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Stephan Jank

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2004-08-22

Der giftige Granatapfel

Die Künstlerin Gerhild Tschachler-Nagy startete Anfang des Jahres 2004 in Kärnten ein Kunstprojekt mit dem Titel "Der Granatapfel". Mehrere prominent plazierte Einschaltungen in Kärntner Tageszeitungen, eine ganze Ausgabe des Kärntner Kulturmagazins "Die Brücke"[1] sowie eine Vielzahl an weiteren Medienberichten sorgten für einen überraschend schnellen und hohen Bekanntheitsgrad des Projektes. Folgt man den eigentümlich kurz gehaltenen Projektbeschreibungen auf  www.granatapfel.com, so scheint es sich bei dem Projekt lediglich um den Versuch einer "Vernetzung" von Kunst- und Kulturschaffendenden, aber auch -RezipientInnen und -VermittlerInnen zu handeln. Realisiert wird die Konzeption mit der Durchführung von „rund 200 künstlerischen Aktivitäten an 30 Stationen“, so berichten es unter anderem die "Kulturnews" des Amtes der Kärntner Landesregierung. In einem Beitrag auf magazin.orf.at[2] erfährt man darüber hinaus: "Die vorrangig privat initiierte Veranstaltungsreihe erstreckt sich über das gesamte Bundesland und soll als Kontrapunkt zum ausschließlich kulturpolitisch geförderten Kulturgeschehen in Kärnten zu sehen sein." Das alles ist Grund genug für kärnöl, einmal einen genaueren Blick auf dieses Projekt zu werfen.

Beginnen wir dabei mit dem "kulturphilosophischen Überbau"[3] des Projektes, den Heinz Tschachler, a. o. Univ. Prof. für Amerikastudien an der Universität Klagenfurt, in seinem Beitrag zum Projektbegleitbuch [Tschachler 2004] liefert. Aus unserer Sicht schreibt er dort die ideologisch überaus fragwürdigen Intentionen des Projektes fest. Bei der Lektüre beginnen bereits im ersten Absatz des Textes die Alarmglocken zu schrillen, wenn dort nämlich von Energiequellen, -Ausmaßen und -Bilanzen kultureller Systeme die Rede ist. Und tatsächlich: Eine Fußnote gibt sofort Hinweis auf die befürchtete Herkunft dieser Begrifflichkeit. Zitiert wird hier (und über weite andere Teile des Textes) Peter Finke, seines Zeichens u. a. Honorarprofessor an der deutschen Privatuniversität Witten/Herdecke sowie Erfinder einer "Evolutionären Kulturökologie". So sehr entwickelt Tschachler in seinem Text das Granatapfel-Projekt aus dem Finke'schen Konvolut, dass man gar nicht umhin kann, dieses einer näheren Betrachtung zu unterziehen.

Was also sind die Kernaussagen dieser "Evolutionären Kulturökologie" [Finke 2003], deren Begriffswelt Tschachler seinem "Versuch über eine Kulturfiktion" zu Grunde legt? Da wäre einmal die von Finke u. a. auf Jakob von Uexküll, Gregory Bateson und Arne Naess zurückgeführte Idee, Konzepte und Begriffsapparatur der biologischen Ökologie auf geistes- und kulturwissenschaftliche Problemfelder zu übertragen, um durch eine solcherart neugewonnene Sichtweise weitere Erkenntnispotentiale zu erschließen. Was nun bei Uexküll und Bateson vielleicht tatsächlich Früchte trägt, gerät bereits bei Arne Naess zur sogenannten Tiefenökologie, jener dampfenden Mixtur aus Biozentrismus, Anti-Rationalismus und esoterischem Mystizismus, der der Neuen Rechten nicht umsonst als eine ihrer Grundlagen zur Erarbeitung eines modernen, positiv konnotierten Begriffsinstrumentariums dient. Bei Finke aber vergärt der Ansatz dann durch verschiedenste Beimengungen vollends zu einem diffusen Ideologiegebräu, wie in der Folge noch zu zeigen sein wird. Doch bleiben wir vorerst bei den Grundlagen jenes Theoriengebäudes, aus dem heraus Tschachler die Grundlagen des Granatapfelprojekts entwickelt.

