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2004-11-09

Unter Hakenkreuz und Titostern

Rede von Dr. Spomenka Hribar
anlässlich der Eröffnung der gleichnamigen Ausstellung
in Slovenj Gradec

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Die Last der Vergangenheit und die Hoffnung für die Zukunft.

Es freut mich und es ist mir eine Ehre, dass ich der Eröffnung der Ausstellung „Unter Hakenkreuz und Titostern / Med kljukastim križem in rdečo zvezdo“ beiwohnen kann. Daher bedanke ich mich sehr herzlich für die Einladung zu dieser Veranstaltung!

Die Ausstellung ist, soweit ich sie mir in der Kürze ansehen konnte, korrekt und bei uns die erste dieser Art. Die Ausstellung »Die Schattenseite des Mondes / Senčna stran meseca« beschränkte sich lediglich auf die »revolutionäre Zeit« und auf die negative, dunkle Seite, diese Ausstellung aber versucht die Zeit, die Menschen und die Ereignisse in ihr komplexer zu erfassen. Ich gratuliere den Autoren aufrichtig, besonders den Autoren des österreichischen Teiles, schließlich haben die Österreicher bislang immer versucht, die dunkle Seite ihrer Geschichte ins Unbewußtsein zu schieben.

Es ist nur schade, dass die Ausstellung so einen Titel trägt – Unter Hakenkreuz und Titostern – er bildet nämlich die Grundlage für ein falsches Verständnis dahingehend, dass die Ausstellung vor allem das zeige, was sich auch unter dem roten Stern ereignet hat, nämlich auf der dunklen Seite der Revolution, was aber nicht stimmt. Die Ausstellung zeigt korrekt den Volksbefreihungskampf, das Leiden des Volkes, die Geiseln, die s.g. Domobranci, den Schwur der Domobrancen ...usw. Der Titel entspricht nicht dem tatsächlich Ausgestellten. Es tut mir leid, dass es deshalb schon im Vorfeld der Eröffnung zu absolut unnötigen Mißverständnissen gekommen ist.

Ich würde gerne drei Sachen betonen, zunächst, dass jede Ausstellung das Werk des Autors ist, so wie auch jede wissenschaftliche Forschung, jedes geschriebene Buch; und jeder Autor trägt die Verantwortung für sein Werk. Keine Ausstellung ist »objektiv« im Sinne einer absoluten Wahrheit, jeder kann nur einen Teil der Wahrheit zeigen. Deshalb benötigen wir noch eine Ausstellung und noch eine und noch eine; viele sind noch nötig, damit wir uns die Schrecken des Krieges und die Tragödien vorstellen können.

Das Zweite, das meiner Meinung nach zu berücksichtigen ist, ist die Tatsache, dass ein Historiker, der die jüngere Vergangenheit als Forschungsbereich hat, nicht nur mit toten Fakten, mit Jahreszahlen zu tun hat, sondern mit noch lebenden Menschen, mit deren Schmerzen, Erinnerungen, Traumata. Das Stöbern danach aber schmerzt noch immer, darum müssen die Autoren bei der Vorbereitung (z.B.) einer Ausstellung, auf die Pietät achten.

Das Dritte, auf das ich aufmerksam machen will, ist, dass auch diejenigen, über die vielleicht mittelbar oder sogar unmittelbar gesprochen wird, wissen müssen, dass kein Mensch als endliches Wesen das Recht hat, ein unwiderrufliches Urteil über sein Handeln, über seine Verdienste zu fällen. Das ist nach wie vor den Nachkommen vorbehalten, denen, die die Erben oder Opfer deines Handelns sind. Niemand hat die absolute Wahrheit in seiner Hand. Auch wir, die Heutigen, werden einst beurteilt. Platon und Aristoteles drehen sich sicher im Grabe, schließlich werden ihre Gedanken schon seit 2000 Jahren interpretiert.

Für alle aber gilt das Prinzip der Toleranz, der Duldung, der Pietät. So gäbe es weniger Mißverständnisse und neu aufgerissene Wunden. Es fehlt mir aber etwas bei dieser Ausstellung, ich vermisse etwas! Nämlich den dritten Totalitarismus, der unsere Halbvergangenheit ebenfalls wesentlich geprägt hat. Das ist der katholische Totalitarismus.

Erlauben sie mir, dass ich einige Gedanken aus dem Arsenal dieses Totalitarismus zitiere, weil er fehlt und um aufzuzeigen, dass es notwendig wäre, ihn vorzustellen, eben später – bei einer anderen Gelegenheit. Ich werde natürlich die Zitate nicht kommentieren, um sie hier nicht zu lange aufzuhalten!

