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Stephan Jank

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2000-05-30

FSFS - Free Service for Free Software

Let's make the world a better place!

Für den Süchtigen
ist ein Leben ohne Droge
nicht vorstellbar

Proprietäre Software - das Heroin der IT

Mit der Free Software Foundation (FSF) gründete Richard Stallman 1985 eine Organisation, deren erklärtes Ziel die Durchsetzung der Rechte von Softwarebenutzern ist. Diese Rechte umfassen im Sinne der FSF:

Das Recht ...

  • ... die Software zu verwenden
  • ... ihren Quellcode zu analysieren
  • ... die Software zu kopieren und weiterzugeben
  • ... die Software zu verändern

Software, welche diese Rechte uneingeschränkt gewährt, heißt seither Freie Software. Noch wenige Jahre vor der Gründung der FSF hätte das Aufstellen solcher Forderungen höchstens ein mildes Lächeln hervorgerufen. So selbstverständlich waren ihre Inhalte. Doch mit der zunehmenden Kommerzialisierung von Software hatte sich dieser Umstand bereits damals dramatisch geändert. Und so gewähren heute die Softwarehersteller mit Ausnahme des (meist rigide eingeschränkten) Rechtes auf Verwendung ihren Kunden diese Rechte nicht. Software, die diesen Einschränkungen unterliegt, heißt proprietäre Software. Trotz (oder wahrscheinlich gerade wegen) dieser rigiden Einschränkungen wurden Millionen von Menschen und Hundertausende von Organisationen und Unternehmungen geradezu suchtartig an die Verwendung proprietärer Software gewöhnt.

Dabei sind die Nachteile, die sich aus der Verwendung proprietärer Software ergeben, vielfältig und hinlänglich bekannt. Meist werden sie aber ausschließlich betriebswirtschaftlich in Form (kontinuierlich steigender) Lizenzkosten bei gleichzeitig steigender Restriktivität in den Lizenzbedingungen wahrgenommen. So korrekt diese Feststellung auch ist; sie schränkt den Blick auf das wahre Ausmaß an Problemen, die der Einsatz proprietärer Software verursacht, unbotmäßig ein. Denn sie läßt die wesentlich verhehrenderen, gesellschaftspolitischen Auswirkungen proprietärer Software in den Hintergrund treten.

Sucht ist ein gesellschaftliches Problem

Sucht entsteht nicht individuell. Ganz im Gegenteil. Sie ist ein gesellschaftliches Problem und sie hat immer einen sozialen Nährboden. Und gerade dieser ist nicht zuletzt auch in Österreich auf das beste bestellt. So werden bei uns bereits die Kleinsten in den Volksschulen an die Verwendung von proprietärer Software auf proprietären Plattformen gewöhnt. Und ab diesem Zeitpunkt ist die staatliche Versorgung mit der Droge bis hinein in viele Universitäten flächendeckend garantiert. Wer dann nach seiner Ausbildung nicht ohnehin im öffentlichen Sektor wiederum auf proprietärer Software weiterarbeitet - denn kaum ein Arbeitsplatz ist dort nicht mit proprietärer Software ausgestattet -, dem garantiert dann die Wirtschaft, die ja ihre Entscheidungsträger aus der Szene rekrutiert, die weitere Versorgung mit seinem Suchtmittel.

Das ist dann das Fundament, welches neben vielem anderen etwa garantiert, dass die (Weiter)Entwicklung proprietärer Software in ihren bornierten Bahnen weiterlaufen kann. Diese richtet sich nämlich ausschließlich nach dem Vorhandensein kaufkräftiger, individueller Nachfrage und hängt daher vom Wohl und Wehe kurzsichtiger, weil quartals- und shareholderorientierter Marktanalysen ab. An den Bedürfnissen kleinerer (marktvolumsmäßig uninteressanterer) Anwendergruppen orientierte Weiterentwicklung kommt in diesem Szenario entweder nicht vor bzw. führt zu unbezahlbaren Preisen. Zum anderen verhindert proprietäre Software die Entwicklung und Durchsetzung einfacher, flächendeckender Standards, weil Marktvorteile genau dadurch nicht zu erringen bzw. zu halten sind. Aber die Negativliste proprietärer Software ist damit noch lange nicht zu Ende. Und jeder einzelne Punkt auf dieser Liste beweist, das die Konkurrenzlogik proprietärer Softwareproduktion keinem Anspruch an gesellschaftlich nutzbringende Software gewachsen ist.

Kalter Entzug oder sanfte Entwöhnung?

Immer mehr Menschen, aber auch immer mehr Unternehmen und Organisationen erkennen diese Probleme und wünschen sich einen Ausstieg aus dieser Abhängigkeit zumal gerade jetzt Alternativen in Form Freier Software in immer größerem Umfang verfügbar werden. Nun ist es aber das Wesen der Sucht, die Barriere für einen Ausstieg möglichst hoch zu legen. Konkret bedeutet das meist: Installation, Konfiguration, Administration und Betrieb eines neuen Betriebsystems aber auch die Arbeit mit neuer und ungewohnter Anwendungssoftware erscheinen als unüberwindbare Hürden auf dem Weg aus der Abhängigkeit. Und in der Tat ist ein kalter Entzug nicht ohne klare Mahnung zur Vorsicht zu empfehlen.

Das ist der Punkt, an dem die FSFS-Initiative einhakt. Wir möchten einem möglichst großen Kreis von Menschen in unserer Gesellschaft den Umstieg von proprietärer auf Freie Software sowie deren anschließenden Betrieb so einfach wie möglich gestalten. Daher bieten wir Non-Profit Organisationen, deren gesellschaftliches Engagement mit dem unseren kompatibel ist, Freien Service für Freie Software. Wir bieten solchen Organisationen kostenlos die Entwicklung und Umsetzung von Aus- bzw. Umstiegsszenearien sowie Betreuung und Wartung im laufenden Betrieb an.

Let's make the world a better place!

Wir laden alle interessierten Unternehmen, Einzelpersonen und Organisationen, welche kompetentes Service für Freie Software anbieten können, ein, sich unserer Initiative anzuschließen. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung.

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