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Ulrich Mellitzer

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2005-04-29

copyright Fabio Zolly © 1999

Pressetext für „p² for Art „ (Palmers Art Edition)

“Der Reiz der Mode stammt also nicht aus der Substanz, sondern aus reiner Differenz“
(Norbert Bolz)

Die Edition besteht aus der Kreation eines T-Shirts in den Farben weiß und blau sowie dem Aufdruck eines Copyright – Stempels auf die Rückseite des Kleidungsstückes.
Material: Gummi/Plastik.
Schnitt: mit leichter Betonung auf „undersized“.
Text: „Copyright“ © by Fabio Zolly“

Mit der bewussten Plazierung dieses sich in seiner Bedeutung radikal ändernden „Emblems“ ist es Fabio Zolly gelungen, eine metaphorische Schnittstelle zwischen Kunst und Mode zu kreieren, die für beide genannte Bereiche von hoher Brisanz ist und die verschiedenste Aspekte aufwirft.

In der Mode wird beispielsweise auf die seit den 80er Jahre festzustellende, extreme Zunahme der Bedeutung von Beschriftung, von Logos etc. Hingewiesen. Die Marke, weniger das Produkt als solches wird zum Fetisch, zum Kultobjekt. In der Kunst dagegen werden damit die Fragen nach der AutorInnenschaft, nach dem Original, nach der Authentizität des Werks schlechthin zur Diskussion gestellt.

Gerade die gesellschaftliche Entwicklung der 90er Jahre ist von einem streng linearen Denken immer mehr abgekommen. Strukturell nie ganz auszumachende Mischformen und prozessuale Vernetzungen sind ins Zentrum von gesellschaftlichem, wirtschaftlichem und wissenschaftlichem wie künstlerischem Denken gerückt. So kann sich design der Haute Couture genauso wie Kulturen aus dem sogenannten Underground in den Bereichen von Hoch- und Subkultur bewegen, ehemalige klare Funktionalitäten und gesellschaftliche Zuordnungen von Kleidung scheinen sich aufzulösen.

Aber auch die Quote regiert in diesem Bereich immer stärker. Der Eingriff in die Produktion zugunsten von Umfrageergebnissen, von BesucherInnenstatistiken wird häufig zum Normalfall. Fabio Zollys „Copyright-Stempel“ deutet in diesem Zusammenhang auch auf die Wichtigkeit der Trennung von autonomer Kunstproduktion und ereignishafter Präsentation hin.

„Copyright © Fabio Zolly“ beschränkt sich daher nicht nur auf das Produktionsfeld von Mode, sondern wirft geschickt Fragen auf, die Kunst und Mode gleichermaßen betreffen. Wie dann die (Bild)TrägerInnen wiederum auf dieses künstlerisches Kommunikationsangebot eingehen, wie sie überhaupt jene Codierung annehmen und transferieren, spielt sich dann schon wieder auf einer anderen Ebene ab.

Diese Kooperation von Fabio Zolly und der Firma Palmers macht aber auch deutlich, wie die Grenzen zwischen wirtschaftlicher und künstlerischer Produktion verschwimmen können. Das allgemeine KünstlerInnenbild wird entschieden aus der Tradition des sich elitär gebärenden Bohemiens herausgelöst und künstlerische Arbeit als kreative Produktion verstanden, die über ein dementsprechend weit gefächertes Spektrum an Präsentationsmöglichkeiten verfügen muss, um erfolgreich agieren zu können.

Fabio Zollys künstlerische Welt, in der die verschiedensten Medien wie Malerei, Fotographie, Video, aber eben auch die Kreation von Mode-Accessoires eine wesentliche Rolle spielen, handelt nahezu immer von Symbolen oder irgendwelchen herausgefilterten Teilbereichen unserer Wirklichkeit. Sein inzwischen berühmt gewordenen, weltweit getätigten Kanaldeckelabriebe stehen dafür genauso wie seine fotografischen Schattenabbildungen ausgewählter Gegenstände. Zollys repräsentierte Dingwelt kommt dabei auf eigenartige Weise zum verschwinden, verliert sozusagen ihre „Gewichtigkeit“ und wird dadurch aber auch signifikanter.

Mit seiner künstlerischen Arbeit gehört Fabio Zolly einer Generation von KünstlerInnen an, die in den verschiedensten Bereichen gesellschaftlicher Öffentlichkeit künstlerisch operieren und zeitgenössische Kunst in einem wesentlichen breiteren Rezeptionsrahmen zu platzieren versuchen.

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