Wichtigstes Theorem seiner "Evolutionären Kulturökologie" ist nach Finke die Einsicht, dass es neben biologischen auch kulturelle Ökosysteme gibt. Beim Gewinn dieser Einsicht beruft er sich auf die Analysemethoden einer nicht näher spezifizierten "modernen Systemtheorie", bei der es sich jedenfalls nicht um eine ihrer gesellschaftswissenschaftlichen Spielarten handeln kann, beschimpft Finke doch andernorts[4] gerade Maturana und Luhmann als gefährliche theoretische Modeschöpfer[5]. Wie auch immer. Gestützt auf diese Erkenntnis (der Existenz kultureller Ökosysteme) setzt Finke sodann Kultur gleich mit diesem "[...] evolutionär relativ jungen anderen Typus von Ökosystemen" [Finke 2003, S260] Kulturen trügen daher, so Finke weiter, wenn auch oberflächlich verdeckt, das strukturelle Erbe biologischer Ökosysteme in sich, wären also mit den selben Methoden wie jene beschreib- und erklärbar. Damit ist die Vorarbeit im Wesentlichen geleistet, das Ideologem von einem "evolutionären Strukturerbe" der Kultur postuliert und somit kulturelles (also wohl auch gesellschaftliches) Geschehen auf biomorphe Prozesshaftigkeit reduziert. Biologische Energieflüsse würden kulturell halt nicht in Biomasse umgesetzt, sondern in symbolisch codierte Information, Nahrungsketten da würden zu Informationszyklen dort und mit Blickrichtung auf ihre funktionale Äquivalenz hätte die Kulturzugehörigkeit für den Menschen ja eine ähnliche Bedeutung wie das Meer für den Wal. So weit, so unproblematisch.

Es wäre aber keine wirklich "Evolutionäre Kulturökologie", wenn hier bereits das biologistische Ende erreicht wäre. Denn wenn schon biologistisch, dann aber bitte nicht homöopathisch sondern gleich forte dosiert. Und so lässt Finke an keiner Stelle Zweifel darüber aufkommen, dass nach seiner Theorie die Entwicklung von Kulturen auf Grund des soeben postulierten Strukturerbes durch die selben, auf Steigerung der Fitness zielenden darwinistischen Evolutionsmechanismen (Mutation, Rekombination, Selektion, ...) gesteuert wird, wie die Entwicklung ihrer biologischen Vorfahren. Hilfreich bei seiner diesbezüglichen Argumentation ist ihm dabei Dawkins' Therorie der Meme. Diese immateriellen Informationsträger (Empfindungen, Ideen, Gedanken, ....) lösen nach Dawkins in Kulturen die materiellen Gene in ihrer evolutionären Replikatorfunktion ab. Die biologisch-genetische Evolution erhält also von Finke ihre neue Partnerin in Form der kulturell-memetischen Evolution zur Seite gestellt.

