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Helge Stromberger

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2008-09-07

Allah ist größer als ich zuerst gedacht hab

Erste Leseeindrücke bei einer Koranlektüre



Bildquelle: r blog.klabusterbeere.nl

Zuweilen kommen ja Zweifel auf, aber es gibt ihn doch: Den toleranten Islam! Das Bild soll in San Franzisko gemacht worden sein. Zum Glück hat dieser brave Muslim in der californischen Schwulenmetropole auf das Kopftuch nicht vergessen.

Den nicht wirklich 100prozentigen Bildnachweis für kulturelle Toleranz und künftige Entwicklungsmöglichkeiten im weltweiten Islam hab ich unter r blog.klabusterbeere.nl entdeckt. Wer zum Thema auch etwas Schriftliches haben möchte - der Islam selbst räumt der Schrift einen wesentlich höheren Stellenwert ein als den Bildern - sollte sich freilich den Koran ansehen, besonders die 5. Sure: "Der Tisch".

Da werden zunächst Speiseangelegenheiten, danach das rechte Verhältnis eines gläubigen Moslems zu den Angehörigen der übrigen Schrift besitzenden Kulturen, dazwischen wieder Speiseangelegenheiten und zuletzt noch einmal das Verhältnis zwischen Moslems und anderen Schriftbesitzern abgehandelt. Für mich zunächst sehr überraschend, dass dabei ganz unmissverständlich klar gestellt ist: mit notorischen Israelhassern und chronifizierten Antisemiten hat Allah nichts am Hut. Die bestraft er streng.

Für das Verhältnis zwischen gläubigen Moslem und Christen gilt übrigens dasselbe. Gleichzeitig warnt Allah - 'der Allwissende' - freilich auch Juden und Christen davor, dass sie sich nicht derart unangenehm aufführen wie sie das gewöhnlich tun. Auch ihnen drohen strenge Strafen. Der theologische Grund dafür wird in der Sure ebenfalls erläutert:

Allah hat vor seinem Propheten Mohammed bereits andere Propheten auf die Erde geschickt, um über sie den Menschen ausrichten zu lassen, was er sich von ihnen erwartet. Einer von ihnen war ein gewisser Moses, der den Juden in Allahs Auftrag die Thora verkündet hat: die Juden sollen aus dem 'Arbeitshaus' Ägypten ausziehen, sich anschließend am Gebiet des heutigen Staates Israel neu ansiedeln, auf die zehn Gebote achten usw.

Ein anderer Prophet Allahs ist ebenfalls recht gut bekannt: Jesus Christus, der wiederum sollte die Christen aufklären, was auf der Erde zu tun ist: ihr sollte eure Feinde lieben, zum Andenken an diesen Propheten Allahs gut essen und Wein dazu trinken etc. Der gläubige Moslem scheint nach der 5. Sure allerdings nur dann verpflichtet Christen mit Achtung und im Geist der Toleranz zu begegnen, wenn die sich tatsächlich wie Christen benehmen, also Leben im Sinn des von Allah gesandten Propheten Jesus aus Nazareth gestalten.

Dasselbe gilt bezüglich der Juden, die ebenfalls angehalten werden sich an der von Allah über Moses verkündete Thora zu orientieren: nicht zu töten, keine wahrheitswidrige PR zu machen, den Palästinensern keine Olivenhaine wegnehmen und in Israel so wie es ihnen von Allahs Gesandten Mose verheißen wurde in Frieden zu leben und dabei z.B. 'Milch und Honig' trinken usw.

Bei den Speisevorschriften gibt es sodann in der 5. Sure neben verschiedensten speziellen Bestimmungen - keine Blutwurst, vor allem nicht vom Schwein usw. - auch allgemeinere Vorgaben, welche in qualitätsvoller Freimütigkeit beispielsweise so lauten: "Sie fragen Dich, was ihnen erlaubt sei. Sprich: 'Alle guten Dinge sind euch erlaubt … Heute sind euch alle guten Dinge erlaubt. Und die Speise derer, denen die Schrift gegeben wurde, ist euch erlaubt, wie auch eure Speise ihnen erlaubt ist'". Gemeint ist damit um es nochmals zu betonen, dass den Moslem unter bestimmten Voraussetzungen "alle guten Dinge erlaubt" sind und den Israelis, Christen usw. ebenso.

Das und einiges andere mehr ist nachzulesen in: Der Koran - Vollständige Ausgabe. Heyne Verlag. 19. Aufl.. München 2003. Fünfte Sure: Der Tisch. S 99 - 114.

