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Kilian Paula

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2024-03-01: Nichts Neues bei der Arbeitszeitverkürzung

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2024-03-01

Nichts Neues bei der Arbeitszeitverkürzung

Die Arbeitszeitverkürzung ist in aller Munde, jetzt greift die Wirtschaftskammer das Thema mit ungewöhnlichem Vokabular auf. Sie spricht von einem »Gespenst, das umgeht«. Gegen dieses wird jetzt eine Image-Kampagne ins Leben gerufen, namens »Nicht weniger für alle: #nichtweniger«.



Teil der Aktion ist die Forderung nach geringerer Überstundenbesteuerung und die Anreizschaffung für längeres Arbeiten im Alter. In der Praxis also sollten Lohnarbeitende mehr und länger arbeiten statt weniger oder kürzer. Man müsse den »Wert der Arbeit« wieder in den Mittelpunkt stellen, damit 1. die PVA gerettet und 2. der Arbeitskräftemangel nicht weiter zunimmt.

Die Wortwahl der großangelegten Kampagne ist bemerkenswert frech. Den Österreicher:innen wird längeres Arbeiten als »Nicht weniger für alle« verkauft. Als würden Arbeiter:innen und Angestellte geschädigt, wenn die Arbeitszeit verkürzt und das Pensionsantrittsalter nicht erhöht wird.

Das österreichische Phänomen der Arbeitszeitverlängerung – und nichts anderes steckt als Wunschziel hinter der Kampagne – ist nichts Neues. So wurde 2018 die Option des 12-Stunden-Tages eingeführt. Und 2020 hat der Nationalrat das Ende der Hacklerregelung beschlossen, die es Lohnarbeitenden bestimmter Sektoren ermöglicht hat, nach 45 Versicherungsjahren im Alter von 62 Jahren ohne Abschläge in Pension zu gehen. Die letzte Arbeitszeitverkürzung dagegen liegt schon ein halbes Jahrhundert zurück.

Eine Analyse des Momentum-Instituts zeigt, dass Arbeitszeitverkürzungen immer dann eingeführt wurden, wenn die Arbeitslosenquote niedrig ist.


Wenn Arbeitskräfte – so wie heute – Mangelware sind, sollte dies bei Verhandlungen eigentlich die Arbeitnehmerschaft begünstigen. Händeringend suchen alle Branchen Arbeitskräfte, und das nicht erst seit Corona und Energiekrise. Dennoch sieht es derzeit bezüglich Arbeitszeitverkürzung schlecht aus, obwohl sie längst überfällig ist.

Zum einen wendet die Kapitalseite enorme Summen auf, um den Mythos von den »fleißigen Arbeitern, die nicht weniger arbeiten wollen« zu verbreiten, die Fakten zu verdrehen und die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung als utopisch darzustellen. Zum anderen werden auf der anderen Seite von der Sozialdemokratie Parolen geschwungen, das Thema endlich anzugehen – ohne etwas Zwingendes dafür zu tun.

Die sozialpartnerschaftlich Verbundenen veranstalten öffentliche Showkämpfe, doch hinter verschlossenen Türen, wo die wirklichen Kollektivvertragsverhandlungen stattfinden, setzt sich schon seit Längerem letztlich die Kapitalseite durch, womit der Status bezüglich Arbeitszeitverkürzung erhalten bleibt. Ohne Stärkung konsequent linker Fraktionen in Gewerkschaft und Parlament wird sich auf Dauer daran auch nichts ändern. Das pfeifen die Spatzen von den Dächern.
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