Damit leistet Finke (wohl eher bewusstlos denn bewusst) keinen geringen Beitrag zum Versuch der theoretischen Fundierung eines ökologisch verbrämten kulturellen Rassismus, wie ihn die Neue Rechte nicht nur in Frankreich denkt, sondern in ganz Europa hegemoniefähig machen möchte. Mit der totalen Rückführung kultureller Entwicklung auf biologische Prozesshaftigkeit in dieser "Evolutionären Kulturökologie" lässt sich das Vokabular des genetischen Rassismus endlich bis ins allerletzte Detail auch im kulturellen Bereich völlig unverdächtig auf- und abbeten. Und Finke erweist sich sofort als eloquenter Vorbeter: "Auch kulturelle Vielfalt ist nur möglich, wenn es Grenzen zwischen den Kulturen gibt, die sie von einander zu unterscheiden gestatten." [Finke 2003, S263] Vielfalt als unabdingbare Voraussetzung der Fitnesssteigerung in jeder Art von Ökosystemen, könne im kulturellen Bereich also nur gewahrt werden, wenn entsprechende Grenzen deren Existenz überhaupt erst ermöglichten. Offene Grenzen natürlich, nicht Maturanas strukturelle Abschließungen wohlgemerkt. Grenzen aber, deren Durchlässigkeit ausschließlich einem Zweck zu dienen hat: Neues memetisches Material durchzulassen, um den evolutionären Erfolg kultureller Ökosysteme (=Kulturen) zu garantieren. Grenzen werden in diesem Kontext zur Bedingung des Überlebens halluziniert, Vielfalt und Kreativität (Erzeugung von Vielfalt) zum strukturellen Imperativ im evolutionären, kulturellen Konkurrenzkampf verwurstet. Die ureigentlich heterozide (Aus-) Grenze rechter Identitätskonstruktion wird so zur Bedingung blühender Vielfalt umgelogen. Inter- und multikulturelle Diffusions-, Assimilations- und Integrationsprozesse haben damit in der kleinen, wohlgerasterten und -begrenzten Welt der "Evolutionären Kulturökologie" keine Existenzberechtigung, stehen diese doch der Idee einer durch Grenzen erzeugten Vielfalt geradezu diametral entgegen.

In diesem Zusammenhang ist es übrigens nicht verwunderlich, dass Finke gleich an zwei Stellen [Finke 2003, S266, S268] die aktuellen ökonomischen Globalisierungsprozesse aus seiner bornierten, biologistischen Sicht kritisiert. Sie würden nämlich, so Finke (und mit ihm bekanntlich ein großer Teil der rechten Globalisierungskritik), kulturelle Vielfalt, nach Finke ja die evolutionäre Voraussetzung des erfolgreichen kulturellen Überlebens (-kampfes) schlechthin, zerstören und seien daher, im Sinne seiner kulturökologischen Ethik verwerflich. Bei so viel sündhafter Verkommenheit werden sich die Herren in den Vorstandsetagen von Siemens oder der Bank Austria (beide übrigens Sponsoren des Granatapfelprojektes) sicherlich gleich mächtig Asche aufs Haupt streuen. Die Borniertheit, mit der hier revolutionäre gesellschaftliche Entwicklungen, wie die Transnationalisierung der kapitalistischen Unternehmung, zu mittelgroßen ethischen Problemchen heruntergedacht werden müssen, ist dabei gar nicht einmal bemerkenswert. Denn die strukturelle Dichotomie von Produktivkraftentwicklung und Produktionsverhältnissen, welche das eigentliche Problem der momentanen Globalisierung konstituiert, ist in dieser Denktradition allein durch die Wahl der Begrifflichkeit noch nicht einmal formulierbar.

Aber das gesamte Ausmaß an intellektueller Schlichtheit in Finkes Weltbild zeigt sich nicht nur hier auf der ethnischen Ebene der "Kulturen der Völker", wie er das nennt, sondern insbesondere auch auf der mittleren Ebene seiner sogenannten "sozialen Kulturen". So liest man etwa: "Aus den Alltagsbemühungen um Wissen wird die Wissenschaft, aus einfacher Güterproduktion und einfachem Gütertausch wird Wirtschaft, aus elementarem sozialen Handeln Politik, ..." [Finke 2003, S262] Was hier wie ein Zitat aus einem Pennäleraufsatz klingt, ist von Finke aber durchaus ernst gemeint. Es kann nämlich nach der Lektüre von [Finke 2003] kein Zweifel daran bestehen, dass er Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Technik, Kunst, etc.. als kulturelle Systeme begreift, deren "evolutionäre" Entwicklung mit Ausnahme grenznaher Austauschprozesse unabhängig von einander erfolgt. Wer so die Totalität menschlicher Vergesellschaftung in einem globalisierten warenproduzierenden System nur in der fragmentierten Form miteinander "evolutionär" verknüpfter kultureller Systeme begreifen kann, dem muss dann konsequenterweise die Spezialisierung und die damit einhergehende Fragmentierung der "Bacon'schen", also der modernen Wissenschaft geradezu als fratzenhaftes Spiegelbild seiner eigenen Denkschranken entgegentreten.

