem Abwasch 3 Gedenkveranstaltungen angekündigt, deren Opferbegriffe sich voneinander unterscheiden, wie die Aasgeier von Kärntner Nudeln. Offensichtlich macht es für die KLEINE ZEITUNG nicht den geringsten Unterschied, ob vom offiziellen Österreich der Kärntner Slowenen gedacht wird, die von den Nazis verschleppt und im Anschluß zu einem großen Teil ermordet wurden. Oder ob an anderer Stelle vom KAB der Kärntner Abwehrkämpfer gedacht wird.

Es macht in diesem Kärnten offensichtlich überhaupt nichts aus, dass die Schwesterorganisation KHD dieses unsäglichen KAB in einer 1959 erschienenen Broschüre die grenzenlose Heimatliebe genau jenes Alois Maier-Kaibitsch abfeiert, der die Deportation der Kärntner Slowenen als federführender Nazi zu verantworten hatte. Wörtlich heißt es dort:

Alois Maier-Kaibitsch hat sein Denkmal in den Herzen der Kärntner. Wenn alljährlich am 10. Oktober von den Bergen die Feuer der Freiheit leuchten, werden auch fürderhin unsere Landsleute dieses Mannes gedenken, der aus grenzenloser Liebe zur Heimat den harten Leidensweg ging

Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Alois Maier-Kaibitsch in seinem Nachkriegsprozess wegen der Vertreibung der Slowenen aus ihrer Heimat schuldig gesprochen und nach Paragraph 5 des Kriegsverbrechergesetzes zu lebenslangem Kerker verurteilt wurde. Wie aus der Vernehmung des Beschuldigten zu entnehmen ist, bestand die Absicht, insgesamt 100.000 Slowenen aus Südkärnten auszusiedeln d. h. zu deportieren. Südkärnten bedeutete damals Kärnten plus Oberkrain. (Oberkrain wurde 1941 annektiert d. h. an Kärnten angeschlossen. Die Karawankengrenze wurde nach Süden verschoben.

Der kommunistische Volkswille urteilte 1947: "Maier-Kaibitsch ist die Personifikation der gesamten großdeutschen chauvinistischen Unterdrückung der Kärntner Slowenen, der diese seit Jahrzehnten unterworfen waren und die in den Bedingungen des Nazifaschismus zum brutalen Ausrottungsversuch der Kärntner Slowenen führte". Maier-Kaibitsch war Mitarbeiter und Protoganist des Kärntner Heimatbundes seit 1920. Ab 1934 arbeitete er mit der NSDAP zusammen. Gauleiter Rainer bezeichnete ihn als den wichtigsten geheimen Mitarbeiter.

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rVk, 2005-05-07, Nr. 1921

Wieder "Kleine Zeitung". Wieder typisch Kärntner Geschichtsaufarbeitung. 7.5.05, Seite 28, Villacher Lokalteil.

Die völlige Weiswaschung des Nazis und Obverbürgermeisters der Stadt Villach während der Nazizeit Oskar Kraus durch Genot Rader. Er schreibt:" ..., wohl aber wurde im Urteil (gegen Oskar Kraus) festgehalten, dass er als Oberbürgermeister vollkommen korrekt war.

Ein Skandal, wenn man weiß, dass dieser Mann durch seine Unterschrift unschuldige Villacher Bürger, nämlich Roma und Sinti, in den sinnlosen Tod in Vernichtungslager der Nazis geschickt hat.
In Gernot Raders Augen war das aber völlig korrekt.

Lieber Gernot Rader: Wenn der Schüssel wenigstens Gedenkjahr zum heurigen Jahr gesagt hätte, dann hätten wir Ihnen empfehlen können, geh denken.
So heißt die unglückselige österreichische Geschichtsaufarbeitung Gedankenjahr. Zu Ihnen kann ich, ob Ihrer unglaublichen Betrachtung der Villacher Lokalgeschichte, nicht einmal mehr geh danken, also sprich Faltenlecken, sagen. Bei Ihnen halte ich es mit Viktor Rogy und empfehle Ihnen - geh scheißen.

robert V kravanja

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