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Hans D. Smoliner

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2010-12-23

Das Soziosomatische Knie - Ursachen und Therapie

oder jedes Knie ist eine Persönlichkeit


Hans D. Smoliner:"K60.2E Soziosomatische Knie", Foto und Wortinstallation, 21x29 cm, 2006


Ursachen und Therapie

Über die möglichen Ursachen dieser Volkskrankheit des 21ten Jahrhunderts herrschen stark divergierende Meinungen vor. So führen neoliberale Wirtschaftsforscher - unter anderem auch Bernt Merlin, Direktor des Europäischen Institutes für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung, Wien - die rapide Zunahme soziosomatischer Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen des Knies auf ein Versagen der benthamschen Pädagogik und des fehlenden Konkurrenzverhaltens im derzeitigen sozialstaatlichen Gesundheits- und Versorgungswesen zurück. Sie fordern daher eine radikale Rückkehr zu den ursprünglichen Wurzeln der benthamschen Pädagogik, wie sie in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts schon mit Erfolg zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Machtverhältnisse praktiziert wurden. Weiters schlagen sie eine möglichst rasche Rückkehr zur Vollerewerbsfamilie, nach dem Vorbild des 19. Jahrhunderts vor, um den, durch die stark zugenommenen soziosomatischen Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen des Knies verursachten Pflegeaufwand intrafamiliär zu finanzieren. Schließlich sei das abnorme Freizeit- und Konsumverhalten der arbeitenden Population, der hauptsächliche Verursacher für diese neue Volkskrankheit. Durch die Ausweitung der Arbeitszeit auf das von neoliberalen Wirtschaftsmanagern bereits erfolgreich praktizierte Mindestmaß von 16 Stunden, würde sich die Stressfaktoren wie Freizeitgestaltung, Familienplanung, Kinderversorgung, Genusspflege und Erholungssucht von selbst auf ein volkswirtschaftlich betrachtetes gesundes Ausmaß von acht Stunden reduzieren. Wie bei den psychosomatischen Erkrankungen sei der Auslöser bei den sozisomatischen Erkrankungen des Knies ausschließlich im Individuum selbst manifestiert und daher nur durch ein volkswirtschaftliches gesundes Verhalten des Individuums – gesunde Nahrungsmittelergänzung, Verzicht auf phantasiestimulierende und entspannende Genussmittel, ausrechende Bewegungsprogramme, wie fit for fun etc. – heilbar.
Die bisher durchgeführten und von den EU Gesundheitsminister(innen) unter Verschluss gehaltenen Evaluationsstudien bescheinigen den soziosomatischen Erkrankungen des Knies jedoch eine hartnäckige Therapieresistenz gegenüber gesundheitsmarktorientierten Behandlungsmethoden.

Wertkritisch orientierte Sozialforscher – unter anderem Stephan Jank, Vorsitzender der internationalen kärnöl – Akademie, Beljak – hingegen sehen die Ursachen sowohl psycho- wie soziosomatischer Störungen des Knies in einem latenten, dem kapitalistischen Systems immanenten, strukturellen Antisemitismus begründet. Waren im 20ten Jahrhundert über 6 Millionen Juden, Sinti, Roma, Slowenen, unzählige namenlose Fremddenkende oder einfach ausgedrückt unwertes Leben tödlich betroffen, betrifft es heute jeden – auch Sie.
Waren und sind psychosomatische Erkrankungen, Kriegs- und Kapitalismusneurosen noch durch eine rigorose benthamsche Medizin und Pädagogik, therapiefähig, das heißt im kapitalistischen Duktus funktionsfähig, müssen sich soziosomatische Erkrankungen aus wertkritischer Sicht notwendigerweise als therapieresistenz erweisen. Da der Kapitalismus aufgrund seiner systemimmanenten fehlenden Fähigkeit zum sozialemanzipatorischen Perspektivenwechsel kein Interesse hat sich zu verändern um die, von ihm bewusst provozierten Entfremdungssymptome und damit die soziosomatischen Leiden des Knies zu reduzieren, bleibt dem Knie nur mehr die Perspektive einer Krankheit, die zwar vom kapitalistischen System nicht akzeptiert, jedoch toleriert wird und teilweise schon im Gewinnmaximierungsprozess integriert wurde.
Noch stecken die wertkritischen Therapiekonzepte zur Behandlung der Kapitalismusimmanenten soziosomatischen Persönlichkeits- und Verhaltenserkrankungen des Knies in den Kinderschuhen. Es gibt jedoch einige wenige erwähnenswerte regional beschränkte Projekte.
So treffen sich seit geraumer Zeit von soziosomatischen Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen des Knies Betroffene und deren Angehörige im sozialemanzipatorischen Rehabilitationszentrum Platzl. Unter der geduldigen Begleitung von Bettina Klammer, Peter Nessmann sowie der wertkritischen Anleitung Stephan Janks und den zahllosen juridisch nicht gefassten Teilnehmer(innen) der kärnöl – Akademie wird dem exzessiven Perspektivenwechsel, der lauten Palaver- und Streitkultur sowie der literarischen, bildnerischen, musikalischen, theatralischen und kreativen Genusssucht gefrönt.
Um diese auf dem ersten Blick etwas ungewöhnlich und fremdartig wirkende Rehabilitations- und Therapiemethode kärnöl´s nachvollziehen zu können, schlage ich Ihnen vor, dass sie jetzt stehende oder sitzende Arbeitsgruppen bilden, das Rauchen nicht einstellen, sich lautstark über ihre soziosomatischen Knieerkrankungen äußern, ihren vom Zuhören trockenen Gaumen befeuchten, ihren vom Zuschauen leeren Magen mit sozialemanzipatorischen Nahrungsmittelergänzung füllen und heute Abend noch möglichst oft ihre kognitive, wie motorische Perspektive wechseln.

Reaktionen Auf den Beitrag reagieren

alze, 2010-12-25, Nr. 4994

pisa ruft, und zwar sehr laut.

das wunde (und nicht wunde"S") Knie
das aufgeschlagene (und nicht aufgeschlagende"S") Knie

usw. Beispiele gebe es viele.

Dieses, in Gemeinschaftsproduktion erarbeitete soziosomatisches Knie hat nicht nur in der Überschrift einen falschen "Knick".

so long kärnöl,
where do you go to my lovely

herwig

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