Und so kann Finke natürlich nicht umhin, seine Kritik an diesem "logical point of view" und der damit einhergehenden Fragmentierung der Welt durch die moderne Wissenschaft - klarerweise unter Rekurs auf den New Age-Vordenker Fritjof Capra - vorzutragen. Mit seinem biologistischen Ansatz in der gesellschaftlichen Analyse gleicht er damit jenem bemitleidenswerten Handwerker, der über die Zange flucht, mit der es ihm nicht und nicht gelingen will, den Nagel einzuschlagen. Finke scheint aber die Unangemessenheit seines Werkzeugs förmlich zu riechen und fordert in seiner Wissenschaftskritik gerade nicht die Abkehr von logischer Analytizität, sondern plädiert als Vertreter genau dieser Wissenschaft nur für deren Einbettung in eine "ökologische Perspektive". Bei Tschachler hingegen, der nicht nur den Titel seiner Kulturfiktion, sondern die zentralen Positionen des Granatapfelprojektes genau aus dieser Passage wörtlich übernimmt, geraten die Dinge in der Folge zu einem antirationalistischen Sturmlauf auf das gesamte "westliche Denken" [Tschachler 2004, S170] und zu einer veritablen etude in Esoterik und Mystizismus. So sei das "Grundübel" für die analytische Fragmentierung der Welt im westlichen Denken "die Angst - die Erinnerung an Erlittenes, ..., vor materieller Unsicherheit, vor Misserfolg und Einsamkeit, vorm Altwerden, letztlich vorm Sterben" [Tschachler 2004, S170], zitiert er etwa den "Philosophen" Jiddu Krishnamurti.

Völlig außerhalb seiner Intention liefert Tschachler hier so ganz nebenbei eine messerscharfe Analyse der psychischen Befindlichkeit der österreichischen Bevölkerung mitten in den tiefgreifendsten Reformen ihrer Sozialsysteme seit 1945. Anstatt aber aus solchen Einsichten heraus eine Umgestaltung der gesellschaftlichen Verhältnisse zu fordern, welche die Wünsche, Hoffnungen und Träume genauso wie die Ängste und Verletzlichkeiten der Menschen respektiert, kann Tschachler in der Gefolgschaft eines indischen Ex-Theosophen nichts anderes als den Spieß auf das Zynischste umdrehen. Nicht ihre Ursache, nein, die Angst selbst sei das "Grundübel". Nicht etwa die wahnwitzige neoliberale Umgestaltung ganzer Kontinente, nein, die Angst der Menschen davor bewirke ihre Zersplitterung in "Ich" und "Nicht-Ich" und bringe "nur bruchstückhafte Aktivität hervor", welche die Wahrnehmung "jener völlig anderen Dimension, in der der Geist ruhig ist und das Denken schweigt, gar nicht zulässt." [Tschachler 2004, S171] Eine solche Diagnose erfordert dann natürlich eine entsprechend harte Therapie. Diese verordnet Tschachler im Granapfelprojekt in Form einer Gehirnwäsche unter Vollnarkose: "Der Ausweg liegt also in Kommunikation, allerdings in einer, die erst hinter und jenseits der verbalen Kommunikation zu finden sei. Krishnamurti bezeichnet sie daher als 'Kommunion', wie sie nur über eine 'Revolution im Psychischen' zu erreichen wäre, über eine tiefgreifende Wandlung des menschlichen Geistes, ..." [Tschachler 2004, S171]