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555, 2008-09-08, Nr. 4161

Ja. helge. echt zum kreischen, diese botschaften

und noch was:
ich liebe meinen nerzmantel. er wärmt mich und hält ewig

der große hintergrundton unserer zeit, 2008-09-08, Nr. 4162

ohne masse keine macht so hört man spartaner und perser die alten parolen rufen…
und was haben wir in zweieinhalbtausend jahren dazugelernt?
vielleicht sollte man sich eher fragen – wo wird’s zuviel?
wo liegt das richtige maß?
was hat der tote nerz damit zu tun – mangel - ach nein, überleben im überfluss...

Helge Stromberger, 2008-09-08, Nr. 4163

Der Nerz hat mit einer Leserreaktion zu tun, die ich vor einigen Tagen zum Thema "§ 278 ff: Staat greift Zivilgesellschaft an" los werden mußte - Gruß Helge

helge stromberger, 2008-09-08, Nr. 4164

Der Nerz hat mit einer Leserreaktion zum Thema "§ 278 ff: Staat greift Zivilgesellschaft an" zu tun, die ich vor ein Paar Tagen dringend los werden mußte - Gruß Helge

brigitte blaschek, 2008-09-08, Nr. 4165

grüß gott,
ich laß "zufällig" den bericht über Allah & was in der 5. sure steht,..
ich würde das foto überhaupt nicht mit einem muslim in verbindung bringen,,, es ist zu abwägig!
ich bin selbst anhänger einer monotoistischen religion,,, und kann mir nicht vorstellen, dass ein bewußter religiöser mensch sich so verhält!?
oder du etwa ?
Allah - Gott - großes mysterium - großer geist,...
wie immer man ihn nennt,
erlaubt er uns - so etwas zu bewerten???
eine gute zeit, servus

Helge Stromberger, 2008-09-09, Nr. 4166

Warum soll ein "bewußter religiöser Mensch" mit Bart nicht in blauen Stöckelschuhen und breiten Armreifen herum gehen können? Frauen gehen seit fast hundert Jahren in Hosen, neuerdings sogar in modischen Militär- und Kampfhosen, was vor zweihundert Jahren noch vollkommen undenkbar war.

Wenn Du freilich überhaupt das offenbar schwule outfit von dem Mann meinst: Wenn ich in den letzten Wochen im Medienstrom richtig hingehört hab gibt es derzeit in der anglikanischen Kirche einen Konflikt um einen homosexuellen Bischof (oder Bischofskandidaten). Die einen dafür, die anderen dagegen, da kann es natürlich sehr unterschiedliche Meinungen geben. Aber religiös wird der Mann schon sein, denk ich mir - schönen Gruß

555, 2008-09-09, Nr. 4167

der anblick des fotos hat erinnerungen hervorgerufen, eine demo von neonazis in deutschland. man konnte eine gruppe von neonazis durch die strassen ziehen sehen, beschützt und beobachtet von der polizei. am rande der strasse stehen menschen, welche gegen diese demo demonstrieren. also eine demo gegen die demo.
selbstverständlich geht es jetzt nicht um die inhalt der neonazis und diese zusammenkünfte sind auch zu verbieten.
aber sobald etwas zum radikalen verbot wird kommt doch auch die neigung der menschen, dieses verbot zu brechen. also würde ein verbot nicht den gewünschten effekt erbringen. es geht um den offenen dialog (daran scheint ja niemand mehr so wirklich zu glauben, leider). es würde aber bedeutet, diese verrückten typen mit ihren glatzen und ihren irrwitzigen parolen ERNST zu nehmen, ihnen gehör zu schenken und ihre wut (welche nur in falsche bahnen gelaufen ist!!!) anzuerkennen. die hoffnung in eine radikale religion zu transferieren ist im grunde nichts anderes. es geht um verbote, welche einerseits zugehörigkeit fühlen lassen und andererseits von kritikern zur herabsetzung des verbotes führen sollen, also ambivalent. eine radikale religion lebt von verboten, die verbote sind aber nicht allen menschen verständlich, somit bildet sich eine gruppe, welche gegen diese verbote ist, die gruppe für die verbote, will diese aufrechthalten, die einen wollen sie aber abschaffen, also wird das verbot zum TABU stilisiert, es wird erhaben, es bekommt kraft und macht.
diese dynamik zeigt sich leider auch in der politischen situation kärntens...

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