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Hans D. Smoliner

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2012-06-25

MUT MACHT WILLENS

»Dieses Buch wird vielleicht nur der verstehen, der die Gedanken, die darin ausgedrückt sind – oder doch ähnliche Gedanken – schon selbst einmal gedacht hat. – Es ist also kein Lehr-buch. – Sein Zweck wäre erreicht, wenn es Einem, der es mit Verständnis liest Vergnügen be-reitete.« schreibt Ludwig Wittgenstein in seinem Vorwort zur »Logisch-Philosophische Ab-handlung« besser bekannt unter dem Titel »Tractatus Logico-Philosophicus«

Dasselbe gilt für das Buch »MUT MACHT WILLENS« von Hans Peter Pirker – erschienen in der Edition kärnöl -, welches wir Ihnen heute Abend im Rahmen einer erkenntnisvollen Lesung präsentieren möchten. »WAS SIND FRAGEZEICHEN Dieser Satz, der in Blockbuchstaben geschrieben ist, zeigt, wie Erkenntnis an der Erkenntnis vorbeigeht, ohne sie zu bedenken.« (Hans Peter Pirker S. 8)

Ist Hans Peter Pirker Philosoph, so ist er im weitesten Sinne der Philosophie der normalen Sprache zuzuordnen, die davon ausgeht, dass die normale Sprache, d.h. die Sprache, die wir im Alltag verwenden, nicht defizitär ist, sondern durch eine genaue Analyse des alltäglichen Sprachgebrauchs Erkenntnis erlangt werden kann und zeigt uns so was zu bedenken ist, nämlich nicht das Denken, sondern »die Denken« (Hans Peter Pirker S. 8).

Ist Hans Peter Pirker bildender Künstler, so ist er Vertreter des modernen Primitivismus – wobei sein Primitivismus, wie bei Paul Gauguin mehr philosophischer als ästhetischer Natur ist. Er bewegt sich mit seinem Sprach- als auch Zeichenduktus außerhalb der gesellschaftli-chen Rahmenbedingungen, positioniert »die Denken« (Hans Peter Pirker S8) an ausgewähl-ten Standpunkten um aus unterschiedlichsten Perspektiven »über Systemen von Systemen der Macht zu sprechen«.

Sprache ist lebendig, lebt von Veränderungen und »das Außerordentlichste an der Sprache ist, dass man kein Napoleon und kein Newton zu sein braucht um ihr Räderwerk in Gang zu setzten« (Guy Deutscher, 2011 S 12). Hans Peter Pirker setzt diese Sprachmaschine in Gang, die es ihm gestattet alltagsvertraute Laute, Worte und Sätze zu einer Vielfalt subtiler neuer Bedeutungen zu verknüpfen um mit einprägsamen bildhaften Metaphern – wie zum Beispiel »…dass frauen länger rosten, als männer sie schmieden« (Hans Peter Pirker S. 80) - die Spra-che der Entscheidungen zu entmystifizieren.

Mit Hans Peter Pirker verlassen Sie Ihre gewohnte Sprachstruktur, vergessen die Semantik Ihnen wohlvertrauter Wörter und Sätze und tauchen mit ihm in die unendlichen Weiten des Sprachkosmoses ein - doch Vorsicht: »Das UNENDLICHE IST ENDLICH ENDLICH«(Hans Peter Pirker S. 86) - und sie werden mit ihm »in die Denken seiner Heimat kommen, die Philoso-phie, gespürte Denken in Harmonien« (Hans Peter Pirker S. 8).

Ist Hans Peter Pirker Literat so »enthüllt« seine Sprache die Kunst, die in ihm steckt. (frei nach Guy Deutscher, 2011 S 12).


Literatur:
Guy Deutscher, 2011: „Du Jane, Ich Goethe – Eine Geschichte der Sprache“ dtv
Hans Peter Pirker, 2012: „MUT MACHT WILLENS“, Edition kärnöl
Ludwig Wittgenstein, 1921: „Tractatus Logico-Philosophicus“, in Wilhelm Ostwalds „Annalen der Naturphilosophie“

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