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2005-03-29

Gründet Kostnixläden!

Ein Text von Maria Hintersteiner und Andreas Exner zur Vorstellung eines KNL-Projekts in der Bundeszeitung der Agenda 21 in Österreich

Heutzutage hat beinahe alles seinen Preis. In diesem großen Preis-Ausschreiben können Finanzschwache oft nicht mehr mitspielen. Sie müssen sich mit ihrem Los abfinden und den Gürtel enger schnallen. Dabei war unsere Gesellschaft noch nie so reich wie heute, gemessen an der Menge produzierter Güter und Dienstleistungen. Doch die Verfügung über Geld wirkt wie ein Nadelöhr, durch das der Güter-Reichtum um jeden Preis hindurch muss. Wer nicht zahlen kann, muss passen.

Zugleich wissen wir um die ökologisch bedenklichen Folgen dieser Form von Konsum-Reichtum. Waren sind vielfach als Wegwerfprodukte konzipiert, ihr kommerzieller Umsatz erhöht den Verbrauch an wertvollen Naturressourcen. Doch nicht alles, was wir wegwerfen, ist tatsächlich unbrauchbar. In unserer Zeit der Vereinzelung ist das Wegwerfen schlicht ein naheliegender Umgang mit Gütern des individuellen Gebrauchs, sobald sie uns zur Last geworden sind. Viel besser hingegen wäre es, brauchbare Güter an unsere Mitmenschen weiter zu geben.

Um diesen einfachen und doch so ungewöhnlichen Gedanken kreist die Idee des Kostnixladens. Den Vorreiter hatte Ende der neunziger Jahre eine Gruppe in Hamburg gemacht, jetzt gibt es derartige Initiativen schon in über 20 Städten Deutschlands (rhttp://www.umsonstladen.de). Vergleichbare Ansätze finden sich aber weltweit. So bietet das Projekt Freecycle (rhttp://freecycle.org) eine globale Vernetzungsplattform zur kostenlosen Weitergabe von Gütern.

Ein Kostnixladen funktioniert nach dem Prinzip der Gratis-Ökonomie: Er lagert nützliche Dinge, die dem Laden unentgeltlich überlassen werden. Wer davon etwas braucht, nimmt es sich. Dafür wird weder bezahlt noch sonst eine Gegenleistung erbracht. Dem Missbrauch durch kommerzielle Schnäppchenjagd wird allerdings ein Riegel vorgeschoben. Im Kostnixladen werden keine "Leistungen" verrechnet und es wird auch nicht getauscht. Sein Herz ist vielmehr die wechselseitige Unterstützung, die gemeinschaftliche Kooperation. Anstelle des Tausches von Ware gegen Ware oder von Ware gegen Geld wird hier ein freier Fluss des Gebens und des Nehmens praktiziert.

Der Kostnixladen verteilt seine Güter nicht nach sozialer Bedürftigkeit. Der Laden wird kooperativ geführt. Er ist keine Abstellnische für Randgruppen, sondern lebt aus dem Prinzip heraus, dass die Gemeinschaft von allen ihren Mitgliedern getragen wird. Er ist ein sozialer Treffpunkt für Menschen, die sich wechselseitig unterstützen wollen; sei es durch Gebrauchsgüter oder Dienstleistungen, durch Lebenserfahrung oder gute Laune.

Kostnixläden helfen uns, die Kommerzialisierung der menschlichen Beziehungen und das Konkurrenzdenken zu überwinden. Auf diese Weise wirken sie als Schrittmacher hin zu einem ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltigen Miteinander. Damit unser Reichtum für uns alle auch genießbar wird.

Zuerst erschienen auf: rwww.streifzuege.org

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