Es geht nämlich um eine Trennung der Geister, die bei uns der Bischof dr. Anton Mahnič Ende des 19. Jahrhunderts begonnen hat. Unter Trennung der Geister verstand dr. Mahnič die Trennung der Menschen, der Zugehörigen seiner Nation, auf richtige, in allem treue und der Kirche verbundene Katholiken, die die katholische Kirche als die einzige Institution und Verkünderin der absoluten Wahrheit anerkannten und auf jene Katholiken, die der Kirche ihre absolute Vorherrschaft auch in weltlichen Dingen absprachen. Es ging also um eine feindliche Trennung auf richtige Katholiken und auf liberale Katholiken bzw. katholische Liberale, also um eine Trennung und eine Kluft zwischen den Katholiken innerhalb der katholischen Gemeinde:

Um eine solche Trennung zu erreichen, wurden besondere Verhaltensregeln zwischen den einen und den anderen ausgearbeitet. Ich zitiere:

  • Du sollst mit keinem Liberalen eine intime Freundschaft pflegen! Sonst wird er in seiner Boshaftigkeit noch bestätigt!
  • Lobe keine liberalen Personen! Sonst werden sie sagen, du lobst ihre Ansichten!
  • Unterstütze keine Unternehmen, die die Liberalen in den Händen haben!
  • Beziehe keine liberalen Blätter, (...)
  • Schreibe an keine liberalen Blätter. (...)
  • Wähle keinen liberalen Kandidaten, (...)
  • Lobe keine liberalen Zeitungen, Bücher, auch wenn ein Körnchen Gutes darin ist. (...)
  • Nehme an keinen liberalen Festlichkeiten, Banketten und Feiern, Vorstellungen teil, auch nicht aus purer Neugier und Zerstreutheit. (...)
  • Verhalte dich nie so, dass dich die Liberalen für ihren Anhänger halten könnten oder zumindest für einen Mann, der sie nicht verurteilt.
  • Du sollst keinen katholischen, grundsätzlich guten Schriftsteller wegen einem kleinen Fehler verurteilen, sowie keinen liberalen, grundsätzlich schlechten wegen einem Körnchen Gutem loben!

(der Römische Katholik V, 254; Auszeichnungen im Original! Die weiteren Zitate aus: RK!)

Die katholischen Autoren sind natürlich grundsätzlich gut, die liberalen grundsätzlich schlecht. Betonen wir, dass es um eine »Trennung der Geister« zwischen den Katholiken selbst ging, von denen die einen der Kirche in allem absolut gehorsam waren, die anderen aber doch freier dachten, »liberale Katholiken« waren.

Worin liegt nun die Schuld der liberalen Katholiken? " (RK IV, 259) Die liberalen Katholiken sind am gefährlichsten, weil sie der Kirche, deren absolute Autorität auf allen Bereichen sie nicht anerkennen, von innen schaden.

Weiters:

"Der katholische Glaube verbietet nicht nur nicht, sondern er b e f i e h l t, dass man sich entschieden gegen den stellt, der stur den Glauben als höchstes Gut nicht anerkennen will, (...) (RK IV, 386)

Wer Versöhnung, Toleranz, Liebe ohne einem Prinzip der Unterscheidung – die der Glaube selbst ist – lehrt, "der mißbraucht die Liebe, denn er macht aus ihr einen Wall, eine Barrikade zur Verteidigung der Lüge gegen die Wahrheit, zu Verteidigung der Abwendung von Gott." Wir, die Kämpfer Christi aber behaupten, dass die größte katholische Entschlossenheit, die Intoleranz ist die größte katholische Liebe. Wir sagen, dass deshalb heutzutage wenige entschlossen, intolerant sind, weil wenige in Wahrheit richtig lieben" (RK IV, 38; Betonungen im Original!)

Wie erbittert diese Trennung war, ist auch aus den Titeln der Artikel zu ersichtlich, z.B.: "Wie es auch den gläubigen Slowenen unmöglich ist, mit den Ungläubigen gemeinsam für das Volk zu arbeiten – auch mit den slowenischen [Ungläubigen; Anm. d. Übs.]" (RK II, 145)

Welche Beziehung die radikale katholische Ideologie zum Zusammenleben der Menschen, zu Toleranz und zu der originären Aufgaben eines jeden Volkes – dass die Menschen gemeinschaftlich zum Nutzen des gesamten Volkes handeln – hatte, ist aus dem folgenden Grundsatz ersichtlich: "Ein gemeinsames nationales Handeln ist in einzelnen Fällen sicher möglich. (...) Doch die Gemeinsamkeit eines Volkes in Allem ist unmöglich. Wie sollen ein Katholik und ein Ungläubiger gemeinsame Ansichten zu den Belangen des Volkes haben?" (KA, 252; unterstrichen – S.H.!)