Nachdem also Tschachler mit Finke die Renaturalisierung des Sozialen abgebetet und damit jede gesellschaftliche Krise zu einem Naturphänomen erklärt hat, kann es mit der Regelmäßigkeit eines Uhrwerkes wieder einmal nur der böse, böse Mensch sein, der durch seine bloße Existenz den ungestörten Gang der schönen Maschine stört und dessen Unterwerfung unter die naturhaft objektivierten gesellschaftlichen Verhältnisse es daher auch in der Kunst durchzusetzen gilt. "Die Kunst wird zu Wirtschaft, zu Philosophie, zum politischen Handeln", schreibt dann auch Gerhild Tschachler-Nagy konsequenterweise auf www.granatapfel.com in Erklärung ihrer Projektidee. Wie recht sie doch hat und wie brav sie auch an alle Kunstschaffenden, und -Interessierten die Forderung der Stunde nach "Übernehmen von Verantwortung" weiterleitet, just in jener politischen Atmosphäre, in der plötzlich der Einzelne Verantwortung übernehmen soll für Verhältnisse, deren Verhandelbarkeit seinem Einfluss noch nie unterworfen war. Bei so viel Systemaffirmation kann es nicht wundern, dass die Liste der Sponsoren auf www.granatapfel.com an Länge so ziemlich alles andere übertrifft. Dieses Projekt ist nicht nur mit jeder herrschenden Politik kompatibel. Dieses Projekt verkörpert die herrschende Politik.

Zusammenfassend lässt sich also vom Standpunkt unserer Kritik sagen, dass das Kunstprojekt "Der Granatapfel" auf Grund seiner Fundierung auf einem tendentiell rechten Kulturbegriff und dem darauf aufbauenden esoterischen Gesülze schlichtweg zum Speiben ist. Oder, um es mit den Worten Jutta Ditfurths zu sagen: "Esoterik hilft dabei, den Menschen jeden emanzipatorischen Gedanken auszutreiben." Damit aber passt das Kunstprojekt "Der Granatapfel" haargenau in jenes "kulturpolitisch geförderte Kärntner Kulturgeschehen", gegen welches es kontrapunktisch anzutreten vorgibt.

Literatur

[Finke 2003] Peter Finke, Kulturökologie, in: Konzepte der Kulturwissenschaften, S248ff, Stuttgart, J. B. Metzler, 2003

[Tschachler 2004] Heinz Tschachler, Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Versuch über eine Kulturfiktion, Der Granatapfel, S164ff.

[1] "Die Brücke", herausgegeben von der Kulturabteilung der Kärntner Landesregierung
[2] Die wahrscheinlich nicht mehr verfügbare Seite kann bei uns nachgelesen werden
[3] So jedenfalls bezeichneten die "Kulturnews" des Amtes der Kärntner Landesregierung den Artikel von Heinz Tschachler
[4] vgl. Peter Finke, "Misteln, Wälder und Frösche: Über Metaphern in der Wissenschaft" auf http://www.metaphorik.de/04/finke.htm, 2003
[5] Eine nicht unhübsche Idee, käme sie nicht von Finke sondern aus einem emanzipatorischen Eck
 
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Andreas Strasser, 2004-08-25, Nr. 1334

Herzlichen Dank, mein instinktives Bauchweh auf so viel Granatäpflerei ist mir jetzt klar.
ciao, Andreas

Subcommandante Martinez, 2004-08-28, Nr. 1338

Der Granatapfel, das ist doch die Auslöschung des Kantischens (Künstler)-Subjekts.

Subcommandante und Rittmeister in Personalunion

tassilo, 2004-08-30, Nr. 1347

"habe den 'giftigen granatapfel' gelesen - ein aufschlussreicher essay, der die kulturpolitischen profiteure sehr schön entlarvt."

maria, 2004-08-31, Nr. 1349

warum das projekt granatapfel heißt, ist doch gar nicht schwer herzuleiten.


da fällt der apfel nicht weit vom stamm!

