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2011-01-19

Forschungsberichte zu Projekt „SOS - Save Our Surface“

Das Forschungsprojekt – gefördert vom Österreichischen Klima- und Energiefonds – untersucht vor dem Hintergrund zunehmender Landnutzungskonflikte die Voraussetzungen und Folgen vermehrter Biomassenutzung zur Produktion von Energie und nachwachsenden Rohstoffen. Nun liegen erste Teilergebnisse vor.

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(Umweltbüro Klagenfurt, Jänner 2011) Weltwirtschaft und Agrarsektor sind derzeit auf fossile Stoffe angewiesen. Sollten sich fossile Ressourcen verknappen, wird die Landfläche zur Energie- und Stoffproduktion bedeutsamer. Nun liegen erste Teilberichte des Forschungsprojekts vor.

Werner Zittel (LBST / Ludwig-Bölkow-Systemtechnik) untersuchte die Verfügbarkeit von Erdöl, Erdgas, fossiler Kohle und der für die Produktivität der modernen Landwirtschaft wesentlichen Stoffe Phosphor und Kalium. Die wichtigsten Ergebnisse: Das weltweite Ölfördermaximum Peak Oil wurde mit großer Wahrscheinlichkeit im Jahr 2008 überschritten. Der Förderrückgang wird die weltweit verfügbare Ölmenge im Jahr 2030 auf etwa die Hälfte der heutigen Menge reduzieren. Dies führt dazu, dass im Jahr 2030 Mitteleuropa nur noch geringe Mengen Erdöl zu überproportional hohen Kosten importieren wird. „Mit jedem entnommenen Fass Erdöl sinkt der Lagerstättendruck, die Fördersituation wird stetig schwieriger“, hält Energieexperte Dr. Werner Zittel fest.

Auch bei Erdgas, Kohle und Phosphor ist die Verknappung absehbar. Die Erdgasförderung in Europa hat den Höhepunkt überschritten. Sie wird bis zum Jahr 2030 vermutlich auf 15-20% der heutigen Förderung zurückgehen. Gasimporte aus Russland werden abnehmen. Bei Kohle ist der Peak Supply 2020-2030 zu erwarten. In Europa muss bereits wesentlich früher mit einer angespannten Versorgungssituation gerechnet werden. Phosphor erreicht 2020-2030 den Peak.

Die Politikwissenschafter/innen Elmar Altvater und Margot Geiger untersuchten den Zusammenhang zwischen Weltwirtschaft und einem weiteren Anstieg der Biomassenachfrage, der nach Peak Oil erwartet werden muss. Eine weitere Verteuerung von Nahrungsmitteln ist absehbar. Mittelfristig ist zudem eine landwirtschaftliche Flächenexpansion zu erwarten, die das gegenwärtige „Land Grabbing“ fortzusetzen droht, wodurch die Überlebensgrundlage von Millionen von Kleinbauern und Hirten gefährdet ist.

Energiekonsum, die Nachfrage nach Biomasse und Wirtschaftswachstum hängen eng zusammen. „Es ist eine Illusion, vom Wachstum der Wirtschaft die Lösung dringender Probleme zu erwarten“, stellt Prof. Elmar Altvater fest. Weil das Produktions- und Konsummodell der kapitalistischen Metropolen die Ursache der gegenwärtigen „Mehrfachkrise“ ist, ist eine lebenswerte Zukunft nur jenseits davon denkbar, so Altvater. Eine post-fossile Wirtschaft muss langsamer sein und mit geringeren Profiten oder ohne solche auskommen. Öffentliche Güter und Dienste sind für eine post-fossile Wirtschaft entscheidend. „Damit wäre auch der Druck auf die Landfläche minimiert“, erklärt die Politikwissenschafterin Dr. Margot Geiger, und eine Entwicklung hin zu Ernährungssouveränität, wie sie die internationale Kleinbauernvereinigung La Via Campesina fordert, möglich.

Die Teilberichte des KLIEN-Forschungsprojekts „Save our Surface“ zum Download:

Werner Zittel, r Assessment der Verfügbarkeit fossiler Energieträger (Erdöl, Erdgas, Kohle) sowie Phosphor und Kalium.

Elmar Altvater und Margot Geiger, r Der Wandel des Energieregimes und die weltwirtschaftliche Entwicklung

Zum gesamten Projekt: r SOS - Save Our Surface. Landnutzung - Politikoptionen und Konfliktmanagement

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