Es ging um eine Trennung der Geister bis ins Letzte, bis zur feindlichen Alternative, entweder bist du für uns oder gegen uns: "Slowenen, wenn wir wirklich katolisch sind, wenn wir wahre Heimatliebende sind, dürfen wir nicht ruhen, bis wir unsere Liberalen zu dieser Alternative getrieben haben: entweder sollen sie sich ohne Bedingungen der katholischen Idee unterwerfen oder aber öffentlich ins Lager der liberalen Deutschen und Juden übertreten, wo schon ihre Brüder im Geiste Zuflucht nehmen – die »Jungtschechen«. Das katholische Slowenien aber sollen sie uns überlassen – es ist unser!" (RK I, 466; Betonungen im Original!)

Entweder – oder: Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns! "Unerbittliches aut – aut!!" "zwischen der katholischen Wahrheit und dem Liberalismus gibt es keine Versöhnung, keinen Frieden! Non possumus!" (RK I, 30).

Die Phrase "Glaubensbrüder" hat die Phrase Menschenbrüder im Sinne der Lehre Christi, Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, abgelöst. Das Kriterium der menschlichen Nähe ist so ein ideologisches: die politische Nähe oder Feindschaft ist grundlegender als die Nähe der Angehörigen des gleichen Volkes oder die mitmenschliche Nähe. Das sollte nach Mahnič für die Liberalen gelten. Und er fügt sogleich hinzu: "Und natürlich sind auch uns genauso – wir schämen uns nicht, es zu bekennen – die katholischen Deutschen näher und lieber als die liberalen Slowenen." (RK, VIII, 4-5) Nicht nur ideologisch näher, auch lieber!

Wenn zwischen den österreichischen Völkern die »nationale Intoleranz« aufhören würde, so Mahnič, wäre es möglich, ein "einheitliches katholisches Zentrum" für den Kampf gegen die Liberalen zu gründen. Damit unsere Liberalen keinen Anlaß hätten uns vorzuwerfen, dass wir im Namen des Glaubens den Deutschen das slowenische Volkstum verraten, und damit das Mißtrauen ein Ende fände, müßten die deutschen "Glaubensbrüder" ihrem Programm die "nationale Gleichberechtigung" zufügen.

"Wenn aber das geschieht, wenn uns zur Verteidigung der nationalen Individualität Hilfe versprochen wird, dann, Brüder, Deutsche oder wer auch immer ihr seid, bekommt ihr mit uns entschlossene, begeisterte Verbündete, die mit euch für die allerheiligsten Prinzipien unses heiligen Glaubens durchs Feuer gehen, dann seid ihr uns näher, uns lieber als die slowenischen Liberalen, die mit uns nichts gemeinsam haben, als die leere Rede, denn mit euch wird uns das Prinzip verbinden, mit euch vereinigt uns der Geist Christi! (RK IV, 23-24) Diese Worte haben sich verwirklicht, sind Fleisch und Blut geworden 50 Jahre später!

JEDER TOTALITARISMUS HAT SEINEN »JUDEN«: Den Juden, den »Klassenfeind«, usw. Doch der wahre Antisemitismus (den bei uns wärend des Krieges der »goldene« Rupnik vertrat!), entstand am Busen des katholischen Totalitarismus:

"Der Antisemitismus ist für uns unumgänglich notwendig; und hier reichen wir alle, die wir katholisch und österreichisch denken, den Antisemiten die Hand zum freundschaftlichen Bund: sie sollen beharrlich, sollen kräftig den Kampf gegen das Judentum weiterführen.« (RK VIII, 340) Mahnič freut der »endgültige Sieg der Antisemiten in Wien" (RK VIII, 295)

Vor dem Krieg hat sich die katholische Seite auf den Konflikt mit dem Kommunismus vorbereitet; im Jahre 1935 zum Beispiel fand in Ljubljana ein eucharistischer Kongress statt, auf dem alle Katholiken, alle Stände, von den Schülern, Bauern, Haushaltshilfen... den Schwur ablegen mußten, dass sie gegen den Kommunismus und den Marxismus kämpfen werden – obwohl damals der Nazifaschismus schon einige Jahre »die Zähne wetzte«.

