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Gösta Maier

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2003-05-19

BEZIEHUNGSLEICHEN

Impressionen der Liebe

Immer öfter gerät der sinnliche Bereich ehrbarer Frauen ins Wanken. Mitschuld daran ist die männliche Unzulänglichkeit. Nicht zur rechten Zeit in der begierigsten Stimmung am kuscheligsten Ort bei sehnsüchtigster Musik wenigstens für tandrasche Spiele bereit zu sein.

Die Lust ist unabwendbar. Das Risiko gering. Das was Abraham a Santa Clara ignorant und ketzerisch als Weiberpille von seiner barocken Kanzel herabschmäht, ist immer griffbereit verhütend in der Handtasche. Oder zur Not ein blaues Siegel. Besser als nichts.

So großmütig Frauen sind, im ureigensten Bereich hat es zu funktionieren. Die Monotonie der Monogamie leistet extra noch ihren Beitrag. Und welche denkt wegen flüchtiger Affären noch an die Seele? Die eigene weiß, was sie will, und borgt sich eine, wenn sie will. Und Männer, haben die überhaupt eine?

Je weniger Tatsachen es gibt, um so mehr Phantasie macht sich breit. Aber Phantasie befriedigt nicht. Moderne Frauen lieben die Praxis. Sie finden jederzeit Männer, gebrauchen, ja lieben und verlassen sie. Manchmal erwischen sie auch einen Typ, den man früher altväterisch nannte. So einen Gefühlsschimmelreiter und Zärtlichkeitsfanatiker, Zögerer und Zauderer, dazu noch psychisch lädiert. Was sich ja beim Mann wie ein Seismogramm auf das Stehvermögen auswirkt.
Doch nicht immer findet sich ein Asphaltcowboy, der die Lustbarkeit wie nach dem Fahrtenschreiber seines Dreißigtonners ans Ziel bringt.

Lust fragt aber kaum, ob es dieser oder jener ist. Sieht er gut aus, stimmt die Chemie reicht. Lust sucht und findet was sie braucht. Schnell und leicht.
Wählt für kurze Zeit. Nach Augenschein, Begierde, Kraft. Es geht nicht um Dauer und Beständigkeit. Nur um ein Flackern, ein Aufflammen, ein Spiel, um eine Affaire.

Manchmal, nichts ahnend, haben sie einen Komplizierten in den Armen,. Können sie das wissen? Solche lassen sich erst in der Zielgerade nuancieren. Zu spät.
Sie nehmen, was einigermaßen annehmbar ist. Lust fragt weder nach geschmolzenem Schnee noch nach dem künftigen Mairegen. Sie kennt die Handhabung der Männer.
Nein, sie sind alle nicht eine Solche, wenn sie auch mitunter vor Verlangen dürsten. Sie sind ganz normale Frauen mit Gefühlen und Stimmungen.
Sentimental dann und wann, auch exzentrisch und lebenshungrig. Aber zu Zeiten wollen sie nicht nur von Kunst und Kultur beschlafen werden. Oder zuvor auf die Ewigkeit schwören. Solch einen haben sie so schon daheim.

Weiß man aber wie dunkel oder hell einer ist? Die Wahl des Instinkts fragt nicht danach. Instinkt zielt, ortet. Damit hat es sich.

Er kommt und wird gehen. Nur wenige wollen bleiben. Was soll sie auch mit einem Bleibenden? Jetzt sein, da sein. Wie sie ihn braucht. Was sein kann und muß, soll sein. Nicht mehr. Nichts bleibt, alles geht vorbei. Mit dauerhaft ist man fast überversorgt.

Keine Liebelei will je den Geliebten tief in die Augen blicken. Keine zarte Hand je den süßen Körper des Liebsten umkosen. Keine Seele wird erwiderte Gefühle suchen. Das hat man zum Überdruß gehabt. Die Freude an der Lust kostet ihre begrenzte Zeit aus. Mehr nicht. Andere Zeiten bringen neue Lüste.

Sehr bald ist alles Erde und Schlamm und Mineral, was einst Genuß im Taumel ekstatischer Sinne war. Das Nachher mahnt unbewußt. Tot, morsch, dahin die wird Sommerfreude sein, dahin die Welt der Düfte, der Klänge, der Sehnsüchte.

Die begehrende Kraft des Körpers hat ein einziges, beharrliches Ziel. Sie schaltet nicht nur die Vernunft aus. Das Begehren klammert sich an jenen, dessen Lüsternheit zwanghaft alle Sinne betäubt. Dessen Sinnlichkeit die eigene einsaugt, brutal, fordernd, unwiderstehlich. Liebe, Treue, Verständnis werden da zu fernen Nebelbildern.

Mitunter bleiben sie sogar an der Lustbeziehung hängen. Dann sagen sie, du bist gut! Selbst nach dem Erwachen werden seelische Hemmungen lange noch von Hörigkeit überschattet. Leidenschaft ist das glättende, unbefangene Wort dafür. Eine Art gegenständliche Liebe.

Die Menschen sind eben so erschaffen. Mann wie Frau. Der sogenannte Schöpfer will zwar die Menschen nicht so, wie er sie hergestellt hat. Damit er beruhigt ist, haben sie für seinen Zwiespalt die Moral erfunden. Sie durchbrechen sie ständig. Nützen sie, um überlebte Lüste abzustoßen, wenn Neues lockt. Nennen Gewesenes dann unmoralisch. Vergessen aber die Moral, wenn Liebesgefühle wie roter Mohn an die Sonne drängen.
Und da gibt es auch ganz zeitgemäß einen Trend. Mehr und mehr werden Männer zu Beziehungsleichen.

Reaktionen Auf den Beitrag reagieren

Martin, 2011-11-27, Nr. 5411

Sehr gute Beschreibung. Musste ich leider grad genau so erleben.

Herbert, 2015-06-15, Nr. 6327

Sehr realistisch formuliert, "Hut ab"!

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