Mag. Larissa Tomassetti, 2004-09-15, Nr. 1369

Diese "paar aufschlussreichen Zeilen des großen über alles stehenden Denkers" Stephan Jank (!) sprechen in ihrer Verkopftheit für und damit gegen sich selbst!

Walther Schütz, 2004-09-15, Nr. 1370

No, no, no, FRau Tomassetti!
Was soll das, seit wann ist "Verkopftheit", wie sie schreiben, ein Vorwurf. Wollen wir etwa etwas mehr aus dem Bauch raus reden? Viel Gefühl und wenig Kopf? Wollen sie das wirklich sagen?????

So eine Intellektualitätsfeindlichkeit als Vorwurf - das klingt schon dumpf

Schütz

Martin Moser, 2004-09-16, Nr. 1374

Frau Tomassetti fühlt sich wohl etwas gekränkt, sag ich mal aus dem Bauch heraus. Die Arme!
Schluchz!

Martin Moser

Mag. art. Larissa Tomassetti, 2004-09-18, Nr. 1385

Ja, offensichtlich haben sich viele mit dem Wort "Verkopftheit" selbst betroffen gefühlt. Naja, das muss jeder für sich abschätzen, ob ihm/ihr eher ein Peter Weibel, K. P. Liessmann... oder eine Elke Krystufek, Pipilotti Rist ... liegt. Ich freue mich, dass es immer noch genug kritische Köpfe gibt!!!

Es lebe die Kunst (und es lebe die Kunstkritik!)

Dr. hirnwix. in spe Rebell Mimi, 2004-09-21, Nr. 1391

Mag. art. Larissa Tomassetti


Ich weißt nicht warum man unter sich so herab-lassend über sich spricht. Ist es denn nötig. Klar geht Kunst teils ohne Politik nicht aber bitte haben Sie nichts dazu gelernt?

Auch wenn Ihnen Stephan Jank hie und da als bellendes Arschloch erscheint, ich finde seine Worte doch sehr interessant. Möchte man nicht glauben, es gibt noch Menschen die "Hirnwixen", nur um solche Blödheiten wie Granatapfel auch aus anderer Perspektive sehen zu können.

Im übrigen: wenn Sie mich auch angreifen wollen, tun sie das, ich steh drauf gute Kritik zu bekommen, die meiste ist jedoch, inhaltlich sehr seicht in Stärke.



Das Sie auch meinen Namen wissen auf den sie schimpfen können: Maria M.

markus orsini - rosenberg, 2004-10-13, Nr. 1411

schlage mal ein treffen vor, hätte lust mal was im klagenfurter künstlerhaus in der kleinen galerie zu organisieren, so eine art labor, zusammen mit kärntner kunstverein, unicum ? _
finde aber eine polarisierung nicht gut, was etwa granatapfel und kärnöl betrifft, ... insofern, jenseits eventueller biologistischer spekulationen ? - maturana, delleuze guattari, negri und hart,.. lacan ..., bordieu usw.. tsialkovskij oder bogdanov, szizek und sloterdeijk usw...
wir schon lange in verlegenheit gekommen sind, was "sein" bedeutet oder auch kultur ?
herzliche grüße aus damtschach
markus
siehe
www.damtschach.at

Martin Moser, 2004-10-16, Nr. 1417

Die "Verlegenhiet" dessen, was Sein bedeutet: Sein als Seinsvergessenheit, seit Platon. Nach Martin Heidegger.

Ein anders Denkender, 2004-11-11, Nr. 1467

Der Markus Orsini-Rosenberg schreibt etwas von Kultur......
Es ist seltsam, daß gerade jene über Kultur schreiben, die sie selbst nicht haben.

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