Eine ähnliche Exklusivität und Feindlichkeit übte die katholische Seite während des Krieges aus. Zum Beispiel bei der Frage der Versöhnung – ging es doch darum die ganze Zeit um Entweder Versöhnung oder Trennung der Geister?! Totalitarismus und Versöhnung schließen sich eben gegenseitig aus. Um nur einige Zitate anzuführen, die sich direkt auf diese Frage beziehen:

Wir haben einen Feind, einen Erzfeind, er nennt sich: Versöhnung. Gerade deshalb gilt ein noch stärkerer Kampf jenen, die versuchen würden, uns im Kampf mit schönen Worten über Kompromisse und »nationale Eintracht« zu behindern und die ein Hindernis wären in unserer unerbittlichen Unterdrückung der roten Entwurzelten. (Stane Sedlak: »Vorwärts in den Sieg«, Jutro [Der Morgen - Zeitung], 13. Mai 1944)

Mit den "roten Entwurzelten" gibt es keine Versöhnung: "Hier gibt es kein Erbarmen, keine Versöhnung. Wer anders spricht, ist unmittelbar oder zumindest mittelbar in der Gesellschaft des Satans." (Die Manifestation des mächtigen Willens; aus der Rede von dr. Puša, Jutro [s.o.], 9. Mai 1944). Denn für den Feind gibt es kein Erbarmen: Früher oder später zahlt man Blut mit Blut." (Blut wird mit Blut bezahlt, Slovenski narod [das slowenische Volk = Zeitung], 24. Oktober 1942). Deshalb gilt: Solange nicht unser letztes Opfer blutig gerächt ist, wird das slowenische antikommunistische Volk nicht ruhen." (Ebd.)

In diesem Sinne wurden die Worte: "Tod dem Kommunismus – Freiheit dem Volk" geprägt (Rede des dr. Stanko Kocipr: Nur ein Weg, Jutro [s.o.], 18. Oktober 1944) – Es sollte sich um die Paraphrase des Partisanenrufes handeln: Tod dem Faschismus – Freiheit dem Volk! Doch gerade die Änderung dieses Mottos spricht vom wesentlichen Unterschied zwischen ihnen, damit aber auch vom wesentlichen Unterschied zwischen dem Volksbefreiungskampfes (und zwar unter der Leitung der Kommunistischen Partei) und dem antikommunistischen Kapfes: Der Sinn des Mottos der Partisanen ist, die F r e i h e i t des eigenen V o l k e s dem Tod des Faschismus des Besatzers gegenüberzustellen. »Das Volk« im antikomunistischen Motto aber ist schon von den Kommunisten, Partisanen »gesäubert«; »Freiheit dem Volk« bedeutet hier Freiheit jenen Katholiken, die nicht »mit dem Kommunismus infiziert sind«. Und die keine Partisanen sind. Wer das ist, gehört nicht zum »slowenischen Volk«, ist aus dem eigenen Volk schon a priori ausgeschlossen, verstoßen.

Damit nicht vielleicht jemand meint, dass das Bezeichnen dieser katholischen Beziehung zu den Mitmenschen mit dem Begriff Totalitarismus meine Erfindung ist, zitiere ich einfach ihr eigenes Bekenntnis, also die Gedanken der katholischen Ideologen selber:

"Des weiteren wirft die 'Sodobnost' [Die Gegenwart – Zeitschrift] der Zeitschrift KA vor, dass sie die Totalitarität des Katholizismus proklamiert. Auch hier täuscht sich die 'Sodobnost' [s.o.], wenn sie meint, dass sich die Zeitschrift KA dieses Vorwurfes schämen wird. Die Totalitarität ist eine wesentliche Forderung der katholischen Weltanschauung.« »Diese zwei Grundforderungen des Katholizismus – die Exklusivität und die Totalitarität in der Lehre – soll die 'Sodobnost' als Tatsachen betrachten." (Zeitschrift der Katolischen Aktion, Ljubljana 1941, s. 93-04)

Solch eine unverstellte, »lockere« Aussage war in einer Zeit möglich, als der Totalitarismus noch keinen abwertenden Beiklang hatte (als man auch noch nicht so viele Erfahrungen mit Totalitarismen aller Art hatte) so wie heute. Die Aussage war genau, präzise und ging aus den Grundsätzen des radikalen Katholizismus hervor.

Wenn man die Gedanken, die ich nur aufgezählt, nicht analysiert habe, anschaut, kann man sagen, dass dieser dritte Totalitarismus, der uns entzweite, eigentlich der erste war. Nicht nur in zeitlichem Sinne, sondern auch nach der ideologischen Struktur, nach der Ideologie, die die beiden späteren Totalitarismen, den Kommunismus und den Nazifaschismus inspirierte, ja mehr noch, aus der die beiden enstanden sind. Als anschauliches Beispiel erwähnte ich schon den Antisemitismus, eine für das Katholische wesentliche Sache, 2000 Jahre alt. Wie wir wissen, hat sich der Papst Johannes Paul für den Antisemitismus bei den Juden entschudigt.

Wie gesagt, meine Anmerkungen bilden keine Kritik der vorliegenden Ausstellung – schließlich muß sich jede Ausstellung einschränken – sie sollen sie aber ergänzen und sind vielleicht ein Vorschlag für eine spätere Ausstellung.

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Cheap viagra, 2009-09-17, Nr. 4654

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