Wasserhahn WASSER?  
Jetzt gehts um die LEITUNGSKOMPETENZ!  
 
Hausmeister oder Trojanisches Pferd?
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  Das Insiderblatt aqua press international beschreibt das Hereinholen des Wasserdienstleistungsgiganten VEOLIA als »den ersten, lange ersehnten Erfolg des Unternehmens in der bislang VEOLIA-resistenten Alpenrepublik überhaupt.«    
  Kritiker/innen gegenüber stellen die Privatisierer die Lage wesentlich harmloser dar: Der König Kunde (Stadtwerke, Gemeinde Klagenfurt) sage dem Auftragnehmer, der privatwirtschaftlich betriebenen AQUAssist, welche Aufgaben der »Hausmeister« zu erledigen habe. Überhaupt sei von Seiten der Stadtwerke „nur" daran gedacht, den technischen Part (Erhaltung und Ausbau des Leitungsnetzes) auszulagern. Die Verrechnung mit den Kunden, Preisgestaltung, etc. blieben in Händen der Stadtwerke.    
Die Rechnung wird ohne den (Betriebs)Wirt gemacht Ein solches Szenario berücksichtigt allerdings nicht die Dynamik des Systems: Ein Privatunternehmen muss(!) seinen Kunden in Abhängigkeit halten. Es darf diesen auf keinen Fall ermächtigen, seine Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Die ausgezeichneten Kompetenzen rund um die Wasserversorgung wandern so zwangsläuflig von den Gemeinden zu den Privaten – eine Einbahnstraße! AQUAssist und Co. wären verrückt, würden sie diese wieder hergeben. Dann ist nichts mehr mit »König Kunde«, sondern dann ist die Abhängigkeit (beinahe) unumkehrbar.    
  Darüber hinaus gilt: Private müssen expandieren. Die Expansion in die Fläche ist ja erklärtes Ziel! Aber es wird auch eine in neue Bereiche der Wasserversorgung sein. Die finanziell ausgehungerten Gemeinden werden bei der Salamitaktik mitmachen – am Ende wird von einer öffentlichen Daseinsvorsorge nichts mehr übrig bleiben.

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